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Wieder mal: Linux vs. Windows (vs. Mac) [aus Geburtstags-Thread]

  • Richtig – und wir beide brauchen das auch. Aber viele auch nicht. Denen würden z.B. 16 Pixel Genauigkeit (oder noch weniger) auch reichen, um kleinere Icons zu treffen. Welche Genauigkeit braucht man denn z.B. im Datei-Explorer oder Finder? Man sollte vielleicht auch gucken, ob "Maus"-Steuerung (egal ob mit oder ohne Maus) für alle Zwecke die beste ist – vielleicht kann man auch mit alternativen, sich ergänzenden, Mechanismen arbeiten, die je nach App zum Tragen kommen.

    Alternativen gibt es doch.

    Gute Software benutzt auch Tastatur 'Shortcuts'.

    Bestes Beispiel:-> Emacs (Escape - Meta - Alt - Control - Shift) ;-)

    Oder Vi ohne Tastencombis nur halb so comfortabel.

    Und ja, ich weiss, man muß die Tastencombis erstmal erlernen, aber danach geht rasanter als mit der Maus.

    Gilt natürlich nicht für jedweder Art Software. Nicht umsonst gibt es zig- Eingabegeräte (Maus/Joystick/Tablet/Trackpad/Trackbal etc.pp).

  • Gute Software benutzt auch Tastatur 'Shortcuts'.

    Bestes Beispiel:-> Emacs (Escape - Meta - Alt - Control - Shift) ;-)

    Oder Vi ohne Tastencombis nur halb so comfortabel.

    Und ja, ich weiss, man muß die Tastencombis erstmal erlernen, aber danach geht rasanter als mit der Maus.

    Gilt natürlich nicht für jedweder Art Software. Nicht umsonst gibt es zig- Eingabegeräte (Maus/Joystick/Tablet/Trackpad/Trackbal etc.pp).

    Wobei die Betonung auf AUCH liegt. Wenn ich programmiere dann verwende ich fast nur Shortcuts, weil das viel schneller geht, als jedesmal die Maus benutzen zu müssen, Menupunt finden und auswählen usw.. Wobei aber manche Tasks mit der Maus logischerweise einfacher ist. z.B. einen Bereich markieren. Wenn du das, wi in vi machst, dann musst du erstmal schauen wie die Zeilennummern sind, damit du z.B. einen Block löschen kannst.

    Hat also jedes seine Berechtigung. Nur Keyboard ist unbequem und nur Maus auch. :D

  • Auf dem Smartphone funktionieren diese "moderneren" Touch-Konzepte gut, weil man da keine Tastatur und keine Maus dabei hat, und weil der Bildschirm klein ist [...] Deshalb sind solche Konzepte auch nicht zwingend auf den Desktop "rueckportierbar".

    Ich habe auch nicht den Eindruck, dass das hier irgendwer will. Ich hatte ja auch schon gesagt, dass man nicht versuchen sollte, die Smartphone-Bedienung hochzuskalieren. Gesten und ähnliches sollte man bei einem Desktop-Rechner nicht auf dem Bildschirm ausführen müssen. Ein riesiger Fehler vieler AIO-Anbieter.

  • Ich habe auch nicht den Eindruck, dass das hier irgendwer will.

    Es gibt immer mehr Laptops mit Touchscreen, es gab Versuche, Betriebssysteme sowohl Tablet- als auch Desktop-kompatibel zu machen (Windows, GNOME3, etc), also von daher wollen das wohl schon einige. Und ich habe halt erklaert, warum das meiner Meinung nach nicht funktioniert.

  • Gute Software benutzt auch Tastatur 'Shortcuts'.

    Ja klar. Die würde sicherlich auch niemand abschaffen wollen. Selbst das iPhone/iPad kennt die meisten gängigen, wenn man eine Tastatur anschließt. Da das aber ein altes Konzept ist, würdest du einfach dafür plädieren, das beizubehalten – da wäre ja keine Verbesserung drin, oder?

  • von daher wollen das wohl schon einige.

    Ach so war das gemeint. Ich hatte vermutet, das wäre ein Einwand gegenüber irgendeiner Äußerung hier gewesen. Ja, von Microsoft und einigen anderen wurden solche Konzepte forciert. Ich bin da ähnlicher Meinung wie du und halte davon nicht viel.


