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Bedarfsabfrage für ein deutschsprachiges Handbuch für den MEGA65 (mit Umfrage)

  • Jungs, warum lasst ihr nicht einfach DeepL die Arbeit machen?

    Wie ich es im Beitrag drüber geschrieben habe, ist die reine Übersetzung, so komisch es klingen mag, prozentual gesehen bei der Übersetzung des Buches, der geringere Anteil an Arbeit. Das geht relativ flott und wenn der Text als reines Textdokument vorliegen würde und auch nur als Textdokument ausgegeben werden sollte, dann gebe ich dir Recht. Ab damit in den automatischen Übersetzer und einmal Korrekturlesen und gut ist.


    Wenn man aber das Buch, so haben will, wie es auch im Original ist, dann kommt man nicht darum herum, den Text nicht nur zu übersetzen, sondern ihn auch wieder "passend" mit allen Steuercodes usw. im LaTeX-Dokument einzubinden, die Screenshots mit den Beispielen am Emulator neu ablichten und einfügen, nach Änderungen alles compilieren zu lassen und überprüfen, ob das Layout auch mit dem neuen Text noch passt. Nur so schafft man es, dass die Übersetzung auch wieder so aussieht, wie das englische Buch. Und das ist prozentual mehr Arbeit als das Übersetzen des Textes.

    Ja, wenn man es perfekt machen möchte ist das wohl so. Ich habe mal ein paar Seiten durch deepl übersetzen lassen. Die bieten in der Übersetzung für einen Satz gleich mehrere mögliche Übersetzungen an. Diese könnte man beim Korrekturlesen aus passend auswählen.

    Mir persönlich würde das völlig genügen.


    Aber andere Leute stellen halt andere Ansprüche an ihre Arbeit.


    Ich ziehe meinen imaginären Hut und beuge das Knie vor dem Entwickler Team, um meinen Respekt vor der geleisteten Arbeit zu zollen.

    Ich weiß, es ist nicht Einfach von 100% Leistung wieder runter zu Schalten.

    Aber geniest erst einmal den Erfolg, der durch die Nachfrage belegt wird.


    Grüße hL

  • Danke für die Hinweise! Was meine LaTeX-Umgebung betrifft, da bin ich mittlerweile ganz "bequem und heimelig" eingerichtet und komme damit gut klar. Der Wieder-Einstieg war ziemlich hakelig, weil ich das Ganze einige Jahre überhaupt nicht mehr benötigt habe, aber jetzt ist es wieder "gemütlich" und geht gut von der Hand. Ich komme damit auch gut klar und werde damit auch so weiterübersetzen. ;)


    Was sich anbietet beim MEGA-Buch ist die schon vorhandene Aufteilung in Kapitel. Jedes Kapitel ist ein eigenens LaTeX-Dokument, was komplett eigenständig von einem bearbeitet werden kann. Und am Ende fügt man das dann zum Buch zusammen.


    Also wenn jemand sich daran versuchen will, am besten ein Kapitel schnappen, an dem ich nicht dran bin (z.Z. bin ich am Kapitel 8 und der BASIC 65-Referenz, die ich gerne auch fertig machen möchte) und mal schauen, wie einem das von der Hand geht. Wie schon oben geschrieben, halte ich die Vorgabe "LaTeX" für die größere Hürde als die reine Textübersetzung. Die spielt bei der Arbeit nicht so die entscheidende Rolle.

  • kommt man nicht darum herum, den Text nicht nur zu übersetzen, sondern ihn auch wieder "passend" mit allen Steuercodes usw. im LaTeX-Dokument einzubinden

    Wie schon oben geschrieben, halte ich die Vorgabe "LaTeX" für die größere Hürde als die reine Textübersetzung.

    Wäre es da nicht einfacher gewesen, von vornherein in Word oder LibreOffice Writer zu arbeiten? LaTex kenne ich nur vom Hörensagen; klingt für mich so, als sei WYSIWYG daran vorbeigegangen. Hat das denn (auch heute noch) Vorteile (außer beim Formatieren komplexer mathematischer Formeln)?

  • Zum Briefeschreiben ist Word / LibreOffice okay, aber fuer den professionellen Print ist das nicht geeignet.


    Ich persoenlich bearbeite LaTeX-Dateien in Emacs. Dort habe ich auch DeepL integriert, um markierte Texte on-the-fly zu uebersetzen und sich auf Tastendruck eine kompilierte LaTeX-Vorschau anzeigen zu lassen. Einem Emacs-Neuling wird das vermutlich nicht helfen, da hier die Einstiegshuerde recht hoch ist. ;-)

  • kommt man nicht darum herum, den Text nicht nur zu übersetzen, sondern ihn auch wieder "passend" mit allen Steuercodes usw. im LaTeX-Dokument einzubinden

    Wie schon oben geschrieben, halte ich die Vorgabe "LaTeX" für die größere Hürde als die reine Textübersetzung.

    Wäre es da nicht einfacher gewesen, von vornherein in Word oder LibreOffice Writer zu arbeiten? LaTex kenne ich nur vom Hörensagen; klingt für mich so, als sei WYSIWYG daran vorbeigegangen. Hat das denn (auch heute noch) Vorteile (außer beim Formatieren komplexer mathematischer Formeln)?

