Audiokassette einlesen und Rauschen minimieren?

Es gibt 62 Antworten in diesem Thema, welches 7.035 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (23. Juli 2022 um 11:18) ist von Fepo.

  • Bevor dir jetzt wieder jemand ne 200€ Soundkarte andichten will : ja, ein Laptop tut es auch ;)

    Ich hab in letzter Zeit jedenfalls keinen mit richtiger Schrott-Sound-Hardware-Chip-Gedöns in den Fingern gehabt :D

    "Werter Pöbel, wertes Gesocks ... aus dem Arsche zieht euch den Stock ..."

  • Schade, dass sie die Kassette nicht aus der Hand gibt :)

    Ich habe es mal bei einer Bekannten gemacht. Das hörte sich wirklich

    nicht mehr gut an.

    Aufmöbeln war auch nicht toll.

    Ich habe mir die Musikstücke angehört und die Reihenfolge aufgeschrieben.

    Habe ein gutes Band genommen, und genau in der Reihenfolge

    aufgespielt.

    Neue Kassette geöffnet Band raus und es in die "alte" Kassettenhülle gepackt.

    Sie war mir sehr dankbar, dass ich es wieder so schön hinbekommen habe.

    Habe das alte Band natürlich in die nun freie Kassette eingebaut.

    Falls sie etwas gemerkt hätte :) ;)

    Das Drachenboot liegt schon am Strand.

    Die Königin sie zittert.

    Und wenn der Wind die Segel bläht,

    dann hab ich Blut gewittert.

    Einmal Wikinger immer Wikinger.

  • Bei Audacity wird vielfach vor Spyware gewarnt

    Ganz ehrlich, das halte ich für Quatsch. Wo hast Du das denn her? Bei vielen Programmen versuchen immer wieder Leute, einem ihren Mist unterzujubeln, das hat aber nichts mit Audacity zu tun. Kann einem bei Firefox u.a. genauso passieren. Einfach das Original von der Originalseite laden.

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    Man ganz blöd gefragt, ich kenne mich da eh kaum aus, ist es egal, ob ich zum Einlesen einen Laptop verwende oder einen PC

    Wie Du Dir aus den obigen Antworten leicht zusammenreimen kannst, dürfte die eventuell bessere Qualität einer PC Audiokarte bei der schlechten Ausgangsqualität nicht die große Rolle spielen. Wenn Du beides da hast, dann mach einen kurzen Versuch, was sich besser anhört. Im Idealfall hast Du eventuell ein externes USB Audigerät, dann wäre es ja egal. Wenn vor Ort kein PC ist, dann lohnt sich der Aufwand wahrscheinlich nicht, extra einen anzuschleppen. Viel wichtiger wäre mir ein gutes Tapedeck.

  • Audacity hatte tatsächlich mal ein Spyware-Problem. Dies hat u.a. dazu geführt, dass es inzwischen einige Forks gibt und der Entwickler zurückgerudert hat.

    Es gibt einen Wikipedia-Artikel dazu: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. in dem die Thematik beschrieben ist.

    Zu den Kabeln/Steckern: Chinch-Verbindungen haben eine Eingangsimpedanz im Bereich von 10k Ohm bis 1M Ohm. Übergangswiderstände und Kabelquerschnitte spielen da keine Rolle. Selbst wenn ein Kabel einige hundert Ohm Widerstand hätte würde das keinerlei Auswirlkungen auf die Signalqualität haben, schlimmstenfalls wäre das ein Pegelverlust, der eine etwas höhere Verstärkung notwendig machen würde.

    Einen Einfluss hat da eher die Schirmung des Kabels, wobei tatsächlich sein kann, dass ein hochwertiges 6,3er Studiokabel eine bessere Schirmung hat als ein 3,5er Klinkenkabel von Banggood.

