Wieder mal: Linux vs. Windows (vs. Mac) [aus Geburtstags-Thread]

Es gibt 644 Antworten in diesem Thema, welches 62.360 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (9. April 2024 um 00:32) ist von atomcode.

  • Wenn Plattformen wie das Steam-Handheld populaer werden, dann werden mit Sicherheit auch irgendwann mehr Linux-Binaries hochploppen.

    Das ist halt die Frage. Steam wird sicher versuchen das zu pushen, aber die Frage ist, wer die Zielgruppe fĂŒr so ein Teil ist. Die Anzahl der Spiele ist verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig klein. Ja, 7500 klingt nach viel aber die Frage ist halt nicht nur wie viele sondern vor allem auch WELCHE. Wenn es nur nach der Anzahl ging, dann wĂ€ren frĂŒher die PD Disks ja der Renner gewesen, aber da sind halt jede Menge Spiele drauf die keinen interessieren. :D

    Hinzu kommt noch dass es auch die Switch gibt, was mobiles spielen ermöglicht und auf Grund von Unity und Co werden jede Menge Spiele auch auf der Switch released. Wenn ich die rumstöbere dann sehe ich gefĂŒhlt kaum einen Untersachied zwischen Nintendo Store und Steam (ja, die AAA Spiele fehlen hĂ€ufig, das ist richtig).

    Allerdings ermöglicht Unity halt keinen Linuxport. Die UnterstĂŒtzung in Linux wird hauptsĂ€chlich ĂŒber Wine erreicht.

  • Allerdings ermöglicht Unity halt keinen Linuxport.

    Also ich habe schon mit Unity unter Linux gearbeitet...

    Was das Steam-Teil angeht, ist es natuerlich gut moeglich, dass es ein Flop wird, aehnlich wie die SteamBox oder der SteamController. Mein "Wenn" war nicht zeitlich bezogen, sondern mehr so "Falls" ;)

    Es tut sich aber schon was in Richtung Linux und Spiele. Klar ist das etwas schleppend, aber heute ist die Situation schon eine ganz andere als noch vor 10 Jahren.

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  • Nur mal aus reiner Neugierde gefragt: Welcher Art sind diese Anwendungsprogramme? Irgendwelche "Spezialsoftware" oder eher "liebgewonnene" Standard-Anwendungen?

    Es geht eigentlich um alles. Ich kann jetzt ehrlich gesagt Windows nicht mit Linux vergleichen, da ich damit wenig Erfahrung habe. Aber ich kann's mit MacOS vergleichen, fĂŒr das es doch wohl mindestens so viel Software gibt wie fĂŒr Linux (oder?). Gut, mittlerweile gibt es auch fĂŒr MacOS recht viel - aber oftmals eine nur sehr geringe Auswahl von Programmen fĂŒr einen bestimmten Zweck. FĂŒr Windows kann man sich gar nicht retten vor Angeboten. Dann probiert man ein paar Alternativen und sucht sich das fĂŒr einen best passende Programm raus. Als Mathematiker brauche ich z.B. TeX. Und dafĂŒr habe ich unter MacOS noch keine (fĂŒr mich) vernĂŒnftige Umgebung gefunden. Kann natĂŒrlich sein, dass es unter Linux besser aussieht.

    Was ich unterm Strich sagen will, ist, dass es fĂŒr Windows fĂŒr jeden Zweck eine Flut von Programmen gibt, wĂ€hrend man auf Mac oder Linux doch sehr eingeschrĂ€nkt ist, was die Auswahl anbelangt.

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  • Zum Glueck gibt es immer mehr Spiele die auch eine Linux-Version anbieten. Ist eigentlich auch nicht verwunderlich, schliesslich sind Spieleentwickler ja oftmals auch Computerfreaks und damit auch gerne mal Linux-User.

    Steam hat ja das SteamDeck angekĂŒndigt, das genau darauf basiert. Bisher sind es aber erst lediglich ca. 7500 Spiele.