    Ich hätte für so ein Opensource-Projekt wie es der MEGA65 nicht LaTeX verwendet. Außerhalb vom akademischen Umfeld bin ich damit nie in Berührung gekommen. Die Einstiegshürde ist für Neulinge, die nur mal was korrigieren oder ergänzen wollen, viel zu hoch. Da arbeitet sich kaum jemand extra ein.


    Ich hätte ein Wiki bevorzugt, aus dem man dann ein PDF zum Druck generiert hätte. Aber es ist halt jetzt so, dass fast 1100 Seiten als Latex-Dokumente vorliegen.


    Ich möchte für die Übersetzung das gleiche Layout beibehalten, deshalb mache ich meine Übersetzungen eben nun in den vorhandenen Latex-Dateien. Ich fände es nämlich schade, wenn die deutsche Version dann "bloss ein Textdokument" ist.


    Ich sehe jedenfalls keinen Anlass, die deutsche Version des Handbuch qualitativ schlechter als die englische Ausgabe zu produzieren. Wenn schon die Arbeit machen, dann auch "richtig". ;)

  • Die Vorteile von LaTeX überwiegen aber die Nachteile. Es ist nicht so schwer zu bedienen. Natürlich muss man sich ein bisschen einarbeiten. Aber die

    Ergebnisse sprechen für sich. Mit Word und Konsorten ist das einfach nur Frust.

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    Ultimate64, TAPunio, SD2IEC, ZX Spectrum 48k, 1581 Replik, C64 Laptop, C64 MK II, C116, SX64,
    MiSTer FPGA, TI99/4A mit PEB, Atari 800 XL, Anycubic I3 Mega, Mega65, C64 Modular, Uniprom64

  • Ich sehe jedenfalls keinen Anlass, die deutsche Version des Handbuch qualitativ schlechter als die englische Ausgabe zu produzieren.

    Nicht 1:1 identisch müsste ja jetzt nicht "schlechter" sein.

    Hier gebe ich dir Recht.


    Ich möchte es nur gerne genauso machen wie die englische Ausgabe. :)


    Ich fände zudem eine Umgestaltung, wie auch immer, arbeitsaufwändiger als das Verwenden der bestehenden Dokumente. Auch wenn mir bewusst ist, dass die Hürde LaTeX für Neulinge sehr hoch ist.

  • Die Vorteile von LaTeX überwiegen aber die Nachteile.

    Bisher wurde noch kein konkreter Vorteil genannt.

    MS Word ist eine Textverarbeitung. Mit allen Vor- und Nachteilen.

    Einfacher Einstieg, aber will man mehr wird es schnell kacke.

    So Sachen wie einheitliche Kapitelformate, Inhaltsverzeichnis, Stichwortverzeichnis, Tabellen, wissenschaftliches Schreiben, Formeln, usw. wird sehr sehr unangenehm, wenn man so drauf los tippt.

    TeX zwing einen dazu diese Sachen vorher sauber zu planen. Das macht den Einstieg schwer, aber hinten raus zahlt es sich doppelt und dreifach aus.

    Es gibt (gab) Verlage bei denen man Rabatt bekam, wenn man sein Manuskript in TeX einreichte.

    Die haben wesentlich weniger Arbeit mit dem Satz gehabt, als wenn man ein Word Dokument eingereicht hat.

  • Hi Snoopy !
    Ich bin beeindruckt von deiner Herangehensweise und den bisherigen Ergebnissen bei der Übersetzung !

    Ich wollte hier nur mal unsere "Druck-einstellungen" mitteilen, wenn jemand sich eine Test version drucken möchte.

    Das sind die Einstellungen die wir für den Userguide verwenden.


    Wir haben bei 268 Seiten, 134 Blatt Papier DIN A5, mit folgendem Gewicht: Umschlag: 300gr/m², Innen: 135gr/m².

    Zusätzlicher Schutz durch transparente Deckblätter auf der Vorder- und Rückseite. (zählen nicht zur obigen Anzahl Blatt Papier)

    Gebunden mit weißer Wire-O-Bindung.Druck 4 Farben, Matt

    Diese Werte haben sich als optimal herausgestellt, bei direktem Vergleich zum Original Commodore C64 Handbuch.

    Wir drucken im Moment bei https://www.wir-machen-druck.de/ .

  • Hallo,


    Es ist sensationell, was ihr hier machen, vielen Dank.


    Ich habe auch ein paar Anmerkungen und Vorschläge.


    Bitte verwendet keine direkte Anrede wie das DU - das ist meiner Meinung nach unprofessionell und passt eher zu Kinderbüchern. Ich würde in diesem Fall auch immer im Passiv schreiben.


    Was das Gendern anbelangt, möchte ich mich Hobbyist anschließen und anregen eine geschlechterneutrale Sprache ohne das Binnen-I zu verwenden.

    Auf der folgend Webseite gibt da einige Tips.


    https://geschicktgendern.de/


    Was LaTeX angeht, habe ich immer Overleaf benutzt, das bietet einen gewissen Komfort und zumindest wissenschaftliche Texte sind einfacher zu handhaben.


    https://de.overleaf.com/


    LG

    clockchip

  • Ich find die Übersetzung ins Deutsche eine super Idee! Wer liest nicht gerne ein Buch in eigener Muttersprache. Dazu zwei Anmerkungen, falls es dazu kommt:

    - Würde warten bis die finale englische Version abgeschlossen ist

    - Ich höre oft von Entwickler, dass sie lieber die englische Version lesen, weil sie glauben/befürchten, dass die Übersetzung nich komplett ist.