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NDR-Computer von Onkel geerbt: Rolf-Dieter Klein etc

  • 1. Ein Kabel am Ausgang zum Rechner ab. Löten.

    2. Einige Tasten scheinen keinen Durchgang zu haben, wenn man sie drückt. Muss ich genauer testen. Da einige Tasten ja tun, hoffe ich auf elektronisch i.O.

    Das mit dem Kabel sind gute Nachrichten. Ist ja eine Matrix, d.h. ein abgerissenes Kabel würde gleich eine ganze Reihe von ausgefallenen Tasten erklären.

    die Tastschalter selbst sehen so aus:

    Ich bin jetzt kein ausgewiesener Key-Schalter-Experte, aber die Tastenkappen deuten extrem auf Siemens hin - und die Schalter aus Siemens-Eigenproduktion haben m.W. solche Viereckigen Aufnahmen wie in deinen Bildern. Dann wären es kein Foam and Foil - m.E. gute Nachrichten. Hoffentlich ist es nur das abgerissene Kabel.

  • Das Kabel habe ich jetzt angelötet, ist aber nicht von der Tastatur zur internen Elektronik, sondern von der Elektronik zum Rechner. Also eine der Parallel-Leitungen.

    Und hat nicht geholfen. Evtl ist es auch erst bei neuerlichem Zerlegen abgerissen.


    Aber: Wenn ich die Schalterkontakte auf der Rückseite der Tastaturplatine direkt brücke, dann taucht der Buchstabe auch auf dem Bildschirm auf.

    So rott wie die Tastatur von aussen aussah, würde es mich nicht wundern, wenn die Schalter selbst auch faul sind.


    Und ein "DIR" meldet zwar ein "Disk1 Side1" zurück, aber bleibt dann hängen und zeigt mir kein Directory. Da hilft dann nur Reset.

    Ganz Matsch kann das Laufwerk ja nicht sein, da es immerhin das DOS lädt.

    Die An/Abschaltbedingungen des LW habe ich noch nicht verstanden. Manchmal läuft es dauernd, manchmal stoppt es aber auch nach dem DOS-Laden.


    Mal sehen ob ich eine Disk finde, die nicht in das DOS lädt sondern direkt in ein Programm.


    Edit: Ja, es ist ein Siemens-Schriftzug auf den Schaltern. Ich versuche mal, einen aufzuknispeln.

    A500 + A570/2MB, A1200 recapped 3.1.4 10MB 8GBCF Ethernet, CTDV + Joyports, DX-64, 2x CD32 recapped, C64s, C128D+ProspeedGTI2.0, C128DCR, diverse 3rd party, "MerkurHappytouch" als MameCab CRT Touchscreen

    ´92 VW T3 Multivan mit diesen und jenen kranken Features...

    Edited 2 times, last by T3V6 ().

  • So ein geiles Teil ! Du hast echt glück so ein Unikat zu haben. Gut das es nicht in der Entsorgung endete... Ich will gar nicht wissen wie lang dein Onkel daran gelötet hat und fehlersuche will ich gar nicht vorstellen die 10x so lange war...

    Kann mir vorstellen das die Tasten intern marod / oxydiert sind am Kontaktblatt. Da wird man die Taste auslöten zerlegen und reinigen müssen oder du hast glück und kannst den Tuner Spray (kontakt chemie) irgendwie durch ein loch im Tastergehäuse einspritzen, paarmal taste drücken und das Lösungsmittel verfliegt von selbst. Auf keinen Fall Kontaktspray 61 oder Zeug vom Auto / Baumarkt verwenden !

    Das muss man hinterher auswaschen -> No Go !


    Diese Sachen machen wir bei Reparaturen von alten Synthesizer wöchtentlich... Aber das lohnt auch denn die preise sind astronomisch (synth und service)

  • Edit: Ja, es ist ein Siemens-Schriftzug auf den Schaltern. Ich versuche mal, einen aufzuknispeln.

    Dann sind es diese hier (STB 11 bzw. STB 21), Datenblatt dazu.


    Bessere Qualität als Foam and Foil, deswegen "gute Nachrichten". Aber ob's da modernen Ersatz für gibt oder ob man die noch irgendwo kaufen kann, weiß ich nicht. Bin aber wie gesagt auch nicht der absolute Experte auf dem Gebiet. Ich mag einfach den Stil dieser Siemens-Tastenkappen, finde die sehen geil aus...

