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Wieder mal: Linux vs. Windows (vs. Mac) [aus Geburtstags-Thread]

  • Könnte ich dann einfach irgendwo sagen, dass er bitte schön die 731 zuvor heruntergeladenen Pakete einfach nochmal installieren soll, damit ich dann schnell wieder auf dem gleichen Stand bin?

    Das ist das, was ich mit "größtenteils automatisieren" meinte - ein Paketmanager generiert und exportiert dir natürlich liebend gerne ein Übersicht, was installiert ist bzw. was du manuell installiert hast. Distributionsübergreifend funktioniert das aber nur, wenn beide Distributionen die gleiche Bezeichnung für alle betroffenen Pakete verwenden und vor allem auch die gleichen Versionen in ihren Repositories haben - speziell von zusätzlich benötigten Bibliotheken u.ä.


    In 99% der Fälle haut das hin, aber manuelle Kontrolle braucht es trotzdem. Und bei deinen 4000 Anwendungen sprechen wir hier von 8000 Paketen (Bibliotheken, Zeichensätze...) - 1% davon wären dann 80 Problemfälle...

  • Also ich bin hier grad an einem Fedora-Rechner, dort gibt es den Paketmanager "dnf".


    Ich weiss, Konsole ist boese und so, aber wenn ich die folgende Zeile eintippe:


    Code
    1. dnf history userinstalled


    ...dann bekomme ich eine Liste aller Pakete, die ich manuell installiert habe. Das kann ich mir natuerlich direkt in eine Textdatei pipen lassen und diese spaeter wieder zur Installation nutzen, auf einer anderen Distro. Das was Korodny sagt, stimmt aber natuerlich auch, nicht jedes Paket hat exakt den gleichen Namen wenn man sich auf einer anderen Distro bewegt.


    Ich persoenlich haette aber keine Lust, mir ein frisches System direkt gleich auf dieser Weise so zuzumuellen, da bin ich mit detlef (ausnahmesweise mal ;) ) einer Meinung. Es hilft vielleicht, um einen Ueberblick zu bekommen, aber ich wuerde trotzdem manuell entscheiden, was auf die frische Kiste wieder draufkommt.


    Ich benutze auch nie OS-Upgrade-Mechanismen, da habe ich viel zu viel Angst, dass irgendwelche subtilen Reste irgendwo rumhaengen die mir irgendwas "kaputt" machen. Das haette ich egal bei welchem OS. Daher installiere ich lieber, wenn die Zeit gekommen ist, die neue Version frisch. Dafuer lasse ich auch gerne mal eine Version aus. Beispielsweise bin ich von Xubuntu 14.04 auf 18.04 gewechselt, also lagen da 4 Jahre dazwischen, ohne die 16.04 zu nehmen. Und jetzt bin ich auf 20.04, weil ich einen neuen Rechner habe. Klar muss man dann mal wieder ein paar Dinge frisch installieren und einrichten, aber alle paar Jahre finde ich das auch ganz nett mal wieder. In der Zwischenzeit haben sich ja auch sowohl OS als auch Software und eigene Gewohnheiten und Vorlieben vielleicht etwas weiterentwickelt, da moechte ich nicht zwingend den ganzen alten Ballast mitschleppen.

  • Das halte ich für ein Gerücht. Windows hat bei mir immer wesentlich mehr Energie verbraten. Hab ich oft getestet.

    Weiss nicht ob sich das plötzlich geändert hat (warum sollte es), aber ich kann mich erinnern dass das damals(tm) auf jeden Fall so war. Der Grund war das Windows (auch heute noch) einen Idle Prozess verwendet, der in einer Endlosschleife läuft und Zeit verbraucht wenn sonst nichts läuft. Linux dagegen hat immer schon den HALT Befehl der CPU für diesen Zweck verwendet, wodurch sich die CPU schlafen legt und weniger Energie verbraucht. Ich habe damals(tm) schon bemerkt dass bei Linux der Rechner im Idelbetrieb immer kühler war als bei Windows.

    Also, einen "Idle-Modus" gibt es definitv auch bei Linux. Wenn ich das Dokument beim Querlesen richtig verstanden habe, ist das abhängig von der CPU.

  • Also, einen "Idle-Modus" gibt es definitv auch bei Linux. Wenn ich das Dokument beim Querlesen richtig verstanden habe, ist das abhängig von der CPU.

    Natürlich gibts den, nur ist der anders implementiert. Wie ich schonsagt, benutzt Linux HALT was Energie spart, und Windows einen Busyloop.

  • Ich persoenlich haette aber keine Lust, mir ein frisches System direkt gleich auf dieser Weise so zuzumuellen, da bin ich mit detlef (ausnahmesweise mal ;) ) einer Meinung. Es hilft vielleicht, um einen Ueberblick zu bekommen, aber ich wuerde trotzdem manuell entscheiden, was auf die frische Kiste wieder draufkommt.

    genau so isses !

