Paula - oder was macht den speziellen Klang aus?

There are 279 replies in this Thread which has previously been viewed 20,430 times. The latest Post (August 6, 2025 at 7:49 PM) was by Schneider-Huetter.

  • Auch wenn das hier für viele Offtopic erscheint denke ich das es doch wichtig ist heraus zu finden was es genau ist, was ein Mod-File auf dem PC anders klingen lässt.

    Und ob es mit ähnlich arbeitender Hardware (GUS/AWE32) auch ähnlich klingt.

    Gus und awe32 arbeiten nicht so ähnlich. Es sind unterschiedliche Generationen von Soundchips, von unterschiedlichen Herstellern.

    Die Gus basiert ja auf dem Ensonic OTTO, eine frühe Version eines für Wavetable gebaute Soundchips. Das hat vor und Nachteile, zum einen kommt er mit wenig Speicher aus, auf der anderen Seite hat er auch seine Grenzen, so kann er maximal nur 14 Stimmen bei voller Qualität mixen.

    Der Emu8000 der AWE32 ist viel weiter entwickelt und eine Nachfolgegeneration.

    Das Ergebnis ist aber, dass der EMU8000 gar keine Mods mehr abspielen könnte.

    Der EMU8000 kann z.B. gar nicht mehr über seinen volle Range Instrumentensamples transponieren. Das ist nicht nötig, weil Instrumente für unterschiedliche Tonhöhen in Stufe eigene Samples verwenden. Es reicht nicht einen Klavierton zu samplen, diesen zu transponieren und zu denken, dass das nun ein gutes Klavier ergibt. So wird der Klavierton alle Oktaven, oder sonstigen Eigenarten des Klaviers neu gesampelt. Das ergibt dann das Klavier im Wavetable.

    Der EMU8000 geht von solchen hochwertigen Quellen aus, mit 32MB RAM hat er auch genug Platz.

    Aber MODs haben aus ihrer Limitation natürlich oft nur ein Instrumentensample, dass dann über alle Oktaven verwendet wird.

    Das ganze ist vergleichbar dem MipMapping beim 3d Rendern.

    Modplayer für die EMU Chips umgehen das, indem sie in Software ein Resampling des original samples durchführen und es mehrmals transponiert in den Speicher des Emu chips legen. (Das ist beim späteren emu10k1, emu10k2, etc nicht anders)

    Das ist aber Software und wird durch den Modplayer auf der CPU vor dem Drücken des Playbuttons ausgeführt, also der Interpretation und Idee des Programmierers unterliegt.

    Auch hat der Emu8000 sehr viel mehr Aufwand in der filterung, Interpolation, er arbeitet intern mit deutlich höherer Genauigkeit als der Otto. Das muss aber kein Vorteil bei solch rudimentären Ansatz wie einem Mod Player sein.

  • Leute es geht um den Amiga Klang.

    Natürlich geht es darum. Aber um den zu definieren, muß man auch einen genaueren Blick auf konkurrierende Hardware und Software werfen, um zu ergründen, was da im Speziellen den Unterschied ausmacht, der zum Amiga-Klang führt.

    Ja dann erzähle doch mal wie der GUS DSP arbeitet genau. Einfach zu schreiben er mixt in Hardware und das seih besser als heutige Software reicht da nicht.

    Micha

  • Ich fürchte auch, dass der Mixer der GUS das mit ähnlichen Re-Sampling-Methoden macht wie die meisten Softwareplayer. Gerne lasse ich mich aber eines Besseren belehren.

    "Es wird immer weitergeh'n, Musik als Träger von Ideen."

  • Jetzt wäre zum Vergleich dieses Beispielstück auch noch mal mit Gravis Ultrasound interessant. Diese Karte hat für mich auch einen ganz eigenen Sound.

    Damit kann ich nicht dienen, aber wie gesagt "linear" im Cubic Player -- also keine Interpolation oder Filter mehr, und das klingt ziemlich gleich. Den Cupic Player kann ich sowieso weiterempfehlen. Verstehe bis heute nicht wieso das Ding kaum wer kennt.

    Nutzt der Cubic Player nun die GUS direkt ?

    Micha

  • Du bist einfach nicht in der Lage die einfachsten Dinge so zu verstehen wie sie gemeint sind, du fängst immer an irgendwas hineinzuinterpretieren und kommst dann immer mit AI generiertem "Wissen".

