Amiga von SSD booten?

Es gibt 19 Antworten in diesem Thema, welches 3.974 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (6. Dezember 2022 um 12:16) ist von Unseen.

  • Hallo Amiganer,

    bei einem 2000er mit Board-Rev. 6.2 und einem verbauten Buddha versuche ich über eine 4GB SSD (SSD (Transcent) auf IDE Adapter hängt natürlich dazwischen) aus einem alten IGEL eine Workbench zu booten. Die SSD wird aber weder von der Install-Diskette noch vom mitgelieferten DOM erkannt. Der PC sagt, die SSD funktioniert. Jetzt habe ich bei meiner Suche nach Informationen gelesen, dass das Ganze im PIO-Mode 0 laufen muss, da wohl der Amiga nichts höheres verarbeiten kann. Die Workbench konnte ich per WinUAE übrigens komplett auf die SSD kopieren...

    Hat hier jemand diese Idee schonmal verwirklicht?

    2x C64 (Brotkasten), 1x C64 II, 1x C64 g, 2x 1541, 4x 1541 II,

    1x C128, 1x C128d, 2x 1571

    1x Amiga 500, 2x Amiga 500Plus (in der Restauration), 2x Amiga600, 1x Amiga 1200, 2x Amiga 2000, 1x Amiga 4000 (jeweils mit diversem Zubehör)

    1x 1802, 4x 1084s, 1x 1901

    1x Atari ST, 1x Atari MegaST

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    1 von 10 kann kein Binärrechnen. Das sind immerhin 50%

  • Was für eine Firmware hat der Buddha ? Guck mal mit Sysinfo ob das buddhascsi.device überhaupt da ist, ansonsten ist evtl der IDE/SATA Adapter inkompatibel ...

    "Werter Pöbel, wertes Gesocks ... aus dem Arsche zieht euch den Stock ..."

  • Was für eine Firmware hat der Buddha ? Guck mal mit Sysinfo ob das buddhascsi.device überhaupt da ist, ansonsten ist evtl der IDE/SATA Adapter inkompatibel ...

    Die Firmware müsste aktuell sein, der Controller ist erst 4 Wochen alt. Der Adapter blockiert das Booten von HDD wenn er am 2nd Port angeschlossen ist, daher gehe ich von Inkompatibilität aus. Gibt es eine Empfehlung für einen kompatiblen Adapter?

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  • Eine SSD ist am Amiga langsamer als eine Festplatte

    Das ist durchaus möglich, aber mir geht es nicht um Performance, sondern um Verfügbarkeit. Mir ist es egal, ob ich 2.4MB/s oder nur 1.6 MB/s geliefert bekomme. HDDs bis 4 GB sind unverhältnismäßig teuer, die SSDs habe ich zu Hauf im Schrank rumfliegen.

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  • Ich wäre beim Adapter skeptisch, hatte mir mal einen gekauft, der für meinen 486er damals gedacht war. Damit lief aber nix und der Rechner erkannte nix am IDE Port. Der Adapter geht und ist ggf. richtig gejumpert (falls das da geht)?

  • Eine Ergänzung zu Thema: ich habe einen 2. Adapter (ohne Jumper) getestet mit dem Ergebnis, dass die SSD zwar unter der Workbench erkannt wurde und auch voll ansprechbar ist, wird aber im EarlyBoot Menü nicht angezeigt wird.

    Zur Performance: Seagate Medalist 4321 macht ca. 2.44 MB/s, die getestete SSD (Transcent TSITHSD512-004G) 2,58 MB/s, SanDisk UltraII CF 2,41 und die China Industrial CF Karten 1,2 MB/s.

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  • Danke erstmal an alle, die sich hier eingebracht haben, ich habe jetzt 2 Adapter gefunden. Das "Perfomance-Problem" ist jammern auf hohem Niveau: HSS 2.44 MB/s, SSD 2.31 MB/s, dafür ist die SSD deutlich leiser als meine HDD, also ist der Kompromiss gerechtfertigt

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  • Danke erstmal an alle, die sich hier eingebracht haben, ich habe jetzt 2 Adapter gefunden. Das "Perfomance-Problem" ist jammern auf hohem Niveau: HSS 2.44 MB/s, SSD 2.31 MB/s, dafür ist die SSD deutlich leiser als meine HDD, also ist der Kompromiss gerechtfertigt

    Magst du uns auch mitteilen welche das sind und ggf ein Foto reinstellen, könnte zukünftig hilfreich sein für andere mit dem gleichen Problem :)

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  • Das sind die beide Controller. Bei dem Grünen ist zu beachten, dass er einen Master/Slave Jumper hat. Der scheint wichtig zu sein, da ein anderer Controller ohne Jumper nicht funktioniert. Der Rote schien eine Art Autoconfig zu haben. Beide habe ich mal bei Wish bestellt, der Grüne scheint aber nicht zur Verfügung zu stehen. BTW: Die Performance hat sich erledigt, die SSD, da die SSD jetzt nachträglich mit PFS über den Buddha formatiert wurde und damit die gleiche Geschwindigkeit aufweist, wie ne Seagate Medalist. Beide lieben bei 2.44 MB/s

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  • Da der Amiga keinen Trim-Befehl kennt, wird höchstwahrscheinlich die SSD nicht lange halten. Der Trim-Befehl sorgt dafür das die Speicherzellen gleichmässig beschrieben und gelöscht werden. Ohne Trim, rödelt der Amiga immer auf denselben Speicherzellen herum. Die Schreib/Lese-Zugriffe sind begrenzt. Früher oder Später fallen Speicherzellen aus.

