ICs sockeln -> wie Lot entfernen um Sockel einsetzen zu können

Es gibt 25 Antworten in diesem Thema, welches 2.612 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (16. November 2021 um 13:26) ist von Starquake.

  • Hi, ich habe heute ausgeleierte Sockel geben neue (danke Bobbel) getauscht. Leider wollte es mir nicht gelingen, die Löcher vom Lot zu befreien, um die neuen Sockel einsetzen zu können. Probiert habe ich Saugpumpe und Entlötlitze.

    Letztendlich habe ich das Lot dan mit Druckluft rausgepustet. Da dies aber sicher nicht die "Standardmethode" ist: Wie macht ihr das?

    Bei einem Kompromiss verlieren beide Seiten. Machen wir es so, wie ich es will, verliert nur eine Seite :thumbsup:

  • Druckluft...hm. Gute Idee. Ich benutze eine Entlötstation. Also quasi ne elektrische Pumpe.

    Danach geh ich mit Litze nochmal nach.

    Das wars...

  • Wenn ich keine Entlötstation heiß habe.

    Viel Flux und dann Entlötlitze.

    Seit Juli 2019 wieder mit dem Commodore Virus infiziert.

    Aktuell: C64 Reloaded MK2, C64C, C64 Brotkasten Original, C64 Brotkasten in blassgrau, Amiga 500, Amiga 600, Amiga 2000 (Octagon 2008), Amiga 2000 mit PC-XT, VIC20, Commodore 16 mit 64KB Umbau nach ComputeMit Zeitschrift..

  • Je nach Platinengröße, spanne ich die Platine hochkant in einen Miniaturschraubstock ein. Dann erwärme ich das Lötauge von einer Seite und sauge mit der Pumpe von der anderen Seite das Lot ab. Da muss man aber aufpassen, dass man nicht zu dolle mit dem Lötkolben drückt und im Loch herumbohrt. Sonst wird die Durchkontaktierung beschädigt.

    Manchmal funktioniert es auch die Platine sanft auf den Tisch zu klopfen, wenn das Lot im Loch flüssig genug ist. Dann sorgen Beschleunigungskräfte für freie Löcher.

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Also ist die Druckluftidee gar nicht so falsch (ist ja nur eine umgekehrte Saugpumpe)

    Bei einem Kompromiss verlieren beide Seiten. Machen wir es so, wie ich es will, verliert nur eine Seite :thumbsup:

  • Früher haben wir das mangels anderer Möglichkeiten mit einer kalten Stricknadel gemacht.

    Stricknadel im Kühl-/Gefrierschrank abkühlen, dann durch das Platinenloch stecken, solange das Zinn noch flüssig ist.

    Das meiste sollte an der Nadel abkühlen, erstarren und mit rausgezogen werden.

    Bei dünneren Löchern geht vielleicht auch ein gekühlter Stahldraht.

  • wenn keine Entlötpumpe, Entlötstation und Entlötlitze es schaffen will, hartnäckige Lotreste aus dem Platinenloch raus zu befördern, und bevor man durch zig Erhitzungen der Lötstelle womöglich noch ein Lötauge beschädigt, hat sich für mich als praktikale und schonende Maßnahme das Benutzen eines dünnen Bohrers bewährt.

    Durchmesser von Platinenlöchern unserer typischen Baustellen ist ja mehr oder weniger genormt (iirc 0,8mm), also einfach einen passenden Bohrer nehmen und - wichtig - von Hand langsam und vorsichtig das Lot, welches ja weicher als das Kupfer des Lochs ist, raus"schälen". Aber wirklich mit Feingefühl, damit speziell die Durchkontaktierung keinen Schaden nimmt.

    Also erst soviel mit Hitze entfernen wie geht (meine persönliche Grenze ist ein Versuch pro Verfahren, um die Lötstelle nicht unnötig zu belasten, wobei ich Litze überhaupt nicht verwende in sochlen Fällen), dann die verbleibenden Reste mit dem Bohrer entfernen. Seit dem ist mir kein Auge oder eine Durchkontaktierung mehr über den Jordan gegangen.

    Ich hab mir dafür irgendwann mal Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. hier zugelegt.

  • Eigentlich sollte das mit einer normalen Entlötpumpe recht ordentlich gehen. Wenn die Lötstelle nicht mehr so gut aussieht gerne etwas Flussmittel oder neues Lötzinn drauf. Mit der Lötspitze die Lötstelle flüssig machen. Dabei drauf achten dass die Spitze mittig auf der Durchkontaktierung aufliegt. Ruhig einen kleinen Moment warten, damit das Lot auch durchgehend schmelzen kann. Dann schnell die Spitze der Entlötpumpe im 90 Grad Winkel möglichst Plan aufsetzen und auslösen. Man sollte wirklich schnell sein. Am besten die Spitze der Entlötpumpe mit der anderen Hand schon daneben ansetzen, wenn man noch lötet, so dass man schnell an der Stelle ist.
    Probleme gibt eher mal an großen Masseflächen, wenn der Lötkolben nicht genug Wärmekapazität hat. Ich stelle dann notfalls auch mal ein Tick heißer ein, z.b. 350 bei bleihaltigem Lot. Dann muss man aber aufpassen, dass man schnell ist. Wenn’s zu heiss wird, lösen sich die Leiterbahnen ab und/oder das Lot/Flussmittel verzunder. Dann geht das auch nicht ordentlich.

