1541 mit unbekanntem Floppyspeeder

Es gibt 32 Antworten in diesem Thema, welches 5.370 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (24. August 2021 um 09:10) ist von FRauANtje.

  • Hallo Gemeinde,


    ich habe mir heute Abend gerade per EKA aus der Nachbarschaft etwas zum Hegen und Pflegen besorgt: Eine 1541.

    Das Gerät ist in einem bedauernswerten Zustand, verdreckt, zerknackt und verbastelt - kurzum, genau das, was ich suche. :thumbsup:

    Interessantes Feature vor dem Kauf war ein Parallelkabel-Platinchen für den Userport, hier bin ich mal von einem normalen SpeedDos-Clon ausgegangen. Nach dem Öffnen zwecks Diagnose (erster Test: Dauerläufer) strahlte mich neben dem Parallelanschluß auf UC3 noch ein unbekanntes Platinchen in UC4 an.

    Diese Platine besteht aus einem Sockel für den 6502, vier abgeschliffenen TTLs, einem Sockel mit einem Huckepack-Doppelpack von zwei 27128er und einem weiteren TTL im Epromsockel. Das EPROM ist handschriftlich mit 35140A beschriftet, die Platine professionell gefertigt.


    Ich habe jetzt viele Seiten durchgeschaut, aber keinen vergleichbaren Speeder gefunden.


    Hat jemand von euch eine Idee, um was es sich handelt?


    Viele Grüße aus der Werkstatt,

    Face


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  • Gemessen an der Anzahl der Logikchips und den 4 Widerständen und den 2 Keramikkondensatoren ist es ein Klon von Professional Dos.

    Unter dem EPROM befindet sich vermutlich ein 8K-RAM-Chip.

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    HG, SAM

    Einmal editiert, zuletzt von SAM55 (21. August 2021 um 00:37) aus folgendem Grund: Mehr Info..

  • Ja, das sehe ich auch so.

    Da hast du einen tollen finde gebracht. :)

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  • Super - vielen herzlichen Dank!


    ProfessionalDOS hatte ich mir immer schon gewünscht. Dann hoffe ich, dass ich die Floppy wieder ans Laufen bekomme. Gestern Abend hatte ich schon mal den via Kippschalter nach vorne verlegten Netzschalter zurückgebaut, das Gehäuse & Board geschrubbt, …


    Ich freue mich im Kreis…. :thumbsup:

  • Gemessen an der Anzahl der Logikchips und den 4 Widerständen und den 2 Keramikkondensatoren ist es ein Klon von Professional Dos.

    Unter dem EPROM befindet sich vermutlich ein 8K-RAM-Chip.

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    HG, SAM

    Sieht so aus ...

  • Ich habe vor einiger Zeit Professional Dos neu erstellt und PCBs machen lassen. Es funktioniert perfekt.

    Es gibt verschiedene Versionen. Für jede Version benötigen Sie einen entsprechenden C64-Kernel.

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  • Gemessen an der Anzahl der Logikchips und den 4 Widerständen und den 2 Keramikkondensatoren ist es ein Klon von Professional Dos.

    Das von dir gezeigte Professional-DOS hat aber noch ein 8Kx8 SRAM als Trackbuffer. Das vermisse ich in der anderen 1541. Er schrieb es wären zwei Stück 27128 als Stapel.

  • Hi Gerrit ,


    Sorry, kann sein, daß unter dem EPROM doch ein RAM ist. Das Rätsel werde ich wahrscheinlich erstmal nicht lösen, das die beiden Chips sehr solide aufeinandergelötet sind. Lediglich zwei Pins sind nicht parallel verlötet. Mal schauen, wenn ich es wieder zum Laufen bekomme, lasse ich es so. Wenn nicht wird es wohl weiter zerlegt.

    Wer auch immer auf die blöööööde Idee kommt, Chipbezeichnungen unkenntlich zu machen.


    Vielen Dank Euch für den Support!

  • Das PROM 82S123A ist fast nicht mehr verfügbar oder es gibt keinen Programmierer, der ihn unterstützt. Ich habe es durch ein GAL16V8 ersetzt.

  • Sam: Respekt! Wenn ich Original-Hardware am start hätte, würde ich so eins haben wollen!

    Stark, dass sowas nach Jahrzehnten noch produziert wird!

  • Ein Eprom ist meist aus zwei graubraunen Keramikplättchen mit grauem Zement aufgebaut. Ein Ram aus einem schwarzen Plastikgehäuse, selten erkennt man die obere und untere Hälfte der beiden Einzelplättchen. Ein Blick oder Bild aufs Ende des Doppeldeckers löst das Rätsel schnell.

  • Moin moin,


    heute ist wieder Schraubertag. :D

    Ich habe mir gerade den Doppelpack angeschaut und es spricht einiges dafür, daß das Sandwich wie folgt aufgebaut ist:

    Unten ein RAM Chip 28-polig (glänzende Oberfläche), 1:1 im gesamten Sockel

    Oben auf den RAM Chip aufgelötet ein 27128, 26 Pins 1:1 auf dem RAM, Pins 20 (/CE) und 22 (/OE) nicht mit dem darunter liegendem RAM verlötet, sondern beide via grüner Litze mit der Platine.


    Ich hoffe, weder das PROM noch das EPROM leiden nach 35 Jahren schon unter Gedächtnisverlust wie ihr neues Herrchen….


    Werde jetzt erstmal die völlig ramponierten Sockel von UC3 tauschen und den Drahtverhau zurückbauen. Lötstation läuft, Kolophoniumduft verbreitet sich… welch schöner Sonntag …


    :thumbsup:

  • Vorsichtige Frage: Das Professional DOS müsste doch auch bereits über den (lausigen) seriellen Bus eine erhebliche Beschleunigung bringen?

    Liest das nicht den gesamten Track auf einmal ein und eliminiert damit den unseligen Sektorversatz? Damit müsste die kontinuierliche Übertragung - wenn auch seriello - ja ebenfalls ungleich schneller gehen?