    Das ist auch der Grund, weshalb ich in der PS3 keine SSD-Festplatten verwende.

    Ich schliesse mich @Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. an und empfehle auf CF-Karte zu setzen. Die sind im Verhältnis zu Festplatten gut verfügbar.

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Wüßte jetzt auch nicht, was gegen eine Compact Flash Karte als Festplatte spricht. Zumal das PFS 3 Dateisystem sehr flott läuft.

    Es spricht ja nichts dagegen, außer dass die Industrial-Karten nur 1-1.2 MB/s machen und dass ich über den Buddha nur eine CF angesprochen bekomme, warum auch immer, vielleicht ist das auch ein 'Error 60'. Ok, das mit dem Trim war mir nicht bekannt, daher werde ich wohl die Nähmaschine wieder einsetzten. Hab ja 2. Und ja: ich habe auch SanDisk mit 2.44MB/s getestet ;)

    Ich werde dann wohl die CFs nur für Datentransfer und Backups nehmen

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  • Da der Amiga keinen Trim-Befehl kennt, wird höchstwahrscheinlich die SSD nicht lange halten.

    Hast Du einen Beleg für diese Aussage? Irgendwelche Artikel im Netz von Tests, die das mal ausprobiert haben? Ich frage deshalb, weil ich selbst viel ausprobiert habe, um rauszubekommen, was der Trim-Befehl macht, und was nicht. Besonders im Fall von SD-Karten, wo der Trim-Befehl anders implementiert zu sein scheint. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..

    Der Trim-Befehl sorgt dafür das die Speicherzellen gleichmässig beschrieben und gelöscht werden.

    Der Trim-Befehl sorgt nur dafür, dass die Firmware der SSD einen unbenutzten Bereich nicht aufwendig verwalten muss. Er hilft dabei, den Schreibvorgang schneller zu machen.

    Ohne Trim, rödelt der Amiga immer auf denselben Speicherzellen herum.

    Interessanterweise hat mir ein Hersteller von SSDs das anders erklärt. Auch ohne Trim sorgt die Firmware dafür, dass der Flashspeicher gleichmässig verwendet wird. Beim Schreiben werden die Sektoren auf einen anderen Bereich geschrieben, und danach die Meta-Daten aktualisiert, wo der logische Sektor im physichen Flash zu finden ist.

    Sogar beim Lesen werden Daten verschoben, falls erkannt wird, dass die Multilevel-Spannung in dem Sektor in einen Bereich kommt, wo ein Ausfall in absehbarer Zeit zu erwarten ist.

    Das ist auch der Grund, weshalb ich in der PS3 keine SSD-Festplatten verwende.

    Und das ist der Grund, warum ich eine NVMe-SSD an meiner XBox Series S via USB* angeschlossen habe. Sorgt dafür, dass alle XBox One/360/OG Titel sehr schnell geladen werden.

    *USB kennt keinen Trim-Befehl. Trotzdem funktionieren USB-SSDs gut.

    SD-Karten unterstützen zwar den Trim-Befehl, aber nur teilweise: der Sektor wird zwar gelöscht, die Statistik-Daten aber nicht. Es hat mich Wochen gekostet, das rauszufinden. Details zu meinen Recherchen sind unter dem Link am Anfang meines Posts zu finden.

    tl;dr: der Trim-Befehl macht das (Wiederbe-)schreiben auf einer SSD schneller, aber die Daten nicht sicherer.

  • Hast Du einen Beleg für diese Aussage?

    Ja:

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    Stichwort: "Verschleißausgleich"

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    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Der Trim-Befehl sagt der SSD nur, welche Bereiche nicht mehr benötigt werden. Das Wear-Levelling funktioniert auch ohne Trim, die SSD hat dann halt weniger freie Bereiche zur Umlagerung zur Verfügung bzw. verschiebt evtl. Daten, die gar nicht mehr relevant sind.

    Als die ersten SSDs im Consumer-Markt ankamen gab es noch keinen Trim-Befehl und bis die Betriebssysteme den kennenlernten dauerte es auch noch einige Zeit - trotzdem sind diese SSDs (ausser vielleicht die von OCZ) nicht innerhalb kürzester Zeit gestorben. Gerade am Amiga würde ich mehr da eher keine Sorgen machen, so langsam wie dessen Interface ist braucht man vermutlich länger als die Restlebensdauer der Commdore-Chips um auch nur die spezifizierte Schreibleistung der SSD zu erreichen.

    Wer trotzdem etwas paranoid ist kann ja einen Teil der SSD unpartitioniert lassen, die nie beschriebenen Blöcke können dann von der SSD zusätzlich für das Wear Levelling verwendet werden.

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    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
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