Warum hatte der C16 eigentlich kein Plus/4-Gehäuse

Es gibt 55 Antworten in diesem Thema, welches 7.987 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (11. August 2022 um 20:55) ist von ^MGR3SA^.

  • Schade das man Jack Tramiel nicht mehr anrufen kann, um die wahre Geschichte zu hören...

    Aber seinen Sohn kann man fragen.

    Ich sag doch, der Grund war: "Sieht aus wie ein C64, verkauft sich wie ein C64."

  • Wenn man aber mit allen möglichen komplizierten Spezialchips für Grafik, Sound und anderes daherkommt, wird die Erweiterbarkeit erschwert, weil man schnell die Kompatibilität zu Bestands-Software zerstört. Das hat Commodore beim C64 gemerkt und beim Amiga eigentlich genau so.

    Beim Amiga würde ich sagen, kommt auf das Modell an. Die Großen ähneln da ja schon dem PC-Erweiterungskonzept mit mehreren Erweiterungssteckplätzen. Daß grundlegende Ein/Ausgabemöglichkeiten alle schon onboard waren, sehe ich sogar als Vorteil gegenüber dem IBM AT, wo man für fast alles zwingend Erweiterungskarten benötigt hat.

    Das Amiga Betriebssystem kannte aber keine Sound und Grafikkarten Einbindung.

    Micha

  • Das Amiga Betriebssystem kannte aber keine Sound und Grafikkarten Einbindung.

    Das AmigaOS kennt sehr wohl Treiber und hardwareunabhängige APIs. Das ist nicht viel anders als am PC. In vielen Dingen war das AmigaOS den Konkurrenten sogar deutlich voraus.

    Einige Beispiele für APIs am Amiga: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Besonders nennenswert in diesem Zusammenhang sind da sicher AHI und RTG.

  • Das Amiga Betriebssystem kannte aber keine Sound und Grafikkarten Einbindung.

    Das AmigaOS kennt sehr wohl Treiber und hardwareunabhängige APIs. Das ist nicht viel anders als am PC. In vielen Dingen war das AmigaOS den Konkurrenten sogar deutlich voraus.

    Einige Beispiele für APIs am Amiga: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Besonders nennenswert in diesem Zusammenhang sind da sicher AHI und RTG.

    Das kam viel zu spät. AHI und RTG kamen nach der Pleite von Commodore und gerade Spiele haben das nie genutzt. P96 und CGX ist ausserdem von Drittherstellern.

    Micha

  • Vorher gabs ja die TED Developer Prototypen im C64-Gehäuse.

    Noch interessanter, gerade gestern wieder gelesen: in der Entwicklungsphase des TED-Chips wurde dieser anfangs mittels des VIC-II emuliert. :huh:


    Ich sag doch, der Grund war: "Sieht aus wie ein C64, verkauft sich wie ein C64."

    Auch das hatte ich gestern so ähnlich in "Volkscomputer" gelesen, meine ich...

  • $$$ sparen, sparen, sparen.

    Das war der Grund.

    Am liebsten hätten sie beim späteren C64C sogar die Gehäuseschrauben weggelassen.

    Oh...

    Stimmt...

    Haben sie ja sogar auch. :thumbsup:

    Gruß & Kuss zum Wochenschluss,
    Holy Moses/Role

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  • Die Anlagen für die Produktion von Plus/4-Gehäusen waren bei Produktionsstart der TED-Serie aber ebenfalls vorhanden.

    Ja, aber was wissen wir über deren Kapazität? So eine Anlage kann ja auch nicht beliebig viel in beliebig kurzer Zeit rauswerfen.

    Vielleicht hätte man sonst noch eine zusätzliche Anlage für plus/4-Gehäuse gebraucht und so konnte man wenigstens für einen Teil der Serie die alten Anlagen vom VC20 weiternutzen.

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    „Vor dem Himmel kommt das Leben auf Erden, und da gilt es, eine soziale Gesellschaft aufzubauen.“ – Heinz Nixdorf (1986)

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  • Vielleicht hätte man sonst noch eine zusätzliche Anlage für plus/4-Gehäuse gebraucht und so konnte man wenigstens für einen Teil der Serie die alten Anlagen vom VC20 weiternutzen.

    Ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht. Die ganzen Öffnungen für die Ports mußten auch erstmal angepasst werden.

