WD40 vs. Ballistol

Es gibt 60 Antworten in diesem Thema, welches 8.801 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (5. März 2022 um 13:03) ist von detlef.

  • Was genau heißt "in Laufwerken"? Also gar nicht geeignet zum Schmieren von Schienen? Was nimmt man da besser?

    Eigentlich gehört da ein Molybdän-Trockenschmiermittel drauf. Das ist chemisch inert und über einen großen Temperaturbereich leichtgängig, es tropft nicht ab und bindet keinen Staub.

    ABER.. das ist wie mit den Möhren gegen Impotenz - die Anwendung ist u.U. umständlich. :wink: Außerdem muss man es erst beschaffen, und es kostet.

    Vaselin kann man wirklich sehr einfach sehr dünn auftragen, tut den Job auch, und wenn es in 10 Jahren etwas Staub eingefangen hat, säubert man es eben und macht neues drauf.

    Gibt's um die Ecke und kostet fast nichts. Und, man kann die Gummipflege von den Türgummis am Auto damit gleich mitmachen.

    Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.

    '°'°'°'°'°'°'°'°'°Oo.~>| BASIC programmers never die! They just GOSUB without RETURN! |<~.oO°'°'°'°'°'°'°'°'°'

  • Was genau heißt "in Laufwerken"? Also gar nicht geeignet zum Schmieren von Schienen? Was nimmt man da besser?

    Und richtet das Schaden auf Platinen an?

    Wie schaut's mit Kontakten aus? Also wenn Mikroschalter im Competition Pro nicht mehr so wollen? WD40?

    Ich nehme Ballistol oder Vaseline für die Schienen in den Laufwerken vom Lesekopf. Hauch eines Tropfen drauf und gut. Ich mag auch den Geruch sehr :love:

    Mikroschalter bade ich in Kontaktspray, bzw hole das Innenleben raus. WD40 sollte aber ebenso gut funktionieren.

  • 7Saturn

    Rost lösen klappt sehr gut damit, habe es immer auf dem Firmenwagen für rostigen Schrauben usw.

    Reden wir von mechanisch wieder gängig kriegen, oder von so viel los kriegen, dass auch älterer Rost wieder weg ist? Bei Rost reicht oft schon einmal heiß machen, dann löst sich das auch. Schon mal einen dedizierten Rostlöser genutzt? Seit dem will ich kein WD40 mehr (zumindest nicht dafür).

    12345678901234567890123456789012345678901234567890
    12345678901234567890123456789012345678901234567890
    12345678901234567890123456789012345678901234567890

  • Für Laufwerksschienen nehme ich gerne Isopropanol zum Reinigen und dann nach dem Trocknen einen Hauch von Nähmaschinenöl, Harz- und säurefrei. Beides mit einem Wattestäbchen aufgetragen.

    Für andere Mechaniken mittelviskoses Silikonfett.

  • Also WD-40 oder Silikonspray kommen nicht mal in das Zimmer, wo der alte Kram steht, geschweige denn in ein Laufwerk.

    Über die Nachteile von WD-40 wurde ja bereits genug geschrieben. WD-40 ist KEIN Schmiermittel, sondern ein wasserverdrängendes Korrosionsschutzmittel für Metalle.

    Silikonöle, grade in Sprayform haben den Nachteil, kriechend zu sein. (und als Spray kommt eh zu 99% dort hin, wo es nicht hingehört). In Schaltern, Steckern und anderen Kontakten (Relais etc) sorgt es für Kontaktprobleme, da es nichtleitende Ablagerungen bildet.

    Ich nutze vorwiegend Molykote EM-30L. Das ist für Kunststoff/Kunststoff, Metall/Metall, Kunststoff/Metall und Gummi/Metall- Paarungen freigegeben, hochverträglich mit Kunststoffen, kriecht nicht, tropft nicht, also ideal für z.B. Laufwerke oder Drucker. Und kostet auch nicht die Welt. Zumal man es ja eben NICHT (wie z.B. Adrian's Digital Basement immer wieder vorführt) tonnenweise wild in die Laufwerke kippt, bis die in mehr Öl schwimmen als Ölsardinen in der Dose.

