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Gibt es de facto fast nur Windows oder auch Macs auf dem Desktop und in Firmen? [aus: Preisentwicklung in der Zukunft]?

  • Jungs und Mädels, ich habe nun eine sehr, sehr traurige Nachricht für Euch: es steht zu befürchten, dass der Marktanteil des "Commodore 64 Personal Computers" in deutschen Firmen inzwischen unter 1% ist.

    Das liegt aber nur daran das Microsoft erfolgreich verhindert hat das noch 5 1/4" Disketten produziert werden.

    Sonst wäre Commodore Heute vermutlich bei 110% Marktanteil.:D

  • Das liegt aber nur daran das Microsoft erfolgreich verhindert hat das noch 5 1/4" Disketten produziert werden.

    Sonst wäre Commodore Heute vermutlich bei 110% Marktanteil.:D

    Was wiederum die Rache dafür war, dass sie beim Commodore Basic so wenig mitverdient haben. Eh klar, oder?

  • ich habe nun eine sehr, sehr traurige Nachricht für Euch: es steht zu befürchten, dass der Marktanteil des "Commodore 64 Personal Computers" in deutschen Firmen inzwischen unter 1% ist.

    :schreck!: Schreck lass nach, schon so spät (in den Jahrzehnten)?


    Dieses Problem könnte man im Forum64 mal in aller Breite diskutieren, nicht über irgendwelches Obst, Fenster und Pinguine.

    Grundsätzlich richtig, nur müsste man das dann im C64-Bereich tun. Hier ist aber die PC-Ecke des Forums. Und weil das nicht für alle interessant ist, taucht dieser Bereich ja auch nicht in den Top 20 der Hauptseite auf. Man ist also unter sich.

  • Was wiederum die Rache dafür war, dass sie beim Commodore Basic so wenig mitverdient haben. Eh klar, oder?

    Die Rache war Quasi im Basic V2 "vorprogrammiert", da die Floppyunterstützung nicht vorhanden ist.

    Langsam glaube ich, die hatten einen Plan...8|


  • Ich habe nochmal versucht, herauszufinden, was in der Grafik ab Q2/2020 passiert sein könnte. Laut dieser Statistik fiel seitdem der Marktanteil von Windows um 2 und der von macOS um 4 Prozentpunkte, während der von Linux "nur" um 1% stieg. Die Zahlen zeigen ja die Geräte im Markt, nicht die aktuellen Verkäufe (sonst könnte man Linux gar nicht ermitteln). Eine Vermutung könnte sein, dass Apple in der Zeit z.B. weniger Geräte verkauft hat – aber das Gegenteil ist der Fall.* Außerdem erklärt das nicht, dass hier über alle 3 gezeigten Systeme hinweg einfach 5 Prozentpunkte verloren gingen. Das kann also eigentlich nur bedeutet, dass es einen unsichtbaren Mitspieler mit Zuwächsen gibt. Der einzige, der mir einfällt, wäre Google mit seinen Chromebooks. Die verkaufen sich ja z.B. in den USA recht gut – hier in D wegen Datenschutzbedenken in Schulen eher nicht so. Aber ganz erklärt das die Kurven für mich trotzdem (noch) nicht.


    *) Weltweite Mac/PC-Verkäufe nach Gartner:

    ZeitraumMac Stückzahlen in Mio.Mac Wachstum gegenüber Vorjahresquartal (%)Gesamt-PC-Markt Wachstum (%)
    Q1/20203.555-6,2-12,3
    Q2/20204.368+5,1+2,8
    Q3/20205.513+7,3+3,6
    Q4/20206.893+31,3+10,7
    Q1/20215.573+48,6+32,0
    Q2/20216.086+19,7+4,6
    Q3/20217.222+7,4+1.0
    Q4/20216.846+6,2-5,0
    Q1/20227.005+8,6-6,8
    Q2/20226.365+9,3-12,6


    Hier kann man sehen, dass Apple in den letzten 2,5 Jahren mit Ausnahme des ersten Quartals immer Zuwächse bei den Stückzahlen hatte und in allen Fällen höhere Zuwächse als der Gesamtmarkt (Desktops, Notebooks, Convertibles, Surfaces, Chromebooks – aber ohne iPads), insbesondere in den letzten 3 Quartalen, in denen der PC-Markt schon wieder schrumpfte (wie fast die letzten 10 Jahre vor Corona). Das zeigt, dass die ARM-Macs sehr gut vom Markt angenommen werden. Aber sorry, dass die Zahlen die abfallende Kurve von oben nicht erklären können.

