Hello, Guest the thread was called6.5k times and contains 139 replays

last post from Schmitti at the

"Überspannung" bei Verwendung des REU Netzteils

  • Gut. Dann ist das generelle Urteil von 1993 erst seit 2008 weg und es gibt vor Gericht wieder Einzelfallentscheidungen. Das hilft dir aber trozdem nicht wenn du tot vor dem Toaster liegst und für dem Vermieter gibt es eine Einzelfallentscheidung wegen einer vernachlässigten Installation von vor 1968 und einem vermeidbaren Unfall. Sieht schlecht für ihn aus.

  • jetzt mal ganz dumm gefragt: Wir sprechen von 230V, ich hab schon als Kind mal in eine Steckdose gepackt und bin nicht gestorben. Klar ist das kein Ding, was man immer wieder gerne macht, aber tot vorm Toaster kommt mir jetzt doch übertrieben dramatisch vor ....

  • jetzt mal ganz dumm gefragt: Wir sprechen von 230V, ich hab schon als Kind mal in eine Steckdose gepackt und bin nicht gestorben. Klar ist das kein Ding, was man immer wieder gerne macht, aber tot vorm Toaster kommt mir jetzt doch übertrieben dramatisch vor ....

    Sei froh, dass Du heute noch schreiben kannst. Denn schon geringere Stromstärken können ausreichen, um Deinen Sinusknoten aus dem Takt zu bringen...

  • Dich stört das nicht, deinen Vermieter stört das nicht. Für euch also ok. Fein.

    Für mich nicht, ist aber auch egal. Meine Meinung kann ich ja auch gerne für mich behalten.

    Heult aber hinterher nicht rum.


    Punkt.

  • genau, auch hier nochmals der Sachverhalt und das entsprechende Gerichtsurteil ....


    https://www.hdi.de/downloads/d…ice_maerz2015_elektro.pdf

    Die Betonung liegt hier aber auf unbekannte Mängel. Das heisst nicht, dass es schlau ist sich neben eine 70 Jahre alte Installation zu stellen und zu tun als wäre nix. Wenn die nicht instand gehalten wird, bist du haftbar. Vor allem wenn du bekannte Mängel nicht beseitigst.

  • jetzt mal ganz dumm gefragt: Wir sprechen von 230V, ich hab schon als Kind mal in eine Steckdose gepackt und bin nicht gestorben. Klar ist das kein Ding, was man immer wieder gerne macht, aber tot vorm Toaster kommt mir jetzt doch übertrieben dramatisch vor ....

    Du kannst auch schon an 12v sterben...muss nur die Oberfläche stimmen. In der Badewanne ist das kein Problem.


    Und auch solche 2 adrigen Installationen sind potentiell lebensgefährlich. Ich würde da nicht wohnen wollen. Heute hängste am TV Ausgang vom cevi, morgen grillt der Kühlschrank das Kind....


    Und für Hobbybastler isses 10x so gefährlich...

  • Wenn die nicht instand gehalten wird, bist du haftbar. Vor allem wenn du bekannte Mängel nicht beseitigst.

    bist Du Jurist?? Ansonsten ....

    was für gefährliches Halbwissen: Ich bin nicht der Eigentümer, eine Mängelbeseitigung ist eine bauliche Veränderung und dazu benötige ich die Erlaubnis des Eigentümers, die mir nicht erteilt wird.


    Also wir drehen uns hier sowas von im Kreis... Ich hätte jetzt einfach nur noch gerne diese Antwort auf meine vor 20 Posts gestellte Frage und dann ist das Thema hier für mich erledigt ....


    "Überspannung" bei Verwendung des REU Netzteils

  • Mit "Du" ist der Eigentümer bzw. Vermieter gemeint. Das hätte ich besser ausdrücken können. Erklärt sich aber logisch daraus dass Instandhaltung immer Aufgabe des Eigentümer ist....wessen auch sonst.


    Und nein, aber ich habe hier eine Juristin sitzen...die zeigt mir dann gern mal die aktuellen Urteile.

  • Die DGUV Vorschrift 3 ist Bestandteil der Unfallverhütungsvorschrift, nachdem ausschliesslich Arbeitgeber verpflichtet sind den Arbeitnehmern Sicherheit am Arbeitsplatz sicherzustellen.


    Meines Wissens gibt es im privaten Bereich keine Pflicht seine ortsveränderlichen Betriebsmittel, oder Installationen regelmässig zu überprüfen und zu dokumentieren obwohl ich es mir in manchen Fällen wünschen würde.



