Gefühlte und echte Jahre am Commodore

Es gibt 245 Antworten in diesem Thema, welches 24.827 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (19. Dezember 2021 um 08:35) ist von Lutz G.

  • So jetzt noch zum eigentlichen Thema:

    Dass das Zeitempfinden mit zunehmendem Alter sich ändert ist ja normal und gut erforscht. Jeder hat noch Erinnerungen, dass sich Kindergarten- und Grundschulzeit wie Ewigkeiten anfühlten.

    Je jünger man ist, je mehr man erlebt und je mehr Neues man erfährt, umso mehr bleibt davon im Hirn hängen und das beurteilt die Vergangenheit halt nicht in Tagen, sondern in Speichermenge.

    Bei mir war die Amiga Zeit die prägende, auch wenn ich davor schon 1,5 Jahre auf dem Sharp MZ-800 unterwegs war. Aber Amiga war für mich 1988 bis 1997 auch fast 10 Jahre (erst A500, ab '94 A4000).

    Und im Gegensatz zum Sharp hatte ich da viel mehr "Input" (in Form von Software, Literatur, Kumpels) und mehr "Output" ( programmiert, gepixelt, 3D, "Desktop Video").

    Im "Offenen Kanal" gab es auch viele ältere Amiga User mit cooler Hardware (viele schon Rentner), denen man mit der Technik etwas helfen konnte und so HW/SW-Setups in Aktion erleben konnte, die weit jenseits meinem Teeny Budgets lagen. Ein Bekannter hat sogar noch mit dem Landesdenkmalamt und dem Landesmuseum angefangen, auf Amigas mit C4D und Lightwave das römische Trier zu visualisieren. Da hab ich aber schon studiert und hab es nur noch am Rande mitbekommen und nichts mehr beigetragen. Ich habe ihn aber besucht, als er erst auf PPC-Macs und dann auf Softimage auf Win NT Alpha-Workstations gewechselt ist. Die waren noch schneller und cooler als die UltraSparc-SUNs an der Uni damals...

    Auch unter den 80-90 Komilitonen meines Jahrgangs waren am Anfang noch so 4-8 Amiga Fans. Manche schon auf dem Absprung in Richtung PPC Mac, andere hatten nebenbei schon irgendwelche ollen DOSen und ein-zwei waren Hardcore Amiga-Fans ( oder fast schon Fanantiker), die noch absurd teuere PPC/68060 CyberStorm und Cybervision 3D etc. gekauft haben und hofften, der Amiga würde sich nochmal aufrappeln.

    Nach der ESCOM-Pleite war das aber für mich endgültig gegessen. Wusste nur nicht wohin. Mochte kein Wintel-Zeug, aber PPC und Apple schienen auch schon angezählt...

    BTW: da fällt mir gerade noch die BeBox und BeOS ein. Ein Freund hatte einen Komilitonen, der sich tatsächlich die BeBox kaufte, als die rauskam. Hatte es mir angesehen. Dual-PPC, das war noch cooler als der G3 von einem Typen im Semester über mir. Hat mir gut gefallen, aber nach der Amiga-Pleite, war ich vorsichtig geworden, nochmal viel Geld in Exoten zu stecken. 1997 wurde es dann eine Win95 Kiste mit AMD K6@200MHz und auf die zweite HDD kam SuSE Linux (5.1 oder 5.2?)

  • Genau das habe ich auch angedeutet. Möglichkeiten hätte es mit Sicherheit gegeben, auch für meinen seeeeehr schmalen Geldbeutel, aber woher damals wissen :nixwiss:

    Internet hatte ich damals nicht, meine Eltern sind/waren in Sachen EDV total unwissend, meine Kumpels haben nur gezockt. Ich galt als Basic-Progger schon als Crack,

    auf'm platten Land gabs halt kaum jm. der mehr machte als spielen oder Text tippen.

    Lehrer / Schule ? ROTFL

    Zeitschriften wäre eine Infoquelle gewesen, aber mit 20 Mark Monatsbudget überlegt man sich den Kauf einer einzelnen Ausgabe für 6 Mark schon sehr genau bzw. dann doch

    lieber in Leerdisketten.