    Ich installiere viele Programme / Tools z.B. erst dann , wenn ich sie das erste Mal benötige.

    Das hält das System schlank wie möglich und man hat trotzdem alles, was man braucht :)

  • Wie ich schonsagt, benutzt Linux HALT was Energie spart, und Windows einen Busyloop.

    Windows 3.x, 95, 98(SE), NT 3.x, NT 4 Multiprozessor und vermutlich ME: Stimmt, sofern man keine Third-Party-Tools installiert. Windows NT 4 Uniprozessor, Windows 2000 und später: Falsch, auch die halten die CPU(s) an.

  • Wie ich schonsagt, benutzt Linux HALT was Energie spart, und Windows einen Busyloop.

    Windows 3.x, 95, 98(SE), NT 3.x, NT 4 Multiprozessor und vermutlich ME: Stimmt, sofern man keine Third-Party-Tools installiert. Windows NT 4 Uniprozessor, Windows 2000 und später: Falsch, auch die halten die CPU(s) an.

    Sonst würde ja vermutlich kaum mein CPU-Temperatur runtergehen, wenn Windows nichts zu tun hat.

  • Das ist Nerd-Geschwätz - hier hat auch schon jemand Tiling Window-Manager erwähnt, solche Leute werden auch in der Linux-Szene misstrauisch beäugt ;)

    Waaaas? Frechheit! :motz:


    Tiling Window Manager sind der einzigste Weg zur Beleuchtung! Da lass ich mir garnicht komisch beäugen! :freak

  • Mach ich bei Windows bei der Gelegenheit immer mal ganz gerne. Den ganzen Kram ausmisten, den man mal installiert und dann vielleicht nur einmal benutzt hat.

    Nur ist das bei Windows anscheinend alternativlos. Man kann sich das schönreden als Neuanfang, wenn man mag. Auf dem Mac kann ich das auch freiwillig tun – aber wenn ich keinen Bock darauf habe neu anzufangen, dann kann ich auch einfach den ganzen alten Kram übernehmen und bin z.b. nach einem Hardware-Neukauf nach einer Stunde (oder wie lange das Überspielen halt dauert) wieder betriebsbereit – bis auf das letzte geöffnete Fenster irgendeines Programms.


    Aus Bequemlichkeit habe ich auch jedes Major-Release einfach über das vorhandene System gebügelt – danach war dann alles wie vorher – nur neu. Geht halt schnell und nervt nicht. Irgendwann mache ich vielleicht mal einen Clean-Install – ich habe mir sagen lassen, alle 20 Jahre wäre ein guter Rhythmus. ;)

  • Nur ist das bei Windows anscheinend alternativlos.

    so isses ! und auf Sowas hab ich halt noch nie Bock und Zeit gehabt.

    .... und bin z.b. nach einem Hardware-Neukauf nach einer Stunde (oder wie lange das Überspielen halt dauert) wieder betriebsbereit – bis auf das letzte geöffnete Fenster irgendeines Programms.

    Das sieht es genau so hier unter Linux aus. Und auch das will ich nicht mehr missen.

  • Retrofan meines Wissens kann man auch Windows upgraden, habe sogar mal ein Video gesehen wo einer von Windows 1.0 bis Vista geupgradet hat, es wurden sogar die Farbeinstellungen des Users von Version zu Version uebernommen. Mag sein dass das unter MacOS besser funktioniert, aber wer das unter Windows versuchen will, hat ebenfalls die Moeglichkeit dazu. Windows 10 wurde ja sogar als kostenloses Upgrade fuer Win7 angeboten damals.


    Und bei den meisten Linux-Distros geht das auch.


    Was aber eben nicht geht, ist der nahtlose Austausch einer Distro durch eine andere. Das ist halt nunmal eine Installation eines anderen Betriebssystems.

  • Also meine letzten Windowsupgrades (von 8 nach 10, von 7 nach 10, innerhalb von 10) habe ich genauso schmerzfrei wie die macOS Upgrades in Erinnerung. Alle Anwendungen und Einstellungen wurden problemlos übernommen.

  • Mach ich bei Windows bei der Gelegenheit immer mal ganz gerne. Den ganzen Kram ausmisten, den man mal installiert und dann vielleicht nur einmal benutzt hat.

    Nur ist das bei Windows anscheinend alternativlos. Man kann sich das schönreden als Neuanfang, wenn man mag. Auf dem Mac kann ich das auch freiwillig tun – aber wenn ich keinen Bock darauf habe neu anzufangen, dann kann ich auch einfach den ganzen alten Kram übernehmen und bin z.b. nach einem Hardware-Neukauf nach einer Stunde (oder wie lange das Überspielen halt dauert) wieder betriebsbereit – bis auf das letzte geöffnete Fenster irgendeines Programms.