    Vaseline ist ok-ish, härtet aber mit der Zeit aus, was z.B. Motoren belasten kann.

  • Ich nutze vorwiegend Molykote EM-30L. Das ist für Kunststoff/Kunststoff, Metall/Metall, Kunststoff/Metall und Gummi/Metall- Paarungen freigegeben,

    Das scheint aber gerade nirgends verfügbar zu sein.

    Silikonöle, grade in Sprayform haben den Nachteil, kriechend zu sein. (und als Spray kommt eh zu 99% dort hin, wo es nicht hingehört).

    Man sprüht damit auch nicht aus 30 cm Entfernung das gesamte Gerät ein, sondern appliziert das mit einem Röhrchen genau da, wo es hin soll. ;)


    Bei die alten Fernschreibern verwenden wir gerne Spühöl 88. Allerdings wird damit tatsächlich auch mal großflächig eingesprüht, weil das auch als Korrosionsschutz für die alten mechanischen Maschinen dient. Geziehlt eingesetzt, sollte sich das auch für die Laufwerke eignen.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    2 Mal editiert, zuletzt von detlef (30. Januar 2022 um 14:33)

  • Silikonspray ist auch in der Küche damit der Kuchen nicht an der Form kleben bleibt :thumbsup:

  • Habs grad vor Augen wie Floppies großzügig mit Silikonöl vernebelt werden damit die Disketten besser flutschen. Da hakts ja schon manchmal...^^

  • Okay, war klar, dass die Ausgangsfrage polarisiert und bisher sind viele Meinungen und ein paar wenige belastbare Infos zusammengekommen. Aber so richtig viel schlauer bin ich leider noch nicht. :(

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. :böse Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    „Vor dem Himmel kommt das Leben auf Erden, und da gilt es, eine soziale Gesellschaft aufzubauen.“ – Heinz Nixdorf (1986)

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. :beer:Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Meine Meinung kurz und knackig:

    beide eignen sich für unser Hobby NICHT!

    Commodore C64, C64 II, Atari 1040 ST, Atari 1040 STF, Atari Falcon 030, Atari Portfolio, Ender V3 Neo V2, Amiga 500 & Gotek

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Status: unterwegs

    "NUR" das Diagnose Set Harness + 8in1 Diag Modul zum Verleih... Status: ... verfügbar

    Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich gerne per PM melden :-)

  • Okay, war klar, dass die Ausgangsfrage polarisiert und bisher sind viele Meinungen und ein paar wenige belastbare Infos zusammengekommen. Aber so richtig viel schlauer bin ich leider noch nicht. :(

    Also beim Überfliegen des Threads sehe ich eine ziemlich starke Mehrheit die sagt, dass man ein dediziertes Fett zum Schmieren verwenden sollte. WD40 kann halt (neben dem Farbbandauffrischen, was mir auch neu war) eher festgeknasterte Schrauben lösen. Ich würde mir ein Fett mit in den Koffer packen, kann man ja auch leicht in beliebig kleinen Döschen selber abfüllen.

    ────────────────────────────────────────────────────────────
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    ────────────────────────────────────────────────────────────

  • Dann mache deine eigenen Erfahrungen/Fehler und dann hast du die Infomationen gleich aus erster Hand!

    Oh, vielen Dank für diesen erhellenden Kommentar! Auf die Idee bin ich ja noch gar nicht gekommen! :D

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. :böse Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    „Vor dem Himmel kommt das Leben auf Erden, und da gilt es, eine soziale Gesellschaft aufzubauen.“ – Heinz Nixdorf (1986)

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. :beer:Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Also WD40 ist KEIN Korrosionsschutzmittel.

