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Acorn A3000 - Batterieschaden

  • Für den A2000 hab ich ca. 25 Stunden benötigt. Ja, viel Zeit nehmen und so wie es halt passt. Ist ja wie ein puzzle.


    Die Amiga 3000 und 4000 sind auch 4-layer und werden, heftigst vom akkusiff befallen, auch von einigen profis restauriert. Funktionieren auch viele Jahre noch. Man kann es nicht pauschalisieren. Ich drücke jedenfalls die daumen,dass es dir gelingt :thumbup:

    Danke! Ich versuche einfach mein Glück und als Nebeneffekt lerne ich auch paar neue Sachen. Soll ja auch nicht verkehrt sein. :)


    Was mir vorher nicht so bewusst war, aber für mich nachvollziehbar erklärt worden ist: Die fest verlötete Batterie, die einfach mal gerne ausläuft, ist der Punkt, der den Gebrauchtmarkt mit A3000-Rechner so schwierig macht. Momentan gehen zum Beispiel restaurierte und aktuell funktionierende A3000 für umgerechnet 800 EUR über den Tisch. Allerdings kann niemand sagen, wie lange die Boards noch funktionieren. Wenn man Pech hat, kauft man für "viel Geld" einen profimäßig restaurierten A3000 und nach 2 Jahren stellt man fest, dass die inneren Layer unwiderbringlich kaputt sind.


    Das einfach mal als deutlichen Hinweis an alle, die sich so ein Gerät zulegen wollen. Einem Lottogewinn gleicht hier ein Gerät, das schon damalstm in Hinsicht auf die Batterie vorbildmäßig versorgt bzw. entfernt worden ist und somit noch keinen Kontakt mit Batterieflüssigkeit hatte. ;)

  • A3000 = Amiga 3000 :D


    Yep, deswegen würde ich persönlich auch niemals diese Unsummen für 30+ Jahre alte Elektronik ausgeben, die morgen schon kaputt gehen kann. Muss halt jeder selbst mit sich vereinbaren :).


    Innere Layer gehen nicht einfach kaputt, wenn dann ist eher ein oder mehrer Durchkontaktierungen kaputt (taubes lötzinn oder durch beschädigung beim erneuern), wo ein innerer layer angebunden ist.

  • Innere Layer gehen nicht einfach kaputt, ...

    "Aus heiterem Himmel" in der Tat seltener. :D


    Aber wenn sich die Batterie entfalten wollte und sich richtig schön durchs Board gekämpft hat, dann bleibt das manchmal nicht nur auf den äußeren Layern, sondern kommt z.B. durch die Durchkontakte manchmal halt auch nach Innen. Und das war's dann quasi mittelfristig für das Board. Ab dann tickt unweigerlich die Uhr, völlig egal, was man an künstlerischen Handgriffen und Tricks auch noch so drauf hat. ;(

  • Und ausserdem muss die Reparatur nicht hässlich sein; wenn man das gut macht, kann das völlig unauffällig aussehen:

    Also -ohne stänkern zu wollen!: Was ist denn nun bei den Fotos "vorher" und "nachher"?


    Du wirst es bereits ahnen: Das sind alles überarbeitete Bereiche. Was ich mit "hässlich" meinte, ist ein Vergleich folgender Reparaturen:


       


    Natürlich ist das nicht museumsreif, aber eben repariert. Und ich glaube auch sagen zu können, dass das deutlich länger hält als oft gemunkelt wird. Mir ist es auf jeden Fall lieber, wir versuchen das zu erhalten als das es direkt "weggeworfen" wird.

  • Mein älterer Sohn heute zu mir, als er mich am Acorn messen sieht: "Kann der irgendwas, was mit den heutigen Computern nicht geht oder warum reparierst du das alte Ding?" =O


    Diese Jugend! :cry:

    Kann ich nachfühlen.
    wenn wir ein „neues“ Spiel am c64 spielen (zb Straight Up), dann wird ungläubig das Copyright Datum vorgelesen. Wenn ich dann sage, dass das ein neues Spiel ist, kommt sinngemäß eine ähnliche Frage. :-D


    Wie alt ist denn der Gute?

  • Mein älterer Sohn heute zu mir, als er mich am Acorn messen sieht: "Kann der irgendwas, was mit den heutigen Computern nicht geht

    Ja, physische Adressen auf virtuelle mappen.


    Alle heutigen Rechner machen das nämlich anders rum. :D


    EDIT: Ach ja, die Latenzzeiten von FIQ-Interrupts sind auch an der Grenze des Machbaren!

  • Dein Handy wird nicht so alt. :D

    Meins schon, ist auch schon 17 inzwischen und tagtäglich im Einsatz *): Nokia 9300i Communicator (non/pre RoHS!), der -zusammen mit seinen ebenfalls noch bei mir vorhandenen funktionstüchtigen "Vorfahren" 9110i und 9210i schon smarter war als Alles von Apple, die damals noch nicht mal wussten, wie man smartphone schreibt ;-)

    Und dank verbleiter Lötung noch keine eingebaute -statistisch- 8 Jahres-Obsoleszenz aufweist, wie ALLES, was nach 2006 gebaut wurde...


    trebroN : Ja, war mir klar und natürlich hast Du recht, die geflickten Leiterbahnen fallen fast nicht auf neben dem Riesen-Fleck Delamination daneben... Und halten wird das tatsächlich wohl einige Jahre und vermutlich geht auch nicht die PCB kaputt (wenn es stimmt, dass innenliegend NUR Power und GND liegen), resp. wäre durch Ersatzbohrungen und etwas lokaler Galvanik (oder eben aussenliegender "brutaler" Powerplane) dann wieder zu retten, sondern an Chips, deren Anschlussbeinchen insb. an der Schweissstelle der Bonddrähte dann innen drin mürbe werden durch die eingeschleuste oxidative Brühe, die dummerweise dauerhaft Luftfeuchte zieht, was bei betriebsbedingter Erwärmung wiederum zu weiteren Abplatzungen und neuen Undichtigkeiten führt, d.h. unweigerlich irgendwann zum Defekt des ICs durch fehlende Verbindungen rein auf den eigentlichen Chip (dessen Passivierung nicht zwingend verletzt sein muss, wenngleich auch da massiv geschlampert wurde damals -und teils noch heute bei kleineren Herstellern...)



