Mehr Farben vom VIC-II

Es gibt 411 Antworten in diesem Thema, welches 52.405 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (17. März 2022 um 20:52) ist von tilobyte.

  • Meine Vermutung hab ich ja schon geschrieben. Durch das häufige Umschalten der Farbträgerphase entstehen neue Frequenzen, die dann als Farbe interpretiert werden. Auf aufwändige Filter hat man da im VIC wohl verzichtet. Das kann mein Genlock offenbar besser. Daß scharfe Kanten generell zu Farben fehlinterpretiert werden können, war den Entwicklern von NTSC und PAL durchaus bewußt. Die Trägerfrequenzen wurden absichtlich so krumm gewählt, daß sich das über die Halbbilder ausgleicht, um weniger ins Gewicht zu fallen. Dieses Feature wurde aber bei fast allen Heimcomputern ignoriert, weil es einfacher ist, die Zeilenfrequenz fest an die Farbträgerfrequenz zu koppeln.

    D.h., die Filter müssten IM VIC-selbst sitzen? Also könnte man da keinen "Fix" bauen, oder?

    mfg Tobias

  • Hat noch jemand einen C64 mit 6569R1?

    Dann könnte man das Spiel damit nochmal treiben.

    Da gibts ja nur 3 Zwischenhelligkeiten. Mit 4+6+4 Farben.

    Man hat also wesentlich mehr Möglichkeiten, gleichhelle Farben miteinander zu mischen.

    Sind das dann 6+15+6 =27 neue Mischfarben? Wären 54 bei Unterscheidung odd/even.

    mfg Tobias

  • 6569R1 Mischfarben

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    bt848 capture no comb filter

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    bt848 capture comb filter


    Zum Vergleich auch mal capture mit dem Retrotink gemacht:

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  • Code
    Im C64G kommt in der Regel die kleine 250469 (C64E) Platine mit Revision 4 oder A zum Einsatz. Der Soundchip auf dieser Platine trägt die Bezeichnung 8580. Ein hörbarer Klangunterschied zwischen 6581 und 8580 ist zumindest bei Samples vorhanden. Eine Kostenreduktion wurde durch höher integrierte Chips erreicht. Dadurch blieb der C64 trotz der inzwischen aufkommenden 16Bit-Welle wettbewerbsfähig.
    
    In einigen C64G-Gehäusen wurden Restbestände der älteren 250425 Platine verbaut. 

    Ich berechne morgen mal die Mix-Farben für den 8565R2. Mal sehen, ob das so viel anders aussieht. Dann könnte man ja schon anhand des Testbildes sehen, ob NMOS oder HMOS-II. ;)

    mfg Tobias

    Es ist ein 250425 von 1986. Made in Germany! Der Käfig um den VIC-II ist noch original, und den entlöte ich jetzt auch mal nicht.

  • bt848 capture no comb filter

    Was mich etwas irritiert, ist das extrem breitgezogene Seitenformat. Das ist ja 16:9 oder "schlimmer". ;)

    Und dann irritiert mich, dass im ersten Screenshot selbst vollflächige Farben, wie unten im Farb-Picker (besonders im Grün) zu sehen, Rasterungen enthalten, die da nicht hingehören.

    Der Retrotink-Capture sieht für mich am "natürlichsten" aus, da stimmt auch in etwa das Seitenformat.

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  • Und dann irritiert mich, dass im ersten Screenshot selbst vollflächige Farben, wie unten im Farb-Picker (besonders im Grün) zu sehen, Rasterungen enthalten, die da nicht hingehören.

    Dass man odd und even sieht, ist ja weil der Kammfilter ausgeschaltet ist. Bis zu über 15 Grad Farbwinkelunterschied sieht man durchaus.

    Vertikale Streifen sind bei diesem R1-Board von mathop auch so drin. Auch in frühere Messungen. Vielleicht R1 spezifisch?