    Das Zeug schmiert zwar kurzfristig, kriecht aber über all hin wo es auch NICHT hin soll.Es verflüchtigt sich aber ziemlich schnell.

    Zum dauerhaften Schmieren nehme ich Silikonfett aus der Tube, also Floppielaufwerksgestänge, Schienen usw.

    Ballistol hat eine sehr gute Eigenschaft, es entfernt Oxidschichten von Kontakten wie Messing,Kupfer usw.

    Modulkontakte, Expansionsport, Din-Buchsen usw. Da habe ich einige Probleme mit beseitigen können,sparsam mit Q-Tipp positioniert und die Module gehen herrlich leicht rein und raus.

    Auch für Potis und Schieberegler nehme ich das ganz gerne, es soll ja besseres geben,aber bei mir funktioniert es jahrelang wunderbar.

    Kunststoffe die Ölbeständig sind lassen sich sehr gut damit pflegen.

    Unsere Rechner bestehen aus ABS Kunstoff welcher Ölbeständig ist.

    Allerdings finde ich den Geruch nicht gerade erotisierend...also nicht damit eindieseln wenn heute Abend noch "was gehen" soll.

    Gib mir noch ein Hörnchen Met...Damit ich weiss wies weiter geht.

    Denn hab ich mich mit Met befeuchtet bin ich schon mal vor-erleuchtet...

    TORFROCK

  • Als Ergänzung weise ich noch auf diesen Thread hin: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. :böse Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    „Vor dem Himmel kommt das Leben auf Erden, und da gilt es, eine soziale Gesellschaft aufzubauen.“ – Heinz Nixdorf (1986)

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. :beer:Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Allerdings finde ich den Geruch nicht gerade erotisierend...also nicht damit eindieseln wenn heute Abend noch "was gehen" soll.

    Wegen dem Geruch (Gestank!) habe ich Ballistol nach einmaliger Benutzung nicht mehr angrührt. Wobei WD40 auch nicht gerade geruchsneutral ist. Aber nicht so schlimm.

  • Isopropanol zum Reinigen und dann nach dem Trocknen einen Hauch von Nähmaschinenöl, Harz- und säurefrei

    Genau das ist wichtig: "Harz- und säurefrei", ansonsten wird die Schmiere in der 1541-Mechanik mit der Zeit hart wie Sekundenkleber, ich habe neulich 2x 1541-Laufwerk als defekt bei EBAY erstanden, eines hatten einen Dauerlaufer (Ursache: defektes ROM) und beim anderen bewegte sich der Schreib/Lese-Kopf keinen Millimeter und lies sich auch nicht von Hand hin und herschieben - Fehlerursache hier: der Schreib/Lesekopf war total festgesseen, mit viel Isopropanol habe ich dann den Schlitten des Schreib/Lesekopf wieder beweglich gemacht und neu eingeölt, dannach lief auch diese 1541-II wieder einwandfrei. Als Öl benuzte ich original Märklin-Öl 7149 für die Modelleisenbahn, damit hatten ich bei meinen 80 Märklin-H0-Lokomotiven nur gute Erfahrung gemacht, da verharzt nichts und die Lokomotiven laufen auch nach jahrelangem Stillstand einwandfrei wenn man sie aus der Vitrine nimmt.

    WD40 ist als Schmiermittel nicht geeignet, selbst für die Fahrrradkette sollte man es NICHT einsetzten, auch dort versaut man sich die Ketten und die Kettenblätter.

  • Verharztes Fett wird mit Ballistol auch wieder weich :)

    Gib mir noch ein Hörnchen Met...Damit ich weiss wies weiter geht.

    Denn hab ich mich mit Met befeuchtet bin ich schon mal vor-erleuchtet...

    TORFROCK

  • Irgendwie sollte man als Bastler alle „Mittelchen“ im Keller haben.. Kann ja nicht schaden :thumbsup: