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1541-2 Kopf bewegt sich nicht

  • Hi Freunde,


    Heute kam im zuge eines Tausches als Bonus eine 1541-2 mit dazu.


    Zuerst viel auf, dass nach dem Versuch eine Diskette zu laden, der C64 sich irgendwie nach dem Load Befehl aufhängt. Es kommt auch keine Fehlermeldung.


    Vorsorglich mache ich hier dazu ein Thema auf.

    Es wäre schön eure erste Einschätzung dazu zu lesen.


    Bereits habe ich die Schiene und den Kopf sehr gewissenhaft gereinigt. Die Schiene geschmiert und den Kopf etwas vor und zurück gestellt.

    Gebessert hat sich nichts.


    Das Laufwerk angeschlossen am eigenen Board.

    Startet wie gewohnt. Läuft also kurz an.

    Power Lampe brennt.


    Wenn ich versuche eine Diskette zu laden, läuft zwar die Diskette an, aber der Kopf macht keine Bewegung und kein Geräusch.


    Das selbe Laufwerk an einem anderen Board, sorgt zwar dafür dass der Kopf sich wieder bewegt, nur bei der Diagnose stellt sich heraus dass da irgend etwas massiv nicht stimmt.


    Ich vermute jetzt dass Laufwerk und Board irgendwo einen Schlag weg haben.


    Ich würde als erster versuchen das Laufwerk am Ersatzboard richtig zum Laufen zu bringen und mich dann dem eigenen Board widmen.

    Wohlmöglich ist da ein Chip defekt?


    Im Test zeigt sich dass die Geschwindigkeit nicht stimmt, aber es es dreht nur kurz für 2 Sekunden und hält dann an. Da bleibt wenig Zeit zum justieren.

    Es bricht dann mit "Error" ab.


    Bilder poste ich dazu weiter unten.



    Danke schon mal für eure Zeit.


    LG

    Florian



    NS:

    Der Vorbesitzer sagt mir gerade, dass ein Aufkleber ursprünglich drauf war mit der Aufschrift "IEC Problem".

  • Beim Speedtest fällt noch auf, das gelegentlich über 500 angezeigt wird und dann runter gesprungen wird auf ca 150 und kurz darauf kommt Error.

    Das drehen am Poti scheint keinen Einfluss zu nehmen.

    8 von 10 versuchen den Speedtest zu machen schlagen aber direkt mit Error fehl.

  • Beim Speedtest fällt noch auf, das gelegentlich über 500 angezeigt wird und dann runter gesprungen wird auf ca 150 und kurz darauf kommt Error

    Also das müsste man auch deutlich hören! Falls nicht, ist der "Speed" nicht das Problem!


    Nochmals zur Erinnerung: Damit das Jani-Tool die Geschwindigkeit korrekt anzeigt, muss der Kopf mechanisch sowie auch elektronisch funktionieren!!!

  • Das Laufwerk ist aktuell an ein funktionstüchtiges Board angeschlossen.

    Also kann ich das Board ausschließen.


    Jetzt frage ich mich, ob der Kopf tot sein kann.

    Aber irgend etwas scheint er zu lesen während des Tests.


    Ansonsten hängt am Kopf nur der Step.Motor.

  • Hallo Florian ,


    nachdem du den Kopf gemessen hast.......... :search:


    Beim Speedtest fällt noch auf, das gelegentlich über 500 angezeigt wird und dann runter gesprungen wird auf ca 150 und kurz darauf kommt Error.

    Das drehen am Poti scheint keinen Einfluss zu nehmen.

    Ein solches Problem hatte ich auch mal mit einer 1541-2 (Mitsumi D500) . Der Kopf war okay, die läuft auch heute noch.


    Einer der Fehler war der "Geber" der das "Tachosignal" im Motor erzeugt. Der sitzt unter dem Motordeckel auf der Achse des Motors.

    Der war lose auf der Achse und hatte minimal Spiel .


    196048-tachogeber-lage-jpg

  • Danke für den Tipp.

    Ich bin ohne hin überzeugt dass der Kopf in Ordnung ist. Da er zumindest teilweise Daten liest.

