Beginnerfragen zu evtl. Bastelprojekt "Junior Computer"

Es gibt 47 Antworten in diesem Thema, welches 5.940 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (31. Mai 2022 um 07:46) ist von ralf02.

  • Ich würde gerne - zusammen mit meinem älteren Sohn - in den Ferien mal ein Bastelprojekt machen, so wie man es damalstm gemacht hat. Also nicht ich persönlich, sondern z.B. mein Onkel, der sich in den 1980ern solche Computer selbst gebaut hat.

    Da ich allerdings eher von der Softwareseite komme und auch da die letzten Jahre tätig war, fehlt mir doch so einiges an Hardwarewissen. Zumindest kann ich einigermaßen mit einem Lötkoben umgehen und traue mir auch zu, IC-Sockel oder "klassische" Bauteile (> SMD) auf eine Platine zu löten. :loet

    Ins Auge gefasst habe ich, auch aufgrund einer Empfehlung eines Kollegen den "Junior Computer", so wie er in der Zeitschrift "Elektor" Ausgabe Mai 1980 drinstand. Anbei die Seiten als zwei PDF.

    Könnte eventuell mal jemand, der sich damit auskennt, bei Gelegenheit mal durchblättern, ob sich dieses Projekt auch ohne Profihardwarekenntnisse umsetzen lässt?

    Vorausgesetzt, dass man die benötigten Teile heutzutage überhaupt noch auftreiben kann.

    Und falls ja, wie ich die Platinenzeichnungen dort zu einer Platine bekomme? Ich gehe nicht davon aus, dass man heutzutage noch Platinen äzt, so wie damals mein Onkel?

    Das Monitorprogramm in das EPROM brennen, denke ich, wäre dann sicherlich hier über den Marktplatz machbar? Aber das kommt ja dann erst ganz zum Schluss.

    Zuerst muss ich erst einmal klären, ob ich damit überhaupt anfangen kann oder ich doch lieber die Finger davon lassen soll. Ich würde schon mal ganz gerne in dem Oldschool-Hardware-Bereich was machen und dazulernen, aber wenn ihr mir sagt, dass das für mich als Hardwarelaie eher so endet ... :strom:

    Vielen Dank auf alle Fälle schon mal für sachdienliche Hinweise! :thnks:

  • Ich denke, das musst Du selber entscheiden, da wir nicht wissen, was Du kannst, was Du Dir zutraust

    und wie leidensfähig Du bei evtl. Fehlersuche bist. ;)

    Auf jeden Fall mal in den Folgeheften nach evtl. Korrekturen suchen, wäre ja nicht das erste mal,

    dass in einer Bauanleitung Fehler stecken.

    Die Teileliste kannst Du doch mit den üblichen Verdächtigen (Reichelt, Conrad, Pollin, Bürklin, ...) abgleichen,

    ob die Teile noch lieferbar sind.

    Platinen kann man (nicht ich) am PC mit KiCAD, TinyCAD, Eagle, ... erstellen.

    Die Dateien kann man dann bei einem Platinenhersteller seines Vertrauens (oftmals China-Firmen, ich habe mehrmals

    bei PCBWay bestellt) hochladen und hat einige Tage/Wochen später die Platine/n.

    Sich in so ein Layout-Programm einzuarbeiten ist meiner Meinung nach schon sehr zeitaufwändig.

    Mit viel Glück hat jemand für den Junior-Computer bereits so ein Layout erstellt?

    Oder es gibt die Platine noch im Internet zu kaufen? Sowas gab´s bei diversen Bauprojekten.

    Im Microcontroller-Forum gab es vor 4 Jahren eine ähnliche Anfrage, Herr Bauriedl hatte dann ein

    Layout erstellt. Der gute Mann ist nun im Ruhestand, aber evtl. kann er Dir helfen (kontakt -at- pbdl.de)?

    Viel Erfolg!

  • Ich hatte damals die Bücher für den Junior-Computer von Elektor. Es gab (meine ich) davon vier verschiedene Bände. Für die reale Hardware hat aber damals das Geld nicht gereicht...

    Ich fing vor einiger Zeit mal selbst an, die Platine möglichst originalgetreu in KiCAD nachzubauen. Mit möglichst allen Eigenarten der Leiterbahnführung (die diagonalen Tracks sind etwas dicker, verglichen mit den orthogonalen Tracks) und beispielsweise den achteckigen Pads, sowie einen möglichst originalgetreuen Bestückungsdruck. Das ganze schlief dann aber wieder ein, weil ich darin keinen wirklichen Nutzen mehr sah. Mit der Hauptplatine ist es nämlich letztlich nicht getan. Du bekommst den Junior-Computer zwar zum Laufen, aber es fehlt dir eine Speicher- und Lademöglichkeit, damit man den Code nicht immer wieder neu eintippen muss.

