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Welche Platinenlayout Software verwendet ihr?

  • Welche Platinenlayout Software verwendet ihr?

    https://www.easyeda.com

    Insbesondere finde ich interessant normale Prototypen Boards, also Lochraster und Streifenraster Platinenlayouts zu verwenden.

    Für Lochraster: http://diy-fever.com/software/diylc/

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.


  • "Sprintlayout"

    Sehr einfach zu bedienen und hat Gerber Export. Manche Platinenhersteller unterstützen sogar auch das Sprintlayout Format.

    Ich weiß garnicht ob das eine Autorouting Funktion hat - ist mir auch egal. Ich route seit über 30 Jahren von "Hand" - brauche ich nicht.

    SMD mach ich nicht und mehr als 2 Layer auch nicht, obwohl das Programm 4 Layer unterstützt.

    Ich will Sprintlayout nicht mehr missen !

    Hab davor mit alten DOS-Programmen wie Easytracks und Autotracks rumgemacht, davor von Hand auf Rolle und Klebesymbolen.

    Lochraster vermeide ich mitlerweile wo es geht. Tüddelkram. Keinen Bock mehr drauf.

    Es sei denn es muss unbedingt irgendetwas vorgestern fertig sein.


    Hucky

  • Ich verwende KiCad, das ist aber auch das einzige Programm dieser Art das ich kenne, daher kann ich zu Vor- und Nachteilen nichts sagen. Ich habe es auch schon für Lochraster-Designs benutzt, obwohl es im Grunde nicht dafür ausgelegt ist. Ich habe dann einfach darauf geachtet, dass ich bei der Erstellung des Layouts ein entsprechendes Raster verwende.


    Ich finde das Programm in seiner Bedienung etwas unorthodox aber nach ein wenig Eingewöhnungszeit findet man sich ganz gut zurecht. Außerdem gibt es eine große Community und haufenweise Tutorials und Plugins, eigentlich bleibt nie eine Frage unbeantwortet wenn man nur ein wenig im Internet sucht.

  • Ich habe bisher nur kleinere Sachen gemacht, einfache Adapter und THT-Platinen. Dafür nehme ich KiCAD, weil es Open Source ist und keine Beschränkungen hat. Falls ich doch mal was größeres machen will, muss ich nicht umsteigen und mich noch mal neu einarbeiten. Was einem bei den eingeschränkten kommerziellen Programmen ja jederzeit passieren kann.


    Ich habe vor ca. 30 Jahren mal beim Layouten mit Orcad geholfen. Die Bedienung von KiCAD fand ich eigentlich sehr ähnlich. Jedenfalls so, wie ich das in Erinnerung hatte.

  • KiCad6


    Ich hatte vor knapp einem Jahr Kicad5 ausprobiert, bin schnell auf ein aktuelles Eagle gewechselt für ein paar einfache Projekte und bin mit KiCad6 zurück. Da war mein Umstiegs-Lernprojekt die Low Speed Graphik.


    Was gefällt mir an KiCad?

    Die GUI ist angenehm, gerade in Version 6. Fühlt sich modern an, ohne zu experimentell zu sein.

    Der "Dateibasierte" Workflow. Alles wird irgendwie einfach in einer menschenlesbaren Datei gespeichert. Footprints hier, Symbole da, 3D-Reprensationen werden einfach eingelinkt. Bei Eagle war grade das Erstellen von eigenen Symbolen und Footprints "ungreifbar" hinter 20 Dialogfeldern verborgen, wo man nie so recht sicher war, wo das grade gespeichert wurde.


    Was ich bei Eagle besser mag:

    Schnelleres Bearbeiten einer Auswahl von Objekten. Fühlte sich irgendwie ausgereifter an. Bei KiCad kanns sein dass "e" die Eigenschaften aller Objekte offnet, oder auch nicht. Der Bulk-Editor ist von KiCad ist ok, aber hat mir bei der LSG fast das Projekt geschossen, da er bei Projekten mit hierarchischen Sheets aus dem Tritt kommt - öffnet man jedes Sheet einzeln werden die Daten korrekt angezeigt, öffnet man das da Top-Sheet wirds weird und seltsame Dubletten erscheinen. Natürlich hab ich das erst nach zu vielen weiteren Arbeiten entdeckt und so durfte ich Footprints, Beschreibungen und Schematics am Ende nochmal komplett neu eingeben - das hab ich dann gleich mit einem Texteditor in den Dateien gemacht.