  • Jau, STB11.


    Hab zwei Stunden mit nem abgewinkelten Schraubendreher getüdelt, die Dinger auseinander zu knispeln.

    Bis Mutti mit ner kleinen Häkelnadel umme Ecke kam: 5Min, alles auseinander.


    Sehr gute Technik in den Schaltern. Zwei Pins, in die Platine gelötet, und eine Feder die beide Pins bei Drücken des Tastenstempels verbindet.

    Und einige von den Pins sind ziemlich grün.

    Der braune Grundrahmen lässt sich anheben, die Pins rutschen darin hoch/runter ohne aus der Platine zu reissen. Somit kann man auch unter den Schaltern saubermachen.


    Auf den Fotos sieht man die Zerlegeschritte. Reihenfolge müsst Ihr Euch selbst denken.

    In Nullstellung der Taste drückt der Stempel die Feder vom oberen Pin weg. Stempel gedrückt, dann bewegt sich die Feder aus eigener Kraft an den oberen Pin.


    Werde jetzt alles schön reinigen und de-oxidieren.

    Dann weiter.

  • Auf keinen Fall Kontaktspray 61 oder Zeug vom Auto / Baumarkt verwenden !

    Das muss man hinterher auswaschen -> No Go !

    Kontakt 60 ist das "fiese" Zeug, welches hartnäckigen Schmutz und Oxidschichten löst und welches hinter mit Kontakt WL ausgewaschen werden muss.


    Für Kontakt 61 trifft dies nicht zu, da dies ein Schmier- und Korrosionsschutzmittel ist. Anstelle Kontakt 61 kann man auch prima Kontakt Tuner 600 nehmen.

  • Danke für die Chemie-Tips

    Ich will ja nicht unken, aber das Kontaktspray klingt wie ordinärer Bremsenreiniger, nur extra teuer ?!

    Und Kontakt 61 wie WD40.

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  • ja sorry tippfehler ich meine eh das 60er - 61 kannte ich gar nicht, Wenn man teuere Geräte hat hat sich auch Deoxit bewährt. Verwende ich beim Minimoog für J Wire (aus gold) welche extrem heikl sind. Für Potis nehme ich immer das Tunerspray. Das wäre für die Tastatur auch super.

    Kontakt 60 nimmt man eigentlich nur, wenn der Kontakt sowieso nicht mehr zu retten ist und es ausreicht, wenn er noch ein paar Monate funktioniert, bevor das Kontakt 60-Zeug in dann völlig zerfressen hat. Besser Tunerspray nehmen.

  • Danke für die Chemie-Tips

    Ich will ja nicht unken, aber das Kontaktspray klingt wie ordinärer Bremsenreiniger, nur extra teuer ?!

    Soweit ich weiß, greift Bremsenreiniger keine Kontakte an. Scheint also weniger aggressiv zu sein.

    Auf jeden Fall bekommt man das schwieriger in die Potis rein.

  • Ausserdem mag die Auflösung des Pi nicht der der Monitormaske entsprechen.

    Monochrombildröhren haben gar keine Maske ;-)

    Aber jeder Videoverstärker natürlich eine begrenzte Bandbreite und die führt dann ebenso zu Unschärfen und Schatten...


    Rolf-Dieter-Klein ist übrigens durchaus noch aktiv und ansprechbar, zumindest ist mir nichts Anderes bekannt...


    Ich hatte als Gymnasiast die Ehre ihn live erleben zu dürfen, als er an unserer Schule sein System vorführte und zusammen mit engagierten Lehrern (z.b. Dr. Hehl) eine lokale Computer-Gruppe ins Leben rief, über die dann auch ab und an im TV berichtet wurde...


    Die 68000er CPU-Baugruppen und Basissoftware dafür waren ab ca. 1982/83 verfügbar, die Z80 und Basisbaugruppen schon seit Anfang der 1980er.