    Rückwirkend ärgert mich das auch, ich hatte damals so viel mehr lernen oder entdecken können

    "Ich bin das Schwert, ich bin die Flamme." (Heinrich Heine)

    „Lerne leiden, ohne zu klagen!“ (Friedrich III.)

  • Meine Commdore Zeit ging vom C116 bis zum A1200. Das muß so ca. von 1985 bis 1995 gewesen sein.

    Tatsächliche Zeit: 10 Jahre

    Gefühlte Zeit: Mindestens 100 Jahre. :alt:

    Meine von Mai 87 bis 89 ganz intensiv, insgesamt vielleicht maximal 90/91. Danach Pubertät und andere Interessen <3:saint: Amiga hatte ich ab 93/94 aber nix gross gemacht ausser Siedler 1. Und auch tatsächlich kam da jemand der wollte seinen 500er gegen meinen 64er samt Monitor tauschen. So bin ich an den gekommen. Hab einfach ma zugeschlagen. Den 500er habe ich heute noch.

    Interessant wie einprägsam die eigentlich kurze Zeit war.

  • Meine Commdore Zeit ging vom C116 bis zum A1200. Das muß so ca. von 1985 bis 1995 gewesen sein.

    Tatsächliche Zeit: 10 Jahre

    Gefühlte Zeit: Mindestens 100 Jahre. :alt:

    Ich glaube, ich habe auch mindestens 100 Jahre alleine auf meine Raytracing Versuche auf dem nackten A500 gewartet :wink:

  • von Weihnachten 83 ( 1984 kam schon die Floppy dazu ) bis Sommer 87 war der C64 "mein" Rechner, also ca 4 Jahre. Aber meistens habe ich da mit dem Brotkasten nur gedaddelt und hier und da was kleines in Basic programmiert, so richtig ins Eingemachte ging es damit aber nicht. Ab Sommer 1987 hat der Amiga bei mir Einzug gehalten. Anfänglich war ich auch nur am daddeln, aber so nach einem halben Jahr fing ich und ein paar Freunde ( die am Atari ST ) an Assembler zu lernen. Ab da war dann eigentlich kein Halten mehr und ich lernte viel über Dinge, die die Rechner im innersten zusammenhalten ( hilft auch noch heute zu verstehen, warum etwas so ist, wie es ist :D ). Diese Phase zog sich bis 1997/8 und wurde mit einem PC jäh ( Studium / Beruf ) beendet (ca. 10 Jahre Amiga! ), die Homecomputerära war zu dem Zeitpunkt für mich nach knapp 15 Jahren endgültig beendet... bis ich ab 2004/5 mich doch wieder zu diesen inzwischen "alten" Kisten hingezogen fühlte und ich mir meine Erinnerungen von damals noch recht günstig zurückkaufen konnte.

    Für mich war der Amiga bis heute DER Rechner, mit dem ich am meisten angestellt und gelernt hatte. Der C64 rudimentär auch, aber am Amiga hängt bis heute mein Herz.

    Lieber einen Commodore in der Hand als ein Atari auf dem Dach

  • Ich glaube, ich habe auch mindestens 100 Jahre alleine auf meine Raytracing Versuche auf dem nackten A500 gewartet :wink:

    Ha ha ha. Das kommt mir bekannt vor. :freude

    Ich habe Reflections auf dem A500 benutzt. Meist habe ich 1-2 Tage gewartet, nur um dann festzustellen, dass der Computer mittlerweile abgestürzt war.

  • Internet hatte ich damals nicht, meine Eltern sind/waren in Sachen EDV total unwissend, meine Kumpels haben nur gezockt. Ich galt als Basic-Progger schon als Crack,

    auf'm platten Land gabs halt kaum jm. der mehr machte als spielen oder Text tippen.

    Lehrer / Schule ? ROTFL

    Zeitschriften wäre eine Infoquelle gewesen, aber mit 20 Mark Monatsbudget überlegt man sich den Kauf einer einzelnen Ausgabe für 6 Mark schon sehr genau bzw. dann doch

    lieber in Leerdisketten.

