1541 mit unbekanntem Floppyspeeder

Es gibt 32 Antworten in diesem Thema, welches 5.388 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (24. August 2021 um 09:10) ist von FRauANtje.

  • Askalia: das muesste ungefaehr auf dem Level von S-JiffyDos liegen. Aber das diese Routinen sind bestimmt nicht im Kernal eingebaut, da PD ja nur mit dem Parallelkabel verkauft wurde

    Die Geschwindigkeit siehst Du hier: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Jiffy-DOS ist mir bekannt. Da werden ja vor allem die Übertragunsroutinen über den Bus auf beiden seiten optimiert. Aber "schneller" kann die Floppy mit dem Sektorversatz nicht lesen. Dazu müssten ja erst - bei optimierten Übertragungsroutinen - die Disketten neu formatiert werden, falls ein Jiffy es schafft, die Sektoren nach dem Lesen mit begrenztem RAM eben auch schneller zu decodieren.

    Prinzipiell sind ja zwei Optimierungen denkbar:

    - schnellere Übertragung (parallel, optimiertes seriell)

    - schnellere Decodierung (optimiert, schnellere CPU, Decoder-ROM, ganzen Track ohne Sektorversatz im RAM)

    Beides verspricht für sich ja bereits eine Verbesserung. Meine Frage war also, was macht PD? Würde ein PD auch ohne C64 Kernal - für optimierte Übertragung, hier also parallel - etwas bewirken?

  • Jiffy-DOS ist mir bekannt. Da werden ja vor allem die Übertragunsroutinen über den Bus auf beiden seiten optimiert. Aber "schneller" kann die Floppy mit dem Sektorversatz nicht lesen. Dazu müssten ja erst - bei optimierten Übertragungsroutinen - die Disketten neu formatiert werden, falls ein Jiffy es schafft, die Sektoren nach dem Lesen mit begrenztem RAM eben auch schneller zu decodieren.

    Es ist völlig egal wie schnell ich eine ganze Spur einlese, wenn ich die im Durchschnitt 7,3KB nur mit 400 Byte pro Sekunde los werden kann ... :D

    Schau eine normale 1541 Floppy braucht 7 bis 9 Umdrehungen, das sind weniger als zwei Sekunden.

    Das Nadelöhr IEC Bus ist in jedem Fall der größte Faktor.

    Das macht den Vorteil des Trackbuffer fast zur Gänze zunichte.

    Erst wenn ich mal den Datentransfer stark beschleunigt habe, erst dann spielen die anderen Dinge eine wirkliche Rolle.

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  • Jiffy-DOS ist mir bekannt.

    S-Jiffi ist nicht Jiffy.

    S-Jiffy liest imho durch Zusatzhardware (+RAM) in der 1541 den Track in einem oder zwei Umläufen ein und beschleunigt die GCR-(De)kodierung in der 1541.

    Dadurch kann S-Jiffy effektiv schneller sein als Jiffy - beim Lesen UND beim Schreiben - siehe die Zeiten im Link.

    Und wenn man Daten schön in einem Rutsch hin- und herschieben kann, ohne immer wieder warten zu müssen, bis die 1541 das in zusätzlichen Umdrehungen abgearbeitet hat, dann geht das eben auch seriell ganz schoen schnell.

    Und davon abgesehen hat PD solche Routinen leider nicht mit eingebaut - wieso auch?

    Vielleicht baut ja hier einer die S-Jiffy Hardware nach. Der Autor ist ja unter seinen alten eMail-Adresse erreichbar und könnte das sogar autorisieren.

    8 Dollar für Jiffy + die Hardware sind doch ein günstiger Speeder ohne zusätzliches Kabel...

  • S-Jiffy benötigt extra RAM? Wo steht das ?

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    Nichts hält länger als ein Provisorium

  • S-Jiffy hat zumindest einen Hardware-Patch in der 1541.

    "Es freut mich, dass dir eine Arbeit von mir gefällt.

    Das Original DOS hat 16kB von $c000-ffff


    S-JiffyDOS hat 32kB von $8000-ffff


    Beim Einbau in eine reale 1541 muss man leider zusätzlich Kabel anlöten.