  • Das weiß ich doch, aber bei Android und PC ist ja gerade das tolle die Vielfalt und das Individuelle. Ich persönlich mochte WindowsPhone am liebsten, aber das gibt es leider nicht mehr. Nun habe ich ein iPhone, auch nicht schlecht, aber der Bringer ist das nun auch nicht, also nicht besser als Android in meinen Augen.

    Ich habe in den letzten 10 Jahren mehrfach zwischen Android und iOS gewechselt. Wenn ich ein Diensthandy hatte, dann immer iPhone ansonsten privat immer ein günstiges Android. Aktuell habe ich aber privat ein iPhone 8, weil es keine kleinen Androids mehr gibt und ich keine Android-Version haben möchte, die nicht mehr aktuell ist.


    Funktionell tun die sich gar nichts. Nach einer kurzen Umgewöhnungszeit war's eigentlich immer egal ob Android oder iOS.


    Ich denke, die Zahlen sprechen für sich. Weder Linux noch MacOS haben in den letzten Jahren gegenüber Windows nennenswert Boden gut gemacht. Und in Zeiten, wo das Geld vermutlich wieder knapper wird, wird wohl kaum jemand auf teure Apple-Produkte wechseln. Und Linux ist und bleibt für die meisten Anwender einfach indiskutabel.

  • Weder Linux noch MacOS haben in den letzten Jahren gegenüber Windows nennenswert Boden gut gemacht.

    Nun ja, die Zahlen sagen allerdings anderes. Wenn Windows auf dem Desktop nur noch rund 75% Marktanteil hat, dann hat irgendwer anderes (kombiniert) 25%. Und das war vor 20 und vor 10 Jahren jeweils noch anders. Nach allen Statistiken hat Linux leider nur wenig hinzugewonnen, macOS allerdings recht ordentlich – wenn auch langsam und stetig über 20 Jahre hinweg. Apple hat im letzten Jahr erstmalig in der Unternehmensgeschichte über 25 Mio. Macs abgesetzt. Und irgendwer scheint da nach der einen Grafik noch mitzumischen, der (uns) noch unbekannt ist. Chrome OS ist da mein bester Tipp.


    Und in Zeiten, wo das Geld vermutlich wieder knapper wird, wird wohl kaum jemand auf teure Apple-Produkte wechseln.

    Das kann passieren, muss aber nicht. Es hat sich in Krisen oft gezeigt, dass "Premium" und "Billig" meistens gut weiterliefen (teils sogar profitierten) und vor allem "die Mitte" in Bedrängnis geriet. In Corona-Lockdown-Zeiten saß den Leuten das Geld auch nicht locker in den Taschen und Apple hat die letzten Jahre trotzdem mit Computer-Verkäufen immer besser performt als der Gesamtmarkt (siehe Tabelle). In Europa wird die aktuelle Abwertung des Euros zwar (bei allem, was in Dollar bepreist wird) zu gewissen Umsatzeinbrüchen führen aber die meisten Hersteller verkaufen ja global und nicht nur hier.


    Von daher bleibt es spannend, das zu beobachten.

  • So, ich glaube, jetzt kommt etwas mehr Licht ins Dunkel, was die eine Statistik angeht. Ich habe jetzt eine Grafik aus der gleichen Quelle aufgetan, die (fast) ALLE Systeme aufschlüsselt.



    Desktop-Marktanteile im Bestand (also alle Geräte, die genutzt werden) laut Statista (gerundet):


    Aktuell: Windows 76%, Mac 15%, Linux 2%, Chrome 2%, Others/unknown 5%

    vor 2 Jahren: Windows 78%, Mac 18%, Linux 2%, Chrome 1%, Others/unknown 2%

    Anfang 2013: Windows 90%, Mac 8%, Linux 1%, Chrome 0%, Others/unknown 0%


    Was also vor allem in den letzten 2 Jahren angestiegen ist, ist "Others/unknown". Und zwar etwas stärker zu Lasten von MacOS (3 Punkte verloren) als zu Lasten von Windows (2 Punkte verloren). Bleibt die spannende Frage, wie der Anstieg von Others/unknown zu erklären ist – bzw. WAS das ist.


    Von Januar 2013 stammen die ältesten Zahlen dieser Statistik. Windows hatte da noch 90% Marktanteil auf dem Desktop. In grob einer Dekade ist der Anteil um 15 Prozentpunkte gefallen. Apple und Linux haben sich in der Zeit jeweils ungefähr verdoppelt – beim Mac ist der Zuwachs aber, absolut gesehen, am stärksten: 7 Prozentpunke.