    In der theoretischen Elektrotechnik ist so ein Kabel als passiver Vierpol zu betrachten, wobei die frequenzabhängigen Komponenten der Formel bei üblichen Kabellängen und Qualitäten gegen Null konvergieren und vernachlässigt werden können. Unstrittig ist natürlich, dass die 6.3er Klinken mechanisch stabiler sind und deswegen im Studiobereich bevorzugt werden. Einen elektrisch qualitativen Grund hat das nicht.

    Ansonsten ist das wie in der Medizin: Erlaubt ist, was hilft. Wenn nicht dem Anwender, dann wenigstens dem Verkäufer. Ich selber habe kein Problem damit, wenn jemand auf bestimmte Komponenten schwört, habe dazu aber meine eigene gefestigte Meinung.

    Bei den Soundkarten gibt es tatsächlich Unterschiede. Ich nutze verschiedene Soundkarten im Bereich der Funktechnik, wo es auf den Frequenzgang und die Linearität ankommt. Es gibt z.B. Soundkarten, die stur bei 22kHz filtern, obwohl sie bis 192 KSPS sampeln können. Das ist teilweise im Chip integriert und lässt sich nicht umgehen. Schade.

    In der Bucht bekommt man immer wieder gute ältere USB-Soundkarten für kleines Geld. Damit macht man definitiv nichts verkehrt. Ich habe hier eine Soundblaster Live 24 USB, die exzellente Dienste tut. Die etwas höhere Latenz der USB-Karten ist bei Nicht-Echtzeit-Anwendungen nicht relevant.

    Jörg.

  • Zudem gabs auch kostenpflichtige Versionen im Windows-Store, die nicht direkt von Audacity kamen.

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  • Und dann hat natürlich auch noch ein externer AD-Wandler seine Vorteile, um Störgeräusche zu vermeiden, die im PC haufenweise vorhanden sind. Aus dem gleichen Grund hab ich meinen Verstärker auch am optischen Ausgang am PC angeschlossen, wo elektrische Streuungen ausgeschlossen sind.

    Rauschen kann halt viele Gründe haben, und man sollte das nicht voreilig auf das Alter der Kassette schieben.

    Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich Ende der 90er einige meiner LPs über die eingebaute 0-8-15-Soundkarte (Onboard) meines PCs digitalisiert habe.

    Einige der Aufnahme habe ich noch. Da rauscht fast nichts. Mit Cooledit habe ich damals die Aufnahmen bearbeitet und da sah man ja schon optisch, wenn da ein Rauschen drauf war. Es gab jede Menge Knistern, Knacksen und Rumpeln, aber nur wenig Rauschen.

    Es ist halt vieles Theorie, was in der Praxis gar keine Rolle spielt.

  • Eine gute Lösung.Nur wird es schwierig wenn es das gemurmel der Mutti von Anno Tuck ist, was konserviert werden soll.:)

    Gib mir noch ein Hörnchen Met...Damit ich weiss wies weiter geht.

    Denn hab ich mich mit Met befeuchtet bin ich schon mal vor-erleuchtet...

    TORFROCK

  • Kosmas Die Audacity/Spyware Debatte kommt direkt von der Quelle:

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    Danke, das ist an mir vorbeigegangen, klingt aber tatsächlich nicht so toll. Ist wohl trotzdem nicht mehr aktuell, siehe Beitrag von Loeter.

  • Mache es in der Firma mit PC und schönem Tapedeck. Nur sollten die Tapesdecks immer sorgfältig gepflegt und gereinigt werden. 1. Wegen dem normalem Verschleiß, und 2. Wegen den Kassetten, die dir die Kunden bringen. Manchmal echt :X

  • Superingo

    Wenn natürlich die Stimme der verstorbenen Mutti drauf ist,

    klappt es nicht wie ich es gemacht habe.

    Die Oma meiner Frau hatte kurz vor ihrem Tod auf unserem Anrufbeantworter noch gesprochen

    und gefragt wie es uns geht etc.

    Wir hatten natürlich zurückgerufen.