    Der Lesekopf ist eine Spule mit zwei davon abgehenden Drähten. Die können nicht halb kaputt sein. Entweder Ganz oder Garnicht.

    So denke ich.


    Es muss etwas am Laufwerk selbst sein und da bleibt nach dem Kopf nicht mehr viel.

    Irgendetwas auf der kleinen Platine oder wie Michael sagt, der Motor.


    Mit einem anderen Speedtest, der nicht abbricht, wird konstant 304 angezeigt.

    Das ist auch egal wie ich am Poti drehe nicht zu beeinflussen.


    Werde jetzt den Motor öffnen.

    Im Notfall habe ich noch zwei hier um zu tauschen.

  • Vorsicht beim Motor öffnen! Ich habe dabei die Tachospule irreparabel zerstört!

    Meine Empfehlung:

    Den Motor ablöten, an externe 12 V anschliessen und Tachosignal auslesen.

    Bei Änderung der Spannung muss sich auch das Tachosignal (Spannung) ändern.

    Wenn das klappt, ist der Motor heil.

    Bei der "alten" 1541 bricht der Speedtest nicht ab, wenn das Tempo falsch ist, er läuft nonstop weiter.

    Vermutlich also ein Problem der Elektronik!

    Wenn die Floppy nicht schreiben kann, klappt der Speedtest nicht! Der Test schreibt einen Block,

    um ihn dann immer wieder zu lesen. Aus der Zeit zwischen dem jeweiligen Lesen wird dann die Drehzahl berechnet.

    Ist also ein IC hinüber, welches den Schreibkopf ansteuert, so klappt der Speedtest auch nicht.


    Im Netz fand ich zwei verschiedene Schaltpläne:

    Bei einem wird der Kopf von einem CX20185 angesteuert, laut dem anderen Plan von einem U13 = 2003.

    Ich hatte im Forum mal gelesen, dass es wohl keinen fehlerfreien Schaltplan im Netz gibt (warum eigentlich?). :(


    Ich würde vorm Zerlegen des Motors weitere Messungen durchführen.

    Leider wohnst Du nicht in Hamburg, hätte hier sonst unterstützt.

  • Ich hatte im Forum mal gelesen, dass es wohl keinen fehlerfreien Schaltplan im Netz gibt (warum eigentlich?). :(

    Hat wohl keiner mehr Bock sich mit zu beschäftigen 🤷‍♂️

    Wer nutzt noch (regelmässig) Diskettenlaufwerke ?

    Und wenn doch hat man wohl noch div. als Ersatz liegen.

  • Hi, danke für deine Mithilfe.

    Kannst du sagen welcher IC das ist der für den Kopf zuständig ist?

    Habe den Motor getauscht, aber das brachte keine Veränderung. Auf dem kleinen Board ist ja nur ein Chip drauf. Also kann es nur der sein.


    Bis Morgen ist das zweite 1541-2 noch da, dann muss ich es leider versenden und habe somit kein funktionsfähiges Board zum gegentesten.

    Sei denn, das Mitsumi läuft auch mit den Boards der Chinon.

  • Kannst du sagen welcher IC das ist der für den Kopf zuständig ist?

    Habe den Motor getauscht, aber das brachte keine Veränderung. Auf dem kleinen Board ist ja nur ein Chip drauf. Also kann es nur der sein.

    Zitat

    "Im Netz fand ich zwei verschiedene Schaltpläne:

    Bei einem wird der Kopf von einem CX20185 angesteuert, laut dem anderen Plan von einem U13 = 2003."


    Du könntest natürlich beim heilen Laufwerk per Diagnoseprogramm den Kopf schrittweise bewegen und dabei an den Ausgängen der ICs die

    Signale beobachten und notieren. Das könntest Du dann beim defekten Laufwerk wiederholen, um so evtl. den Fehlerort

    aufzuspüren. Ein Oszilloskop wäre dabei hilfreich, ggf. reicht auch ein Logitester oder China-Logikanalyzer.

  • Danke für die Einschätzung.

    Genau diese Chips habe ich jetzt nicht bei Reichelt bestellt. Bzw danach gesucht.