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    Daher kommt dann in Summe ein Schachbrett raus. ;)

    mfg Tobias

  • bt848 capture no comb filter

    Was mich etwas irritiert, ist das extrem breitgezogene Seitenformat. Das ist ja 16:9 oder "schlimmer". ;)

    Und dann irritiert mich, dass im ersten Screenshot selbst vollflächige Farben, wie unten im Farb-Picker (besonders im Grün) zu sehen, Rasterungen enthalten, die da nicht hingehören.

    Der Retrotink-Capture sieht für mich am "natürlichsten" aus, da stimmt auch in etwa das Seitenformat.

    Das war mit Absicht so gemacht; der Ziel hier war um die Farben so gut wie möglich zu representieren - Aspect Ratio ist dann unwichtig. Der bt848 macht Samples in PAL mit 4*Fsc (17.734475MHz). Um dann Square Pixels zu bekommen muss man das skalieren - aber ich wollte die maximale Auflösung zeigen.

  • Ziel hier war um die Farben so gut wie möglich zu representieren - Aspect Ratio ist dann unwichtig

    Das stimmt. Ich hatte ja auch nur gesagt, dass mich die Optik "irritiert". Wenn du das so nicht IRL angucken musst, ist ja alles OK. ;)

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  • Und dann irritiert mich, dass im ersten Screenshot selbst vollflächige Farben, wie unten im Farb-Picker (besonders im Grün) zu sehen, Rasterungen enthalten, die da nicht hingehören.

    Das sieht mir danach aus, daß der Farbträger ins Y-Signal streut. Umgekehrt scheint in C sogut wie gar nichts zu streuen, wie man an den farblosen Teilen sieht.

    Das war mit Absicht so gemacht; der Ziel hier war um die Farben so gut wie möglich zu representieren - Aspect Ratio ist dann unwichtig. Der bt848 macht Samples in PAL mit 4*Fsc (17.734475MHz).

    Die Samplefrequenz ist echt großzügig bemessen. DVD hat zum Vergleich nur 13,5 Mhz.

    Da die BT848 das PAL-Signal ohne Zeilenmitteln digitalisieren kann, wie man im ersten Screenshot sieht, war sie die ideale Karte, um zu Analogzeiten Premiere per Softwaredekoder zu entschlüsseln.

  • Der Zauber geht weiter.:thumbsup:

    Wenn man die Komplementärfarben schachbrettartig mischt, kriegt man relativ saubere Grauflächen raus. Also an meinem Sony CRT über S-Video sieht das relativ nautral aus. An meinem TFT über Composite habe die Flächen z.T. Gelbstiche.

    Die Helligkeit der sechs Mischfarben gehen rechnerisch von ca. 0.43 bis 0.61. Leider sind vier davon grade mal 0.10 auseinander.

    Anbei die Datei. SYS122888

    Würde mich mal interessieren, ob sich die Komplementärfarben bei Euch auch so gut mischen.

    mfg Tobias

  • Ob man mit der Erkenntnis in der Praxis was anfangen kann

    Die Unbuntfelder, wie sie Bestandteil im Philips PM5544 und im Telefunken FuBK sind, gibt es meines Wissens noch auf keinem C64-Testbildgenerator. Von daher also durchaus zweckmäßig.

  • So. Nochmal ne andere Version.

    Und hier mein Ergebnis (Hardware, nach wie vor, blauer C64 mit 1084s über S-Video-Kabel)

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  • So. Nochmal ne andere Version.

    Ob man mit der Erkenntnis in der Praxis was anfangen kann :nixwiss:

    mfg Tobias

    Und hier mein Ergebnis vom Philips CM8833-II per Composite Kabel.

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    C64C mit 8580, C64 mit 6581 und C64G mit ARMSID,

    C16, VC20, PET3016+32K, 3x1541, 2x1541-II, Pi1541, Philips CM8833-II, 1084S

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  • Danke für's Testen.

    Retrofan

    Meinst Du, Du kannst mit dieser Art Graustufen als Grafiker was anfangen? Also ich meine jetzt praktisch (Hintergründe?) und nicht im Testbild. ;)
    Durch die Mischfarben kommt man halt selbst in NUFLI schnell an die Kachelbeschränkungen.

