WDC W65C22N kein vollwertiger Ersatz für NMOS 6522

Es gibt 19 Antworten in diesem Thema, welches 2.886 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (18. August 2021 um 18:33) ist von knusis.

  • Wie ich gerade im Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. berichtet habe, so ist der W65C22N kein vollwertiger Ersatz beim Parallelkabel für einen NMOS 6522 in einer 1541(-II) Floppy. Manche Floppyspeeder (mit Parallelkabel) laufen dann nicht zuverlässig. JiffyDOS und Derivate, wie auch originales DOS laufen ohne Probleme. Dabei wird er W65C22N als stromsparender und gleichwertiger Ersatz für den NMOS 6522 angepriesen.

    Also passt bitte auf, wenn ihr den 6522 in der Floppy durch den W65C22N ersetzt. Der W65C22N kann eventuell in der 1541 Probleme verursachen.

    Vielleicht findet jemand noch genau heraus, was hier das Problem ist. Oder findet noch weitere Knackpunkte, wenn ein NMOS 6522 durch den W65C22N ersetzt wird.

  • Was für Treiber hat der W65C22N an den Portpins? Dieselben wie ein NMOS 6522 oder die bei CMOS üblichen?

    NMOS-Treiber kann man gegeneinander arbeiten lassen, bei CMOS sollte man das nicht tun.

  • Der W65C22N gilt als drop-in-replacement für NMOS ICs, aber es scheint etwas nicht zu stimmen. Zumindest bei der parallelen Datenübertragung macht dieser reproduzierbar Ärger.

  • Was für Treiber hat der W65C22N an den Portpins? Dieselben wie ein NMOS 6522 oder die bei CMOS üblichen?


    NMOS-Treiber kann man gegeneinander arbeiten lassen, bei CMOS sollte man das nicht tun.

    Der "N" hat CMOS-Ausgangstreiber, aber Serienwiderstände, um das gleiche Verhalten wie bei einem NMOS-6522 zu simulieren, wenn ich das Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. richtig verstanden habe.

    knusis WIMRE hieß es mal, dass der 65C22 das Schieberegister-Problem behoben hat. Vielleicht hat es damit zu tun. (Wäre zwar beim Parallelbetrieb irrelevant, wenn ich das richtig verstehe.)

  • Ein Unterschied ist, dass beim CMOS der Bug im seriellen Schieberegister behoben ist. Man könnte also damit den Datentransfer so implementieren, wie er mal ursrpünglich gedacht war, und nicht die scharchlahme Krücke, die innerhalb eines Tages zusammengefrickelt wurde.

  • Der "N" hat CMOS-Ausgangstreiber, aber Serienwiderstände, um das gleiche Verhalten wie bei einem NMOS-6522 zu simulieren,

    Die Frage ist, wie sind diese Widerstände aufgebaut? Beim NMOS 6522 ist das kein normaler Widerstand sondern ein als Widerstand geschalteter NMOS-Transistor. Gegenüber einem echten Widerstand verhält der sich im Bezug auf Flankensteilheit anders.

  • Siehe Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

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    Beim NMOS 6522 ist das kein normaler Widerstand sondern ein als Widerstand geschalteter NMOS-Transistor. Gegenüber einem echten Widerstand verhält der sich im Bezug auf Flankensteilheit anders.

    Das wird da nicht anders sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da ein "Widerstand" eingebaut wird (wurde).

  • Beim NMOS 6522 ist das kein normaler Widerstand sondern ein als Widerstand geschalteter NMOS-Transistor. Gegenüber einem echten Widerstand verhält der sich im Bezug auf Flankensteilheit anders.

    Das wird da nicht anders sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da ein "Widerstand" eingebaut wird (wurde).

    Das habe ich im Datasheet die Unterschiede der W65C22 Varianten dazu gefunden und da wird genau das behauptet (unterster Punkt).

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  • Das habe ich im Datasheet die Unterschiede der W65C22Varianten dazu gefunden und da wird genau das behauptet (unterster Punkt).

    "Widerstände" werden auf Halbleiterchips in den allermeisten Fällen nicht durch (passive) "Widerstände" realisiert, weil das mit Halbleitermaterial schlecht (nicht) machbar ist. Auch wenn das, was man da einbaut, dann als "Widerstand" wirkt.

    [edit]

    Es wird auch im ganzen Datenblatt immer darauf verwiesen, dass "NMOS" und "W65C22N" sich gleich verhalten (sollen). Daher wurden beim W65C22N im Gegensatz zum W65C22S ja "Serienwiderstände" verbaut, und die "Bus Holding Devices" wurden beim "N" (wieder) weggelassen.