    "Direkt auf dem Screen" funktioniert nur bis zu einer bestimmten Größe gut (sonst werden die Bewegungen quer über den Screen zu anstrengend) und vertikal ist es nochmal nerviger. Dazu kommt dann die von dir schon erwähnte Ungenauigkeit, aufgrund dicker (undurchsichtiger) Finger.

  • Gute Software benutzt auch Tastatur 'Shortcuts'.

    Ja klar. Die würde sicherlich auch niemand abschaffen wollen. Selbst das iPhone/iPad kennt die meisten gängigen, wenn man eine Tastatur anschließt. Da das aber ein altes Konzept ist, würdest du einfach dafür plädieren, das beizubehalten – da wäre ja keine Verbesserung drin, oder?

    Warum soll das Gute mit Verschlimmbessertem ersetzt werden?

    Nur um 'etwas' neues zu haben, aber letztendlich dasselbe zu erledigen wie mit das alte Gute?

    Beim Auto (Motorrad) werden ja auch nicht dauernd die Bedienelemente (Gaspedal, Kupplung, Gangschaltung, Licht & Blinker) je nach Lust und Laune anders positioniert und deren Bedienung völlig anders gestaltet, oder?

  • "Direkt auf dem Screen" funktioniert nur bis zu einer bestimmten Größe gut (sonst werden die Bewegungen quer über den Screen zu anstrengend) und vertikal ist es nochmal nerviger. Dazu kommt dann die von dir schon erwähnte Ungenauigkeit, aufgrund dicker (undurchsichtiger) Finger.

    Dagegen hilft auch etwas 'älters': Der Light-Pen ;-) (Zur Not die modernere Variante: Den TouchScreen-Pen).

  • Gute Software benutzt auch Tastatur 'Shortcuts'.

    Ja klar. Die würde sicherlich auch niemand abschaffen wollen. Selbst das iPhone/iPad kennt die meisten gängigen, wenn man eine Tastatur anschließt. Da das aber ein altes Konzept ist, würdest du einfach dafür plädieren, das beizubehalten – da wäre ja keine Verbesserung drin, oder?

    Warum soll das Gute mit Verschlimmbessertem ersetzt werden?

    Nur um 'etwas' neues zu haben, aber letztendlich dasselbe zu erledigen wie mit das alte Gute?

    Beim Auto (Motorrad) werden ja auch nicht dauernd die Bedienelemente (Gaspedal, Kupplung, Gangschaltung, Licht & Blinker) je nach Lust und Laune anders positioniert und deren Bedienung völlig anders gestaltet, oder?

    Doch siehe Lenkrad des neue Testa ;)

  • Man darf dem Power-User auf jeden Fall nicht die Moeglichkeiten nehmen, mit denen er das System schneller und flinker bedienen kann, nur um es anderen vermeintlich "leichter" zu machen. Ich denke das ist ein ganz wichtiger Punkt. Sonst kommen sich Power-User vor als wuerden sie wie Babys behandelt werden. Das ist fuer mich auch einer der groessten Kritikpunkte an GNOME3, hier wurden viele Dinge einfach ersatzlos rausgenommen, die ich aber staendig BRAUCHE.


    Man koennte sich auch mal ueberlegen, welche GUIs denn heutzutage am oeftesten verwendet werden - das duerften zum Teil schlichtweg Webseiten sein. Abgesehen von den ueblichen Office-Programmen, halten sich doch viele User heutzutage auf irgendwelchen Webseiten auf, z.B. News-Seiten, Online-Shops, usw. Diese konnten sich natuerlich stets "unabhaengiger" von den ueblichen GUI-Konzepten entwickeln, und bieten deshalb manchmal auch andere Funktionen und Layouts als das, was man von Desktop-Applikationen kennt. Beispielsweise hat so gut wie jede Seite eine Suchfunktion. Hat aber auch jede Desktop-Anwendung eine Suchfunktion? Wohl eher nicht. Die meisten Webseiten (oder bzw. der Browser) hat eine Zurueck-Taste. Haben das die meisten Desktop-Anwendungen? Bzw. die Betriebssysteme? Auch nicht. Vielleicht koennte man an dieser Stelle mal ansetzen, und sich ueberlegen, ob solche Konzepte, die man von Webseiten kennt, sich auch irgendwie sinnvoll in die Desktop-GUI integrieren lassen - natuerlich so, dass sie einem die Arbeit erleichtern. Vielleicht ist das auch Humbug, und macht die Bedienung nur komplizierter. Aber es waere mal ein Ansatz, drueber nachzudenken.

