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VGA Copy — was sind bitte »weak« Spuren?

  • Vielleicht ist das auch analog zu Harddisks. Wenn die Elektronik einen Fehler entdeckt, diesen aber selbst "korrigiert" (zumindest Anhand der verdrahteten Annahme, wie es sein könnte). Soll heißen: Vielleicht gab es da schon einen CRC-Fehler oder irgendwas, aber der Inhalt passt noch

    Also wenn es CRC-Fehler gibt, passt der Inhalt ja per Definition nicht mehr (außer ausgerechnet die CRC-Summe ist defekt).


    Du meinst vermutlich sowas wie Forward Error Correction (FEC) oder Error Correcting Codes (ECC) bzw. das ganze PRML-Zeugs? Das gibt's bei DOS-Disketten nicht.

  • Was mich dann aber wieder zu meiner eingänglichen Frage bringt: Was ist dann an so einer Spur »weak«? Flusswechsel kann man nicht auslesen, weil der Controller dazwischen ist. Also kann man doch höchstens nach dem Schreiben nochmal lesen, oder? Also meine Vermutung: Er schreibt sein Geraffel, versucht es zu lesen, und da es nicht auf Anhieb klappt, versucht er es mehrfach, was dann nicht ganz unlesbar ist, aber irgendwie doch nah dran. Hab ich was vergessen? Denn so wie sich das liest, heißt das letztendlich ja auch, dass man den später (weil nicht mehr bekannten) Daten, die man da gelesen hat, nicht unbedingt vertrauen kann/sollte. Dann wären die grünen Spuren doch ein Problem.

  • Die Sachen sind ja durch CRC geschützt. Vertrauen kann man den aus den "Weak" stammenden Daten also durchaus (im Sinne dass WENN sie gelesen werden können, dann werden sie auch KORREKT gelesen), nur sind sie ggf. irgendwann später gar nicht mehr lesbar.


    Das ist unter reinem DOS an der Eingabeaufforderung auch so, Stichwort "Abort, Retry, Ignore?". Meist werden die Daten nach langem "Retry" eben doch noch gelesen. (geschickterweise zeigt die Meldung nicht die gelesene Position an, sodass man bei vielen aufeinanderfolgenden Meldungen der Art nicht weiß, ob man gerade am gleichen Sektor festhängt, oder sich doch was bewegt)


    Bei anderen Tools wie dd_rescue kann man auch angeben, wie viele Leseversuche gemacht werden sollen und so weiter.

  • Was mich dann aber wieder zu meiner eingänglichen Frage bringt: Was ist dann an so einer Spur »weak«? Flusswechsel kann man nicht auslesen, weil der Controller dazwischen ist. Also kann man doch höchstens nach dem Schreiben nochmal lesen, oder? Also meine Vermutung: Er schreibt sein Geraffel, versucht es zu lesen, und da es nicht auf Anhieb klappt, versucht er es mehrfach, was dann nicht ganz unlesbar ist, aber irgendwie doch nah dran. Hab ich was vergessen? Denn so wie sich das liest, heißt das letztendlich ja auch, dass man den später (weil nicht mehr bekannten) Daten, die man da gelesen hat, nicht unbedingt vertrauen kann/sollte. Dann wären die grünen Spuren doch ein Problem.

    Je nach Kontroller-IC-Typ liefert der vielleicht doch Informationen dazu. Das müßte man sich im Datenblatt ansehen. Wenn ja, hängt es an der Software, ob die die Information abfragt. Im Zweifelsfall müsste man die Software selbst schreiben.

    Wenn die Information im IC vorhanden ist, kann man die vermutlich auch irgendwie abfragen. Sonst hätte man ja nichts davon.

  • Ich denke mal, dass man über die Lesegeschwindigkeit schon feststellen kann, wie oft ein Sektor gelesen werden musste, bis er fehlerfrei im Kasten ist.


    Der Sektor wird gelesen, die CRC wird geprüft, stimmt sie nicht, wird versucht, den Fehler über die CRC zu korrigieren. Schlägt dies fehl, so wird der Sektor nochmals gelesen. Schlägt das wiederholte Lesen nach n Retries immer noch fehl, dann bricht der Lesevorgang ab.


    Die Software wird die Zeiten messen und danach die Datenqualität bewerten. An Informationen wie Lesespannung und Magnetisierung kommt die Software imho nicht heran. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass diese Information überhaupt beim Controller ankommt und ausgewertet werden kann.

  • Der Sektor wird gelesen, die CRC wird geprüft, stimmt sie nicht, wird versucht, den Fehler über die CRC zu korrigieren.

    CRC dient nicht zur Fehlerkorrektur sondern nur zur Fehlererkennung. Bei einem erkannten Fehler geht es direkt mit einem erneuten Leseversuch weiter.

    Fehlerkorrekturcode ist bei allen CD/DVD/BD-Formaten drin. Ein Diskettenformat, welches das nutzt, ist mir nicht bekannt.

  • Es ist zwar bereits eine Weile her wo ich mich mit VGA Copy befasst habe aber habe in den einstellbaren Parametern Sektoren/Spuren auch etwas sehr heftig übertrieben um mehr Speicherplatz auf eine 1.44 MB Diskette zu bekommen, alles was ich über 1.77 MB hochformatiert habe hatte dann auch fehlerhafte Spuren, sowas lässt sich mit VGA Copy wieder reparieren indem man die Disketten auf 720 KB herunterformatiert und anschließend wieder auf 1.44 MB formatiert. Bei mir hat das jedenfalls so geklappt und ich konnte dadurch jede Menge Disketten retten.