  • Eine Überlegung für den Zuwachs von "Unknown": Die steigende Nutzung von Stealth/Inkognito/Anti-Tracking-Modi beim Surfen im Netz. Die Zahlen des Bestands werden ja über Internet-Zugriffe ermittelt (nur so kann man auch Systeme zählen, die (fast) gar nicht verkauft werden, wie z.B. Linux – und auch Altgeräte, deren Verkauf lange zurückliegt). Wenn die User aber versuchen, ihre Identität zu verschleiern, dann verschleiern sie mit großer Wahrscheinlichkeit auch viele Daten, die auf der anderen Seite für "Fingerprinting" genutzt werden – und eben auch von Firmen, die statistische Auswertungen machen. Meine Vermutung wird auch ein wenig durch die etwas stärkeren Verluste bei den MacOS-Zahlen gestützt: Mac-Usern würde ich eine etwas höhere Sensibilität bzgl. Datenschutz/Privacy zutrauen als dem Durchschnitt. Es könnte also sehr gut sein, dass diese ansteigenden "unbekannten" 5% gar keine weiteren Systeme verstecken, sondern einfach die User der bekannten Systeme sind, die halt nur "unter dem Radar fliegen". Man könnte sie daher vielleicht ungefähr proportional auf die bekannten Systeme verteilen.


    Aber das ist natürlich nur eine Theorie, um die "unbekannten" zu erklären, die zuletzt so angewachsen sind.

  • Eine Überlegung für den Zuwachs von "Unknown": Die steigende Nutzung von Stealth/Inkognito/Anti-Tracking-Modi beim Surfen im Netz.

    Was die Theorie auch stützen würde: Man sieht in der Grafik, dass die Others/unkown immer wieder langsam ansteigen, um dann ruckartig weniger zu werden. Das könnte daran liegen, dass zu diesen Zeitpunkten Statista doch wieder einen Weg gefunden hat, sie den anderen Betriebssystemen zuzuordnen. Danach verbessern dann wieder die Browser-Hersteller ihre Schutzfunktionen und dann beginnt das Spiel von neuem.

  • Und Programmierer/Entwickler/Informatiker MÖGEN UNIX

    Aha, was meinst du damit? Den Kernel, das Konfigurieren über die Konsole, die alles ist eine Textdatei Philosophie, jedes Tool dient nur einem Zweck, die Windowmanager dafür, kodieren über VIM und Emacs, oder gar Nano? Werde mal bitte etwas konkreter, würde mich als Entwickler mal interessieren. Ich habe tatsächlich auch mal in einer Linuxfirma gearbeitet, da gab es nur Linux auf dem Desktop, war aber die absolute Ausnahme, deswegen schrieb ich auch im Eingangspost es gibt defacto nur Windows auf dem Desktop(Was von dir schön provokant in "nur Windows" geändert wurde und du das einfach nicht ändern möchtest), weil der andere Teil kaum der Rede wert ist, was ich sehr bedauere.

    MacOS ist 100% POSIX kompatibel (Linux seit 2.6 offiziell nicht mehr, technisch aber noch zu 99%). Nimm ein Linux Programm, kompiliere es unter MacOS und voila.

  • Weder Linux noch MacOS haben in den letzten Jahren gegenüber Windows nennenswert Boden gut gemacht.

    Nun ja, die Zahlen sagen allerdings anderes. Wenn Windows auf dem Desktop nur noch rund 75% Marktanteil hat, dann hat irgendwer anderes (kombiniert) 25%. Und das war vor 20 und vor 10 Jahren jeweils noch anders. Nach allen Statistiken hat Linux leider nur wenig hinzugewonnen, macOS allerdings recht ordentlich – wenn auch langsam und stetig über 20 Jahre hinweg. Apple hat im letzten Jahr erstmalig in der Unternehmensgeschichte über 25 Mio. Macs abgesetzt. Und irgendwer scheint da nach der einen Grafik noch mitzumischen, der (uns) noch unbekannt ist. Chrome OS ist da mein bester Tipp.

    Ich haben wegen den Lieferkettenproblemen wegen Corona ca. 4 Monate auf mein MBP M1max warten müssen. Könnte was damit zu tun haben... Und die Google Dinger werden praktisch verschenkt.

  • Wie machen das jetzt die M1-User wenn sie Windows zum Arbeiten brauchen?

    ROTFL Der war gut.


    Soory, das musste seinROTFL


    Ich gehe mal davon aus, das M1-User (falls sie wirklich Windows zum arbeiten brauchen) dann einen Rechner in der Firma gestellt bekommen, oder falls privat wirklich sowas gebraucht wird, dann wahrscheinlich zusätzlich ein "Windows"-Rechner vorhanden ist.