  • Ich glaube uebrigens, dass wir uns hier teilweise auch noch im falschen Denken bewegen, weil wir ueber die Maus und Tastatur usw nachdenken. Urspruenglich ging es hier doch drum, wie man Linux benutzerfreundlicher machen kann, sodass es Windows und MacOS uebertrifft und auf dem Desktop massenhaft Einzug findet. So die Grundausrichtung. Wenn man nun aber ueber alternative Eingabegeraete nachdenkt, die es noch gar nicht gibt, verlaesst das bereits dieses Thema, denn wir wollen hier doch gar nicht alternative Eingabegeraete designen - zumal diese ja dann auch von Windows und MacOS genutzt werden wuerden und Linux deshalb nicht besser dastuende. Und wenn es exklusiv fuer Linux bliebe, wer wuerde DAS denn dann haben wollen?


    Wir reden von Desktop-PCs, und da gehoert eine Tastatur, ein Bildschirm, und eine Maus zur Grundausstattung. Daher sollte sich meiner Meinung nach die Diskussion auf das konzentrieren, was letztendlich auf dem Bildschirm passiert, mithilfe der genannten Eingabegeraete. Und deshalb sollte man sich, wie ich schon weiter vorne sagte, mal anschauen/ueberlegen, was denn so die Herausforderungen sind, denen ein "einfacher Nutzer" so im Alltag begegnet. Denn wie man eine Tastatur und eine Maus bedient, WEISS inzwischen einfach jeder. Da braucht man nicht ansetzen. Wie man ein Fenster schliesst mit Klick auf "X" weiss auch jeder, und was ein OK- und Abbrechen-Button ist, auch. Die Maeuse haben inzwischen Scrollraeder, auch das kann jeder bedienen, weil es wahnsinnig intuitiv ist. Aber wo genau liegen denn nun die Huerden, ueber die ein Nutzer in der Bedienung dieses Systems klettern muss?

  • Die meisten Webseiten (oder bzw. der Browser) hat eine Zurueck-Taste. Haben das die meisten Desktop-Anwendungen? Bzw. die Betriebssysteme?

    Also, die 'Undo'-Funktion ist so gut wie in jedes Programm vorhanden, sogar im FileManager. Gelöschtes kann man aus dem Mülleimer wieder holen.

  • Die meisten Webseiten (oder bzw. der Browser) hat eine Zurueck-Taste. Haben das die meisten Desktop-Anwendungen? Bzw. die Betriebssysteme?

    Also, die 'Undo'-Funktion ist so gut wie in jedes Programm vorhanden, sogar im FileManager. Gelöschtes kann man aus dem Mülleimer wieder holen.

    Naja "Zurueck" ist aber nicht "Undo". Und ueber "Undo" habe ich gestern abend auch noch nachgedacht, eigentlich waere es wuenschenswert, wenn es viel mehr "Undo" gaebe. Was z.B., wenn ich einen Ordner versehentlich in einen anderen Ordner schiebe und nicht mehr weiss, wo er gelandet ist? Hat ein File-Manager dafuer eine Undo-Funktion? Ich meine, das in manchen schon gesehen zu haben, in meinem derzeit genutzten (Thunar unter Xubuntu) geht das jedenfalls nicht.

  • Eine Sache, die mir bei "unbedarften" Nutzern oft auffaellt: Wenn sich nicht sofort etwas tut, wird gerne mal erneut geklickt oder aktualisiert. Ich hingegen weiss oft, ob der Rechner etwas tut oder nicht. Oftmals waere der Ladevorgang fast vorbeigewesen, da wird er vom unbedarften Nutzer abgebrochen und neugestartet, weil er ungeduldig F5 drueckt. Man koennte sich nun also ueberlegen, wie man es fuer einen Einsteiger deutlicher sichtbar macht, dass der Computer etwas tut. Frueher konnte man das zum Teil noch am Festplattenroedeln hoeren, oder an der Festplatten-LED, heute gibts das aber beides nicht mehr. Einige Programme haben auch irgendwo eine Aktivitaetsanzeige, aber diese wird offenbar oftmals nicht wahrgenommen.