    Die Komplementärfarben mischen sich zwar farbenmäßig relativ neutral, aber durch die teils großen Helligkeitsunterschiede stört das Dither doch meist den Gesamteindruck. Dazu wie gesagt, dass diese Mischungen fast alle ähnliche Gesamthelligkeiten haben. (Bei "interlaceten" alternierenden Schachbrettmustern würde die Fläche einheitlicher wirken. Selbst mit den 5 Graustufen scheint das gut zu klappen, ohne viel Flackern.)

    Richtig sinnvoll kann man hier denke nur einen Komplementär-Mix in der Grautreppe gebrauchen. Zusätzlich würde ich das Dither (0.48) aus grau (0.46) und hellrot/grün (0.50) weglassen. Die sind eh schon sehr nah beieinander.

    root42

    Danke auch Dir. Kannst Du mal per S-Video versuchen? Der Philips müsste doch auch die beiden Cinch-Eingänge haben wie die Commodore Monitore, oder?

    Ich werde dann auch nochmal an meinem Sony per Composite anschließen. Vielleicht sind diese Farbstiche bei Composite immer da. An meinem TFT war das ja ähnlich wie bei Dir.

    mfg Tobias

  • root42

    Danke auch Dir. Kannst Du mal per S-Video versuchen? Der Philips müsste doch auch die beiden Cinch-Eingänge haben wie die Commodore Monitore, oder?

    Ich werde dann auch nochmal an meinem Sony per Composite anschließen. Vielleicht sind diese Farbstiche bei Composite immer da. An meinem TFT war das ja ähnlich wie bei Dir.

    Ja, das kann ich mal machen, wird aber erst vermutlich am Wochenende was werden. Zur Not noch mal anpingen. Ich muss mein Luma/Chroma Kabel suchen. Das hatte ich erst Ende letzten Jahres gekauft, damit ich am DM602 Luma only machen kann für ein besseres Bild...

    C64C mit 8580, C64 mit 6581 und C64G mit ARMSID,

    C16, VC20, PET3016+32K, 3x1541, 2x1541-II, Pi1541, Philips CM8833-II, 1084S

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  • Könnte die falsche Farbmischung am 1802D auch mit der "geringeren Auflösung" z.B. ggü. 1084 zu tun haben?

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    Also dass der Leuchtstrahl quasi etwas "zwischen die Zeilen" schießt?

    Wobei beim BenQ Projektor war das ja auch ähnlich.

  • Da kommt immer RGB an.

    Aber nicht vom VIC. ;)

    (letztlich auf der Bildschirmoberfläche natürlich schon – also nicht "kommt an", sondern "kommt raus")

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  • Meinst Du, Du kannst mit dieser Art Graustufen als Grafiker was anfangen? Also ich meine jetzt praktisch (Hintergründe?) und nicht im Testbild. ;)
    Durch die Mischfarben kommt man halt selbst in NUFLI schnell an die Kachelbeschränkungen.

    Tja, schwierig. Ich bin ja ohnehin eher so der Games- und GUI-Pixler und weniger der Fullscreen-Künstler. Direkt auf Anhieb fallen mir kaum nützliche Anwendungszwecke für Grautreppen ein. Zumal ich meistens versuche, die C64-Darstellung eher bunt aussehen zu lassen – der Grund, weswegen ich gerne in MC-Bitmap (statt im Charmode) arbeite.

    Ich müsste mir also extra eine Grafik überlegen, in der ich die Grau-Abstufungen einbinden könnte. Das ist aber eher ein Job für einen Demo-Entwickler/Grafiker (der vom nackten Effekt als solchen profitieren kann) als für jemanden, der Praxis-orientiert arbeitet und sich in den Dienst eines Spiels oder Anwendungsprogramms stellt und guckt, was da gebraucht wird.

    Ich habe mit ALeX zusammen allerdings ein Schwarz/weiß-Spiel in der Schublade – aber da ist das "Problem", dass es aus Performance-Gründen im (Hires) Char-Mode angelegt ist und man da wegen der festen Hintergrundfarbe nur wenig Spielraum zum Farbmischen hat.

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