Hello, Guest the thread was called8.7k times and contains 147 replays

last post from AndiS at the

Eure Langzeiterfahrungen mit Gehäuse bleichen/ Gilb entfernen

  • Manchmal hilft auch putzen, insbesondere beim o.g. Verwendungszweck :whistling::saint:

    Wozu Putzen? Neu kaufen und die Wirtschaft unterstützen! :P

    Dann aber nur Original-Teile ... :D

    ...natürlich und ausschließlich "Made in Germany". :whistling:

  • Mit welchem Mischungsverhältnis bist du da rangegangen?

    DM hatte nur noch ACE Fleckenentfernen, soll das gleiche sein.


    Passiert ohne Sonnenlicht eigentlich überhaupt NICHTS?

    Haben ja jetzt nicht gerade die beste Jahreszeit für sowas, aber Zeit habe ich

    Wie Mischverhältnis? Das war pur! Eine Flasche hat da nicht gereicht.

    Ich habe es nie ohne Sonne probiert. Ich denke aber es geht auch bei schlechtem Wetter nur

    dauert es halt länger.

  • Danke Dekay.

    Habe jetzt zum testen erstmal 1:1 mit Wasser gemischt und probiere es am Netzteilgehäuse aus.

    Bin da etwas vorsichtig und will es am Ende auch nicht zu stark haben.

    Viele Ergebnisse die ich gesehen habe sind mir schon fast zu hell 😉

    Einfach regelmäßig gucken. Das macht nicht "plopp" und ist dann weiss. ;)

  • Habe 2018 eine schön vergilbte C128D Tastatur

    die hier, (Foto rechts mit schon aufgehübschten Tasten)


    mit Wasserstoffperoxyd flüssig (Mischungsverhältnis 1:1) in der Sonne gebadet. Auch die Tasten in einer PET-Flasche. Wie lange weiß ich nicht mehr.



    Die sah dann fertig gebleicht so aus:



    Im Vergleich zu einer ungebleichten Tastatur (oben und links) in gutem Zustand: hat wohl ein wenig zu lange in der Suppe gelegen. Ist aber schön hell.


    Dannach hab ich die als Reservetastatur in Frischhaltefolie eingewickelt im Schrank verstaut.

    Heute sieht die so aus. Foto hab ich ebend gemacht.



    Kein Gilb. Sieht noch genau so aus wie 2018 nach der Verjüngungskur. War übrigens meine 1. und einzigste Bleich-Challange.

    Vielleicht liegt es ja an der "Frischhaltefolie" das die noch so gut aussieht. Also Frisch- haltefolie. Klar, soweit?:lol27:


    Cheers:thumbsup:

  • Ich habe mein Typenschild auf der Unterseite leider nicht abbekommen.

    Leider bleiben beim Abziehen Stücke der Alufolie kleben.

    Ich hoffe das es sich nicht weiter ablöst wenn ich es ins Bad lege

    entweder abkleben mit gutem Isolierband, oder mit einem Fön / Heissluftpistole, so mache ich es nur nicht zu heiss bepusten

  • Moin...mich hat diese UV und Sonnensache nicht schlafen lassen. Ich hab ja ma Chemie Abi gemacht und deswegen hier nomma ganz klar:


    Es wird keine Hitze oder UV Strahlung benötigt um Gehäuse zu bleichen wenn man die in H202 badet. Das mag das Ganze beschleunigen, aber soviel Zeit das Gehäuse nicht zu grillen, sollte man nach 40 Jahren ruhig aufbringen.


    Kurz der Versuchsaufbau:


    Omas altes Rumglas mit 11.9% H202 inner Küche und dem Hebel von einer 1541 II

    Nach 12 Stunden einlegen und gelegentlichem Umrühren:


    Der Unterschied zwischen Hebel und Gehäuse ist denke für jeden erkennbar. In Natura ist das Gehäuse noch deutlich gelber. Aber ich denke es ist klar, dass hier mit 24 bis 48 h ohne Grillfunktion genau das Gleiche erreicht wird.

  • Ganz draußen.

    Dann wohn ich wohl näher am Ozon-Loch, bei mir hatte es vergangenen Sommer rein mit Sonne auf der Terasse gefunzt, u.a. Sun-Tastatur (vielleicht lags ja am Namen...) und Microsoft-green-eyed Mouse, aber auch ein paar C64 samt Tastatur und 1541 Gehäuse...


    Bis jetzt ist einzig die Maus schon wieder rückfällig geworden, ich bin auch der Meinung, dass Fingerschweiß und -Fett die Vergilbung begünstigen oder gar erst auslösen, bei Rauchern alternativ auch der Dunst im Raum selbst...

  • Ich nehme an, dass es da so viele einflussnehmende Faktoren gibt, dass man da garkeine allgemein gültigen Regeln, sondern nur eine grobe Richtung für´s Bleichen aufstellen kann. Fängt ja schon damit an, was und wieviel da als Brandhemmer drin ist. Granulatzusammensetzung, Farbstoffe ect.. Bei dem einen geht das, bei dem andere was anderes. Muss man eben ausprobieren wenn man den muss. Erfahrungsaustausch ist da natürlich extrem hilfreich aber eben auch keine Garantie zum Erfolg!


