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suche günstige(n) Entlötstation, Entlötsauger für Gelegenheitslöter

  • hat mit 50W ebenfalls zu wenig Heizleistung und auch NUR eine Membranpumpe, wofür man da das doppelte Geld wie für die Zd91x ausgeben sollte, verstehe ich nicht ganz... Zudem schaut die Pistole sogar noch minderwertiger aus als die der ZD91x, nichtmal Schauglas, sondern reines Plaste&Elaste-Teil...

    Deiner Beschreibung nach, hast Du damit noch nie gearbeitet. Von daher kannst Du Dir kein Urteil erlauben.

    Für Löt- und Entlötarbeiten im Hobbysektor genügt die Station mehr als ausreichend.


    Übrigens: Kunststoff ist nicht gleichzusetzen mit Minderwertigkeit.

    Das ist nicht nur eine Entlötstation. Da ist ein Lötkolben und eine Lötrauchabsaugung mit dabei.


    Und wenn Du ganz doll bei der Bestellung Bitte Bitte sagst, bekommst Du noch ein Röhrchen aus Bergkristall dazu. Dann Kannst Du Deine Lötzinnbatzen im Inneren bewundern. Ich ziehe es vor, beim Entlöten auf die Lötstelle zu schauen.

  • Wieso löten? Einfach die Beinchen wegknipsen und gut is. :D:idea::loet:syshack::umfall:

    Das ist doof, wenn man eigentlich nur sockeln und die ausgelöteten ICs weiter verwenden will.

    Oder wenn man zum Zwecke der Ersatzteilgewinnung andere Boards plündert. Das ist bei mir eigentlich der häufigste Anwendungsfall, also da wo wirklich grössere Mengen ausgelötet werden.

  • Wieso löten? Einfach die Beinchen wegknipsen und gut is. :D:idea::loet:syshack::umfall:

    Das ist doof, wenn man eigentlich nur sockeln und die ausgelöteten ICs weiter verwenden will.

    Oder wenn man zum Zwecke der Ersatzteilgewinnung andere Boards plündert. Das ist bei mir eigentlich der häufigste Anwendungsfall, also da wo wirklich grössere Mengen ausgelötet werden.

    Das mit den Beinchen wegknipsen war auch nur scherzhaft gemeint, da aitsch meinte er lötet nur defekte ICs aus. Für mich wär das auch nichts. Ich hab damals auch mit Lötpumpe und Lötkolben hantiert und es aus berufswegen damals recht oft praktiziert und noch gut drauf. Trotzdem ist so eine Entlötpistole wie die Hakko FR-301 dagegen ein Traum.

    Einfach in den Lötpin stecken, kurz kreisen, und rauspumpen. Das braucht 2 Sekunden.

    Ja, es geht immer irgendwie anders, aber da ist das Geld am falschen Ende gespart wenn es soo viel einfacher geht.

  • Einfach in den Lötpin stecken, kurz kreisen, und rauspumpen. Das braucht 2 Sekunden.

    Ja, es geht immer irgendwie anders, aber da ist das Geld am falschen Ende gespart wenn es soo viel einfacher geht.

    Ja, aber noch mal. Wenn man keine >300 Euro zur Verfügung hat, dann kann man die nicht ausgeben. So einfach ist das.

    Und wie ich schon sagte, bei der nächsten Anschaffung ist doch wieder das gleiche Thema. Da müsste ich doch mit der gleichen Begründung auch wieder zum teureren Gerät greifen. Oder etwa nicht? Und das geht dann immer so weiter.


    Wir sind hier nicht im kommerziellen Bereich wo sich gutes Werkzeug selbst amortisiert.


    Mir würde es auch viel mehr Spaß machen, einen Tesla zu fahren als meinen ollen Peugeot Diesel. Und jetzt?

  • Ja, aber noch mal. Wenn man keine >300 Euro zur Verfügung hat, dann kann man die nicht ausgeben. So einfach ist das.

    Das stimmt. Da würde ich bei der Entlötpumpe & Lötkolben Kombi bleiben, teils mit Entlötlitze und das Risiko eingehen das mir das Bauteil zu heiß wird - und damit kaputt gehen kann. Mit entsprechend Geduld geht das dann auch. Als ‚Trick‘ den Lötkolben schon in der Spitze der Entlötpumpe beim aufheizen stecken lassen, und dann auf den Knopf der Entlötpumpe drücken.


    Gibt es nicht diese Reparatur Cafe‘s in denen man solche Spezialausrüstung benutzen kann?

  • Ja, aber noch mal. Wenn man keine >300 Euro zur Verfügung hat, dann kann man die nicht ausgeben. So einfach ist das.

    Das stimmt. Da würde ich bei der Entlötpumpe & Lötkolben Kombi bleiben, teils mit Entlötlitze und das Risiko eingehen das mir das Bauteil zu heiß wird - und damit kaputt gehen kann. Mit entsprechend Geduld geht das dann auch. Als ‚Trick‘ den Lötkolben schon in der Spitze der Entlötpumpe beim aufheizen stecken lassen, und dann auf den Knopf der Entlötpumpe drücken.