    Und wie viele von den "Linux-Spielen" bei Steam sind wirklich Linux elf Binaries und nicht Win32 Executables, die mehr oder minder gut unter Wine/Proton laufen?

    Ich bin bei diesem SteamDeck mal gespannt. Wird immer mit der Switch verglichen, aber dabei wird das Wichtigste ĂŒbersehen: SteamDeck ist nur eine schwache x86-PC-Hardware auf der manche Gaming-PC Spiele leitlich laufen werden. Switch ist eine Platform mit viel exklusivem, perfekt angepasstem und optimiertem Content.

    Wenn ich (dank meiner Kids) den "Nintendo Kult" auf YT sehe, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Teil der Switch nennenswert Marktanteile raubt. Vielleicht wird es eine gute, mobile Retro-Emulations-Platform mit mehr Wumms als ein Odroid Go Adv./Plus oder Raspi im Gameboy-Case...

  • EA usw programmieren nicht, sondern publishen.

    So, und du meinst also, dass die so gucken, was irgendwer so programmiert und das dann vertreiben? Oder ist es nicht vielmehr so, dass DIE sagen, was sie haben wollen und verkaufen können? Letztendlich entscheiden die großen Firmen, was sich fĂŒr sie lohnt – und das wird dann auch programmiert und kommt in den Handel.

    Und viele Spiele werden heute eh schon plattformuebergreifend entwickelt, entweder weil sie Unity verwenden, oder weil sie auch auf einer PS5 oder Switch oder aehnliches releast werden sollen.

    Ja, ich weiß – denn diese Games landen ja auch auf dem Mac – weil es Unity, Unreal-Engine usw. auch nativ dafĂŒr gibt und die "Portierung" oftmals nur eine Einstellung im Compiler ist. Letztendlich gibt es aber auch noch eine Menge Games, die auf keiner der großen Engines laufen und die mĂŒhsam portiert werden mĂŒssen und es ist und bleibt eine Entscheidung, die von wirtschaftlichen Aspekten (Marktanteilen) mehr beeinflusst wird als von Plattform-Sympathien einzelner Programmierer.

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  • Linux auf dem Desktop ist schon alleine deswegen so uneinheitlich (viele Distros), weil Linux selbst ja nur ein Kernel ist, der erstmal mit viel 3rd party Software zu einem brauchbaren System mit GUI erweitert werden muss.

    Und da haben halt tausend Freaks Bock drauf und genug Know-How, um was zusammenzustellen. Ist ja auch cool. Nur hat dann halt keiner Bock auf professionellen Support fĂŒr Home-User.

    FĂŒr Firmen gibt es natĂŒrlich RedHat und SuSe etc. Aber auch viele Firmen haben keinen Bock, dafĂŒr zu zahlen (weil Linux ist ja "kostenlos") und nehmen CentOS und co. und lassen ihre Leute im Zweifelsfall viel rumwurschteln, bis es tut.

  • Retrofan

    Natuerlich haben Publisher oftmals das Sagen - aber die entwickeln die Spiele nicht, sondern das machen die Programmierer in den Studios. Und Programmierer sind nunmal Nerds und ComputerFreaks und haben daher vermutlich eine hoehere Linux-Affinitaet als der Durchschnittsmensch und -manager. Natuerlich heisst das nicht, dass sie volle Freiheiten haben, aber wenn es nicht gerade Fliessband-Coder sind, dann verhalten sie sich eben so wie die meisten anderen Coder auch, und nehmen sich ihre Freiheiten dort, wo sie es tun koennen. Es ist halt ein Wechselspiel. Nur weil vielleicht von "Call of Duty" keine Linux-Binary auf den Markt geworfen wird, heisst das noch lange nicht, dass die nicht irgendwo intern im Studio existiert, weil vielleicht ein paar der Programmierer unter Linux arbeiten und nicht unter Windows. Oder weil das Spiel, wie ich schon sagte, sowieso auch auf Non-Windows-Plattformen releast wird, und damit die Code-Base eh schon potentiell fuer Linux kompilierbar ist.