    [/edit]
  • Das habe ich im Datasheet die Unterschiede der W65C22Varianten dazu gefunden und da wird genau das behauptet (unterster Punkt).

    "Widerstände" werden auf Halbleiterchips in den allermeisten Fällen nicht durch (passive) "Widerstände" realisiert, weil das mit Halbleitermaterial schlecht (nicht) machbar ist. Auch wenn das, was man da einbaut, dann als "Widerstand" wirkt.

    Ich hatte mich nur darauf bezogen, dass Du verneint hattest, dass keine „Widerstände“ verbaut sind. Wie das auf dem IC realisiert wird, ist mir als Anwender egal. Wenn es die Funktion eines Widerstands erfüllt, dann ist es einer (auch, wenn es im Detail nicht ganz stimmen sollte).

  • Ich hatte mich nur darauf bezogen, dass Du verneint hattest, dass keine „Widerstände“ verbaut sind.

    Dann haben wir uns falsch verstanden.

    Bei den NMOS-Bauteilen ist der Pull-Up-"Widerstand" als FET realisiert, der eine Konstantstromquelle darstellt. Wenn der Open-Drain-Transistor nach "GND" zieht, fließt ein bestimmter, maximaler Strom.

    Beim W65C22S ist, da dieser in "CMOS" gefertigt ist, eine "Push-Pull-Stufe" implementiert, d. h., sowohl nach Vcc als auch nach GND schaltet ein FET "voll durch". Siehe (Ersatz-) Schaltbilder oben.

    Beim W65C22N wurde nun offenbar, um das Verhalten des originalen NMOS-Bauteils zu "simulieren", wieder ein Serienwiderstand eingebaut - und da meinte ich eben: "Nicht als Widerstand, sondern genauso als FET (Konstantstromquelle)" - um das originale Verhalten nachzubilden.

    Kannst du denn benennen, mit welchen Speedern genau es Probleme gibt? Das Schieberegister wird ja nur im 1571/1581-Burstmode verwendet; dass es da auf Grund des Bugfixes(sic!) zu Problemen(sic!) kommt wäre ja noch verständlich.

  • [edit]

    Es wird auch im ganzen Datenblatt immer darauf verwiesen, dass "NMOS" und "W65C22N" sich gleich verhalten (sollen). Daher wurden beim W65C22N im Gegensatz zum W65C22S ja "Serienwiderstände" verbaut, und die "Bus Holding Devices" wurden beim "N" (wieder) weggelassen.

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    Das versprochene gleiche Verhalten hatte mich dazu verleitet, die in der Floppy aufgelöteten 6522 durch einen W65C22N zu ersetzen. Mit SpeedDOS, CBM DOS, JiffyDOS gab es keine Probleme, aber z.B. mit DolphinDOS von MeGALoDOS sehr wohl. Sobald ich einen NMOS 6522 beim Parallelkabel einsetze verschwinden die Probleme und kommen zurück, wenn ich wieder einen W65C22N nehme. Ich kann das Verhalten mit zwei verschieden Parallelkabellösungen in zwei verschiedenen Laufwerken (1541 & 1541-II) reproduzieren.

  • Kannst du denn benennen, mit welchen Speedern genau es Probleme gibt? Das Schieberegister wird ja nur im 1571/1581-Burstmode verwendet; dass es da auf Grund des Bugfixes(sic!) zu Problemen(sic!) kommt wäre ja noch verständlich.

    Mit MeGALoDOS und W65C22N beim Parallelkabel

    funktioniert: (CBM DOS, Jiffy-Varianten), Professional DOS (RAPI DOS) und Quick DOS

    funktioniert nicht: DolphinDOS, SpeedDOS, PrologicDOS, TurboTrans

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    Was das bedeutet weiß ich (noch) nicht, aber es hört sich verdächtig an!

    Verdächtig ja, aber wenn wirklich beim NMOS 6522 zufällig Register gelesen werden, dann kann ich das bei der Realisierung meines Floppyspeeders nicht ausnutzen. Es sei denn es ist nicht so zufällig wie im Dokument beschrieben.

  • Ich glaube "random" heißt hier nicht zufällig im Sinne von "unvorhersehbar", sondern "je nach" nämlich je nach den "register select values".

  • Ich glaube "random" heißt hier nicht zufällig im Sinne von "unvorhersehbar", sondern "je nach" nämlich je nach den "register select values".

    Ja Du hast Recht. "random" bedeutet hier beliebig, je nach dem was an RSx anliegt.