    Jetzt ist unterwegs

    74LS14

    74LS06

    74LS86


    Ich wäre schon froh wenn das Lauferk selbst, unabhängig von der großen Platine laufen würde.

    Angeschlossen an einem anderen Board, konnte ich es zumindest schon mal ansprechen. Das Testboard ist auch 100% in Ordnung.


    Werde noch mal deiner Empfehlung nach messen und mich melden.

  • Da ich nur bescheidenes Prüfwerkzeug habe, ging ich dazu über den Kopf in ein anderes Laufwerk zu bauen und damit dem Kopf zu testen.

    In einem Mitsumi Laufwerk funktionierte der Kopf ohne Probleme.

    Bis ich eine Möglichkeit sehe das Ursprungslaufwerk zu reparieren bleibt der Kopf im jetzigen Laufwerk.


    Der Fehler muss also am Motor(Diskettenantrieb) oder auf der kleinen Platine sein.

    Was anderes kann ich mir nicht vorstellen.


    Das tauschen des Motos brachte kein Erfolg.

    Der Kopf liest dann überhaupt nichts mehr, nicht mal das vorhergehende Durcheinander.

    Kann aber sein dass der Tauschmotor auch einen Schlag weg hatte.

  • Im Netz fand ich zwei verschiedene Schaltpläne:

    Bei einem wird der Kopf von einem CX20185 angesteuert, laut dem anderen Plan von einem U13 = 2003.

    Sicher ? Der U13 ( 2003 ) ist ein Driver / Treiber Baustein. Der verbaute IR2C19 auf deinem Board müsste die gleiche Funktion haben.


    Der U13 bekommt vom U10 Pin13 ein "High-Signal" ( MTR ) und schaltet auf low. Das geht zur Motorplatine und der Motor läuft.

    Die Motorplatine sorgt dann dafür, das die Drehzahl eingehalten wird ( mit dem "Sensor" auf dem Motor ).


    Der Rest von U13 steuert den Steppermotor als Treiber an . Siehe gebastelter Schaltplan :



    Der CX20185 ( U12 ) ist der Schreib / Leseverstärker für den Kopf . Wenn U12 defekt ist läuft nichts .


    Die kleine Motorplatine sieht so aus :



    Die mit YEL bezeichneten Drähte sind die vom Signalgeber ( Das Teil was im Motordeckel ist ). Das Signal was hier erzeugt wird

    geht auf Pin3 am BA6301 genutzt um die Drehzahl zu regeln .


    Du könntest natürlich beim heilen Laufwerk per Diagnoseprogramm den Kopf schrittweise bewegen und dabei an den Ausgängen der ICs die

    Signale beobachten und notieren.

    Mit einen Testmodul wie DIAG 1541 kannst du den Kopf Trackweise vor und zurückbewegen . Dann kannst du an U10 Pin11 + 12 die Signale

    mit dem Oszi messen ( Step 0 ; Step 1) und die vier Ausgänge an Pin 25 bis 28 messen siehe Schaltplan .

    Vorsicht beim Motor öffnen! Ich habe dabei die Tachospule irreparabel zerstört!

    War das ein Motor aus einer Mitsumi D500 ? Oder eine aus einem Alps Laufwerk ?


    Ich hatte hier schon mal einen Beitrag gelesen , wo jemand was ähnliches gepostet hat. Ich habe dann zum Vergleich einen

    Motor von eine 1541 ( 1 ) Alps geöffnet. Die "Tachospule" war dort viel aufwendiger und filigraner als die der Mitsumi .


    Zum ersten Einstellen hatte ich mir damals™ unten am Antrieb ( Spindel ) eine Stroboskopscheibe gebastelt. Damit konnte ich

    unabhängig vom Tachosignal die Drehzahl einstellen.

  • Beim Mitsumi 1541 ist ein LAG570 verbaut.

    Ich denke, einfach tauschen wird da nicht funktionieren.

    So muss ich ein BA6301(FG System Speed Servo Controller?) suchen.

    Wahrscheinlich wird es danach wieder funktionieren.