A/V-Breakout für zwei Displays mit schaltbarem Kreuztausch von Composite und S-Video [improvisierte Bastelei]

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 1.032 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (25. Februar 2022 um 16:01) ist von emulaThor.

  • Hallo,

    schon seit längerem suche ich nach einer Lösung, um zwei Displays gleichzeitig an meinen C64 anzuschließen. Dabei einmal eine klassische 1084-Röhre und zum anderen ein moderneres Gerät - entweder ein TV oder - viel wichtiger: ein USB-Video-Grabber für das Video-Capturen oder Screenshots.

    Dabei soll eines der Geräte am Composite-Ausgang des C64 hängen und das andere Gerät soll am S-Video-Ausgang hängen. Und es soll noch mehr können, zum Beispiel Stereo-Sound des SID(Kicks) aus dem C64 rausbringen über die 8polige-DIN-Buchse.

    Beinahe bestellt habe ich mir schon via Bobbel den AV-Breakout von svenpetersen1965 (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.), der eigentlich das meiste möglich macht, was ich will. Wahrscheinlich bestelle ich mir den noch, aber mittlerweile habe ich noch eine andere Idee.

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    Oben sieht man die unkomplizierte formschöne Lösung von svenpetersen1965 - und hier kommt meine unfertige, improvisierte "Lösung" auf Bauteil-Recycling-Basis für einen schaltbaren Adapter, bei dem aus dem C64 sichtbar nur ein einziges Kabel rausführt, welches sich dann nach 40cm "aufspreizt" in ein umschaltbares A/V-Breakout. Umschaltbar bedeutet: Es soll einen mechanischen Schalter geben, mit dem man (während die Retro-Hardware ausgeschaltet ist), umschalten kann zwischen S-Video und Composite. Recycelt werden soll dabei ein billiger Scart-S-Video-Adapter, der viele nötige Bauteile schon dabei hat.

    Ich lade erstmal ein paar Bilder ab und dann erzähle ich noch mehr von dem Vorhaben, das eigentlich total simpel ist. Derweil zwei Fragen:

    1. Gibt es das, was ich suche schon?
    2. Habe ich einen Denkfehler gemacht?

    Was habe ich bisher gebastelt? Ich habe eine 8-polige-Hufeisen-DIN-Buchse genommen und alle acht Pins mit einem 8poligen Kabel verlötet. (rechtes Kabel auf dem Foto)

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    Am anderen Ende des Kabels habe ich die 8 Adern auf eine Lochrasterplatine gelötet.

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    Die S-Video-Signale (Luma, Chroma) sind momentan temporär per Krokodilklemmen an den entsprechenden Scart-Pins eines Scart-S-Video-Adapters.

    Das Composite-Signal geht in ein RCA-Kabel (dünnes Kabel unten), welches momentan allein in meinem 1084 steckt (das soll sich ändern, es sollen IMMER zwei Kabel drin stecken).

    Das dicke Kabel unten geht zum C64. Das S-Video-Kabel geht in meinen USB-Video-Grabber.

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    Nun möchte ich manchmal S-Video-Qualität am 1084 genießen und manchmal S-Video zum USB-Capture-Grabber leiten. Ich will aber keine Kabel-Umsteckorgien haben, sondern ich möchte in meinen 1084-CRT immer zwei RCA-Kabel eingesteckt lassen, und manchmal liefern diese beiden Kabel dann S-Video an den 1084 und manchmal nur Composite (über eines der beiden Kabel). Das soll schaltbar sein.

    Als Hardware-Spender für Schalter und Buchsen soll dieser Adapter dienen:

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    Wenn man so einen Adapter, der weniger als 2 Euro kostet, mit einem Messer an den beiden Seiten aufritzt, kommt man ans Innere heran: Genug Material, mit dem man weiter arbeiten kann.

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    Der Adapter bietet innen schon Buchsen, Drähte, einen Umschalter mit drei getrennten "Signalen", die ich so verschalten will:

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    Ich muss auf der Platine des Adapters wohl eine Bahn auftrennen, die eine Verbindung herstellt zwischen der Composite-Buchse und einem der beiden S-Video-Signale, was eigentlich so selten erwünscht ist.

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    An dem Adapter sind ja 2 Buchsen für Stereo-Audio, die sollen umfunktioniert werden zu Luma Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. und Chroma Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.. Daran kommt ein Stereo-RCA-Kabel, das in den 1084-Monitor führt und dort dauerhaft stecken bleibt. Wenn man den Schalter umschaltet, kriegt der 1084 statt S-Video dann nur CVBS aka Composite zugeführt, dort, wo vorher Luma lag.

    Dann habe ich separat noch eine Miniklinkenbuchse, die ich noch in das kleine Adapter-Gehäuse reinkleben will, wo dann das Stereo-Signal vom SID rauskommen soll.

    Die SCART-Buchse vom Adapter wird weggeworfen, die wird nicht mehr gebraucht.

    Fortsetzung folgt.

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    17 Mal editiert, zuletzt von emulaThor (23. Februar 2022 um 21:24)

  • Hier eine Skizze der Belegung der Lötpunkte auf meiner Platine als Anhaltapunkt für die anstehenden Änderungen. (Bestimmt gibt es verschiedene Platinen-Varianten in diesem Adapter.)

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    Einmal editiert, zuletzt von emulaThor (24. Februar 2022 um 10:10)

  • Und hier kommt der unförmige Prototyp, der sogar funktioniert, aber schlecht übersichtlich zu fotografieren ist.

    Audio-In ist auf GND gejumpert, StereoSID-Audio mit zweiter Ader an Pin7, Miniklinke für Audiosignal.

    Umschaltung per Schalter, wo das S-Video-Signal anliegt. Entweder an RCA/Cinch-Buchsen (rot/weiß), oder an der S-Video-Buchse. Und Composite entsprechend entweder auf der roten Cinch-Buchse oder auf der gelben.

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    Es wird ja an mehreren Stellen empfohlen, einen 330Ohm-Widerstand reinzunehmen für moderne Screens, aber mein USB-Grabber liefert auch ohne Widerstand ein gutes Bild.

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    2 Mal editiert, zuletzt von emulaThor (24. Februar 2022 um 21:07)

  • Durch das neu konfektionierte Kabel mit Stereo-Audio-Routing (Pin3 und Pin7) sieht es jetzt hinter dem C64 so ordentlich aus wie möglich.

    Der improvisierte Stereo-Out ist weg und der SIDkick-Profil-Button ist jetzt auf die rechte Seite vom C64 gewandert (hier unsichtbar), der wird nun unten durch die Lüftungsschlitze im Gehäuse rausgeführt.

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    Von innen:

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    Vor Kurzem sah es noch so aus:

    "Möchten Sie, dass Ihr C64 von innen so aussieht bei einem SIDKick/Sidekick-Feature-Vollausbau? Nein? Dann holen Sie sich einen C64.io!" ;)

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    3 Mal editiert, zuletzt von emulaThor (25. Februar 2022 um 16:21)