Auch wenn das hier für viele Offtopic erscheint denke ich das es doch wichtig ist heraus zu finden was es genau ist, was ein Mod-File auf dem PC anders klingen lässt.
Und ob es mit ähnlich arbeitender Hardware (GUS/AWE32) auch ähnlich klingt.
Gus und awe32 arbeiten nicht so ähnlich. Es sind unterschiedliche Generationen von Soundchips, von unterschiedlichen Herstellern.
Die Gus basiert ja auf dem Ensonic OTTO, eine frühe Version eines für Wavetable gebaute Soundchips. Das hat vor und Nachteile, zum einen kommt er mit wenig Speicher aus, auf der anderen Seite hat er auch seine Grenzen, so kann er maximal nur 14 Stimmen bei voller Qualität mixen.
Der Emu8000 der AWE32 ist viel weiter entwickelt und eine Nachfolgegeneration.
Das Ergebnis ist aber, dass der EMU8000 gar keine Mods mehr abspielen könnte.
Der EMU8000 kann z.B. gar nicht mehr über seinen volle Range Instrumentensamples transponieren. Das ist nicht nötig, weil Instrumente für unterschiedliche Tonhöhen in Stufe eigene Samples verwenden. Es reicht nicht einen Klavierton zu samplen, diesen zu transponieren und zu denken, dass das nun ein gutes Klavier ergibt. So wird der Klavierton alle Oktaven, oder sonstigen Eigenarten des Klaviers neu gesampelt. Das ergibt dann das Klavier im Wavetable.
Der EMU8000 geht von solchen hochwertigen Quellen aus, mit 32MB RAM hat er auch genug Platz.
Aber MODs haben aus ihrer Limitation natürlich oft nur ein Instrumentensample, dass dann über alle Oktaven verwendet wird.
Das ganze ist vergleichbar dem MipMapping beim 3d Rendern.
Modplayer für die EMU Chips umgehen das, indem sie in Software ein Resampling des original samples durchführen und es mehrmals transponiert in den Speicher des Emu chips legen. (Das ist beim späteren emu10k1, emu10k2, etc nicht anders)
Das ist aber Software und wird durch den Modplayer auf der CPU vor dem Drücken des Playbuttons ausgeführt, also der Interpretation und Idee des Programmierers unterliegt.
Auch hat der Emu8000 sehr viel mehr Aufwand in der filterung, Interpolation, er arbeitet intern mit deutlich höherer Genauigkeit als der Otto. Das muss aber kein Vorteil bei solch rudimentären Ansatz wie einem Mod Player sein.