    Auch Projekte mit mehreren Layouts in einem Projekt sind in KiCad etwas umständlich, bzw einfach so garnicht supportet.


    Der Interaktive Router von KiCad hat mir in der Defaulteinstellung ein zu starkes "Eigenleben" und löschte gerne mal aus seiner Sicht unnütze Verbindungen, aber das kann abgestellt werden.


    Insgesamt mag ich aber mittlerweile KiCad lieber. Grade wenn man bei Eagle noch den Preis einrechnet. Dank Uni wars für mich kostenfrei.

  • Hallo zusammen,


    ich habe beruflich einige Programme durch, unter anderem Orcad, Eagle, Altium Designer und Pulsonix. Privat arbeite ich nur noch mit KiCad, da das meiner Meinung nach am nächsten an die wirklich professionellen Programme wie den Altium Designer herankommt.


    Wenn man von Eagle umsteigt hat man glaube ich erst eine Eingewöhnung durch die Umstellung von der Echtzeitdarstellung von Eagle auf das Dateibasierte. Durch den Dateiaustausch zwischen Schematic und Layout hat man aber deutliche Vorteile, wenn z.B. Bauteile im Footprint geändert werden müssen ohne die Position zu verändern.


    Gruß

    Markus

  • Habe beruflich auch so ziemlich alles schon mal auf dem Rechner gehabt, was Rang und Namen hat, Zuken, Altium, Mentor etc etc etc.


    Privat habe ich CAD/CAE seinerzeit mit Eagle 2 für Dos begonnen, das Handbuch gabs ja samt Abmahnung umsonst :pumpkin: Seither ist mir dieses Programm irgendwie unsympathisch...


    Seit ca. 1995 dann privat so ziemlich Alles mit Target (damals Target2001 V8 oder so...) gemacht, kann bis heute sämtliche Daten (immer je Projekt nur EINE Datei, die alles enthält!) einlesen und gegebenenfalls damit weiterarbeiten, als hätte ich es gestern erst weggelegt.


    Hatte auch Zeiten, da lief es nicht so rund mit Target, das Entwicklerteam ist ja sehr überschaubar und gerade der Senior, der die Firma auch gegründet hat, war schon für manche hitzige Debatte gut, aber letztlich kenne ich KEIN anderes Programm, dass sich derart unkompliziert bedienen lässt und dennoch ALLES kann, was man so braucht, auch für größere Projekte oder sehr spezifische Dinge.


    Seine "Marktlücke" hat sich Target 3001 (V30 aktuell) meines Erachtens im reverse engineering erarbeitet, wo es so ziemlich alles bietet, was man woanders oft vergeblich sucht.


    KiCAD ist eine Herausforderung und "Gefahr" für die mittelständischen Anbieter von Programmen wie Eagle oder Target, da dort -einfach bewährtes nachprogrammiert wird und jahrelange Evolution mehr oder minder kostenfrei abgegriffen wird. DA kann man dann auch den Sinn der US-Software-Patente plötzlich gut verstehen...


    Ich persönlich komme mit den Import/Exportfunktionen von Target und KiCAD soweit klar, dass ich selbst komplexe Projekte zwischen den Plattformen mit nur minimalem Verlust an "special features" austauschen kann und habe somit auch kein Problem damit, wenn ich gerade hier im Forum auf eine große und begeisterte Menge an KiCAD-usern stoße.


    Es ist wirklich erstaunlich, dass diese genannten 3 "günstigen" Programme mehr Interoperabilität bieten, als die um einige Zehnerpotenzen weiter oben angesiedelten "Profi"-Programme!


    Auch von der Bedienung her sind zumindest Target und KiCAD den meisten anderen Lösungen um Jahre voraus, Eagle hat dafür die Möglichkeit, viele wiederkehrende Dinge über Skripte zu automatisieren, aber das bedingt dann, auch wirklich ausschliesslich und sehr regelmäßig mit diesem Programm zu arbeiten. Bei mir sind es eher so Phasen, in denen dann sehr intensive Arbeit damit ansteht und dann wieder monatelange Pausen dazwischen, da passt es mit Target einfach besser.


    Wenn ich heute wieder 20 wäre und "neu" anfangen könnte ohne Altlasten etc. dann wäre ich wohl zw. Target und KiCAD hin und her gerissen. KiCAD, weil es zunächst kostenfrei ist (wenn mir aber ein Projekt deswegen in die Hose geht, oder ich auch nur Manpower zukaufen muss, um es zu retten, dann sieht es schon wieder anders aus...), Target hingegen ist das, was ich unter solidem "made in germany" verstehe und gerne unterstütze!