    Die grosse Linux-Gaming-Revolution blieb bislang noch aus, das ist korrekt, aber Dinge wie die SteamBox und jetzt das SteamDeck geben der Sache immer wieder einen kleinen Anschub. Mal sehen wohin es sich entwickelt, es hat ja keiner behauptet dass es zum gegenwaertigen Zeitpunkt genauso viele Spiele unter Linux wie unter Windows gibt. Aber ein paar der grossen gibt es eben bereits.

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  • Als Mathematiker brauche ich z.B. TeX. Und dafĂŒr habe ich unter MacOS noch keine (fĂŒr mich) vernĂŒnftige Umgebung gefunden.

    Sind nicht die allermeisten TeX-Editoren OpenSource und auf allen Plattformen verfĂŒgbar? Mir wĂŒrde spontan gar keiner einfallen, den es nur fĂŒr Windows gibt.

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  • Und wie viele von den "Linux-Spielen" bei Steam sind wirklich Linux elf Binaries und nicht Win32 Executables, die mehr oder minder gut unter Wine/Proton laufen?

    FĂŒr den Endwanwender ist das doch egal. Ob mein Spiel unter Wine lĂ€uft oder Native ist mir erstmal wurscht, solange es vernĂŒnftig lĂ€uft.

    Zitat

    Ich bin bei diesem SteamDeck mal gespannt. Wird immer mit der Switch verglichen, aber dabei wird das Wichtigste ĂŒbersehen: SteamDeck ist nur eine schwache x86-PC-Hardware auf der manche Gaming-PC Spiele leitlich laufen werden. Switch ist eine Platform mit viel exklusivem, perfekt angepasstem und optimiertem Content.

    Wenn ich (dank meiner Kids) den "Nintendo Kult" auf YT sehe, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Teil der Switch nennenswert Marktanteile raubt. Vielleicht wird es eine gute, mobile Retro-Emulations-Platform mit mehr Wumms als ein Odroid Go Adv./Plus oder Raspi im Gameboy-Case...

    Ich habe ja eine Switch. Und ich habe den Win GPD-2. Das ist im Prinzip genau das was auch das SteamDeck sein wird, nur halt mit Windows. Kann man aber auch bei SteamDeck machen dass man sich selbst Windows drauf installiert. Das Teil habe ich mir gekauft bevor die Switch kam und ich finde es schon sehr praktisch. Ist leistungsfĂ€hig genug um z.B. Doom 2016 flĂŒssig drauf zu spielen. Aber es nicht vergleichbar mit der Switch. Die Spiele auf der Switch sind ja nicht nur 1:1 Ports von Windows Spielen, sondern auch die Steuerung ist an die SWitch angepasst. Das wird eben beim SteamDeck nicht passieren. Bei manchen Spielen habe ich schon Schwierigkeiten mit der Steuerung und die Tastatur kann man fĂŒr Spiele vergessen. Normalerweise spiele ich darauf nur "langsame" Spiele, also z.B. Point&Click Adventures, obwohl das Teil eben viel leistungsfĂ€higer wĂ€re. Ich könnte mir vorstellen dass es beim SteamDeck Ă€hnlich sein könnte.

    Und einen Punkt gibt es der auf der Switch besser gelöst ist, weil es Teil des Systems ist. Man kann jederzeit ein Spiel unterbrechen und genau da forstsetzen wo man gestoppt hat. Gerade unterwegs ist das sehr praktisch. Das ist bei PC Spielen nicht unbedingt so, weil die nicht darauf ausgelegt sind dass sie stÀndig unterbrochen werden könnten.

  • Aber ich kann's mit MacOS vergleichen, fĂŒr das es doch wohl mindestens so viel Software gibt wie fĂŒr Linux (oder?)