    Eigentlich sind es auch drei Platinen: Die Hauptplatine, die kleine Displayplatine und eine Netzteilplatine, die drei Spannungen erzeugen muss, weil auf der Hauptplatine ein 2708 als EPROM dient. Ein Upgrade auf einen 2716 oder 2732 würde die Spannungsversorgung vereinfachen, dann wäre das alles aber nicht mehr originalgetreu.

    Das Original hatte auch für die Bedienung Digitaster verwendet. Damals durchaus erschwinglich, aber heute nur schwer und äußert kostspielig zu besorgen. Der Nachbau begnügt sich mit einfachen Tastern...

    Auch weiß ich nicht, ob es die verwendeten 7-Segment-Anzeigen noch gibt, oder ob man auch die Displayplatine an neuere Anzeigen anpassen muss.

    Gruß

    Thomas

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    Vielen Dank für den Hinweis! :thumbup:

    Der ist mir für mein Vorhaben etwas "zu modern" (TV-Anschluss, echte Tastatur und so). ;)

    Ich habe den Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. zu Hause, mit dem hat schon mein eingangs erwähnte Onkel gearbeitet, und ich sitze immer wieder mal paar Stunden davor und code bisschen "Hardcore"-Z80-Maschinensprache mit handberechneten Hexcodes und betrachte das Werk auf den Siebensegmentanzeigen. Das hat schon unschlagbaren Oldschool-Wert und macht mir dann auch großen Spaß! :)

    Und sowas in der Art würde ich auch gerne mit einer 6502-CPU haben, einfach um ein bisschen damit "rumzucoden" und die Speicheradressen "direkt" auf den Siebensegmentanzeigen zu sehen, und dafür wurde mir eben der "Junior Computer" empfohlen. Und ich dachte mir einfach "Interessant und vielleicht kannst du das sogar selbst zusammenbauen und deinem Sohn zeigen, wie das damalstm so war?".

    Ich lese mich einfach mal näher ein, um abschätzen zu können, ob ich mir das hardwareseitig zutraue oder dann doch eher schaue, ob es was "Fertigeres" in dieser Richtung gibt. Interessant ist es auf alle Fälle! :)

    Nochmals vielen Dank für alle Hinweise und Tipps! :thumbup:

  • Ich nutze den Thread jetzt einfach auch mal "persönliche Ablage" von paar Infos, die ich so gefunden habe. Das sollte hoffentlich niemanden stören und wenn jemand einen Hinweis zu irgendwas dazu hat, dann bin ich dafür sehr dankbar. :)

    Hier mal die Stücklisten für die drei Platinen, dann kann ich schon mal suchen gehen, ob es das alles überhaupt noch zum Kaufen gibt. ;)

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  • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. finde ich auch immer spannend.

    Hier wird ein 6502 Computer auf dem Breadboard entwickelt und dann mit nem Arduino analysiert.

    "Kaum zu fassen, das bei jedem Menschen, dessen Schädel man nach seinem Tod öffnete, ein Gehirn gefunden wurde".

    Unbekannt


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  • Hallo Snoopy !

    Eine tolle Idee ! Ich hoffe du kannst deinen Sohn begeistern !

    Mein Vorschlag wäre folgender, such dir das Projekt aus, was dir und deinem Sohn am meisten Spaß machen würde und benutze die Schaltpläne (und Fehlerteufel) die du findest um dir einen Schaltplan am PC zu zeichnen, den schickst du zu einem Platinenhersteller und dann kannst du dir die Bauteile ordern.
    So wie ich deine Liste gesehen habe, sollte man das meiste davon noch ohne Probleme bekommen können.

