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VIC-2020 - Ein VC20-Klon

  • So, die Unterschale ist heute zum ersten Mal aus dem Drucker gekommen.


    An den Buchsen hinten ist ordentlich was schiefgegangen


    Die rechte Seite ist für Strombuchse, Schalter, und Reset-Taster vorgesehen, wie es auch an einem herkömmlichen Commodore Mainboard wäre



    Die Oberschale ist grundsätzlich fertig gezeichnet.

    Die Aussparungen hinten passe ich natürlich jetzt noch an, und oben plane ich noch Platz für außenliegende Schalter zur RAM-Konfiguration ein (also was die DIP Schalter machen, für die man im Original-Design immer das Gehäuse aufschrauben muss).


    Das Board hat außerdem noch einen Jumper zum Umschalten des Charsets, und zwei Jumper für Kernel/Basic Select.


    Diese drei plane ich an der linken Gehäuseseite rauszuführen, mit der selben Aussparung wie ich sie am Gehäuse rechts gemacht habe.

    Die ist jetzt aber noch nicht im Modell.


    Das Board selber hat ja keinen Anschluss für einen Reset-Taster.

    Ich würde als Taster einfach einen Unterbrecher einsetzen, der die Stromzufuhr unterbricht.

    Gute Idee, oder schlechte Idee?


    PS: natürlich nur Probedruck, deshalb ist die Druckqualität auch zweitklassig.

  • Nunja, das Gehäuse an sich wäre eigentlich fertig

    Die runden Bohrungen sind übrigens zum Einstellen der RAM-Konfiguration, falls ich das noch nicht erwähnt habe.


    Wie unschwer zu erkennen ist, muss aber an den Spaltmaßen zwischen Ober- und Unterschale noch einiges besser werden.

    Der orange Streifen (weil das grüne Filament ausgegangen ist) lässt es aber nochmal schlechter erscheinen, als es eigentlich ist.

    Der Spalt in der Mitte ist außerdem größer, als er sein müsste. Beim Auseinanderschneiden des Gehäuses am Bildschirm gibt es einen Millmeter abweichung.


    Mit den Öffnungen links und rechts für alle nötigen Schalter bin ich eigentlich zufrieden


    Das Gehäuse an sich ist auch stabil und sitzt grundsätzlich gut.


    Wenn nicht der ungleichmäßige Spalt wäre.

    Der Grund dafür ist, dass im PCB nicht zwei Bohrungen direkt nebeneinander sind. Somit "hängt" eine Hälfte immer etwas mehr als die Andere.


    Bisher habe ich die Gehäusehälften an 7 Stellen direkt miteinander verschraubt, auch durch das PCB hindurch.


    Die restlichen Bohrungen im PCB werden derzeit nur verwendet, um die Platine mit der Unterschale zu verschrauben (nicht aber die Oberschale).

    Ich werde aber noch zwei weitere dieser Bohrungen verwenden, um damit auch die obere Schale zu fixieren.

    Und den Schnitt zwischen Links und Rechts muss ich wohl noch optimieren, damit jede Seite nur noch minimal "hängt".

  • Nächste Iteration


    Das Ziel war, die Verschraubungen so nahe wie möglich an jene Stellen zu bringen, wo die linke und rechte Gehäusehälfte zusammenkommen.

    Dadurch sollen der Spalt minimiert werden.

    Für die Unterschale wäre das nun die folgende Linie



    Man erkennt, dass es als gerade Linie jedem Schraubsockel etwas wegnehmen würde, und der Rest gleichzeitig auf der anderen Seite gedruckt wird.


    Da in dieser Öffnung aber ohnehin nur die Schraube drin ist, sah ich darin kein Problem.

    Und ich ging davon aus, dass das kurze Zäpfchen ohnehin entweder nicht ordentlich gedruckt wird, oder gleich abbricht.


    Gestern Abend den Druckjob gestartet und früh morgens gespannt überprüft, was die Nachtschicht gedruckt hat.

    Und: es ist sauber gedruckt und stabil


    So kam mir die Idee, dass ich das doch als Ankerpunkt für eine stabile Verbindung der Hälften verwenden könnte.

    Also hab ich einen Ring gedruckt, um die beiden Hälften zu verheiraten


    Und das hat ganz hervorragend gepasst


    Wie zu sehen ist, sitzen die beiden Hälften viel besser aneinander.


    Die Frühschicht druckt gerade die Oberschale, auch darauf bin ich sehr neugierig.