    Was mich bei Target stört sind die inzwischen sehr überladenen Menüs und die vor 10 Jahren neu gestalteten Bauteilbibliotheken, die seitdem keine mehr sind, sondern so eine Mischung aus SQL und "Cloud", nicht Fleisch und nicht Fisch und von der Oberfläche her manchmal wie Spielzeug wirkend, das schreckt vermutlich einige kommerzielle Nutzer wirklich ab, man muss echt Angst haben, von Kollegen ausgelacht zu werden, wenn man die Bauteilauswahl öffnet und sich dort eine 3D-Menüauswahl öffnet mit einer Darstellungsgröße, dass ich es selbst ohne meine 5-dioptrien-Brille noch erkennen kann, aber man mir vermutlich dann unterstellt, dass just das der Mehrwert wäre...


    Zudem -aber das ist natürlich persönlicher Geschmack- nervt es mich, dass so Modeerscheinungen, wie die "black"-Oberfläche dort übernommen, aber auch ohne Alternative "durchgedrückt" wurde, mit dem Ergebnis, dass 90% der icons für mich gleich aussehen und ich Depressionen bekomme von der düsteren Umgebung...


    Da hätte ich mir gewünscht, auf die altbewährte Oberfläche umschalten zu können und was die Bauteilbibliotheken anbelangt: die waren super und da eine Kopie sämtlicher im Projekt verwendeten Bauteile ja auch immer im Projekt selbst mit drinsteckt, war ein Export in eine Zwischenbibliothek und daraus dann die Sachen gepickt, die man dauerhaft behalten wollte, eine gute Vorgehensweise, aktuell ist das Alles sehr schwammig und man weiß oft nicht mehr so recht, ob man wirklich noch alle eigenen Elemente hat und welche der vielen Varianten, die das System selbstständig bei jedem Projektstart erzeugt, nun die aktuellste ist...


    Insofern verwende ich gerne noch die inzwischen 15 Jahre alte V13 mit der .exe aus dem letzten Update (davor war einiges instabil...), die läuft auch aktuell noch gut und inzwischen auch virtuell gekapselt schneller als manche Wettbewerbslösung ohne Virtualisierung...


    OT: Sei vielleicht dazu erwähnt, dass ich auch mein Windows optisch auf Stand Windows 2000 halte, soweit das irgendwie möglich ist, bis XP gings zu 100%, mit Win7 noch zu 95%, aber Win10 (Vista und die 8er Versionen hab ich ausgelassen...) bringt mich echt zum Verzweifeln und zu der Frage, ob ich nicht doch besser in jungen Jahren auf Linux hätte wechseln sollen... (was ja hier keine Alternative jetzt wäre, da Target rein auf Windowsbasis läuft...


    OT2: Sprint Layout, Lochmaster, Fritzing etc. hab ich alles auch mal probiert ( und von den gleichen Herstellern in einem anderen Segment auch tatsächlich was bis heute laufen: ProfiLab 3.0/4.0 steuert bei mir seit Jahrzehnten günstigst so manchen Prüfstand, wo andere allein fürs Labview samt Spezial-NI-Hardware schon ein erstes Jahresgehalt hingeblättert haben...) Aber mit den genannten Minimal-Layout-Programmen komme ich nicht klar, das ist dann doch zu sehr zurück in die Steinzeit im Vergleich zu dem, was etwas größere Programme schon bieten. Auch sollte man -ähnlich wie mit Basic vs. C++- bedenken, dass man sich üblicherweise mit dem, was man zum Einstieg intensiv verwendet auch an eine Herangehensweise bindet und da sind diese Programme einfach zu weit weg von dem, was in Industrie und Beruf gefordert werden, d.h. wer sich damit selbst was beibringt, der landet auf ner einsamen Insel und tut sich doppelt schwer danach... Lochraster und Fritzing sind sowieso nur fürs Hobby und für Leute, die das nicht aus dem Hinterkopf heraus umsetzen können, denn wenn ich was auf Loch/Streifenraster mache, dann wird das eigentlich immer ein Prototyp und somit Einzelstück und wenn ich den zuerst schön zeichnen muss, dann kann ich auch gleich ein Layout machen und fräsen oder fertigen lassen... just my 2 cents-