  • Ich glaube uebrigens, dass wir uns hier teilweise auch noch im falschen Denken bewegen, weil wir ueber die Maus und Tastatur usw nachdenken. Urspruenglich ging es hier doch drum, wie man Linux benutzerfreundlicher machen kann, sodass es Windows und MacOS uebertrifft und auf dem Desktop massenhaft Einzug findet. So die Grundausrichtung. Wenn man nun aber ueber alternative Eingabegeraete nachdenkt, die es noch gar nicht gibt, verlaesst das bereits dieses Thema, denn wir wollen hier doch gar nicht alternative Eingabegeraete designen - zumal diese ja dann auch von Windows und MacOS genutzt werden wuerden und Linux deshalb nicht besser dastuende. Und wenn es exklusiv fuer Linux bliebe, wer wuerde DAS denn dann haben wollen?


    Wir reden von Desktop-PCs, und da gehoert eine Tastatur, ein Bildschirm, und eine Maus zur Grundausstattung. Daher sollte sich meiner Meinung nach die Diskussion auf das konzentrieren, was letztendlich auf dem Bildschirm passiert, mithilfe der genannten Eingabegeraete. Und deshalb sollte man sich, wie ich schon weiter vorne sagte, mal anschauen/ueberlegen, was denn so die Herausforderungen sind, denen ein "einfacher Nutzer" so im Alltag begegnet. Denn wie man eine Tastatur und eine Maus bedient, WEISS inzwischen einfach jeder. Da braucht man nicht ansetzen. Wie man ein Fenster schliesst mit Klick auf "X" weiss auch jeder, und was ein OK- und Abbrechen-Button ist, auch. Die Maeuse haben inzwischen Scrollraeder, auch das kann jeder bedienen, weil es wahnsinnig intuitiv ist. Aber wo genau liegen denn nun die Huerden, ueber die ein Nutzer in der Bedienung dieses Systems klettern muss?

    Nun ja. Was könnte Linux ein breiteres UserBase verschaffen?

    Neue Technologien/Ideen die auf Linux entwickelt werden, werden ratz fatz in Windows un MacOS nachgebildet wenn sich herrausstellt daß sie sinnvoll sind. Das würde also die 'Marktmacht' der Kommerziellen überhaupt nicht ankratzen.

    Das Linux sich nicht so verbreitet liegt mMn vor allem daran daß es zig-tausende Distributionen geibt die nicht zu einander 100% kompatibel sind. Firefox, Open/LibreOffice, GIMP & Co laufen zwar überall, ABER sie sind jeweils für die Distro vorcompiliert.

    Ein Binary von Slackware wird nun mal nicht auf Debian laufen, oder auf ein RedHat oder SuSE.

    Und das ist ein Graus für Spieleschmieden. Die müßten auf 100e Systeme ihre Spiele compilieren und bei Bestellung hölisch aufassen daß die nicht das falsch compilat verschicken.

    Windows im Heimbereich ist doch eher eine Zockerkiste mit Zusatznutzen, als eine Arbeitsstation. Ich behaupte (ohne nachprüfen zu können) das 99% der heimische PC's hauptsächlich zum Zocken genutzt werden, und nebenbei als Surfstationen für's Internet.

  • Was Spiele angeht, bin ich mir da nicht so sicher. Ich hoffe ich erzaehle jetzt keinen Quatsch, aber ich glaube wenn ein Spiel in eine einzige Binary kompiliert wird, also keine Libs vom System nutzt, dann sollte das auch auf (den meisten) Linux-Distributionen laufen. Ein Kumpel von mir hat ein selbstprogrammiertes 3D-Spiel auf Steam released, das gibt es auch fuer Linux, den sehe ich heute abend, ich werde ihn mal fragen ob er auf Linux nur eine einzige Binary ausliefert oder ob er da verschiedene hat - letzteres bezweifle ich aber ganz stark.


    "Normale" Linux-Software hingegen ist ja meist opensource und verwendet nach Unix-Manier die System-Libs, deshalb laedt man die ueblicherweise aus dem fuer seine Distribution bestimmten Repo herunter, anstatt einfach eine Binary eines Fremd-Systems zu nutzen.