    Aus Bequemlichkeit habe ich auch jedes Major-Release einfach über das vorhandene System gebügelt – danach war dann alles wie vorher – nur neu. Geht halt schnell und nervt nicht. Irgendwann mache ich vielleicht mal einen Clean-Install – ich habe mir sagen lassen, alle 20 Jahre wäre ein guter Rhythmus. ;)

    Auf den Firmen-PCs habe wir das auch so gemacht und einfach, wie von Microsoft empfohlen, von Windows 7 auf Windows 10 upgedatet. Das funktionierte ohne Probleme. Das mit der Neuinstallation ist bei mir mehr so eine Angewohnheit noch von älteren Windows-Versionen, wo das noch nicht so reibungslos funktioniert hat.

  • Auf den Firmen-PCs habe wir das auch so gemacht und einfach, wie von Microsoft empfohlen, von Windows 7 auf Windows 10 upgedatet. Das funktionierte ohne Probleme. Das mit der Neuinstallation ist bei mir mehr so eine Angewohnheit noch von älteren Windows-Versionen, wo das noch nicht so reibungslos funktioniert hat.

    Was für eine Sprachvergewaltigung.

    Wenn schon denglish dann korrekt -> geupdatet.

    Aber man höre und staune: es gibt sogar ein deutsches Wort dafür -> aktualisiert.

    MfG

  • Was für eine Sprachvergewaltigung.

    Wenn schon denglish dann korrekt -> geupdatet.

    Aber man höre und staune: es gibt sogar ein deutsches Wort dafür -> aktualisiert.

    Jawoll, Herr Oberlehrer. :prof:

    Übrigens, wer in meinen Beiträgen einen Fehler findet, darf ihn behalten. :thumbsup:

  • Das mit der Neuinstallation ist bei mir mehr so eine Angewohnheit noch von älteren Windows-Versionen, wo das noch nicht so reibungslos funktioniert hat.

    Ah, OK. Geht das auch unter Auslassung einiger Major Updates? (edit: ja, von 7 zu 10 ist ja eines übersprungen – sorry) Ich bin ja so einer, der gerne mal ein paar Jahre aussetzt und einfach Releases überspringt. Über Windows geht ja so das Gerücht rum, dass jede 2. große Version Mist ist (sowas wie ME, Vista oder 8 ) und die dazwischen die Guten sind. Da würde ich als User natürlich nur die "Guten" nehmen. ;)


    Und bei meinen Freunden und Kollegen war es eigentlich immer so, dass spätesten bei einem Notebook-Neukauf (den man ja spätestens alle 5 bis 10 Jahre durchführt) dann doch alle Software (unter Verlust der Einstellungen) neu installiert wurde, statt den ganzen Kram aus dem Backup oder direkt von Gerät zu Gerät zurückzuspielen. Entweder kannten die die Tricks nicht oder sie waren übervorsichtig oder es geht doch nicht so reibungslos, wie beschrieben.


    Und bei den meisten Linux-Distros geht das auch.

    Das ist schön zu hören. – zumindest wenn man bei einer Distro bleibt. Und ein paar Jahre sollte man das wohl hinbekommen.


    Was aber eben nicht geht, ist der nahtlose Austausch einer Distro durch eine andere. Das ist halt nunmal eine Installation eines anderen Betriebssystems.

    Das dachte ich mir ja schon fast – ich wollte nur nachfragen, was denn so geht – wie ähnlich sich die Distros im Endeffekt sind. Es ist natürlich nicht vorauszusetzen, dass man einfach alles von einer Distro (Betriebssystem) zur anderen übernehmen kann. Manchmal wird halt gesagt, man können ja einfach wechseln, wenn einem etwas partout nicht (mehr) gefallen würde – aber ganz so einfach wie gesagt, ist es dann eben nicht immer getan (aber es geht halt).

  • EDIT: Sorry, hab mich auf ein Upgrade des selben Rechners bezogen, nicht auf eine Migration auf einen neuen.

  • Tiling Window Manager sind der einzigste Weg zur Beleuchtung!

    Das grundsätzliche Prinzip, auf überlappende Fenster mehr und mehr zu verzichten, wird ja nun bei Windows 10 (und stärker noch in den Windows 11 Videos) auch sehr forciert. Ich mag ja mein Fenster-Durcheinander (und so viele könnte man auch gar nicht ohne Überlappungen darstellen). Aber wem's gefällt, der kann das auch ohne 3rd-Party-Erweiterungen auf anderen Systemen bekommen (macOS hat das auch – in abgeschwächter Form – eingebaut).



    Übrigens ein Release, das mir optisch ausnahmsweise mal gefällt (8 und 10 finde ich eher gruselig und auch davor – naja), kann aber auch daran liegen, dass Microsoft die Optik schamlos bei macOS abgekupfert hat. Überall runde Ecken (bis ins Logo hinein), Milchglas-Effekte, sehr weiche Schatten, dickere Icons, sogar das "Dock" sieht ähnlich aus.