Gefühlte und echte Jahre am Commodore

Es gibt 245 Antworten in diesem Thema, welches 24.830 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (19. Dezember 2021 um 08:35) ist von Lutz G.

  • Ich erinner mich noch ans gemeinsame DATA Zeilen eintippen. Einer liesst das Basic Listing vor, der andere gibt es ein. Das waren noch Zeiten.. 🙂

  • Ich erinner mich noch ans gemeinsame DATA Zeilen eintippen. Einer liesst das Basic Listing vor, der andere gibt es ein. Das waren noch Zeiten.. 🙂

    OOoohhh ja, das kenne ich auch noch :smile: Bei mir musste zu Anfang meine Mutter oft dran glauben, bis ich dann später die Tastatur ganz gut drauf hatte - mein erster Cevi hatte massivste Tastaturprobleme vom vielen Abtippen :bgdev

    Früher waren 64k unglaublich viel, heute reicht es nicht mal mehr für "Hello, world!".

  • Spätestens bei DATA Wüsten klinkte ich mich damals aus.

    Nur Zahlen, die für mich keinen echten Bezug wie "Print" oder "Input" hatten.

    Da hätte ich auch Nullen und Einsen tippen können.

    A500+A570/1MB+2MB, A1200 recapped 3.1.4 2MB+8MB 8GBCF Ethernet, CTDV"-mit-alles"+Joyports, DX64+internHDD, CD32 recapped, C128D+ProspeedGTI2.0, C128DCR, diverse 3rd party, "MerkurHappytouch" als MameCab CRT Touchscreen

    ´92 VW T3 Multivan mit diesen und jenen kranken Features...

  • Data-Wüsten waren doch geil :smile: 169,0 = LDA #0

    :thumbup:

    Früher waren 64k unglaublich viel, heute reicht es nicht mal mehr für "Hello, world!".

  • BTW: Oder waren es bei mir (ganz ganz intensiv) sogar nur 1983-1986 am C64?

    Fühlte sich aber immer noch wie heute 20 Jahre an

    Das kann ich voll nachfühlen.
    Der Umstieg von VC-20 (die 1,5 Jahre davor kamen mir wie eine Ära vor) auf C64 im Herbst 1984, dann 1985 und 1986 am C64 intensiv, viel programmiert, zwischendurch Spiele "gesammelt", aber kaum zum Spielen gekommen, Engagement im Computerclub (mit laaangen Nächten), daneben Matura 1986 und gleich Herbst 1986 das Informatikstudium und gleichzeitig eine Abendschule begonnen, bis 1987/1988 ist dann mit dem Rückzuck aus der "Szene" und chronischem Zeitmangel wieder alles abgeflaut und programmiermäßig hat es sich Richtung PC und Unix entwickelt .... (gespielt hab ich dann eigentlich, wenn, dann nur am C64 hin und wieder - bis 1994 Doom bei mir ankam, was einen massiven Rückfall auslöste).

    Aber diese Sommer oder Ferien (Weihnachten) damals kommen mir rückblickend "ewig lang" vor. Dieser eine Sommer, wo ich in einen Elektromarkt ging, mir bei einem ausgestellten C16 das ROM kopiert habe und dann am MPS801 ausgedrucktes Disassemblerlisting die Grafikroutinen des Interpreters neugierig studiert habe (und von der Ineffizienz enttäuscht wurde), während es draußen schönstes Sommerwetter gab - verrückt. ;)

  • Da blicke ich heute neidisch zurück auf die damaligen Schüler meines Alters in England.

    Acorn, BBCs, all das gute Zeug wurde früh in Schulen benutzt und gelehrt.