    LIFE IS SHORT - Break the rules, do more, need less, smile often, be brave, stay true, dream big, forgive quickley, kiss slowly, love truly, laugh uncontrollably and never regret anything that made you smile.

  • Platine zwischen die Beine, Kolben in die rechte und Staugpumpe in die linke Hand .:thumbsup: . So mache ich es außerhalb der Werkstatt


    Lötstelle etwas warm machen und wenn man den Kolben wegzieht direkt die Pumpe dann und schon flutscht es.

    Etwas üben nur du musst junger Palavan

  • Ich stelle dann notfalls auch mal ein Tick heißer ein, z.b. 350 bei bleihaltigem Lot. Dann muss man aber aufpassen, dass man schnell ist. Wenn’s zu heiss wird, lösen sich die Leiterbahnen ab und/oder das Lot/Flussmittel verzunder. Dann geht das auch nicht ordentlich.

    Hm, 350 Grad wäre bei mir schon das Minimum :huh:. Wobei ich natürlich nicht weiß , was Anzeige und tatsächliche Temperatur an der Lötspitze gemein haben. Hängt sicher auch von der Station ab.

    Ich glaub wichtig ist, dass man das Loch komplett auffüllt mit Zinn, dann gut durchwaermt und die Sogwirkung der Pumpe nur Zinn, keine Kühlluft zieht. Also wenn man erst den Kolben wegzieht, um die Handpumpe anzusetzen, verliert man schon viel Temperatur.

    Eine Seite aufheizen und auf der anderen Seite ziehen mach ich auch oft. Bei Heißluft hab ich immer Angst, zu viel drumrum zu belasten, ist aber sicher Übungssache. Wenn ich mit dem Kolben erwärme, lege ich die Handpumpe kurz vor dem Abdrücken mit auf die Lötspitze, so verliere ich keine Temperatur. Auf Dauer nutzt das natürlich die Silikonspitze ab, aber die kann man gut wechseln.

    Happy Desoldering :)

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • ZD-915

    dafür dass die so dirt cheap sind, ist es fast schon unverzeihlich, mit Bohrern oder anderem Geraffel auf Boards rumzuprökeln.

    Bei manuellen Entlötpumpen wie die Engineer SS-02 (ca 1/3 Preis einer 915) werden die auch nicht NACH dem Wegnehmen des Lötkolbens angesetzt, sondern während. Dafür ist ja der Silikonschlauch da.

  • Ich arbeite auch mit der ZD 915. Flussmittel auf das verstopfte Loch, neues Lötzinn aufbringen und dann wie die ZD 915 ansetzen. Die einen Moment länger als Gewohnt drauf lassen bevor man abdrückt. Nach 2 oder 3x ist das Loch meistens frei. Will das so auch nicht, 1mm Entlötlitze und feine Lötspitze bei 370°C. Aber das ist dann halt schon recht thermisch beanspruchend für die Platine und Lötspitze.

  • Dann war ich mit 450 Grad zu heis.

    Bei einem Kompromiss verlieren beide Seiten. Machen wir es so, wie ich es will, verliert nur eine Seite :thumbsup:

  • Ich benutze die dünnste Lötspitze die ich habe und stecke sie vorsichtig durch das Loch. Dann sauge ich mit der Entlötpumpe von der anderen Seite ab. Diese Technik hat neulich bei einer X-Box sehr gut funktioniert.

  • Also ich nutz da für das Freibekommen der Lötpunkte immer zusätzlich diese Hohlnadeln, natürlich erst dann wenn ich mit Lötsaugpunkte oder ZD-915 nicht mehr weiterkomme, aber man muss natürlich vorsichtig sein, damit man keine Lötaugen abreist, was sehr schnell passieren kann:


    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    sorry, sehe gerade, dass die ja hier schon erwähnt wurden ....

  • Also mit Druckluft wäre ich sehr vorsichtig, genauso wie wegpusten.

    Habe ich auch immer gemacht.

    Da kann schnell mal irgendwo Lötzinn landen, wo es nicht hingehört.

    Das gibt beim Einschalten dann ein "OH-HA"-Erlebnis.:huh:

    Ich mache erst das Lötzinn heiß, und nehme dann eine Injektionsnadel (die gibt es in der Apotheke oder die Frau ist Krankenschwester) passender Größe und steche diese dann in das flüssige Lötzinn.

    Oftmals passt dann sogar das Beinchen des Bauteils in das Loch der Nadel.

    Da die Nadeln aus Edelstahl sind, bleibt das Lötzinn nicht haften.

    Wenn es abkühlt, kann man die Nadel mit etwas drehen herausziehen und das Loch ist frei.

    Habe bis heute gute Erfahrungen damit gemacht.

    Natürlich kommt es auf die Größe des Lötauges und das Bauteil an, es kann schon mal etwas knapp werden.

    Probieren und Üben ...

    :)

    La vida es hoy !

    Schöne Grüße vom größten Kanalknotenpunkt der Welt.

  • auch mit der ZD915 kann man ganz schnell Durchkontaktierungen töten.

    jap, kann ich leider bestätigen ||

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"