    Ja, es hängt immer auch viel vom Umfeld ab. "CHIP" hatte z.B. mein Vater abonniert. Ich habe dann Amiga-Magazin auf dem Weg nach Hause im Bahnhofskiosk durchstöbert und auch oft gekauft. War schon eine Ecke vom Monatsbudget. Aber Unmengen Geld für Spiele brauchte ich nicht - habe ich bei Kumpels angeguckt, mitgezockt und nur gelegentlich kopiert. War nie so der große Zocker. Und ich habe Spieledisketten auch gnadenlos mit neuem überschrieben, wenn ich kein Bock mehr auf ein Spiel hatte (was ziemlich schnell passierte). Seltsamerweise hatte ich dafür keine Sammelleidenschaft.

    Meine eigenen "Werke" habe ich gut aufgehoben und teilweise sogar mehrfach auf unterschiedlichen Disks gespeigert - so eine Art Backup für Chaoten. Aber bis ich eine Diskette mit eigenem Code oder Pixeleien voll hatte, hat gedauert.

    Erst mit A4000, Digitizer und 3D Zeugs war die original 80MB HDD schnell voll. Aber da war ich schon Student und hatte mehr Knete.

    Was ich im Nachhinein recht gut fand, waren meine Mathe/Physik/Info-Lehrer in der 10.-13.Klasse. ITG und Informatik Grundkurs waren ganz gut (Turbo-Pascal und etwas Assembler auf C= PC-10III) und die haben auch in Mathe/Physik denjenigen, die gerne programmiert haben, immer Anregungen und kleine Extra-Aufgaben gegeben: Interferenzen-, Feldlinien, freier Fall, elastischer Stoß, etc. simulieren, Graphen plotten, quadr.Gleichungen, LGS lösen.

    Einmal hat mich der Physiklehrer überredet, am Tag der offenen Tür der Nachbarschule den Amiga anzuschleppen und da einigen Leuten etwas über Raytracing zu erzählen und zu demonstrieren.

    Und kurz vorm Abi haben alle außer mir Info blaugemacht und ich habe mit dem Mathe/Info-Lehrer an meinen kruden Formel-Parser/Plotter in Pascal rumdebuggt. Er wollte immer, dass ich aus meinen Logik-Simulator (erst in GFA-BASIC, dann in TP) eine Facharbeit mache. Aber dafür war ich zu faul. Als dann der Formel-Parser am Ende der letzten Info-Stunde vorm Abi richtig funktionierte, hat er spontan meine Info Note von 13 auf 15 LP erhöht :wink:

    Leider habe ich einige Jahre später erfahren, dass er an Krebs gestorben ist - mit Ende 40. So alt wie ich heute bin.

  • Ich bereue es richtig dass ich kein Tagebuch geführt habe. Das wäre schon hilfreich gewesen, aber so ist es jetz halt. :)

    Wenn ich so zurückrechne dann glaube ich dass ich meinen C64 etwa 1984 bekommen habe. Das kann aber nicht so richtig sein, denn laut meinen Bewerbungsunterlagen habe ich im Oktober '85 bei Photo Herlango als Lehlring angefangen und ich glaube dass da ein anderer Lehrling war dem ich meinen ersten C64 abgekauft habe. Das wäre dann also ein Jahr später gewesen. Wenn ich weiterrechne, dann müstte ich meinen Amiga 1000 '86 gekauft haben. Der war noch mit KS 1.1 also recht früh, allerdings kam dann recht bald die KS1.2. Den Amiga 500 gabs ja erst ab April '87. Zu dem Zeitpunkt wo ich meinen Amiga gekauft habe, war aber der Amiga 500 noch nicht existent also habe ich den Amiga auf jeden Fall vorher gekauft. Da der recht teuer war müsste ich dazu das Urlaubs- oder Weihnachtsgeld benötigt haben, das wäre dann also im Sommer oder Winter '86 gewesen. Den 128D hatte ich vorher mit dem Weihnachtsgeld finanziert, also müsste das dann Weihnachten '85 gewesen sein. Wenn ich mir die Einträge bei Wikipedia ansehe, dann kam KS1.2 1987. Beim A500 war ja die KS1.2 schon drin. Dann könnte das sogar hinkommen mit Weihnachten '86 und kurz danach dann KS1.2 bekommen.