    Was das Thema "Windows zuhause" angeht: Wir reden hier ja vom Desktop, Desktop heisst aber nicht zwingend zuhause, sondern Desktops findet man auch im Buero. Egal ob das Buero zuhause ist oder in einer Firma. Und auch da waere es ja nett, wenn sich Linux etablieren koennte. Also sollten wir das Thema hier nicht auf "Zockermaschinen" begrenzen. Wenn dem so waere, waere das Problem sogar geringer, denn dann muessten ja "nur" die Spielestudios ihre Spiele auch fuer Linux kompilieren. Der Zocker wuerde dann eine Distro waehlen, auf der Steam gut laeuft, z.B. SteamOS, oder eine andere Mainstream-Distro. Wenn die Spiele unter Linux mehr FPS haetten, wuerden die Spieler umsteigen, da bin ich mir sehr sicher. Nur muessten dazu einfach so gut wie alle PC-Spiele auch auf Linux veroeffentlicht werden, was aktuell eben nicht der Fall ist. Henne-Ei-Problem halt ;)

  • Das von Dir genannte ist ja auch einer der Gründe, warum iOS so schön erfolgreich ist und gepflegt werden kann.

    Wenige OS-Versionen, die nur auf bestimmten Modellen laufen müssen.


    Auch hier ist Windows im Vorteil. Zwar gibt es etliche Editionen, aber grundlegend muss(te) man nur zwischen 32 und 64bit aufpassen, was heute im Grunde genommen ja auch schon eigentlich obsolet ist.

    Alle paar Jahre dann mal drauf achten, dass ein altes Windows aus dem Support genommen wird oder die Software wirklich nicht mehr dafür gedacht ist, auf einem alten Windows zu laufen.

    Idealerweise lässt man das den Installer prüfen und der Kunde kann das einfach überblicken.


    Und klar, wird der überwiegende Teil der Heimrechner heute für Spiele, Internet und Filmegucken und Musikhören benutzt. Es sind ja Geräte fürs Mainstream geworden und nicht mehr die Hobbykisten der Nerds.

    PCs sind nunmal im Consumermarkt angekommen, wie Tablet, Handys usw.


    Und da muss man halt überlegen, wie Du schon sagst, ob die Zersplitterung auf zig Distributionen mit zig Desktopvarianten, teilweise arg inkompatibel zueinander, eben sinnig ist.

    Oder ob hier nicht auch die, wie vorher schon gefragte Standardisierung für bestimmte Dateitypen, nicht auch helfen könnte, Linux vorwärts zu bringen in diesen Segmenten.


    Geh mal in ein Restaurant mit 500 Gerichten auf der Speisekarte. Egal, für was Du Dich entscheiden wirst, Du wirst das Gefühl haben, der am Nebentisch hat das bessere ausgewählt :D


    Edit: Post bezog sich auf den Eintrag vor ZeHa :)



    Ein schönes Meme dazu:

    https://xkcde.dapete.net/927/

  • Ich weiss gar nicht, ob das mit der Zersplitterung so ein grosses Problem ist. Klar, wenn jetzt einer auf Linux umsteigen moechte, dann muss er sich entscheiden, das ist richtig. Aber wenn sich jetzt eine Distro stark in den Vordergrund mausern wuerde, weil sie besonders bedienungsfreundlich waere, dann wuerden halt alle auf diese umsteigen und gut ist. Frueher hat auch jeder seine Lieblings-Suchmaschine gehabt, heute gehen alle auf Google (oder inzwischen schon wieder nicht mehr, gut...).


    Ubuntu war ja damals auch so ein Kandidat, nur war das halt vielleicht nochmal 15 Jahre zu frueh.

  • Nunja, Ich verwende auf meinem Desktop einen Tiling Window Manager. Das Konzept ist uralt, Fenster ohne Überlappung gab es schon bevor überhaupt jemand auf die Idee gekommen ist, sie übereinander zu legen.


    Also nicht innovativ? Oder gerade doch. Denn moderne Tiling Window Manager wie i3 bieten eine unglaubliche Flexibilität und Effizienz. Wer nur kurz reinschnuppert wird nicht einmal ein Programm starten oder beenden können.

    Richtig, uraltes Konzept – wird jetzt gerade wieder aufgewärmt über iPads, Windows 10 und auch macOS, die jetzt viel mit Splitviews arbeiten. Allerdings in einer Art, die selbst Anfänger nicht vor Probleme stellt. Meins ist das nicht aber es ist ja, zumindest bei macOS, optional.