    Die hier schon mehrfach genannte Variante, daß man Kunden mit dem vertrauten Brotkasten locken wollte, scheint mir die einzig logische Erklärung zu sein.

  • Ja, aber was wissen wir über deren Kapazität? So eine Anlage kann ja auch nicht beliebig viel in beliebig kurzer Zeit rauswerfen.

    Vielleicht hätte man sonst noch eine zusätzliche Anlage für plus/4-Gehäuse gebraucht und so konnte man wenigstens für einen Teil der Serie die alten Anlagen vom VC20 weiternutzen.

    Commodore hatte keine eigenen "Anlagen" zur Gehäuseproduktion, das haben externe Firmen erledigt. Was Commodore hatte, waren die Spritzgussformen für die Produktion, die hat man dann dem Gehäuse-Hersteller geliehen damit der damit Gehäuse produzieren kann. Diese Formen waren ziemlich teuer, deswegen wird es davon nicht allzu viele gegeben haben. Eine bestehende Gehäuseform konnte man dafür auch nicht einfach verwenden, weil der C16 ja keinen Userport und einen anderen Kassetten-Anschluss hat.

  • Mich erstaunt etwas die historische Ahnungslosigkeit über die Entwicklung und den Grund der 264er Serie an dieser Stelle. Ich dachte rückblickend wäre das bekannt. ?(

    Wenn man es knapp zusammen fassen will ist die Entwicklung der 264er Serie das Gleiche, das später IBM mit der PS/2-Serie gemacht hat. Hier wie dort hatte mam in der Erstserie, die sich unerwartet zu einem alles andere in den Schatten stellenden Überstandard entwickelte eigentlich nur liderlich zusammen geklöppelt, was man halt im Lager hatte und glaubte selber mehr an ein - wie man heute sagt - Me To. Hätte man gewusst, wie gut das jeweilige Produkt einschlägt, wäre man da doch mit mehr und nachhaltigerem Konzept ran gegangen. Auch IBM brachte dann ja im PS/2-System Stecker im Mini-DIN-Format und scheiterte genau so wie vorher Commodore, weil das neue System zwar sauber durchentwickelt war aber viel zu teuer wurde. Microchanel floppte ja auch.

    Commodore hatte den C64 schließlich aus dem Gehäuse des VIC20, einer Weiterentwicklung des Mainboards der MAX Machine und einem BASIC, das diesem Rechner überhaupt nicht gerecht wurde, für möglichst kleines Geld zusammen geklöppelt. Die Qualität der Komponenten klaffte sehr weit auseinander (schlechteste war wohl das BASIC). Natürlich half es den C64 letztendlich über so lange Zeit zu verkaufen eben WEIL die Fähigkeiten erst mal gar nicht zugänglich waren und quasi jedes Jahr (nahezu bis heute) neue Fähigkeiten der Hardware entdeckt wurden und die Spiele sich Jahr für Jahr wieder übertrafen. Das wusste aber Commodore 1983/4 noch nicht und man setzte sich also mal auf den Hosenboden, um ein 8-Bit-System zu entwerfen, das in sich konsistent, skalierbar und haptisch moderner sein sollte, aber auch die Kostenreduktion durch Integration umsetzen wollte. Zu der Zeit war aber auch der C64 noch nicht der Nur-Spiele-Rechner und so waren auch die Gaming-Anforderungen nicht der Hauptfokus.

    Der Kernbestandteil dieses neuen Rechnerkonzepts war es vor allen Dingen die Fähigkeiten der Hardware aus dem BASIC zu ermöglichen. Das führte vor allem zu einer massiven Erweiterung um Befehle zur Ausnutzung der Hardware, wie auch dem schon integrierten Bank-Switching um die 8-Bit-möglichen 64 KB aus dem BASIC zugänglich zu machen. Dazu kamen die DOS-Befehle aus BASIC 4.0 und ein Maschinensprachemonitor. Gleichzeitig sollten natürlich die Produktionskodsten runter gehen und nicht mehr für jede Funktion ein eigener Chip (neben dem Prozessor) verbaut werden. Alles sollte in einen Chip und Funktionen, die man da nicht unterbringen konnte - wie Sprites - mussten eben entfallen.