    Wenn ich das jetzt so ansehe, dann würde das bedeuten:

    C64 - ~ Oktober/November '84 (eventuell auch etwas später)

    128D - ca. Dezember '85 (das passt ja zumindest mit den Wikipedia Einträgen zusammen) :D

    Amiga 1000 - Dezember '86

    Viielleicht weiss ja jemand wann in Österreich/Wien die ersten A1000 verfügbar waren, noch mit KS1.1. Aber wenn ich mir das so ansehe dann kommt mir das echt wenig vor, weil ich mir immer sicher war dass ich gerade mit dem C64 recht lange beschäftigt war. Möglicherweise habe ich den dann doch schon früher gekauft, aber das kann dann eigentlich nicht bei dem Kollegen bei Herlango gewesen sein.

    Wo ich so gar keinen Ahnhaltspunkt habe ist, wann ich dann auf den PC umgestiegen bin... Meine früheste Erinnerung war Might & Magic 3 welches 1991 erschien. Da gabs dann auch schon Soundkarten und da war der PC dann erst ernstzunehmen. Vorher habe ich mich eher drüber lustig gemacht und war glücklich mit meinem Amiga. :D

    Dann hätte ich mit dem Amiga sogar mehr Zeit verbracht, obwohl ich nach dem Gefühl nach, das eher für den C64 gedacht hätte. :emojiSmiley-01:

    Ist schon schwierig das jetzt noch zu rekonstruieren... :nixwiss::alt:

  • Ich war im Abi durchgehend blau, war aber auch schön :thumbsup:

    Informatik gabs bei uns vielleicht mal 6 Monate...

    Aber Computerräume die kaum genutzt wurden und die Computer verstaubten. Leider hat da niemand richtig gefördert und das merkt man halt. Wobei wir da durchaus fitte Lehrer hatten und Interesse war ja auch da. Aber die Prioritäten lagen da wohl woanders leider....

    Habe hier später nen 64er samt Monitor und Floppy erstanden. Mit "Branding" der Stadt. :/

  • Aber Computerräume die kaum genutzt wurden und die Computer verstaubten. Leider hat da niemand richtig gefördert und das merkt man halt. Wobei wir da durchaus fitte Lehrer hatten und Interesse war ja auch da.

    Ich glaube, da hängt heute noch viel vom Interesse und Engagement der Lehrer ab. Die besagten zwei Mathe/Physik/(Info) Lehrer haben halt auch selbst als Hobby gecodet. Und ab der 10 Klasse konnte man auch im Sekretariat recht einfach gegen Schülerausweis den Schlüssel zum Computerraum bekommen, um seine "Hausaufgaben" dort zu machen. Also wenn der Raum frei war.

    Ich hatte auch den Vorteil, dass mein Vater so ca. ab 1987 einen Sharp "Dienst-Laptop" hatte (mit 80186!), den ich an Wochenenden in Beschlag nehmen konnte. Schrecklich fahles Monochrom-LCD, aber ich habe mit QBasic rumspielen können. Ca. 1991 bekam er von meinem Onkel einen ausrangierten Schneider Euro-AT mit EGA Farbmonitor geschenkt. Da habe ich auch zuhause TP gemacht. Und ca. '93 wurden bei meinem Vater in Büro IBM PS/2 Kisten abgeschrieben.

    Da bekam ich ein PS/2-Model 30 (lahmste Variante), aber mein Vater hat kurz darauf einen ESCOM 486DX2-50 gekauft. Und ich dann 1994 den A4000 (kurz vor C= Pleite). Von dem Model-30 habe ich leider nur noch die Model-M Tastatur.

    Ein Freund hat mir damals auch seinen CPC geschenkt. Aber den IBM und den CPC haben meine Eltern entsorgt, als sie mal umziehen wollten (was sich dann aber zerschlagen hat). Hatte damals einfach zu wenig Platz in der Studi-Bude, um alles zu retten. Zumal ich ja schon so viele "Schätze" vom Uni-Rechnerschrott abgegriffen habe: div. SparcStations, C128D, Atari ST, Apple II, CBM610, Mac Centris, etc.