    Das hatten aber die wenigsten zu Haus zur Verfügung. Das war zu der Zeit oft so, dass in den Schulungsräumen und Uni-Übungslaboren, dann so Systeme wie Apple II, Mac Intosh, PC (286er) vorhanden waren, aber die breite Masse der dort Auszubildenden war weit entfernt so etwas zu Hause zu haben.... generell waren die BBCs schon extreme Neidmacher. ;)

  • Ich bereue es richtig dass ich kein Tagebuch geführt habe. Das wäre schon hilfreich gewesen, aber so ist es jetz halt.

    Ja, das wär's gewesen ... mich ärgert, dass ich bei vielen Notizen und Programmen auch keine Datumsinformation angemerkt habe bzw. nicht sehr konsequent war, wo ich viel Sache heute nur sehr vage einordnen kann oder sehr sehr lange darüber nachdenken muss.
    Erst später, noch in der C64-Zeit, hat der Einfluss aus der Schule (HTL), mit Laborberichte etc. dann zunehmend zu einer verbesserten Dokumentation geführt.

  • Konkret überlegt hatte die 8-Bit Commodore-Phase bei mir zwei Phasen.

    Die eine war von 1987-1988. Ich muß dazusagen, ich lebte damals in der DDR und Commodore-Computer waren für die breite Masse (Also auch mich) mehr als rar. Sie waren LUXUS! Selbst DDR-eigene Computer wie der KC85/87 waren Luxus. Die gab es einfach nicht für den durchschnittlichen User.

    Meinen ersten C64 hab ich in einer AG "Junge Informatiker" gesehen, so c.a. 1987/88. Das Teil wurde laut Aussagen unseres AG-Leiters (im Westen aufgewachsene ersetzen das Wort "AG" durch "Club") für den umgerechneten Preis eines DDR-Kleinwagens (ca. 10.000 DM) "beschafft". Beschafft sollte heißen, es wurde vom Staat gekauft und den AGs zur Verfügung gestellt.

    Wobei ich mir bis heute nicht sicher bin, ob unser AG-Leiter das Teil nicht auf irgendwelchen dubiosen Wegen privat angeschafft hat.

    "Das Teil" bestand aus einem C64C und Floppy 1541-II. Sicher verwahrt in einem aus mehrere mm dickem Holz-Gehäuse eines ehemaligem Fernsehers. Mit Schloss an der vorderen Sperrholzplatte!

    Die Essenz der AG "Junge Informatiker" war letztendlich, dass wir die ganze Zeit gezockt haben. Ich erinnere mich an Clones von Donkey Kong, Letterman und Pacman auf den von uns meist benutzten KC85/87 aus DDR-Produktion. Fürchterliche Tastaturen, aber zum Zocken hats gereicht.

    Dann war Pause. Für ca. 2 Jahre...dann kündigte die Wende sich an. Mauerfall, Grenzöffnung, all das Trara war für uns nicht wichtig. Was für uns wichtig war, wann konnten wir den ersten CPC oder C64 für einen halbwegs erschwinglichen Preis kaufen bzw. unseren Eltern aus dem Portemonaie leiern?

    Ich hatte das Glück, für 400DM ein komplettes C64-Set inkl. Floppy, SpeedDos+ sowie einer Unmenge an raubkopierten Disketten (inkl. Diskettenboxen!!) von einer westlichen Bekanntschaft meiner Eltern zu erstehen.

    Ich hatte (außer dem C64-Originalhandbuch) keinerlei Informationen darüber, ich habe mir sämtliche Funktionen von SpeedDos+ per Try and Error erschlossen.

    Das war ca. 1990.

    Ich erlebte die langsam sterbende C64-Welt mit dem ebenso langsam sterbenden 64ér-Magazin und erkannte nach und nach auch das verbreitete Schönreden der 8-Bit-Systeme im Zeitalter der aufkommenden 486er und Pentiums.

    Die Amigas habe ich damals gleich übersprungen. Wäre die DDR 5 Jahre früher kollabiert, wäre ich sicher auch Amiga-User geworden. Aber 1994 waren die PCs schon extrem auf dem Vorsprung. Mein erstes "Spielgerät" nach dem 64er war 1995 ein Pentium 100 mit 8MB RAM. Damit war ich der King in unserer WG für ca. 3 Monate, bis einer meiner Mitbewohner einen P120 hatte.