    Als sie dann 2 Wochen später verstarb, habe ich nen MP3 Player mit Diktierfunktion

    genommen und den anruf aufgezeichnet. Ist ne feine Sache.

    Sie ist 2006 verstorben, da hatte ich glaube ich noch kein Handy mit dieser

    Aufzeichnungsfunktion :)

    Das Drachenboot liegt schon am Strand.

    Die Königin sie zittert.

    Und wenn der Wind die Segel bläht,

    dann hab ich Blut gewittert.

    Einmal Wikinger immer Wikinger.

  • Starkes Rauschen kann auch von Billigrecordern kommen. Oft ist da nur einen Dauermagnet statt Löschkopf verbaut und nur DC-Bias, womit man am Bias-Oszillator spart. Wenn die Aufnahme wie ein Wasserfall rauscht und zudem sehr leise ausgesteuert ist, war das höchstwahrscheinlich so ein Recorder. Diesen Dreck gab es leider auch schon in den 80'ern. Das hat dann auch nichts mit dem Alter der Kassette zu tun.

  • Genaugenommen geht DC-Bias bis in die Anfangszeit der Tonbandaufnahmen zurück. Seit dann aber AC-Bias entdeckt wurde, gibt es dafür nun wirklich keine Notwendigkeit mehr, und das wird nur noch aus Geizgründen eingesetzt.

  • LogicDeLuxe

    Da sprichst du mir aud der Seele :)

    Auch die Datasette löscht mit DC

    Das Drachenboot liegt schon am Strand.

    Die Königin sie zittert.

    Und wenn der Wind die Segel bläht,

    dann hab ich Blut gewittert.

    Einmal Wikinger immer Wikinger.

  • Auch die Datasette löscht mit DC

    Immerhin. Diese ganzen Billigrecorder tun nicht mal das. Da ist einfach ein Dauermagnet verbaut, welcher einen erheblichen Teil zum Rauschen beiträgt.

    Aber auch nicht Löschen mit Bias verwechseln. Bias wird bei der Aufnahme auf den Tonkopf mit draufgemischt. Ein Zusammenhang besteht lediglich darin, daß die Bias-Frequenz, sofern vorhanden, auch für den Löschkopf mit benutzt wird.

    Bei DC-Bias wird die Aufnahme mit einer Gleichspannung soweit vorgespannt, daß sie in einen Bereich kommt, wo die magnetische Hysterese möglichst klein ist. Man verschenkt damit irrsinnig viel Headroom, weshalb diese Geräte auch immer auffällig leise aufnehmen.

  • Diesen Dreck gab es leider auch schon in den 80'ern. Das hat dann auch nichts mit dem Alter der Kassette zu tun.

    Da braucht man nur BASF-Kassetten zu nehmen. Bei deren Abrieb konnte man alle paar Wochen das Gerät ausklopfen. :D

  • Die BASF-Disketten hießen bei mir auch immer "Byte-Abweisende-Schmirgel-Folie".

    Die waren echt schlecht. Dafür waren die Hüllen aus einem unzerreißbaren Material und haben so den Wutausbrüchen Stand gehalten.

    Jörg

  • Da braucht man nur BASF-Kassetten zu nehmen. Bei deren Abrieb konnte man alle paar Wochen das Gerät ausklopfen. :D

    An TDK und Maxell kommen die zwar nicht ran, aber so schlechte Erfahrungen hatte ich mit BASF nie. Das Typ-1-Band von BASF galt immerhin als Referenz, nach dem Kassettendecks eingemessen wurden.

    Starken Abrieb hatte ich hingegen desöfteren bei Fuji und bei Memorex feststellen müssen.

    Richtig schlechte Kassetten gab und gibt es allerdings durchaus:

    Bitte melde dich an, um dieses Medienelement zu sehen.

    Der hat da praktisch die besten Kassettendecks aller Zeiten, und wenn die mit einer Kassette nicht klar kommen, dann ist die definitiv Schrott.