Nachwuchsförderung oder "Zurück zu den Wurzeln"

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 681 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (17. Januar 2023 um 21:15) ist von Commodore Man.

  • Ich habe gerade eine schöne Erinnerung an die absoluten Anfangszeiten meiner Basteleien. :)

    Mein älterer Sohn bastelt sich gerade paar Elektronikteile (Schalter, Taster, Lämpchen, Motor, Summer, ...) für die Schule zusammen. Die Lehrerin (Unterstufe eines Gymnasiums in NRW) hat für jede Schülerin und Schüler der Klasse ein Elektronikset bestellt, bei dem man sich auf mitgelieferte Holzplättchen die Bauteile für die ersten Elektronikversuche selbst zusammenbasteln und -schrauben muss. Mehr "von Anfang an" an Elektronik geht kaum!

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    Ich finde es schön, dass die Schüler auch noch diese elementaren Basics "mit Anfassen" lernen, auch wenn ansonsten deren Alltag natürlich mit "Hightech" (Smartphone & Co) vollgestopft ist. :)

  • Finde ich gut, wenn das gemacht wird. Bei uns war der Stromkreis schon Teil des normalen Physikunterrichts in der 5. Klasse. Aber bei meinen Kindern wurde das schon ziemlich zurückgefahren.

    Ich habe das zu meiner Schulzeit sogar schon in der Grundschule im "Werk"-Unterricht gemacht. Das müsste so in der 3. Klasse gewesen sein. Also nur einen einfachen Stromkreis mit Batterie, Birnchen und Schalter. Kleine Holzfrühstücksbrettchen gab es damals in jedem Haushalt. Als Lampenfassung dienten 3 Reißzwecke (im richtigen Abstand gesteckt) und als Schalter ein Metallteil aus dem Schnellhefter (oder so ähnlich). Vieleicht war's auch nur ein Stück Draht. Kabel und Birnchen besorgten wir uns in den kleinen Fahrradläden, die es noch auf jedem Dorf gab.

    Ich kannte das aber alles schon von meinem Fahrrad und der elekrischen Eisenbahn. ;)

  • Wir haben nun einen geprüften Elektriker im Haus! :)

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    Das Thema "Sicherheit" wird in der Schule wirklich groß geschrieben! Hier z.B. eine Aufgabe zu dem Bauteile-Set:

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    :strom:

  • Ich war damals am Ender meiner Kindergartenlaufbahn oder schon erstklässler. Genau weiss ich das nimmer.

    Auf jeden Fall wollte klein Commodore-Man unbedingt einen Elektrobaukasten haben. Der Handel bot damals nichts Kindgerechtes. Da gabs die Kosmos Elektroik Baukästen mit Transistoren und allem Pi Pa Po aus denen man sich dann ein Radio und sonstwas bauen konnte, aber nix wirklich tolles für ein Vorschulkind.

    Also hat sich mein Vater (Gelernter Elektriker und auch einen gewissen Hang zum Basteln) selbst hingesetzt und einen Elektronikbaukasten für mich "erfunden":

    Das war dann eine dicke Korkplatte. Dazu ein Kurzschlussfestes 6V Netzteil. Dann hat er an ne Hand voll verschiedener Schalter, Lämpchen, nem Motor, nem Drehspulinstrument (Voltmeter) usw kurze Kabel angelötet mit ringösen an der anderen Seite. So konnte ich die ganzen Teile ganz einfach durch feststecken mit einer Pinnwandnadel auf der Korkplatte verbinden.

    Immer mal wieder sind dann neue Bauteile dazu gekommen.

    Mit diesem Material hab ich sehr vel Freude gehabt und viele Stunden meines Lebens verbracht. Und mit Sicherheit ist das auch nicht ganz unschuldig dran, was meine heutige "Neigung" angeht.

    Das ganze läuft immer noch unter den besten Weihnachtsgeschenken, die ich jemals bekommen habe!

    Viele Grüße

    C-Man