    Nicht vergessen sollten wir natürlich auch, dass der Rechner haptisch beim Kunden modern und wertig wirken sollte. Die runden, bauchigen Tasten waren den Rechnern der 1960er und 1970er entsprungen. Modern war es ergonomisch flach und kantiger wie die externe Tastatur des SX-64. Zudem galten rausgeführte Platinen zum Anstecken von externer Hardware als billig. Führen wir das zusammen, zusätzlich zu einer möglichst großen Miniaturisierung, kommen wir zum geplanten Brot-und-Butter-Modell der Reihe, dem Commodore 232, der mit seinen 28.661 freien Bytes in BASIC gar nicht so weit hinter dem C64 mit seinen 38.911 Bytes lag. Zielgruppe war der engagierte Heimanwender, der sich für seinen Bedarf komfortabel auch eigene Programme schreiben sollte, nicht der Nur-Spieler (man baute ja Homecomputer, nicht Spielekonsolen).

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    Da die Frage auch schon aufkam, natürlich war da keine halb-bestückte plus/4-Platine verbaut, sondern eine angepasste ohne User-Port.

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    Aber das ganze Rechnerkonzept sollte ja skalierbar und modular werden, also entwarf Commodore nicht nur einen Rechner, sondern eine ganze Serie, die Dank des einzigartigen Designs von Ira Velinsky auch als zueinander gehörig erkannt werden sollte. Da war die nächste Größe dann der Commodore 264, der im fast identischen Gehäuse zusätzlich einen User-Port für schnelle seriale Anbindung erhielt, auf die vollen 64 KB ausgerüstet war und Steckplätze für variabel auszuwählende Software erhielt. Geplant war die Optionalität für den Anwender, der da - je nach Erfordernis - Calc/Plus oder Script/Plus (später auch mehr) hätte ordern können. Das Angebot auch anthrazitfarbener Drucker (MPS 803, MCS 801 und DPS 1101) zeigte, dass sich Commodore da wohl Bundles für die Textverarbeitung daheim vorstellte. Topmodell sollte dann der Commodore V364 mit dem was man damals für den 8-Bit-Heimanwender (nicht -spieler!) für das höchste der Gefühle hielt werden: Tastatur mit Zifferblock, noch mal höherwertiges Gehäuse mit im Gehäuse integrierten Funktionstasten, integriertem Sprachmodul "Magic Voice" (hielt man damals für das "Next Big Thing" und eine Weiterentwicklung des Magic-Desk-Moduls vom C64 als Desktop-Metapher zur Bedienung (für den dusseligen Home-Anwender musste es ja noch simpler sein als das Maus-Fenster-System vom Mac).

    Bei bzw. mit der Entwicklung dieses Lineups - 232, 264 (mit Individualsoftware) und V364 (Topmodell) - merkte Jack Tramiel den anhaltenden Erfolg der billigen Sinclair in UK. Also erhielt Bill Herd den Auftrag kompatibel zu der Serie noch einen Preisbrecher zu entwickeln, der diese Geräte (mit ja schon einer großen Softwareausstattung) preislich unterbieten sollte. Ich meine mal gelesen zu haben, dass er stolz war da das Mainboard des 232 (abgespeckt auf 16 KB) in ein noch kleineres - aber deutlich als zu der Serie gehörendes - Gummitastengehäuse gequetscht zu haben.

    Wäre Jack Tramiel bei Commodore geblieben und die Entwicklung der 16-Bitter wäre langsamer verlaufen, wären diese Rechner vielleicht auf den Markt gekommen. So aber ging Jack Tramiel weg und nahm Entwickler und vor allem den Designer der 26er Linie, Ira Velinsky, mit, der dann ja der ST-Linie ihr unverwechselbares Äußeres gab und auch die 8-Bitter in neue Gehäuse steckte (800XE, 130XE), die sofort alle Atari-Rechner als vom selben Hersteller kommend dem Kunden präsentierte.