    Oder bei kleineren "Windows"-Anforderungen, dann "WIn11" in einer virtuellen Maschine auf dem Mac läuft.

  • Dass es nicht nur Windows auf dem Desktop gibt, dürfte aufgrund der hier gelieferten Zahlen wohl mehr als ausreichend belegt sein. Windows verliert langsam aber stetig Marktanteile und zuletzt lag es im Bestand nur noch bei rund 75% Marktanteil. Und da hat Windows noch "Glück", weil zwar Windows-Tablets bei "Desktop" mitgezählt werden, andere aber nicht. Außerdem sprechen zuletzt 25 Mio. Mac-Verkäufe pro Jahr auch für sich. Die werden ja nicht (bei den Preisen) von den Kunden in die Schublade gepackt, sondern genutzt (was die obige Statistik zum Bestand belegt).


    Es ging aber nicht nur um den Desktop, sondern in einer erweiterten Fragestellung darum, ob auch Firmen (auf dem Desktop) etwas anderes als Windows nutzen. Wenn sich dazu Zahlen finden lassen, dann zu US- oder internationalen Entwicklungen aber natürlich nicht zu welchen speziell aus Deutschland. Dafür ist der hiesige IT-Markt im Vergleich zum internationalen wohl doch zu unbedeutend. Selbst ganz Europa zusammengerechnet ist nur drittgrößter IT-Absatzmarkt, nach den USA und China.


    Wie ich ja zuvor schon im Netz finden und belegen konnte, verwenden z.B. die beiden großen IT-Firmen IBM und SAP viele (und zunehmend) Mac-Rechner für die Software-Entwicklung und andere Bereiche. Bei IBM wird das (durch Zahlen belegt) mit den geringeren Kosten, zufriedeneren Mitarbeitern und höherer Produktivität begründet.


    Aber ich habe nochmal im Netz geguckt und weitere Zahlen und Belege für die (steigende) Mac-Nutzung in Firmen gefunden:


    Computerworld: Macs reach 23% share in US enterprises, IDC confirms

    Auszug: “The adoption of Mac usage in the enterprise (1,000+ employees) is growing by many measures,” IDC said, according to a Jamf announcement. “In the United States, average penetration of macOS devices is around 23%, compared with 17% in 2019.”

    The analyst firm also took a measure of how Apple’s other products are performing in the enterprise, saying: “Macs, of course, are not the entire story around Apple devices in the enterprise. According to IDC's 2020 enterprise survey, iPhones account for 49% of the smartphone installed base among U.S. enterprises, and iPads account for the majority of tablets used in business.


    More than Half of All Companies Use Mac

    Auszug: Today 55% of businesses use Mac devices themselves or explicitly approve of their use within the company. This was revealed by a recent study commissioned by Parallels based on a survey mainly among small and mid-sized enterprises (SMEs). The participants surveyed are evenly distributed across a broad range of industries including manufacturing, distribution, the health industry and civil engineering.

    Interestingly, marketing and creative departments did not turn up as the places where Mac devices are most likely to be found. IT departments were the ones that topped the list, with software development acting as the premier driver of Mac corporate usage. [...]

    We surveyed more than 1,000 IT professionals for this study. 53% were from Europe, the Middle East and Africa (EMEA), 40% were from North America and the remaining respondents were from Asia.


    Schon etwas älter aber deswegen nicht weniger relevant:


    Google pushes its employees to use Macs, not its own OS, or Windows

    Auszug: You would think that if you walked into the Google HQ, that you'd see Chromebooks sprawled everywhere, but that is not the case. Google's OS of choice, is Apple's Mac OS X platform, with the company imposing Mac use to all its employees. The company supports most operating systems, including Windows, Linux and its own Chrome OS. Google System Engineer, Clay Caviness, says: "There was a time when Macs were a small part of the Google fleet, but as of now if you start at Google and want to use a platform other than Mac you have to make a business case."


    Cisco shows how to manage 35,000 Macs

    About six years ago, Cisco Systems' IT department was looking for ways to block Macs from the corporate network because the company had standardized on certain Windows PCs and didn't want "alien" devices in the mix. But a year later, Cisco began making a U-turn and allowed employees to use Macs as long as users supported themselves. Today, Cisco has fully embraced Macs and has 35,000 in use. The company lets employees choose whether to use OS X or Windows, and IT actively manages and supports Macs as an equal citizen to Windows.


    Ja, Helmuts-Gerüstbau-in-dritter-Generation aus Bullerbü ist nicht dabei – aber einige größere und bekanntere Firmen halt schon. ;)