    N.b.: Den Franzis-Verlag gab es da schon seit Ewigkeiten, der wurde meines Wissens nach schon vor dem 2. WK gegründet (1920, als Nachfolge eines 1828 gegründeten Verlags) und gab u.a. die Funkschau heraus, ein in den 40er-70er Jahren führendes Fachmedium für Radio, TV und Elektronik. Aus der Funkschau ging dann auch die ELO und aus dieser wiederum die MC hervor, für Beide war RDK auch rege tätig. Ports of Call hat er natürlich auch programmiert ;-)


    Die wireWrap-Technik war damals gerade für Backplanes und allgemeine Schaltfeldverdrahtung sehr beliebt und ist im Übrigen bei richtiger Anwendung sogar kontaktsicherer und langlebiger als gelötete Verbindungen! Das dafür notwendige "manuelle" Werkzeug ist recht einfach und gibt es heute für extrem kleines Geld vom Chinamann, wenn man aber sehr viele Verbindungen hat und somit handgelenkschonend elektrisch wickeln möchte, dann wirds richtig teuer, es ist aber alles noch erhältlich, aber aufgrund der niedrigen Nachfrage in sehr kommerziellen Nischen extrem hochpreisig.


    Was die Tastatur anbelangt: wenn sich einzelne Tasten nicht erfolgreich wiederbeleben lassen, würde ich mal nach alten Siemens-Tastaturen aus den 1980ern Ausschau halten, die gibt es ab und an auf ebay etc., manchmal sogar recht günstig. Die müssten dann die gleichen Tastschalter enthalten, die man entnehmen könnte. Ich habe einige alte modulare Tastaturen hier, eventuell kann ich, wenns nur um ein paar Tastschalter geht, auch aushelfen. (PN)


    Grundsätzlich ist der Aufbau der Tastatur aber auch in anderen Systemen so üblich gewesen, z.b. bei div. Apple-II Clones wie dem dt. "Basis108". Man müsste bei abweichender physikalischer Matrix einfach ein passendes EPROM neu erstellen und brennen. Das EPROM dient einfach als Umkodierer, um das passende ASCII-Zeichen zu erzeugen. In der Zeitschrift Elektor waren Ende der 1970, Anfang 1980 einige solche Tastaturen als Nachbauprojekte im Detail beschrieben, da kann man sich fehlendes Wissen darüber anlesen... Dienten für die Elektor-eigenen Selbstbaucomputer wie dem (6502 basierten) Junior oder davor SC/MP.

  • Ich hab mehr Fotos, da sieht man wie einige funktionslose Pins grüner sind als andere.

    Ich halte die Schalter der Tastatur für fast unkaputtbar, solange die zwei zu verbindenden Pins noch da sind.

    Die wurden bestimmt in schwerer Industrieumgebung eingesetzt, Staub und Späne können denen kaum was anhaben. Und die Tastenkappen sind wie o.g. "hübsch", als auch viel enger aneinander als normal, also keine Chance für Brötchenkrümel!


    Ich hab jetzt die stumpfe Methode gewählt:

    1. Rostlöser aus dem Automobilbereich sowie Starthilfespray draufjucken. Das ganze mit ner Zahnbürste bearbeitet.

    2. Bremsenreiniger zum Sauberspülen. Mir doch egal, ob die (später unsichtbaren) Sockel der Tastschalter braun oder hellbraun sind, oder scheckig :-) Hauptsache, läuft.


    Beim Zusammenbau werde ich jeden Kontakt auf Funktion durchpiepsen...damit ich die Tastatur nicht ein drittes Mal zerlegen muss.

    Wenn zuviel Ausfälle bleiben, dann muss ich die Plastiksockel abziehen und die Pins einzeln behandeln. Früher oder später nudelt dann der Sockel aus und wird lose. Hoffentlich kommt es nicht soweit.

    Jetzt liegt die Tastatur draussen zum Ausdampfen, bevor mir die benutzte Chemie die Bude vollstinkt. Danach erst geht´s an den Zusammenbau


    Ruudi

    Das Rechner-Bild scheint viel knackiger als das FBAS vom Raspberry.

    Ich bin zu sehr Spielkalb, als dass ich den Rechner ernsthaft betreiben würde.


    Telespielator

    Ich denke, ein Artikel wäre nicht interessant genug. Am Ende habe ich nix anderes gemacht, als aufschrauben und saubermachen.

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  • Was die Tastatur anbelangt: wenn sich einzelne Tasten nicht erfolgreich wiederbeleben lassen, würde ich mal nach alten Siemens-Tastaturen aus den 1980ern Ausschau halten

    Wobei man da vorsichtig sein muss - nicht alle Siemens-Tastaturen haben Siemens-Schalter.