    Wenn du Lust hast, berichte darüber ! Würde ich gerne lesen :smile:

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  • Ich nutze den Thread jetzt einfach auch mal "persönliche Ablage" von paar Infos, die ich so gefunden habe. Das sollte hoffentlich niemanden stören und wenn jemand einen Hinweis zu irgendwas dazu hat, dann bin ich dafür sehr dankbar. :)

    Hier mal die Stücklisten für die drei Platinen, dann kann ich schon mal suchen gehen, ob es das alles überhaupt noch zum Kaufen gibt. ;)

    Da sehe ich nur beim 2708 Eprom Probleme, nicht bei der Beschaffung, aber bei der Programmierspannung 25 Volt .... aber die Nachbauten, die im PostBitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. verlinkt sind, nutzen ein 2732 Eprom, was auch noch gut beschaffbar und mit 21 Volt auch mit gängigen Brennern programmierbar ist. Die "Digitast" - Taster sind nicht ganz billig ... Den 6532 RIOT gibt es für 11 EUR bei Ebay, da habe ich mich auch schon für mein KIM-1 Nachbauprojekt ausreichend mit eingedeckt:

    Der KIM-1 ist übrigens auch ein schönes 6502 - basiertes Projekt:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Ich bin gerade dabei, den mit KiCad 6 nachzukonstruieren - statt der nicht mehr beschaffbaren 6530 mit 6532 RIOTs und 2716 Eprom ....

  • ... wenn Du den Schaltplan 1:1 von dem Layout aus der Elektor produzieren lassen willst, geht das auch, da gibt es Hersteller die so etwas machen. So habe ich auch die Paltine meines "Datenklos" herstellen lassen (aus der "Datenschleuder" des Chaos Computer Clubs):

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

  • Wenn du Lust hast, berichte darüber ! Würde ich gerne lesen :smile:

    Falls wir so ein Projekt starten, werde ich auch darüber berichten. Ich hoffe, es kommen dann nicht zu viele Flüche darin vor. :D

    Zuerst einmal muss ich das Ganze sondieren und für mich einordnen. Zum Beispiel kam beim Suchen schon ein erster großer Dämpfer: Der Preis. Naiv wie ich da rangehe, dachte ich an ein Budget von so vielleicht um die 100 EUR. Und heute sehe ich, dass allein die Digitasten, wovon ich 23 Stück bräuchte, zusammen schon 110 EUR kosten (zumindest wenn ich Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. von Reichelt nehmen würde). Und das sind nur die Tasten, sonst noch gar nichts. 8\|

    Dagegen ist die MEGA65-Tastatur ein Billig-Schnäppchen! :D

    Also ich hatte nicht vor, für so einen "kleinen" Selbstbaucomputer jetzt 300 bis 400 EUR auszugegeben. Das muss von mir noch gründlicher recheriert werden. :search:


    Vielen Dank auf alle Fälle wiederum für die Hinweise und Beiträge dazu! :thnks:

  • dass allein die Digitasten, wovon ich 23 Stück bräuchte, zusammen schon 110 EUR kosten

    Echt schade, wenn sowas an den simpelsten Bauteilen scheitert. Wenns mal einen IC nicht mehr gibt oder der zu teuer ist, versteht man das ja. Aber wegen den Tasten?

    Wenn du stattdessen normale mechanische MX-Switches verwenden könntest, würdest du schon 80 Euro sparen.

    zB die hier:

    Das sind nochdazu doppelt so viele wie du benötigst.Es gibt bestimmt passendere Packungsgrößen.

    zB hier: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Sind dann nur 30 Stück statt 45, kosten aber das Gleiche

    Tastenkappen benötigt man noch, gibts hier im 10er Pack um 7 Euro. Mal 3 genommen spart man immer noch 60 Euro.

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    Das Board-Layout muss dafür natürlich angepasst werden.

    Bin gespannt wie deine weitere Preis-Recherche verläuft

    YouTube Kanäle über Basic, den C128 und den VDC-Chip
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    Commodore 8-Bit Projekte
    auf Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. zu Commodore 8-bit Hardware
    auf printables.com
  • Und heute sehe ich, dass allein die Digitasten, wovon ich 23 Stück bräuchte, zusammen schon 110 EUR kosten (zumindest wenn ich die hier von Reichelt nehmen würde).

    Genau genommen brauchst du 22 normale Digitaster und einen Digitaster mit LED, der wäre dann nochmal etwas teurer (falls überhaupt erhältlich). Und dann die Taster noch mit unterschiedlichen Tastenkappen.

    Ich denke der Nachbau hat nicht ohne Grund sein Layout an einfache China-Standardtaster angepasst...

    Der Preis. Naiv wie ich da rangehe, dachte ich an ein Budget von so vielleicht um die 100 EUR.

    Ich würde als Budget so von ca. 200 EUR bis 250 EUR ausgehen, dann aber schon mit jeweils 5 Platinen aus China (die man ggf. auch hier wieder verkaufen könnte...). Und vielleicht gibt es bei AliExpress o.ä. ja noch Digitaster, Reichelt verkauft wohl nicht deren Restbestände...

    Gruß

    Thomas

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