  • Jo, laut Plan wäre an der Oberschale eine Schräge Linie die Beste



    Gesagt, getan. Die Frühschicht hat gerade fertig gedruckt


    Ich find's im Großen und Ganzen gut. Das Loch an der Stelle wo man das Commodore-Badge hingeben kann ist unbeabsichtigt.

    Da hab ich die Schicht zu dünn gemacht.



    Der Druck ist natürlich nicht perfekt, weil immer mal wo ein Faden weghängt, aber das weiß man ja.


    Viel wichtiger ist, das Gehäuse ist trotz mancher Makel nicht verzogen und das Mainboard passt.

    Die Spalte sind jetzt ebenfalls absolut ok.

    Man könnte natürlich im halben Millimeterbereich nachbessern, aber andere Drucker haben andere Toleranzen und dann würds dafür dort nicht passen.


    Hier kommen Joystick, Power-Schalter und DC-Buchse rein (genau, dafür darf dann am Board die Buchse nicht direkt angelötet werden)




    Gegenüber die Öffnungen für Kernel-Select (2x), Font-Select und Reset.


    Ich hätte jetzt noch ein paar Feinheiten geändert, die muss ich aber nicht mehr drucken, weil ab jetzt wärs nur noch Verschwendung.

    Die wichtigste Änderung ist das korrigierte Loch für das Label und ich hab noch einen Bereich für ein POWER-Label freigelassen.

    Loch für die LED muss man selber bohren, damit ist man nicht gezwungen, eine vorgegebene Größe zu verwenden.


    Ich leg die STLs hier dazu, falls es jemand druckt wär ich natürlich gespannt auf Feedback.

    Wichtig beim Drucken: aufgrund der Größe muss man wohl mit Druckbettheizung drucken, bei mir hat sich sonst jeder Druck verzogen.

    Das größte Gehäuseteil ist ca 267 cm lang, es wird also nicht jeder Drucker groß genug sein.

    Ich drucke so große Werke immer mit einer 0.6mm Düse, da liegt die Druckzeit im Schnitt bei ca 3,5 h pro Teil (4 Teile sinds)


    Sobald ich das Board aufgebaut habe und die Kiste läuft, werd ich hier berichten.

  • Huch ... ihr macht ja tolle Sachen...

    hatte ich bisher garnicht mitbekommen...


    die Tastatur hatte ich mir letztes Jahr auch mal aufgebaut...



    ein schönes Gehäuse dafür, wäre natürlich prima..

    Ich dachte auch schon in Richtung "wie beim SX64"..

  • Hab wiedermal bei dieser Baustelle weitergemacht.

    Eigentlich wollte ich das Board fertig aufbauen, aber schon bei der Modul-Buchse habe ich festgestellt, dass es da wohl mehrere Varianten geben muss.

    Das PCB hat zwischen den beiden Pin-Reihen einen anderen Abstand als die Buchse, die ich von Bobbel habe.


    Das ist aber nicht Bobbels Schuld (deshalb markiere ich ihn hier auch garnicht erst groß). Selbst auf einem originalen NTSC VIC-20 Board haben die beiden Pin-Reihen 4mm Abstand.

    Am VIC-2020 Layout sind es nur 3 mm.


    Wie auch immer: die "schnellste" Lösung für mich war, an der Innenseite der Pins nochmal Pins anzulöten.

    Dadurch ergibt sich in Summe nur noch eine Breite von 3mm.

    Ja, sieht eher aus als so ein Folterinstrument aus einem Mad Max Film, es hat aber funktioniert.



    Es hat natürlich einiges an Einfädelarbeit bedeutet, aber mit Löten und Ärgern war es in ca 90 Minuten erledigt.


    Hier noch die Innenansicht, wie das IM Gehäuse aussieht.

    Die Buchse ist bei mir nun also ca 4 mm weiter vom Board entfernt als üblich.

    Ich muss mir noch etwas zur Stabilisierung einfallen lassen, damit An- und Abstecken eines Moduls nicht ständig die Lötkontakte belastet.

    Wird wohl der 3D-Drucker wieder zum Einsatz kommen.


    Ein paar der Pins in der Buchse haben sich dadruch zwar auch bewegt, in bin aber zuversichtlich, dass es kein Kontaktproblem geben wird.


    Nochmal zur Buchse:

    im BOM auf GitHub wird davon auch die Mouser Artikelnummer gelistet. Da drin ist der 0.3 cm Abstand auch eingezeichnet (wenn ich das richtig lese).

    Ja, hätte man natürlich prüfen können, wenn man das vorher gewusst hätte ;-)


    Weiß jemand, wofür diese 44-pin Buchsen noch verwendet werden, außer am VC20?

    Im Arcade-Bereich vielleicht?