    *** Aber ich war der erste in unserer WG, der Diablo sowohl gekauft als auch durchgezockt hatte. Harhar ***

    Zum Thread (hab mich verquatscht: Gefühlte Jahre am C64 viel länger als tatsächliche!

  • ABasic, AmigaBasic, GFA-Basic, AMOS Basic, BlitzBasic, Maxon/HiSoft Basic....?

    Von Freeware/Shareware Varianten (wie ACE-Basic-Compiler) mal ganz zu schweigen.

    Ja, aber genau da geht's doch los: Auf dem C64 gab es *ein* fest eingebautes BASIC, und das hatten und kannten auch alle, und wenn man ein Programm schrieb, konnte man 100%ig sicher sein, dass es auch bei allen Freunden und Bekannten lief.

    Sehe ich weniger dramatisch: AmigaBasic war ja auch bei allen KA 1.x Amigas dabei und andere - z.B. GFA - hatten kleine Runtimes, die man frei verteilen konnte.

    Der Unterschied zu den meisten 8-Bit Kisten war halt, dass es nicht im ROM war und man nichts davon sah, wenn man nur Spieledisketten startete.
    Für mich war es aber nicht ungewohnt, denn auch der MZ-800 hatte kein ROM-Basic.

  • Ja, aber genau da geht's doch los: Auf dem C64 gab es *ein* fest eingebautes BASIC, und das hatten und kannten auch alle, und wenn man ein Programm schrieb, konnte man 100%ig sicher sein, dass es auch bei allen Freunden und Bekannten lief.

    Sehe ich weniger dramatisch: AmigaBasic war ja auch bei allen KA 1.x Amigas dabei und andere - z.B. GFA - hatten kleine Runtimes, die man frei vertrilen konnte.

    Der Unterschied zu den meisten 8-Bit Kisten war halt, dass es nicht im ROM war und man nichts davon sah, wenn man nur Spieledisketten startete.

    Das wollte ich mit "fest eingebaut" zum Ausdruck bringen. :)

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Ratespiel • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - BASIC-Erweiterung • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Sprite-Editor • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Zeichensatz-Editor Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - 2048 Blöcke

  • Einigen wir uns darauf: wer den Amiga programmieren wollte, konnte das auf vielfältigen Wegen. Die musste man aber aktiv suchen, während man beim C64 sofort nach dem Einschalten mit der Nase darauf gestossen wurde:

    READY.

  • Einigen wir uns darauf: wer den Amiga programmieren wollte, konnte das auf vielfältigen Wegen. Die musste man aber aktiv suchen, während man beim C64 sofort nach dem Einschalten mit der Nase darauf gestossen wurde:

    READY.

    Die Amiga Eingabeaufforderung ist für mich bis heute eher gefühlt ne "Fehlermeldung". Auf jeden Fall keine Aufforderung das Ding zu programmieren :D

  • BTW: Oder waren es bei mir (ganz ganz intensiv) sogar nur 1983-1986 am C64?

    Fühlte sich aber immer noch wie heute 20 Jahre an

    Das kann ich voll nachfühlen.
    Der Umstieg von VC-20 (die 1,5 Jahre davor kamen mir wie eine Ära vor) auf C64 im Herbst 1984, dann 1985 und 1986 am C64 intensiv, viel programmiert, zwischendurch Spiele "gesammelt", aber kaum zum Spielen gekommen, Engagement im Computerclub (mit laaangen Nächten)

    Hehe - unser "Computerclub" war eher ne Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. (weiß auch nicht warum ich gerade ausgerechnet den Beitrag hier verlinke) - Du Retro-Rentner ? :D