    Obwohl ich in diesem Fall nicht genau sagen kann, ob ein Vermieter nicht mit einem Arbeitgeber gleichgestellt ist und dementsprechend einschreiten muss.



    Mein Vorschlag für Cpt.Hardy ist eine Fachfirma mit einer Impedanzmessung zu beauftragen und mit dem Ergebnis den Mieterschutzbund zu kontaktieren.

  • :popcorn:...

    2x VC20, unbekannte Anzahl von C64 Brotkästen (KU-14194HB/250407/250425/250466), 2x C64G, 2x C64C transparent Dallas (KU Replika, Reloaded MK2), 1x C128, 1x C128DCR, 2x A500 Rev.3, 1x A500 Rev.5, 2x A500 Rev.6, 4x A500+ Rev.8, 3x A600, 3x A1200 transparent, 2x A1200 Escom, 2x A2000 Rev.6.2, 1x A2000 Rev.4.1, 1x A4000D, 1x MISTICA FPGA16 Acryl, 1x MISTer FPGA, 2x CPC464, 2x CPC6128

  • jetzt mal ganz dumm gefragt: Wir sprechen von 230V, ich hab schon als Kind mal in eine Steckdose gepackt und bin nicht gestorben. Klar ist das kein Ding, was man immer wieder gerne macht, aber tot vorm Toaster kommt mir jetzt doch übertrieben dramatisch vor ....


    Das Problem bei Wechselspannung ist die Gefahr eines Herzkammerflimmerns. Die Herzfrequenz wird mit der Netzfrequenz dann überlagert. Das hängt aber davon ab, zu welchem Zeitpunkt der Wechselstrom den Körper durchfliesst. Wenn man sich das EKG des Herzens anschaut gibt es einen großen Ausschlag und einen kleinen Auschlag. Wenn am Scheitelpunkt des kleineren Ausschlagen ein Stromfluss stattfindet, ist die Gefahr besonders groß, dass das Herz zu flimmern anfängt.

    Oft verkrampfen sich auch die Muskeln, dass man nicht mehr loslassen kann.


    Gleichstromunfälle sind noch tückischer. Der Stromdurchfluss zersetzt das Eiweis im Körper, welches den Körper dann vergiftet.

  • Ab 50V wirds gefährlich. Herzkammerflimmern droht. Viele Leute bleiben nicht gleich liegen sondern fallen nach dem kräftig Gewischt bekommen 3 Stunden später um.

    Na ja, das ist ein komplexes Thema. Tatsächlich braucht es nur einen sehr kleinen Wechselstrom durch Herz, um die Erregungsleitung zu stören und Kammerflimmern auszulösen. Peinlicherweise sind 50Hz dafür ziemlich optimal. Aber wenn man nicht gerade mit einem nackten Fuß in einem mit Salzwasser gefüllten geerdeten Eimer steht, ist es gar nicht mehr so wahrscheinlich, daß der Strom diesen Weg nimmt, nachdem er die Hautbarriere durchbrochen hat (was nochmal eine andere Geschichte ist). Im Normalfall langt man mit einem Finger auf Phase und Neutralleiter und bekommt eine gewischt, aber der Strom sucht sich halt den Weg des geringsten Widerstandes und nimmt nicht den Umweg übers Herz. Been there, done that.

    Was jetzt nicht heißt, daß man das auf die leichte Schulter nehmen sollte. Aber die bizarre Darstellung von Stromschlägen in Film und Fernsehen schafft eine völlig verzerrte Wahrnehmung der Gefahrenlage und hilft nicht wirklich dabei, sich vor Unfällen zu schützen.

  • Ein RCD kann im TN C Netz nicht richtig funktionieren.


    Lass es so und lebe damit. Manipulier nicht drann herum.

    Ein IM VERTEILERKASTEN FESTINSTALLIERTER RCD (umgangssprachlich FI): nicht, richtig.


    Ein ZWISCHENGESCHALTETER, also zwischen EINZELNEM VERBRAUCHER und STECKDOSE liegender RCD kann das durchaus, da diese die Differenz in der dort 3 pol. Installation misst und entsprechend auslösen kann.


    OB das wiederum die 13 EUR Amazon Billigteile auf jeden Fall tun werden, das entzieht sich meiner Kenntnis und ich bin nicht Stiftung Warentest, d.h. werde ich das auch nicht testen und empfehlen!