    Tschüss
    Jochen Adler"

  • Beim Einbau in eine reale 1541 muss man leider zusätzlich Kabel anlöten.

    Ein zusätzliches, ja, ... A14 nämlich, um den Spiegel von $C000 nach $8000 abzustellen.

    (WIMRE)

    Ah, dann waren in den gespiegelten zusätzlichen 8k Daten (Tabellen?) abgelegt, um das Decoden des GCR Coding zu beschleunigen und so die Daten schneller zur Übertragung bereit zu stellen?

  • Ah, dann waren in den gespiegelten zusätzlichen 8k Daten (Tabellen?) abgelegt, um das Decoden des GCR Coding zu beschleunigen und so die Daten schneller zur Übertragung bereit zu stellen?

    Kann sein, weiß ich nicht. Aber ein 32 kB-EPROM braucht definitiv A14.

  • Hier Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ist S-Jiffy super beschrieben - u.a. direkt von Autoren :)

    Das Geheimnis der Geschwindigkeit liegt in der GCR en/Decodierung.

    2 Mal editiert, zuletzt von FRauANtje (23. August 2021 um 10:29) aus folgendem Grund: Link auf den richtigen Thread

  • Moin moin,


    um mal wieder auf den Eingangspost zurückzukommen, hier ein kurzer Reparaturbericht.


    Gerät geöffnet und diverse Kabel / Schalter vom Gehäuse getrennt. Der Vorbesitzer hatte eine Schaltlitze vom Trafo nach vorne gelegt, um die Floppy vorne mittels Kippschalter ein- und ausschalten zu können. 230V unisoliert im Bereich der Frontblende an einem 0.014mm2 (?) fand ich zu prickelnd, wurde zuückgebaut.
    Geräteadressenumschalter zurückgebaut.

    Microschalterkonstrukt, der eine eingelegte Diskette erkennt, zurückgebaut.

    Schreibschutzschalter - ihr ahnt es schon - zurückgebaut.

    Dann Platine und die beiden Gehäusehälften in der Dusche geschrubbt. Mit Isopropanol über Nacht getrocknet.

    Die Mechanik und den Kopf umfangreich mit Pinsel, Tüchern, Wattestäbchen und viel Isopropanol gereinigt. Der Vorbesitzer hatte das Gerät gut gefettet, nach 35 Jahren war es leider so verharzt, daß der Kopf fest war, die Diskette nicht ausgeworfen wurde und auch der Arretierungshebel sich nur sehr langsam bewegte.


    Der Dauerläufer wurde schließlich mit Hilfe von Oszi und Logiktester behoben:

    CPU defekt, VIA defekt, Sockel für CPU, VIA und Hi-ROM defekt.

    Am Parallelkabel vier Präzisionssockelpins getauscht und eine abgerissene Leitung wieder angelötet.


    Jetzt wurde es spannend …. (viel Text bis hier…):


    Unbekannter Speeder wieder eingebaut, C64 mit dem passenden ROM versorgt und …


    … ProfessionalDOS läuft :thumbsup:

    Da steppt der Bär Steppermotor. Das Ding ist nochmal ein bisschen schneller als PrologicDOS - wow.


    Die ganze Aktion hat Spaß gemacht und ich danke Euch für die Tips - ihr lagt goldrichtig.


    Der nächste C64 / 1541 kann kommen zur Reparatur…


    Grüße aus der Werkstatt.

  • Der Vorbesitzer hatte eine Schaltlitze vom Trafo nach vorne gelegt, um die Floppy vorne mittels Kippschalter ein- und ausschalten zu können. 230V unisoliert im Bereich der Frontblende an einem 0.014mm2 (?) fand ich zu prickelnd, wurde zuückgebaut.


    … ProfessionalDOS läuft :thumbsup:

    zu 230V: No Risk no Fun. Und an irgendwas müssen wir doch alle mal sterben :)

    zu 2: Glückwunsch und viel Spass damit. Das hast Du nach dieser doch recht umfangreichen Reparatur aber auch verdient!