    Wer jetzt auf Linux für Durchschnittsnutzer pocht ist damit schon mindestens 10 Jahre zu spät dran. Egal ob die Forderung aus der Linux oder Windows Ecke kommt. Desktopbetriebssysteme werden immer mehr zu einer Nische für Professionelle und Amateure die auch Zeit und Aufwand in die Bedienung investieren wollen, können und müssen.

    Das ist auch ein interessanter Aspekt – machen wir uns hier nicht Gedanken über eine Art der PC-Nutzung, die in ein paar Jahren obsolet wird, weil PCs quasi zu Workstations für versierte Anwender werden und der Normalo gar keinen PC mehr anfassen wird?


    Microsoft Office hatte mal versucht, in den Menues nur die wichtigsten und am oeftesten genutzten Funktionen zu zeigen, zudem wurden diese noch je nach Nutzungshaeufigkeit umsortiert. Grauenhaft.

    Ja, gruseliger GUI-Ansatz, komplett in die Hose gegangen.


    Ich bin mir gerade nicht sicher, aber ich glaube die Zielgröße wird in meinem Linux geprüft bevor es losgeht.

    Ist das bei irgend einem OS anders?


    und alles was bei Win 10 noch an 8 erinnert rausgepached habe, z.B. mit dem Classic Start Menü ersetzte.

    Nicht ganz. Man kann beim aktuellen Startmenü immer noch kleine Kacheln finden (und das ganze, soweit ich weiß, auch wieder auf Fullscreen schalten). Die sind aber bei Windows 11 dann endgültig auch verschwunden. Was für ein Glück, dass diese Kachel-Phase dann endgültig der Geschichte angehört.


    Man darf dem Power-User auf jeden Fall nicht die Moeglichkeiten nehmen, mit denen er das System schneller und flinker bedienen kann, nur um es anderen vermeintlich "leichter" zu machen.

    Korrekt, dass sollte man nicht tun.


    Beispielsweise hat so gut wie jede Seite eine Suchfunktion. Hat aber auch jede Desktop-Anwendung eine Suchfunktion? Wohl eher nicht.

    Nein, wohl nicht. Allerdings nahezu alle Anwendungen, in denen sie mir fehlen würde. Alles, was irgendwie mit Text zu tun hat, hat eine – dazu der Finder (Datei Explorer), Foto-Verwaltung (mit KI-Bilderkennung, damit man überhaupt etwas finden kann), Photoshop für seine Ebenen, iTunes für Tag-Inhalte, Datenbanken natürlich usw. Mir fällt auf Anhieb keine Desktop-Anwendung ein, wo mir eine Suche gefehlt hätte. Zudem sind die Suchen, wo nötig, mehrstufig, sodass man Suchfelder miteinander verknüpfen kann (beim Finder und iTunes z.B.). Und man kann die teils komplexen Suchen auch als "intelligenten Ordner" abspeichern und jederzeit wieder aufrufen.


    Die meisten Webseiten (oder bzw. der Browser) hat eine Zurueck-Taste. Haben das die meisten Desktop-Anwendungen?

    Nein, auch hier nicht. Allerdings macht das natürlich auch nur Sinn, wenn man eine ähnlich seitenorientierte Anwendung hat. Das ist bei vielen Anwendungen (außerhalb von Browsern und alten DOS-Anwendungen) eher selten der Fall. Zumindest fallen mir auf Anhieb keine ein.


    Was man noch vom Web (oder besser: Webbrowsern) lernen kann: Tabs. Hat Apple z.B. für jegliche Fenster eingeführt. Wenn eine Anwendung mit mehr als einem Fenster umgehen kann (und keine eigene Tab-Verwaltung zur Verfügung stellt), dann gibt es Tabs – halt auch für den Datei-Browser (Finder). Ich glaube zwar, dass das nicht sehr viele nutzen, ist wohl eher ein Power-User-Feature – aber ich finde gut, dass es das gibt.


    Vielleicht koennte man an dieser Stelle mal ansetzen, und sich ueberlegen, ob solche Konzepte, die man von Webseiten kennt, sich auch irgendwie sinnvoll in die Desktop-GUI integrieren lassen

    Da sollte man wahrscheinlich noch mehr gucken, da gebe ich dir Recht.