    Kalbos gibt es eigentlich auch irgendeine Aussage von dir die man nicht mit Fakten als falsch belegen kann?

    Der ICS 1614 ist mit seiner Polyphonie Paula ähnlicher als der olle Soundblaster Chip.

    MOD4WIN Please login to see this link. arbeitet wohl mit der GUS und der EWS64

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    Für den EMU8000 bzw. für die AWE32 gab es einen extra MOD Player sehr seltsam wenn das deiner Meinung nach nicht geht!:

    Und ja er benutzt nicht den Soundblaster Chip sondern den EMU8000 und die 2MB onboard in diesem Video.
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  • Jetzt wäre zum Vergleich dieses Beispielstück auch noch mal mit Gravis Ultrasound interessant. Diese Karte hat für mich auch einen ganz eigenen Sound.

    Damit kann ich nicht dienen, aber wie gesagt "linear" im Cubic Player -- also keine Interpolation oder Filter mehr, und das klingt ziemlich gleich. Den Cupic Player kann ich sowieso weiterempfehlen. Verstehe bis heute nicht wieso das Ding kaum wer kennt.

    Nutzt der Cubic Player nun die GUS direkt ?

    Micha

    Please login to see this link. demnach würde ich sagen ja Please login to see this link.

  • Du bist einfach nicht in der Lage die einfachsten Dinge so zu verstehen wie sie gemeint sind, du fängst immer an irgendwas hineinzuinterpretieren und kommst dann immer mit AI generiertem "Wissen".

    Der ICS 1614 ist mit seiner Polyphonie Paula ähnlicher als der olle Soundblaster Chip.

    Otto hat mit Paula gar nichts zu tun, da es allein ein digitales Mixen auf eine Ziel Samplingrate für den Output. Bis 14 Stimme eben 44,1kHz.

    Die Samples werden natürlich resampeld inkl. interpoliert in Echtzeit, um sie Inder Zielrate zu mixen.

    Es ist auch nicht zu vergessen, dass es 32 Stimmen sind die natürlich ein Panning haben und stereopositioniert werden können. Also das mixing für beide Stereospuren individuell zu erfolgen hat.

    Paula hat kein digitales Resampling, kein digitales Mixing, kein Stereopanning und auch keine digitale Ausgabe.

  • so kann er maximal nur 14 Stimmen bei voller Qualität mixen.

    Wenn man vom Amiga kommt, fühlt man sich damit schon wie im Schlaraffenland. Und dann auch noch 16 Bit.

    So wird der Klavierton alle Oktaven, oder sonstigen Eigenarten des Klaviers neu gesampelt.

    Oktavengestaffelte Multisamples kannte schon das IFF 8SVX-Format. Sonix kann das z.B. verarbeiten. Allerdings ist eine Unterteilung in Oktaven noch recht grob, insbesondere bei sowas anspruchsvollem wie ein Klavier. Moderne Wavetables sind da oft sogar noch feiner unterteilt. In modernen Trackern kann man auch Multisample-Instrumente mit beliebig vielen Samples definieren. So z.B. in MadTracker.

    8SVX wird von vielen Programmen auch heute noch unterstützt, aber nur wenige sind in der Lage Multisample-Dateien zu erstellen.

    Kann zufällig jemand einen guten Player/Tracker empfehlen, der auf einem "stock A500" läuft und von dem es ein fertiges ADF-Image im Netz gibt (im Idealfall bootfähig)? Würde gerne auch mal ein paar Vergleiche mit identischen MODs machen.

    Ich denke mal, mit Protracker kann man da nichts falsch machen. Jedenfalls nicht, wenn es um das Standard-MOD-Format geht.

  • Selbst der ICS2115 eine Evolution deines Ottos hat noch nicht die Evolutionsstufe die du behauptest die dein Otto hätte:
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    Kalbos also hör einfach damit auf hier groben Unsinn zu verbreiten.

    Es hat niemand außer dir behauptet das Paula Stereo Panning kann oder Audio digital ausgibt.

    Die Wahrscheinlichkeit das das digitale Mixen beim Otto genauso funktioniert wie beim Paula Chip das Mixen von 2 Stimmen auf einen Kanal funktioniert ist meiner Einschätzung nach ziemlich hoch.

    Ich kann keinerlei Anzeichen dafür finden das es irgend ein digitales Resampling beim Otto oder ICS2115 gibt. Man kann lediglich analog zu Paula festlegen mit welcher Geschwindigkeit ein Sample wiedergegeben wird.