    Grundsätzlich ist der Aufbau der Tastatur aber auch in anderen Systemen so üblich gewesen

    Ich meine der ursprüngliche Tastatur-Controller des NKC akzeptiert generische ASCII-Tastaturen, das war m.W. sowas wie ein Quasi-Standard.

  • AGGLL-ÖRKS!


    Kaum sind zweieinhalb Stunden rum, habe ich die Taster wieder zusammen,

    und alle die eine Rückmeldung auf dem Bildschirm bringen laufen wieder. Bei ESC und anderen hoffe ich einfach mal aufs Beste.

    Nie wieder!!! Schmerzen im Buckel, halbblind, wunde Fingerspitzen.


    So, jetzt muss ich mal ein echtes Programm in Gang bekommen.

    Eine Diskette, die mit Konix-"DOS" bootet, zeigt kein DIR an. Also weiss ich auch nicht, was ich auf den Disks starten könnte. Das is noch doof. Oder Bedienerfehler?!

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  • Ging doch ganz flott, was willst Du denn ;-)


    Wenn ich mir überlege, wie viele so verranzte Tastaturen ich während meiner Lehrzeit auf Hochglanz polieren musste...


    Was die Diskette anbelangt: Nicht jedes DOS kennt auch nen Befehl "dir", bei manchen heißt es "cat", "catalog", könnte auch von RDK auf Deutsch implementiert worden sein und und "vrz" oder "verzeichnis" oder "inhalt" etc. heißen.


    Gibt es keine Anleitung dazu? Die RDK Systeme, die wir in der Schule damals aufbauten, liefen mit Z80 und unter cp/m, aber viel gearbeitet hab ich dran nicht, mehr gelötet und gemessen...


    Bildschirmfotos wären toll und eine Beschreibung, was sich Schritt für Schritt nach dem Einschalten tut und nachdem man die Boot-Disk eingelegt oder "betätigt" hat.


    Poste mal parallel im VzEKC-Forum, dort dürften sich Spezialisten genau für die RDKs finden, aber halte uns hier auf dem Laufenden, spannende Sache!

  • Gibt es keine Anleitung dazu? Die RDK Systeme, die wir in der Schule damals aufbauten, liefen mit Z80 und unter cp/m, aber viel gearbeitet hab ich dran nicht, mehr gelötet und gemessen...

    Vielleicht findest Du hier was Du suchst :


    https://www.ndr-nkc.de/compo/index.htm

    " Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren . "  -Benjamin Franklin (* 17. Januar 1706 in Boston - † 17. April 1790 in Philadelphia, Pennsylvania)

    " Der Mensch ist die dümmste Spezies. Er verehrt einen unsichtbaren Gott und tötet eine sichtbare Natur, ohne zu begreifen daß diese Natur, die er vernichtet dieser unsichtbare Gott ist . "  -Hubert Reeves, kanadischer Atom- und Astrophysiker. (*1932 )

    Fuffzehn Mann auf des toten Manns Kiste, Ho ho ho und 'ne Buddel mit Rum. :bgdev

  • Doch doch, der Befehl ist DIR. Eine Konix-Anleitung ist dabei.

    Wie weiter oben geschrieben, beginnt die Ausführung auch mit der Rückmeldung "Disk1 Side1", aber dann kommt nix mehr.

    So reagieren bisher zwei von den Disks, die ich probiert habe. Disk 3 und 4 booten gar nicht, evtl nur Einzelfiles drauf.


    Die übrigen probiere ich ein andernmal. Heute ist Früh- bis Ganz-Spät-Schoppen, und morgen hänge ich durch. :S:S:S

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    ´92 VW T3 Multivan mit diesen und jenen kranken Features...

  • Vielleicht findest Du hier was Du suchst :


    https://www.ndr-nkc.de/compo/index.htm

    Demnach müsste "dir" funktionieren, also scheint der Onkel nicht mit dem JADOS gearbeitet zu haben und wohl auch nicht mit C/M68k...


    Nach wie vor wären Screenshots die einfachste Möglichkeit uns hier teilhaben zu lassen und dann vermutlich vom feedback profitieren zu können ;-)