    Oder man nimmt ne ZD 915, weil man nicht will, dass einem die Bauteile kaputtgehen und weil man nicht ewig rummachen will. :D

  • Vor allem die Temperaturregelung spielt hier die größte Rolle.

    Sehe ich aus der Praxis kommend komplett anders:


    WÄRME ist beim Entlöten alles! und die bekommt man nur mit Leistung!


    Gerade wenn ich auch noch eine relativ zierliche Entlötpistole nutzen will, dann habe ich auch kein großes Wärmereservoir, sprich wenig Gewicht oder Masse an gut wärmeleitfähigem Metall. Dann muss die Temperatur hoch und die Wärmeleitung wie Wärmenachfuhr muss optimiert sein. Und letzteres bedeutet einfach HEIZLEISTUNG!


    Wie ich schrieb, habe ich meine erste ZD915 gleich umgebaut auf reines PWM und regle nur in Lötpausen zurück, um die Legierung der Lötspitze zu schonen und natürlich auch, um mir -wenn ich das Teil aus Versehen eingeschaltet lasse, nicht die Bude abzufackeln damit, denn natürlich misstraue ich auch der Materialqualität, dort hat die ZD915 natürlich Defizite, wo sollte das für den Preis auch herkommen?


    Aber wenn ich z.b. als wirklich häufige Praxistätigkeit Relais entlöte, dann schafft das z.b. ine 50W Entlötpistole einfach gar nicht, diese große Masse mit noch dazu (Kupfer!) hoher Wärmeleitfähigkeit überhaupt in endlicher Zeit und ohne Hilfsmittel wie Underheater so weit aufzuheizen, dass das Lötzinn dünnflüssig genug wird, um es abzusaugen.


    Und Marken-PCBs leiden vor Allem unter dem mech. Streß, wenn ich genötigt bin, da anzudrücken und mechanisch auch mitzuhelfen, was man ganz unbewusst tut, wenn es eben nicht "flutscht". Und Billig-PCBs, die bekommt man leider auch mit neuen Ersa oder Weller Geräten nicht verlustfrei entlötet, weil wenn sich Lötaugen schon bei 200°C und nach 2s Kontakt lösen, dann geht das eben physikalisch nicht!


    REGELUNG braucht es erst, wenn Leistung im ÜBERFLUSS da wäre und das ist nicht mal bei der ZD915 der Fall, die 80W reichen, die 90W der neueren (Ersatz-)Pistolen sind noch etwas besser, 120W wären wohl ideal.


    Eine heutige Ersa oder Weller mit 150 oder gar 200W, die allein schon eine Basisstation für 1200 EUR erfordert, in Summe also an die 2000 EUR kosten wird, die muss natürlich mal regeln, sonst glüht die irgendwann hell ;-/


    Aber WIE die regelt, das spielt in der Praxis eigentlich keine Rolle, denn da zählt einfach die Schwuppizität und wenn die fehlt, stellt man höher und wenns zu sehr qualmt und die PCB anfängt zu delaminieren, dann stellt man runter....


    Bei so schwachbrüstigen Teilen mit 50, 60 oder sogar nur 30W wie bei dem Velleman-"Spielzeug", da braucht es keine Regelung, da braucht man sowieso immer "full power", "press the pedal to the metal", wie man bei uns im automotive sagt, aber ich bezweifle, dass man mit einer ENTlöt-Station unter 70W überhaupt Erfolgserlebnisse haben wird.


    Und da kommt der Knackpunkt: die ALTEN, BEZAHLBAREN Ersa- oder Weller-Entlötkolben oder Entlötstationen hatten eben meist nur 40-60W! Und die "heutigen", sprich teils auch schon wieder 10 oder 15 Jahre alten "digitalen" Geräte werden auch gebraucht noch zu Preisen gehandelt, die jedes Hobby-Budget sprengen, sogar das manches Freiberuflers!


    Es mag Anwendungen geben, in denen auch 50W genügen, wo es auf extrem feine Entlötspitzen ankommt, aber in den Feldern, in denen ich tätig bin, sei es beruflich, sei es privat hier im 80er Jahre Computerbereich (Retro ist wieder was Anderes, ich steh auf Originale, nicht auf copycat und FPGA-basierte Emulation, Schade um die Milliarden Transistoren, deren Talente damit verschwendet werden ;-), da überwiegen eben größere Pins, mehr Lötzinn, massivere Kupferzüge, teils ganze Lötzinn-"Minen", hervorgerufen durch die damaligen Schlepp-Lötprozesse und schlechten Abdecklacke. Und dafür ist die ZD91x mit ihren 80W (90W mit Pistole von modernerer Variante) einfach diesen ÄLTEREN und BEZAHLBAREN Ersas und Wellers etc. absolut ÜBERLEGEN. Regelung braucht es auch bei 80W nur dann, wenn man zierliche Strukturen bearbeitet, meist reicht Vollgas gerade so!


    Wie ebenso oft genug hier im Forum schon betont: Ersa und Weller bauten und bauen immer noch gute Lötstationen!

    Die heutigen Stationen sind jedoch leider überfrachtet, unübersichtlich und absolut nicht praxisgerecht und vor allem: EXTREM ÜBERTEUERT!


    Allerdings kann man auch mit den heutigen Stationen noch immer recht gut löten, nur eben zu einem Preis-Leistungsverhältnis, das nicht mehr stimmig ist!

    Und ohne das Gedöns (s.u.) wären die Stationen sogar noch besser!


    Für mich als Praktiker zählen Features wie Echtglas-Touch-Displays und blaue Hintergrundbeleuchtung oder USB-Stick-Upgrades für die MMI überhaupt nicht, ganz im Gegenteil: grelle, blaue LEDs finde ich lästig, blenden und nerven schlicht nur!


    Was man als Praktiker braucht, das ist ein haptisch gut zu findender und rein mechanisch bedienbarer Drehregler für Temperatur resp. Leistung. Und eine gut sichtbare "Vorsicht Heiß" Kontroll-Leuchte, sowie eine Standby-Schaltung, die auch funktioniert, wenn der Kolben mal nicht ganz mittig auf seiner hochpreisigen, aber dennoch kippeligen, aus einer Puppenküche scheinbar stammenden "Ablage" zu liegen kommt, sprich auch mechanisch einfach eine Rückkehr zu Soliden, lang haltbaren Lösungen!


    Der Rest ist alles Schnickschnack und dafür gut vierstellige Beträge aufzurufen ist praxisfremd für Hobbyisten genauso wie für den Mittelstand. Allein große Industrieunternehmen "gönnen" sich solche Gimmicks, wohl im Wissen, dass die Arbeit dort eh meist externe Zulieferer machen und das Labor nur fotogen sein muss fürs Firmen-Image...



    Just my 2 Cents!

  • Doppelt so teuer wie eine 915, warum also?

    ch habe mit der ZD 915 schon eine ganze Menge ICs aus 64er Boards ausgelötet ohne das Board zu beschädigen. Auch die ICs waren danach noch brauchbar.

    Mit den RAMs eines 128er Boards habe ich mal etwas gekämpft. Das lag daran, dass die ICs-Pins vor dem Löten leicht abgekantet wurden. Die musste man beim Entlöten mit der Pistole erstmal geradeziehen, wenn das Lot flüssig war. Ich glaube aber nicht, dass das mit irgendeiner anderen Lötstation besser funktioniert hätte.

    Kann ich nur zustimmen. Ich liebäugele zwar mit einer Hakko, aber bislang schlägt sich die 915 wirklich gut.

    5 C64 inkl. neuer Sockel, SX64, 5 1541, ALLE (!) Sockel einer 3040, 8032-SK inkl. Monitor (jeweils auch inkl der TO-3 Regler) kompletter Recap einer Vectrex, mehrere Monitore, mehre Drucker, alle meine Konsolen mit Throughholes.. Tastaturstecker eines A600, 2x Modulslot eines Megadrive (64 polig) ... alles tadellos und ohne ein Pad zu ziehen. Hat jetzt fast 5 Jahre auf dem Buckel und nur eine Heizpatrone hat's erwischt, bei der hab ich aus versehen hinten die Versiegelung aufgebrochen (beim Reinigen) Die Füllung rieselte raus und kurz danach heizte sie nicht mehr korrekt.

    Wichtig: lange aufheizen, eben genau damit der Weg des Zinns gut durchgeheizt ist. Wenn man losarbeitet, sobald das Display die Temp zeigt sind verstopfte Düsen vorprogrammiert. 5-10 Minuten warten, dann geht es problemlos.

    Und bei richtig krustigen Lötstellen vorher frisches Lot drauf. Aber auch das wäre bei keiner andere Station anders.

  • Was man als Praktiker braucht, das ist ein haptisch gut zu findender und rein mechanisch bedienbarer Drehregler für Temperatur resp. Leistung. Und eine gut sichtbare "Vorsicht Heiß" Kontroll-Leuchte, sowie eine Standby-Schaltung, die auch funktioniert, wenn der Kolben mal nicht ganz mittig auf seiner hochpreisigen, aber dennoch kippeligen, aus einer Puppenküche scheinbar stammenden "Ablage" zu liegen kommt, sprich auch mechanisch einfach eine Rückkehr zu Soliden, lang haltbaren Lösungen!


    Der Rest ist alles Schnickschnack und dafür gut vierstellige Beträge aufzurufen ist praxisfremd für Hobbyisten genauso wie für den Mittelstand. Allein große Industrieunternehmen "gönnen" sich solche Gimmicks, wohl im Wissen, dass die Arbeit dort eh meist externe Zulieferer machen und das Labor nur fotogen sein muss fürs Firmen-Image...

    Kann ich voll und ganz unterstützen. Meine Konfiguration:

    Weller WS 81 (ich wollte bewusst kein digital Schnickschnack)

    Hakko FR-301 (weil 120 Watt einfach effizienter sind)