    Wenn Commodore statt eine zwei dieser Lautstärke Regelungen eingebaut hätte, wäre auch ein Panning möglich, es lässt sich nur darüber spekulieren aus welchen Gründen das nicht implementiert wurde.

    Vermutlich aber da man sonst die nicht Audiofunktionen nicht mehr in den Chip bekommen hätte.

  • Gf1 ist ein lizenzierter umbenannter Otto

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  • Und der GF(A)1 ist ein AMD InterWave AM78C201KC und zu dem gibt es sogar Datenblätter.

  • Ja, das kann ich mir vorstellen. Umgekehrt ist es halt doof, wenn der Soundchip aus Qualitätsgründen irgend etwas gar nicht mehr unterstützt und es aus Kompatibilität gebraucht wird. Dann muss das ganze extern aufbereitet, vorgerendert werden. Das gleiche Phänomen hast du ja, wenn der Soundchips irgend eine grössere Bittiefe des Samples als Mindestmaß erwartet, aber das Ursprungsformart das gar nicht mitbringt. Setzt du dass dann einfach um, oder nutzt du als Programmierer die Chance um mit der Konvertierung gleich noch das Sample zu verbessern. Mit diesen Entscheidungen hat der Soundchip ja noch gar nichts zu tun, hat aber klaren klanglichen Einfluss.

  • Ich habe da etwas interessantes gefunden: Please login to see this link.

    Dieses Plugin scheint genau eine Aufgabe zu haben den Klang von Paula nachzubilden.

    Quote

    PAULA 4.0 is great for adding liveliness, character and variation to samples, drawing inspiration from classic 90s sampling technology such as the AKAI S-series, E-Mu systems and Amiga PCs.

  • Ich habe da etwas interessantes gefunden: Please login to see this link.

    Dieses Plugin scheint genau eine Aufgabe zu haben den Klang von Paula nachzubilden.

    Quote

    PAULA 4.0 is great for adding liveliness, character and variation to samples, drawing inspiration from classic 90s sampling technology such as the AKAI S-series, E-Mu systems and Amiga PCs.

    Plugin wofür ? VLC ?

  • Plugin wofür ? VLC ?

    Ableton Live

    10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    30 printint(rnd(1)*328)-217

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  • Plugin wofür ? VLC ?

    Ableton Live

    Eher kein MOD Player ?

    Ableton Live ist ein Sequenzer des Berliner Softwareunternehmens Ableton und ein Werkzeug zur Musikproduktion. Ableton Live richtet sich sowohl an die Zielgruppe Live-Musiker/DJs, die ihre Musik in Echtzeit auf der Bühne darbieten, als auch an Produzenten, die mit Hilfe dieser Software musikalische Arrangements erstellen möchten. Ableton Live ist für die Betriebssysteme macOS und Windows verfügbar.

  • Plugin wofür ? VLC ?

    Ableton Live

    Eher kein MOD Player ?

    Ableton Live ist ein Sequenzer des Berliner Softwareunternehmens Ableton und ein Werkzeug zur Musikproduktion. Ableton Live richtet sich sowohl an die Zielgruppe Live-Musiker/DJs, die ihre Musik in Echtzeit auf der Bühne darbieten, als auch an Produzenten, die mit Hilfe dieser Software musikalische Arrangements erstellen möchten. Ableton Live ist für die Betriebssysteme macOS und Windows verfügbar.

    Ist ja dann eher sinnfrei wenn man hier mal ein paar MOD Stücke vergleichen will. Das Paula anders arbeitet haben wir ja eigentlich nun auch raus gearbeitet und bei guten MOD Files hört man eigentlich nicht diesen deutlichen Unterschied.

    Micha

  • Schlechte Samples klingen an Paula "frischer" als wenn man sie "richtig" über zum Beispiel VLC abspielt.

    Ich hab da mal etwas vorbereitet...

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    Kannst du bitte das MOD verlinken/hochladen. Das scheint ja wirklich gut geeignet für Vergleiche.

    "Es wird immer weitergeh'n, Musik als Träger von Ideen."

  • Das Ergebnis ist aber, dass der EMU8000 gar keine Mods mehr abspielen könnte.

    Das stimmt so nicht, habe irgendwo ein extra Tool dafür, damals von Creative per Post bekommen..:thumbup:


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