    *) einzige Auffälligkeit bislang: die Flash-Speicher kommen allmählich an ihre Schreibfähigkeitsgrenze, d.h. das System lahmt ab und an minutenlang, wenn eine Tmp-Datei aufs interne Flash zu schreiben ist, da hilft nur, möglichst viel Speicher frei zu halten, damit der Verteilungs-Algo noch "frische" Zellen findet, oder eben: neues Flash mal einlöten ;-/

    (dagegen ist alles, was man so an "normalen", auch heutigen Desktop-Computern und selbst Notebooks repariert Grobmotorik...)

  • Während noch völlig ungewiss ist, ob der A3000 jemals wieder was von sich gibt, läuft mir eine Gelegenheit über den Weg, für ihn eine Speichererweiterung zum simplen Einstecken zu kaufen. Ich weiß, manchmal ist man irrational ... und voller Hoffnung ... :rolleyes:


    Sie ist von Acorn aus den 1990er-Jahren und mit 8 von diesen fest verlöteten Speicherchips bestückt:


    D 424256V-80

    8917KU013

    NEC Japan


    Der Verkäufer kommt aus Italien und würde mir die Erweiterungen zu einem sehr fairen Preis schicken. Allerdings kann er sie nicht testen, da kein A3000 mehr vorhanden. Es wäre also ein Kauf "auf gut Glück".


    Deshalb hier die Frage, ob jemand von den Bastlern hier abschätzen oder sagen kann, wie anfällig diese Speicherchips sind und wie er die Chance auf Funktionsfähigkeit nach 30 Jahren einschätzt, wenn man einfach mal von "bisher normaler Verwendung" (also ohne Aufenthalt in der Mikrowelle oder Bad in Schwefelsäure o.ä.) ausgeht? Sind die Chips bekannt für Ausfälle und Defekte oder sind sie eher von der stabileren Sorte?


    Anbei noch ein Datenblatt von NEC, das meiner Ansicht nach zu den Chips passt.



    Vielen Dank! :thnks:

  • Ein Widerstand hat seinen Widerstand aufgegeben und ist beim ersten Anschauen abgefallen:

    So, ich habe gerade 20 Stück passende 0 Ohm 0,25W-Widerstände hier über ebay bestellt.


    3,58 EUR inklusive Porto. Die Finanzen werden noch geschont. :)

    Der Brief war heute schon im Briefkasten. :thumbup:



    Wow! Das ist schon ein erhabenes Gefühl: 0 Ohm-Widerstände! :D



    Man kann förmlich spüren, wie der Strom ungehindert durchfliessen kann. :thumbsup:

  • Ich weiß, dass ich vermutlich echte Babyfragen stellen kann, aber ich bin zumindest bemüht! :rolleyes:


    Kann ich für das IC10, das laut Teileliste des Servicemanual das folgende ist, ...



    auf dem Board sieht es so aus ...




    ... einfach bei Reichelt dies hier als Ersatz verwenden?


    https://www.reichelt.de/flip-f…dil-14-74hc-74-p3294.html




    Ich frage deshalb vermutlich so blöd, weil auf dem Board ein 74HC74AN ist, das bei Reichelt aber laut den Daten dort ein SN74HC74N ist.


    Sind hier die Kürzel (AN und N) am Ende egal oder steht das A womöglich für sowas wie "ganz andersrum"? :gruebel



    [ ] Ja, kannste mitbestellen

    [ ] Nein, das passt nicht

    [ ] Choplifter


    :thnks:

  • Nein, am besten du sichst dir das Datenblatt des Herstellers und vergleichst die beiden Werte.

    Es ibt da kleine Unterschiede, wie Stromwerte, Temperatureinsatz, usw. Schau einfach mal. Ich ‚glaube‘ das müsst gehen, habe aber nicht nachgelesen. :/ Nachgelesen habe ich immer noch nicht, aber dir mal die Datasheet Links verlinkt.

    MM74HC74AN: 14-Lead Plastic Dual-In-Line Package (PDIP), JEDEC MS-001, 0.300" Wide

    https://pdf1.alldatasheet.com/…FAIRCHILD/MM74HC74AN.html

    SN74HC74N

    https://pdf1.alldatasheet.com/…w/27953/TI/SN74HC74N.html

  • Manchmal gibt es mit den Bezeichnungen Unterschiede in der Bauform.

    Miss mal am besten mit einer Schiebelehre (natürlich mit ESD Schutzmatte, usw) den Original IC aus, und vergleiche mal mit den Datenblättern.

    Bei der AN Variante steht oben 0.300" Wide (anstelle von 0.150…), usw.

    Das ‚könnte‘ die Dicke der inneren IC Verdrahtung sein, und somit weil dicker, mehr Leistung abkönnen.