    Commodore hatte aber nun nur noch Rudimente und nicht ganz fertig gestellte Geräte in der Pipeline und wusste auch nicht was man da hatte und wie man es vermarkten sollte. Zusätzlich opponierten die Händler und wollten sich nicht den 264er mit unterschiedlichen ROMs auf Lager legen. Also wurde kurzerhand der 232 abgesägt und eine kann-alles-aber-nicht-richtig-Software eingekauft, die dann alle 264er bekommen sollten, der nun in plus/4 umbenannt worden war. Der Rechner kam mit besserem BASIC und besserer Tastatur als der C64 auf den Markt und war gleich mal höher eingepreist als dieser (das hatte Tramiel so nicht gewollt). Die Zeitschriften mockierten jedoch fehlende Software (im Vergleich zum C64) und das schlechtere Gaming-Verhalten ohne Sprites. Die 121 Farben hat damals ja keiner ausgenutzt, weil man auf mehreren Plattformen nicht neu zeichnen wollte. Also lag das Gerät wie Blei in den Lagern.

    Aber es gab ja noch den Commodore 116. Der aber wurde nur in geringen Stückzahlen gebaut und kam - warum verstehe ich bis heute nicht - nicht in UK als Sinclair-Killer auf den Markt sondern in Deutschland, wo der Sinclair gar kein so gutes Standing hatte. Verwundert kauften Computerinteressenten auch den Rechner nicht. Der V364 war zu dem Zeitpunkt ohnehin schon gecancelt. In dieser Phase der Planlosigkeit kam nun von Commodore Hong Kong der Vorschlag noch günstiger zu fertigen, in dem man das 116er Board umdesignte, damit es in angepasste Brotkastenformen passte, die man schlicht in selben Anthrazit goß, wie es Ira Velinsky für 116, 232, 264 und V364 vorgesehen hatte. Die Zentrale nahm diesen Vorschlag des billig zu fertigenden Rechners an - man hatte ja selber keine besseren Ideen - und hoffte damit einen Nachfolger des VIC20 am Start haben zu können (billige Gummitastenrechner liefen ja ohnehin nur in UK).

    Aber die Preise verfielen, der C64 wurde zum Standard, auch weil er finanziell immer neue Kundengruppen erschließen konnte und so blieb Commodore auf den C16, 116 und plus/4 erst mal sitzen bis Uli Hoeneß - Kontakt zu Commodore als Bayern-Manager mit damals Sponsoring von C= und Kontakt zu Aldi durch die familieneigene Fleischerei - den Kontakt herstellte und es vor Weihnachten 1985 zur ersten sagenhaft günstigen Computerverkaufsaktion bei Aldi mit 149 DM für einen C16 mit Datasette kam. Dem folgte der plus/4 mit Datasette ein Jahr später. Nicht unerwähnt sollte hier werden, dass auch der dann verkaufte "Aldi-C64" auf den C16 zurück geht. Ich halte nämlich die häufig kolportierte Aussage, die Kunden wollten den Brotkasten zurück und deshalb bringen wir den wieder, für nicht ganz die Wahrheit. Tatsache ist, dass das Ende des C16 viel eher kam als vermutet und die Pressformen waren eben nicht verbraucht. Sparen war aber bei Commodore immer Unternehmensziel, auch nach Tramiel, und daher wurden die C16-Pressformen wieder auf C64-Brotkasten umgearbeitet und bis zu deren Ende auch genutzt obwohl es den C64C schon gab. Erkennen kann man die Gehäuse an der versetzten Beschriftung für den TV-Tuner und Tape-Ausgang und der etwas anderen Schriftart für den User-Port, den der C16 nicht hatte und wo der Bereich daher geschlossen war.

    Ich denke damit ist eigentlich alles gesagt, warum der C16 kein plus/4-Gehäuse hatte, oder? ^^