    Eigentlich bin und war ich nie ein richtiger Sammler. Mir sind nur immer wieder so viele schutzsuchende Rechner zugelaufen. :wink:

    Man kann doch auch bei Sperrmüll nicht einfach an einem ausgesetzten Amiga 500 oder einem Grundig PONG vorbeigehen...

  • Lehrer / Schule ? ROTFL


    ...

    Rückwirkend ärgert mich das auch, ich hatte damals so viel mehr lernen oder entdecken können

    Da blicke ich heute neidisch zurück auf die damaligen Schüler meines Alters in England.

    Acorn, BBCs, all das gute Zeug wurde früh in Schulen benutzt und gelehrt.

    Während ich hier in der elften Klasse (1993) mit Bernstein-Monitoren und 8088ern (oder so?!) Pascal von Diskette lernen durfte.

    Schulen sind heute sowas von technologisch hinterher, aber damals war´s scheinbar auch nicht besser.

    A500+A570/1MB+2MB, A1200 recapped 3.1.4 2MB+8MB 8GBCF Ethernet, CTDV"-mit-alles"+Joyports, DX64+internHDD, CD32 recapped, C128D+ProspeedGTI2.0, C128DCR, diverse 3rd party, "MerkurHappytouch" als MameCab CRT Touchscreen

    ´92 VW T3 Multivan mit diesen und jenen kranken Features...

  • Acorn und BBC waren doch Basic-Computer, dachte ich. Was ist daran moderner als Pascal?

  • Na so´n RISC Archimedes 3000 war schon ne Nummer!

    In bestimmten Bereiche hat der Amiga dagegen ziemlich abgestunken.

    Aber mir ging es auch weniger um die Rechner selbst, sondern um frühe Bildung an "neuer" Technik, schon in den 80ern.

    Da hat unsere Bibliothekarin auf dem Gymnasium noch mit Setzkästen und Matrizen die Karteischubladen beschriftet (aber die Matrizen rochen gut!).

    A500+A570/1MB+2MB, A1200 recapped 3.1.4 2MB+8MB 8GBCF Ethernet, CTDV"-mit-alles"+Joyports, DX64+internHDD, CD32 recapped, C128D+ProspeedGTI2.0, C128DCR, diverse 3rd party, "MerkurHappytouch" als MameCab CRT Touchscreen

    ´92 VW T3 Multivan mit diesen und jenen kranken Features...

  • Während ich hier in der elften Klasse (1993) mit Bernstein-Monitoren und 8088ern (oder so?!) Pascal von Diskette lernen durfte.

    Schulen sind heute sowas von technologisch hinterher, aber damals war´s scheinbar auch nicht besser.

    Zu meiner Zeit gab es C64er im Informatikunterricht. Und programmiert wurde mit COMAL.

    Natürlich habe ich die Zeit sinnvoller genutzt, um heimlich R-Type zu spielen und den Hi-Score zu knacken.

    Wer will schon was lernen wenn man auch gamen kann?

  • Ich hatte 1984 - ca. 1997 den Cevi (irgendwann wurde der durch einen 128er ersetztz) als Hauptcomputer, obwohl ich da schon einen PC hatte. Sozusagen die ernsthaften Sachen hatte ich alle am Commodore gemacht (gern auch mal mit Geos). Und irgendwann hatte ich mal wichtige Dokumente mittels Big blue reader auf MS-Dos-Disketten kopiert, bevor ich aus Platzgründen damals meinen 128er + 2x 1541-II + 1581 (alles mit Jiffydos) + REU 1,5 MB verkauft habe. Der PC war damals eher der Spiele-Onkel, der Cevi machte ja auch viel mehr Spaß - und das tut es bis heute.

    Früher waren 64k unglaublich viel, heute reicht es nicht mal mehr für "Hello, world!".

  • Zu meiner Zeit gab es C64er im Informatikunterricht. Und programmiert wurde mit COMAL.

    Zu meiner Zeit hatten wir ein paar Stunden Informatik in der 10. Klasse, und wenn es überhaupt an einen Computer ging, dann waren es PC-10; und das auch nur im Wahlfach Turbo Pascal. Der Mathelehrer hatte Basic 2.0 damals auch nicht so wirklich drauf, weshalb er immer mich gefragt hat, ob dieses oder jenes Programm funktionieren würde :thumbsup:

    Früher waren 64k unglaublich viel, heute reicht es nicht mal mehr für "Hello, world!".