    NatĂŒrlich gibt es fĂŒr macOS mehr Software. Quasi alles, was es fĂŒr Linux gibt, kann man auch auf einem Mac zum Laufen bekommen, umgekehrt sieht das nicht so aus. Zudem ist die Anwender/Kunden-Schar rund 5 mal grĂ¶ĂŸer und Apple hat zudem gerade den ARM-Macs den Zugang zum großen iOS-App-Angebot eröffnet. Man hat also auf dem Mac eine schöne Mischung aus den FOSS-Apps aus der Linux-Ecke, netten Mobile-Apps/Games und vielen kommerziellen Programmen, die man auch von Windows kennt. Aber natĂŒrlich ist die Auswahl bei Windows grĂ¶ĂŸer als bei den anderen beiden Desktop-Plattformen. Aber fĂŒr mich ist das OK, letztlich will ich nur EINE Office-Suite, einen 3D-Renderer, ein Videoschnittprogramm und eine Einkommenssteuer-Software nutzen. Und meistens werden eher die besseren (erfolgreicheren), denn die schlechteren Apps portiert, also spart man sich auch noch die eine oder andere EnttĂ€uschung durch die kleinere Auswahl.

    Aber du hast natĂŒrlich recht, fĂŒr Windows gibt es mit Abstand das grĂ¶ĂŸte Software-Angebot – und wenn man Apps verwenden möchte, die es woanders nicht gibt, schaut mal halt in die Röhre.

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  • Bei Windows ist es aber halt so, dass man sich irgendwelche dubiosen Tools von Seiten wie chip.de runterlaedt und dann noch zig Toolbars in den Browser installiert bekommt - gut, die Zeit der Toolbars ist inzwischen glaube ich auch vorbei, aber sinnbildhaft ist dies bestimmt nach wie vor keine verkehrte Aussage. Bei Linux installiert man das meiste aus dem Repo heraus und bekommt keine Dinge installiert, die man eigentlich nicht haben will.

    Also auch wenn das Software-Angebot unter Windows natuerlich groesser ist, und es mit Sicherheit auch Programme gibt, die ich unter Linux vermisse (vor allem grosse kommerzielle Software), hat es umgekehrt gesehen durchaus auch seine Vorteile, wenn man sich nicht durch den Dschungel der kostenlosen und Shareware-Tools kaempfen muss, um einen "Bildershow-Maker 2000" zu bekommen oder aehnliches.

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    FĂŒr Firmen gibt es natĂŒrlich RedHat und SuSe etc. Aber auch viele Firmen haben keinen Bock, dafĂŒr zu zahlen (weil Linux ist ja "kostenlos") und nehmen CentOS und co. und lassen ihre Leute im Zweifelsfall viel rumwurschteln, bis es tut.

    naja, da ich auf Grund meines Jobs sehr viel mit Admins zu tun habe, kommt mir es eigentlich umgekehrt vor.

    Wenn ich Linux-Umgebungen antreffe, werden diese fast immer von Admins gepflegt die 100% wissen was sie tun und haben damit alles im Griff.

    Leider kann ich das im Windowsbereich nicht so bestÀtigen, da wird oft gewurschtelt. Im Gegensatz zur Linuxwelt treffe ich hier öfter auf gefÀhrliches Halbwissen mit Basteleien.
    Das ist meine Erfahrung.
    Jeder sollte es fĂŒr sich entscheiden können. Es gibt auch viele die sich quasi den proprietĂ€ren Betriebssystemen unterwerfen und nur User sind und damit glĂŒcklich.

    Freiheit ist wichtig, viele merken es auch nicht diese schon nicht mehr zu haben.


    Jeder nach seinem Fasson.


    Happy Birthday 👌

  • Quasi alles, was es fĂŒr Linux gibt, kann man auch auf einem Mac zum Laufen bekommen

    Ich hÀtte ja total gerne mal wieder ein valgrind, welches auf dem aktuellen MacOS-Release funktioniert...

    10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    30 printint(rnd(1)*328)-217

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  • Retrofan

    Und Programmierer sind nunmal Nerds und ComputerFreaks und haben daher vermutlich eine hoehere Linux-Affinitaet als der Durchschnittsmensch und -manager. Natuerlich heisst das nicht, dass sie volle Freiheiten haben, aber wenn es nicht gerade Fliessband-Coder sind, dann verhalten sie sich eben so wie die meisten anderen Coder auch, und nehmen sich ihre Freiheiten dort, wo sie es tun koennen.

    Bin wohl Fliessband-Coder - zumindest hatte ich noch nie bei meinen Arbeitgebern die Freiheit, mir ein System oder gar eine bestimmte Linux-Distro auszusuchen.

    




    FĂŒr Firmen gibt es natĂŒrlich RedHat und SuSe etc. Aber auch viele Firmen haben keinen Bock, dafĂŒr zu zahlen (weil Linux ist ja "kostenlos") und nehmen CentOS und co. und lassen ihre Leute im Zweifelsfall viel rumwurschteln, bis es tut.

    naja, da ich auf Grund meines Jobs sehr viel mit Admins zu tun habe, kommt mir es eigentlich umgekehrt vor.

    Wenn ich Linux-Umgebungen antreffe, werden diese fast immer von Admins gepflegt die 100% wissen was sie tun und haben damit alles im Griff.

    Leider kann ich das im Windowsbereich nicht so bestÀtigen, da wird oft gewurschtelt. Im Gegensatz zur Linuxwelt treffe ich hier öfter auf gefÀhrliches Halbwissen mit Basteleien.
    Das ist meine Erfahrung.

    Also wo ich bisher gearbeitet habe, hatte die IT deutlich mehr Windows-(Halb)wissen als ich und hat das Enterprise Windows massiv "abgesichert", was aber auch Probleme beim coden und testen machen kann.

    Aber Linux war immer ein Sorgenkind. Von "gibt es nicht", "darf man nicht", "macht selbst, aber wir wissen von nix - und ja keine VMs!" zu "es muss genau die Distro und Version mit dem von uns kuratierten Package Repo sein".

    Und das Management sagt: "Kunde will das auf Linux, macht mal und zwar schnell! Wie extra Test-Hardware? Wozu ??? Darf nix kosten."

    Und dann kommt wieder die IT und bemĂ€ngelt die "Schatten-IT" und alles muss "konsolidiert" werden, nur hat dort niemand Bock, Know-How oder Zeit und Budget dafĂŒr...

    Sicher kommt man oft auch irgendwie voran, aber wenn es dann bestimmte HW, Treiber, Netzwerk-Typen, Compiler-Versionen und 1000 Dependencies (viel closed source) sein muss, dann wird das schnell alles sehr verfrickelt. Und wir entwickeln nunmal grafische Software - ĂŒber ssh/TTY entwickeln, debuggen und testen ist da nicht so geil. Andererseits sind die Entwickler-Kisten Windows und darauf Linux mittels dual boot oder VM sind laut IT ganz böse.

    Und seit mein jetziger Arbeitgeber mehr und mehr in einem großen Unternehmen aufgeht, hat 'unsere' (lokale) IT immer weniger mitzureden. Da kommen dann Richtlinien aus einem anderen Land und outgesourcete IT Helferlein aus Bangalore ins Spiel. Und gleichzeitig will man mehr in der xyz Cloud machen und fĂŒr bestimme Kunden in Fernost sollen plötzlich bestimmte ARM64-Linux Tests laufen...

    Und dann meint wieder jemand, es tut ja vielleicht auch WSL2 etc.

    Vielleicht lĂ€uft das ja in anderen LĂ€den weniger chaotisch ab mit Linux, aber ich empfinde es bisher halt so, dass es ein Klotz am Bein ist, der viel Ärger und Aufwand macht und trotz aller Klagen von uns "Fliessband-Codern" scheint davon wenig weiter oben im Management anzukommen. Das wird ignoriert, wĂ€hrend Sales am liebsten allen möglichen Leuten alle möglichen Platformen verspricht. "Runs everywhere." Ist sicher nur ein make install oder eine Compiler-Option und dann geht alles.

  • Bin wohl Fliessband-Coder - zumindest hatte ich noch nie bei meinen Arbeitgebern die Freiheit, mir ein System oder gar eine bestimmte Linux-Distro auszusuchen.

    Ich hab jetzt von Spielestudios geredet - ich mag mich irren, aber ich wuerde mal vermuten dass es dort etwas lockerer zugeht als in "herkoemmlichen" Firmen.


    outgesourcete IT Helferlein aus Bangalore

    ...und solche meinte ich dann mit "Fliessband-Coder", die gibt es in einigen Spielestudios bestimmt auch, und diese sind vermutlich nicht "Freak" genug, um dort ihre Coder-Freiheiten ausleben zu wollen. Sondern die haben IT eher dshalb gelernt, weil es mehr Perspektive bietet als Baecker oder LKW-Fahrer oder sowas, und dementsprechend werden das einsetzen, was ihnen vorgesetzt wird, vermutlich kennen sie nichtmal was anderes.

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  • Bin wohl Fliessband-Coder - zumindest hatte ich noch nie bei meinen Arbeitgebern die Freiheit, mir ein System oder gar eine bestimmte Linux-Distro auszusuchen.

    Ich hab jetzt von Spielestudios geredet - ich mag mich irren, aber ich wuerde mal vermuten dass es dort etwas lockerer zugeht als in "herkoemmlichen" Firmen.

    Mag wohl sein, dass das eher deutsche oder EU Probleme sind, und natĂŒrlich eher in etablierten Branchen und nicht so sehr in Start-Ups. Aber große LĂ€den wie EA sind sicher auch sehr restriktiv.

    outgesourcete IT Helferlein aus Bangalore

    ...und solche meinte ich dann mit "Fliessband-Coder", die gibt es in einigen Spielestudios bestimmt auch, und diese sind vermutlich nicht "Freak" genug, um dort ihre Coder-Freiheiten ausleben zu wollen. Sondern die haben IT eher dshalb gelernt, weil es mehr Perspektive bietet als Baecker oder LKW-Fahrer oder sowas, und dementsprechend werden das einsetzen, was ihnen vorgesetzt wird, vermutlich kennen sie nichtmal was anderes.

    Mit IT Helferlein meinte ich weniger Entwicklung und mehr IT-Admins und -Support. Entwicklung in Indien war noch problematischer und da hat unser (lokales) Management zum GlĂŒck deutlich zurĂŒckgerudert.

    Aber in meiner Abteilung sind wir schon recht "freakig" und wild gemischt, und es gibt viele voll ĂŒberzeugte OSS und Linux AnhĂ€nger, die privat nix anderes nutzen wĂŒrden. Aber es gibt nunmal Vorgaben und Prozesse und GerĂ€te vom Arbeitgeber. Der will natĂŒrlich auch was verkaufen und wenn Linux fĂŒr Clouds oder Cluster angefragt wird, wĂŒrde er das sicher gerne anbieten. Aber irgendwo hakt es da bei der richtigen Strategie. Die Methode "wir entwickeln und testen fast alles auf Windows" und UnterstĂŒtzung fĂŒr Linux geht so nebenbei und fast ohne Ressourcen - ist halt nicht so richtig professionell.

    Und natĂŒrlich versteht das auch als untere und noch mittlere Management, aber wenn die Entscheidungen viel weiter oben in der Hierarchie fallen, geht die Problematik irgendwie unter.

    Aber vielleicht wird es die "DevOps"-Initiative irgendwann richten. Die wurde ganz oben beschlossen und vielleicht kommt da auch irgendwann mal was unten an (außer abgehoben wirrer Powerpoint PrĂ€sentationen).

  • Aber große LĂ€den wie EA sind sicher auch sehr restriktiv.