    Die Frage ist nur, was hätte Commodore anders machen können und was hätten sie wohl gemacht, wenn Amiga nicht an Commodore gegangen wäre? Ich habe mir darüber Gedanken gemacht und so gerne ich die 264er heute mag (und vor allem damals: Ohne das C16-Angebot 1985 hätte ich erst Jahre später einen Computer bekommen können), hätte ich nach dem Weggang von Tramiel wohl die Entwicklung der TED-Linie gestoppt. Großartig aber war das Redesign einer 8-Bit-Linie, wie sie Ira Velinsky schon einheitlich erstellt hatte. Darauf hätte ich das Entwicklungsteam aufbauen lassen, denn - seien wir ehrlich - die Cursor-Tasten-Anordnung war doch vom VIC20 bis C128 eine Zumutung. Ich hätte Bill Herds Team angespornt ein C64-Board in das plus/4 bzw. 232 Gehäuse zu bekommen. Mit 64 KB natürlich aber auch mit dem Mini-DIN-Stecker für das Kassettenlaufwerk und ohne User-Port (aber natürlich mit Reset-Schalter). So viel Bastler kamen ja ab 1985/6 nicht mehr nach, wer da anfing, lötete kaum noch. Zudem hätte ich das Team versuchen lassen einen VIC20 in das 116er Gehäuse zu bekommen. Das wäre ein billiger Einstiegsrechner geworden, für den es - anders als der Commodore 116 - auch schon eine Softwarebasis gab und der tatsächlich das Potential zu "Sinclair-Killer" gehabt hätte. Auch an der Bauform des V364 hätte ich festgehalten, aber mit der Hardware des C64, dem aber verpasst, was es am C64 zu bekritteln gab: Ein besseres BASIC schon eingebaut (umschaltbar auf 2.0 wegen der Kompatibilität) und eine 80-Zeichen-Karte (ob das unbedingt ein VDC hätte sein müssen weiß ich aber nicht). Natürlich auch mit genug freien, internen ROM-Steckplätzen, so dass später auch ein Modell mit GEOS im ROM hätte erscheinen können.

    Aber hätte man ohne Amiga eine Zukunft gehabt? Wahrscheinlich nicht, aber so lange wie Commodore durchgehalten hat, wäre das evtl. auch damit gegangen die PC-Schiene, wie sie Commodore Deutschland fuhr, etwas mehr mit der eigenen C64 Legacy der Firma zu verbinden. Vor 1990 konnte man mit dem PC nicht wirklich spielen und danach auch nur für sehr viel Geld. Der klassische Vati kaufte aber einen langweiligen PC. In die Kerbe hätte man ähnlich schlagen sollen, wie beim C128, nur eben nicht mit Z80 bzw. CP/M und auch nicht mit so einem Individualgehäuse, wie dem des C128D. Ich stelle mir da ein Modell, wie den Commodore PC-I vor (billig, weil jedes Fremdlaufwerk passt), wo auf einem Mainboard umschaltbar ein XT und ein C64 zusammen untergebracht sind und beide die Hardware des anderen in ihrem jeweiligen Betriebsmodus nutzen könnten (da hätte Commodore, wenn PC-Demos darauf aufbauen hätten können, vielleicht auch recht lange ISA-Cards mit SID verkaufen können). Mit dieser Dualität hätten sich sicher Rechner verkauft, wobei der onboard-C64 sicher irgendwann auf eine eigene Karte gewandert wäre und Commodore dann auch nur noch ein Anbieter von OEM-PC mit Badge-Engineering geworden wäre.

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    Ideen, die ich mit eurer Hilfe gerne wahr machen würde:

    1. Eine wirklich neue Maus am C64 auf Basis der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    2. Die erste echte Maus für die 264er mittels Anschluss einer Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von GeTE (11. August 2022 um 15:46)

  • Aber hätte man ohne Amiga eine Zukunft gehabt? Wahrscheinlich nicht, aber so lange wie Commodore durchgehalten hat, wäre das evtl. auch damit gegangen die PC-Schiene, wie sie Commodore Deutschland fuhr, etwas mehr mit der eigenen C64 Legacy der Firma zu verbinden. Vor 1990 konnte man mit dem PC nicht wirklich spielen und danach auch nur für sehr viel Geld. Der klassische Vati kaufte aber einen langweiligen PC. In die Kerbe hätte man ähnlich schlagen sollen, wie beim C128, nur eben nicht mit Z80 bzw. CP/M und auch nicht mit so einem Individualgehäuse, wie dem des C128D. Ich stelle mir da ein Modell, wie den Commodore PC-I vor (billig, weil jedes Fremdlaufwerk passt), wo auf einem Mainboard umschaltbar ein XT und ein C64 zusammen untergebracht sind und beide die Hardware des anderen in ihrem jeweiligen Betriebsmodus nutzen könnten (da hätte Commodore, wenn PC-Demos darauf aufbauen hätten können, vielleicht auch recht lange ISA-Cards mit SID verkaufen können). Mit dieser Dualität hätten sich sicher Rechner verkauft, wobei der onboard-C64 sicher irgendwann auf eine eigene Karte gewandert wäre und Commodore dann auch nur noch ein Anbieter von OEM-PC mit Badge-Engineering geworden wäre.