  • Die Amiga Zeit war länger, aber nicht so prägend. Das liegt daran das man erstmal am Amiga nicht mehr in Basic programmieren konnte, [...]

    ABasic, AmigaBasic, GFA-Basic, AMOS Basic, BlitzBasic, Maxon/HiSoft Basic....?

    Von Freeware/Shareware Varianten (wie ACE-Basic-Compiler) mal ganz zu schweigen.

    Ja, aber genau da geht's doch los: Auf dem C64 gab es *ein* fest eingebautes BASIC, und das hatten und kannten auch alle, und wenn man ein Programm schrieb, konnte man 100%ig sicher sein, dass es auch bei allen Freunden und Bekannten lief.


    Und das ist etwas, was bis heute die Beschäftigung mit dem C64 am Leben hält: Er bietet einen fest definierten Ausgangszustand, den alle kennen, ist gleichzeitig aber auch vielseitig und anpassungsfähig.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Ratespiel • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - BASIC-Erweiterung • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Sprite-Editor • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Zeichensatz-Editor Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - 2048 Blöcke

  • In der Schule hatte wir 1978 genau zwei PET 2001 (nach Diskettenlaufwerken braucht ihr gar nicht erst fragen). Die standen aber in einem im Sommer kühlen und im Winter geheizten Informatikraum (im Keller) und ich hatte einen Schlüssel, weil ich ab um zu ein wenig aufgeräumt habe und mich auch ansonsten ein wenig um die Geräte gekümmert habe.

    Da konnte man prima abhängen - in den Freistunden oder wenn man keinen Bock auf irgendeinen Grundkurs hatte. :thumbup:

    Im Nebenraum stand eine Zuse 23. Leider nicht mehr funktionsfähig.

  • meine Commodore C16 Zeit fing, so weit ich mich erinnern kann, 1985 mit der Aldi Aktion an. Da war ich 14 Jahre alt. Es folgte eine sehr intensive Zeit mit abtippen von Programmen aus diversen Zeitschriften und später auch "Tauschgeschäfte" welche überwiegend aus diesen Zeitschriften zustande kamen. Der einizige C16 User war mein Freund aus der Nachbarschaft. Auf dem Schulhof drehte sich fast alles um den C64. Der war zwar auch mein Traum aber nicht erreichbar. Es hatte schließlich viel "Überzeugungsarbeit" gekostet, bis mein Vater mir den C16 mitbrachte.

    In den folgenden Jahren folgten eine Speichererweiterung, eine 1551, ein Drucker und eine 1581, welche ich aber nicht lange behielt, da sie nicht sonderlich kompatibel mit den Programmen war. Ob ich noch einen Plus4 hatte kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

    Ich denke die Zeit mit den Listings abtippen ist mir am intensivsten in Erinnerung. Später bekam ich einge Programme und Demos aus Ungarn, welche mich fesselten und über die, bisher gesehenen Fähigkeiten des C16, weit hinaus ragten. Über meine "Programmier Erfolge" möchte ich hier lieber nichts weiter schreiben. Sie sind mir auch intensiv in Erinnerung, waren aber nur von mäßigem Erfolg geprägt. :grab1::whistling:

    Die aktivste Zeit liegt bei mir zwischen 1985 - 1989. Ich hatte den Computer noch bis 1990/91 und ihn dann verkauft. :cry:

    Die Interessen lagen mit 18 Jahren dann halt doch in anderen Bereichen.

    Ich möchte diese sehr intensive Zeit nicht missen und habe sie in schöner Erinnerung.

    Bis ca. 2000 war ich ohne Computer und habe dann erst wieder mit der Computerei angefangen. Internet war schon was tolles, aber bei weitem nicht so fesselnd wie früher die Zeit mit MEINEM Commodore.

    a. man sollte nicht alles glauben was man denkt

    b. nicht Wundern, sondern Staunen

    c. Computer helfen uns Probleme zu lösen die wir ohne sie nicht hätten !

    d. Manchmal muss man einfach eine Gesunde Portion Ignoranz an den Tag legen !