    Aber diese Sommer oder Ferien (Weihnachten) damals kommen mir rückblickend "ewig lang" vor. Dieser eine Sommer, wo ich in einen Elektromarkt ging, mir bei einem ausgestellten C16 das ROM kopiert habe und dann am MPS801 ausgedrucktes Disassemblerlisting die Grafikroutinen des Interpreters neugierig studiert habe (und von der Ineffizienz enttäuscht wurde), während es draußen schönstes Sommerwetter gab - verrückt. ;)

    Sooo nerdig - könnte man so als Definition zu Nerdism herhalten :D:thumbup:

    Ich bereue es richtig dass ich kein Tagebuch geführt habe. Das wäre schon hilfreich gewesen, aber so ist es jetz halt. :)

    Ich habe ja gerade quasi mein Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. auf den C64 Disks, bzw den Terminal-Workspaces wiedergefunden. Wenn ich da in der BBS meine ersten PNs ausgetauscht habe, darüber sinnierte, dass gerade der erste Schultag vorbei war, ich nach den laaangen Sommerferien zero bock auf Schule habe (alter Schwede ist das lange her :D) 8)

    My C64 Story: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz G (7. Dezember 2021 um 08:00)

  • Wollen wir hier mal lieber nicht mit dem gefühlten persönlichen Alter anfangen!

    A500+A570/1MB+2MB, A1200 recapped 3.1.4 2MB+8MB 8GBCF Ethernet, CTDV"-mit-alles"+Joyports, DX64+internHDD, CD32 recapped, C128D+ProspeedGTI2.0, C128DCR, diverse 3rd party, "MerkurHappytouch" als MameCab CRT Touchscreen

    ´92 VW T3 Multivan mit diesen und jenen kranken Features...

  • Sehe ich weniger dramatisch: AmigaBasic war ja auch bei allen KA 1.x Amigas dabei

    Das kann ich nicht bestätigen. Bei meinem Amiga 500 mit Kickstart 1.3 war das Basic nicht dabei. Was mich sehr geärgert hat. Später habe ich es einem Bekannten aus der Schule abgekauft. Genau genommen habe ich es gegen "Space Harrier II" auf dem Mega Drive getauscht.

  • Dochdoch. Mein original neugekaufter A500 1.3 hatte Amigabasic auf der Extras-Diskette.

    Aber für mich gab es keinen Anreiz zur Nutzung, weil man keine Executables bauen konnte. Man musste immer vorher den Interpreter laden.

    AMOS war da für mich so auf "halbem Wege": Mann konnte eine bootbare Disk bauen mit seinem Programm. Trotzdem war dort eine Art Runtime oder ein Interpreter vorgeschaltet...halt ohne Editor.

    A500+A570/1MB+2MB, A1200 recapped 3.1.4 2MB+8MB 8GBCF Ethernet, CTDV"-mit-alles"+Joyports, DX64+internHDD, CD32 recapped, C128D+ProspeedGTI2.0, C128DCR, diverse 3rd party, "MerkurHappytouch" als MameCab CRT Touchscreen

    ´92 VW T3 Multivan mit diesen und jenen kranken Features...

  • Meine C64 Zeit begann 1984 und hat nie aufgehört. Es gab nur eine kurze Unterbrechung, als ich so um 1991 herum aus Geldmangel meinen C64 mit Zubehör verscheuert hatte. Da ich inzwischen sowieso fast nur noch mit ST und Amiga gezockt habe, dachte ich passt schon. Mein Vater hat's aber anders gesehen, und kam keine 4 Wochen später mit einem neu gekauften C64C mit 1541-II unterm Arm nach Hause, damit er weiter Dr. Creep zocken konnte :freude den Rechner hab ich bis heute behalten und werde ihn auch nicht mehr hergeben. Von daher dauert die C64 Zeit seit 1984 bis heute :D

    An Bord: PET 2001, VC20, C64, C128, Plus/4, Atari 800XL, Atari 1040ST, Amiga 500... sonst nix mehr ;(