    Wie gesagt, EA ist eigentlich eher ein Publisher. Natuerlich haben die auch eigene Studios (wovon ein Grossteil gekaufte Studios sind), aber letztendlich betreiben die Studios schon irgendwo ihre eigene Entwicklung. Oft wurden Studios ja gerade von Computer-Freaks gegruendet, und diese sind wie gesagt tendenziell eher Linux-affin. Theoretisch kann es EA ja auch egal sein, auf welchen Kisten die entwickeln, solange am Ende ein Spiel fuer die gewuenschte Zielplattform in der geforderten Zeit rauskommt. Und natuerlich wird es auch Studios geben, in denen alles unter Windows entwickelt wird - aber wie ich schon sagte, gerade wenn die Spiele am Ende nicht nur fuer Windows und Xbox, sondern auch fuer PS5, Switch und Co rauskommen sollen, dann ist der Code eh schon multi-plattform. Von daher wird dort der Anteil der Coder, die auf ihrer Kiste was anderes als Windows haben, tendenziell hoeher sein.

    Es gibt ja auch in der Tat einige grosse Titel fuer Linux. Wie sind die wohl zustandegekommen?

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  • Wenn da dann keine Windows-Lizenz fuer 79 EUR in den Warenkorb muss, dann umso besser (ist ein geschaetzter Preis, keine Ahnung was sowas heute kostet, aber bestimmt nicht 10 EUR).

    Selbst wenn man einen seriösen, deutschen Onlineshop nimmt, legt man gerade mal Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. fĂŒr seine Windows 10 Home Lizenz auf den Tisch. Man muss sich halt die ISO noch beim Shop oder direkt Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..

    Klar, kann man die Lizenz auch fĂŒr 145 EUR direkt bei Microsoft kaufen, aber muss man ja nicht. ;)

  • Bin wohl Fliessband-Coder - zumindest hatte ich noch nie bei meinen Arbeitgebern die Freiheit, mir ein System oder gar eine bestimmte Linux-Distro auszusuchen.

    Das Produktionssystem ist natĂŒrlich mehr oder weniger vorgegeben, aber ansonsten kann jeder bei uns entwicklen wie er will. Das Ergebniss muss natĂŒrlich dann funktionieren. :D IT Support gibts keinen (fĂŒr Entwickler). Wenn sich jemand sein System zusammenbastelt und er muss damit klar kommen. Einzige Bedingung: Das Team darf darunter nicht leiden. Wenn es fĂŒr mein System keine vernĂŒnftige Lösung gibt um an Remotemeetings teilzunehmen muss ich halt selbst dafĂŒr sorgen dass ich das kann. Entweder ein anderes System benutzen oder mir die nötige Software besorgen.

    Zitat

    Aber Linux war immer ein Sorgenkind. Von "gibt es nicht", "darf man nicht", "macht selbst, aber wir wissen von nix - und ja keine VMs!" zu "es muss genau die Distro und Version mit dem von uns kuratierten Package Repo sein".

    Und das Management sagt: "Kunde will das auf Linux, macht mal und zwar schnell! Wie extra Test-Hardware? Wozu ??? Darf nix kosten."

    Also gerade beim Testen sind VMs doch extrem wertvoll. Ich habe in einer Firme extra welche eingefĂŒhrt, weil der Testprozess so mĂŒhselig war.

  • Bei Windows ist es aber halt so, dass man sich irgendwelche dubiosen Tools von Seiten wie chip.de runterlaedt und dann noch zig Toolbars in den Browser installiert bekommt - gut, die Zeit der Toolbars ist inzwischen glaube ich auch vorbei

    Ja, ist sie. Und ja, chip.de is in vielerlei Hinsicht Mist. Dennoch hosten sie eine Menge Software. Und wenn man beim Installieren etwas aufpasst, bekommt man auch keinen Schrott mitgeliefert. Die "dubiosen Tools" sind zudem virengeprĂŒft. Oftmals gucke ich da aber nur nach und lade die Software dann vom Originalanbieter runter.

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