    Etwas weniger Custom Chips wie der Atari ST wäre vielleicht der bessere Weg gewesen. Ich glaube das es damals ein Fehler von Atari war keinen ST als A2000artige Slot Maschine raus zu bringen. Der Ur ST soll doch in wenigen Monaten zusammen geschraubt worden sein, so schwer kann das ja nicht gewesen sein dann.

    Spiele PCs gab es, der Tandy 1000 hatte sogar einen Soundchip. War eher ein USA Ding.

    Micha

  • Ich finde es gut so, wie es geworden ist. Für jeden ist etwas dabei, und wir sind heute echt verwöhnt..:thumbup:

    Stehe heute vor 50 verschiedenen Spielzeugen, und weiß manchmal nicht was ich einschalten soll.. :D

  • Spiele PCs gab es, der Tandy 1000 hatte sogar einen Soundchip.

    Sehr ähnlich auch der PCjr. Konnte aber verwöhnte C64- und Amiga-Anwender nicht wirklich beeindrucken. Hat sich aber auch nicht wirklich durchgesetzt. Hätte das großen Anklang gefunden, hätte man doch später sicher EGA- und VGA-Karten kompatibel zum PCjr 16-Farben-Modus gemacht, sowie Soundkarten entwickelt, die zum PCjr/Tandy-Sound kompatibel sind.

    Ist aber wohl auch wieder das Problem, wie beim Plus/4 und C128, daß das jeweilige System wenig ausgereizt wurde, weil man für den kleinsten gemeinsamen Nenner programmiert hat, was dann der C16 bzw. der C64 und beim PC eben der IBM mit fernsehertauglicher CGA-Grafikkarte und einfaches Gepiepse war.

    Hercules und reine Textkarten gab es natürlich auch, hatten aber im Spielebereich nur eine untergeordnete Rolle.

  • Was Commodore hatte, waren die Spritzgussformen für die Produktion, die hat man dann dem Gehäuse-Hersteller geliehen damit der damit Gehäuse produzieren kann. Diese Formen waren ziemlich teuer, deswegen wird es davon nicht allzu viele gegeben haben. Eine bestehende Gehäuseform konnte man dafür auch nicht einfach verwenden, weil der C16 ja keinen Userport und einen anderen Kassetten-Anschluss hat.

    Okay, dann so. Aber meine zentrale Annahme stimmt offenbar...

    Ich denke damit ist eigentlich alles gesagt, warum der C16 kein plus/4-Gehäuse hatte, oder? ^^

    ...dass nämlich vorhandenes weiterverwendet wurde, um die Kosten niedrig zu halten.

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    „Vor dem Himmel kommt das Leben auf Erden, und da gilt es, eine soziale Gesellschaft aufzubauen.“ – Heinz Nixdorf (1986)

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  • Spiele PCs gab es, der Tandy 1000 hatte sogar einen Soundchip.

    Sehr ähnlich auch der PCjr. Konnte aber verwöhnte C64- und Amiga-Anwender nicht wirklich beeindrucken. Hat sich aber auch nicht wirklich durchgesetzt. Hätte das großen Anklang gefunden, hätte man doch später sicher EGA- und VGA-Karten kompatibel zum PCjr 16-Farben-Modus gemacht, sowie Soundkarten entwickelt, die zum PCjr/Tandy-Sound kompatibel sind.

    Ist aber wohl auch wieder das Problem, wie beim Plus/4 und C128, daß das jeweilige System wenig ausgereizt wurde, weil man für den kleinsten gemeinsamen Nenner programmiert hat, was dann der C16 bzw. der C64 und beim PC eben der IBM mit fernsehertauglicher CGA-Grafikkarte und einfaches Gepiepse war.

    Hercules und reine Textkarten gab es natürlich auch, hatten aber im Spielebereich nur eine untergeordnete Rolle.

    War in Amerika weit verbreitet. EGA war von IBM und der Jr war ein Flop. Der Tandy kam 1984 und kostete unter 1000 Dollar, andere Zielgruppe als Amiga. Aber viele PC Spiele dieser Zeit können Tandy Grafik.

    Micha