    Happy bleaching everyone! ;)

  • Ich nehme an, dass es da so viele Einfluss nehmende Faktoren gibt, dass man da garkeine allgemein gültigen Regeln, sondern nur eine grobe Richtung für´s Bleichen aufstellen kann. Fängt ja schon damit an, was und wieviel da als Brandhemmer drin ist. Granulatzusammensetzung, Farbstoffe ect.. Bei dem einen geht das, bei dem andere was anderes. Muss man eben ausprobieren wenn man den muss. Erfahrungsaustausch ist da natürlich extrem hilfreich aber eben auch keine Garantie zum Erfolg!


    Happy bleaching everyone! ;)

    Ja isso...

    Ich hab mal versucht nur mit Sonne. C64c ging gut, atari St garnicht.

  • Letzten Sommer habe ich ein paar Versuche zum Thema Retr0brite gemacht.


    Ich habe da eine Tastatur mit Tasten in allen möglichen Gilbvariationen. Manche sehen aus wie neu, andere recht gelb, keine Ahnung wie sowas zustandekommt. Jedenfalls habe ich ein paar mit vergleichbar schlimmen Gilb ausgesucht und dann mit H2O2, Peressigsäure, Salzsäure und Oxi-Waschmittelverstärker in verschiedenen Kombinationen gebleicht. - Bei ca. 25°C Raumtemperatur und im Innenraum, also ohne UV.


    Den Versuchsaufbau und die Chemikalien sieht man im ersten Bild. Noch etwas zu den Chemikalien: Wasserstoffperoxid (H2O2) ist klar. Peressigsäure ist ähnlich, enthält dazu noch Essigsäure und ist ordentlich aggressiv. Das brennt bei Hautkontakt wie Feuer und hinterlässt schmerzende aber schön gebleichte Flecken. Salzsäure (HCl) habe ich deshalb verwendet, weil man mit Peressigsäure+HCl super Platinen ätzen kann. Soll heißen, ich hab's da und es hat ordentlich "wumms". Aber Vorsicht! Dabei entsteht gifitges Chlorgas. Ich würde abraten das nachzumachen, außer man hat Ahnung von Chemie und den notwendigen Schutzmaßnahmen!!! Zuletzt der Oxi-Reiniger. Soll laut Werbung O2 freisetzen und das würde für eine Wirkung ähnlich H2O2 sprechen. Darum auch dieses Mittel testen.


    Beim Test habe ich nicht genau auf die Konzentration geachtet. Alle Mittel sind mit Wasser verdünnt, also eher auf "sanft" getrimmt. Der Plan war (und ist), mit der besten Variante Zeit und Konzentrationsversuche durchzuführen.




    Hier die Situation vor dem Bleichen. Die ^ Taste dient als Referenz. Sie war eine von den nicht vergilbten. Die anderen sind nach gleichem Vergilbungsgrad ausgesucht.



    Und hier nach der Bleiche. Leider hat mir der Weißabgleich der Kamera ein wenig dazwischengefunkt und im unteren Bild sehen auch die gelben Tasten weniger schlimm aus. Naja.. beim nächsten Mal, manueller Weißabgleich! Zur Erläuterung hier eine Auflistung der Varianten:


    ^ungebleichte Referenz einer nicht vergilbten Taste
    1Salzsäure
    TabSalzsäure + Oxi
    ÜPeressigsäure
    7Peressigsäure + Oxi Reiniger
    '
    Peressigsäure + Salzsäure
    RollenPeressigsäure + Salzsäure + Oxi Reiniger
    JWasserstoffperoxid
    FWasserstoffperoxid + Oxi Reiniger
    5Wasserstoffperoxid + Salzsäure
    PauseWasserstoffperoxid + Salzsäure + Oxi Reiniger



    Da kann sich jetzt jeder selber überlegen wie das zu Interpretieren ist. Meine Favoriten sind Ü und J, während 7 und F schon etwas überbleicht sind (da geht auch schon ein wenig der Aufdruck ab).


    Mein Fazit: Wasserstoffperoxid reicht, mit Oxi-Reiniger geht's noch schneller. Was ich eventuell noch machen möchte, ist die Temperatur auf ca. 40 Grad zu erhöhen. Da gibt es diese Hipster Niedrigtemperatur-Kocher mit denen sich sowas machen lässt. Mal sehen, vielleicht fällt mir ja ein günstiges Teil in die Händer wenn Herr oder Frau Hipster schon das nächste Gadget haben müssen ;-)

  • AndiS


    Nicht schlecht! Was mich bei Deiner Testreihe noch interessieren würde. Sind die Tasten tatsächlich alle von ein und dem selben Gerät, oder bunt zusammengewürfelt? Du schreibst ja von einer Tastatur. Wenn dem so ist, sind die einzelnen Tasten von ein und der selben Tastatur farblich so unterschiedlich? Ich meine nur wegen einer möglichen unterschiedlichen Materialzusammensetzung.