    Ob eine fehlende klassische Nullung in der einzelnen Steckdose das Auslösen eines solchen Zwischenschalt-RCD verhindert, das ist nicht abschätzbar, eigentlich müssten diese Teile, da zwischensteckbar und somit verpolbar, rein mit einer 2 poligen Installation klarkommen und den Schutzleiter nur auf der Strecke vom Verbraucher bis zu Ihnen auswerten. Aber wohlgemerkt: bei dem Preis habe ich so meine Zweifel und ob das -gerade im Feuchtbereich Keller- dann auch noch längerfristig SICHER funktioniert, daran schon gleich zweimal!


    In den USA (sicher nicht nur dort) haben Geräte wie Haarfön ZWINGEND ins Kabel integrierte RCD, ich würde es aber auch nicht ausprobieren wollen, wie gut die wirken und ob die länger halten, als das Gerät selbst...



    Die Ausführungen von Sheltem sind richtig und dem ist FACHLICH nichts hinzu zu fügen.


    Ich hatte versucht, den gleichen Sachverhalt ohne Nennung der Normen und dem Laien meist nicht bekannten Fachbegriffe wie Netzart (TN/TN-X, IT ...) und die leider anglifizierten Bezeichnung des Fehlerstromschutzschalters als RCD darzulegen.


    Bin übrigens auch vom Fach, als Elektroingenieur mit Schaltberechtigung und Berufsausbildung und Meisterbrief VOR dem Studium.

  • Mein Vorschlag für Cpt.Hardy ist eine Fachfirma mit einer Impedanzmessung zu beauftragen und mit dem Ergebnis den Mieterschutzbund zu kontaktieren.

    Bullshit-Bingo mit elektrotechnischen Begriffen...


    Was Du vermutlich meinst, ist die Vermessung des Schutzleiterwiderstands, aber das ist bei klassischer Nullung letztlich nur die Vermessung des in der Steckdose liegenden kurzen Drahts, mit dem Neutralleiter (N) mit Schutzleiter (PE) steckdosenseitig gebrückt werden zum PEN "Nullleiter" installationsseitig.


    Wenn der fehlt dann hast Du im ersten Fehlerfall die 220V VOLL auf dem metallischen Gehäuse von Geräten!


    Wenn die Zuleitung zw. Sicherungskasten und Verbraucher (z.b. über Leitungslänge "Kabeltrommel" und/oder schlechte Übergangswiderstände in Steck- oder Schraubverbindunen und/oder ungenügender Kabelquerschnitt) auf N (oder PEN, wenn vorhanden *) zu viel Widerstand hat, dann löst selbst bei korrekter Brückung in der Steckdose die Sicherung NICHT aus, d.h. Brandgefahr, sowie Gefahr für Leib und Leben bei Berührung!


    *) Installationsseitig gibt es ja bei "klassischer Nullung" gerade KEINEN PE=Schutzleiter installationsseitig und je nach Netzart findet die Erdung des N-Leiters im Haus über Fundamenterder, oder am Trafohäuschen des Versorgers statt. (bei IT wäre es wieder anders, IT heisst in diesem Kontext "Isolé Terre", d.h. das gesamte Netz eben KEINEN fixierten Erdbezug hat, mit InformationsTechnik hat das nix zu tun ...)


    Obige Messung kann also für jede Steckdose unterschiedliche Werte liefern, teils lässt es sich durch Anziehen der Schraubklemmen an/in der Dose (oder rütteln an den Schnellklemmen) VORÜBERGEHEND verbessern, was aber nicht zielführend für einen langfristig sicheren Betrieb ist.


    Natürlich erwärmt sich eine Leitung mit schlechtem=hohem Leiterwiderstand auch im "normalen" Betrieb mit hoher Last, das kann man gerade an den Steckdosen selbst oft sogar direkt spüren.


    Grundsätzlich unterliegen auch die dreipolig ausgeführten Installationen hinsichtlich des Ableitwiderstandes einer Alterung/Verschlechterung und eine regelmäßige Überprüfung ist anzuraten. Zusammen mit einem RCD (am Besten einem mit Auslösestrom 10mA, um auch Kinder und Haustiere besser zu schützen...) ergibt sich aber ein wirksamer Schutz auch noch bei etwas erhöhten Ableitwiderstandswerten, da zum Einen auf Stromfluss an sich (kirchhoffsche Maschenregel) und zum Anderen absolut gesehen auf recht kleine Ströme detektiert wird.


    Es gibt hierfür sog. Steckdosentester, die das Vorhandensein eines durchgängigen PE und über eine Test-Taste auch das Auslösen des RCD/FI direkt testen lassen. Das sollte man in regelmäßigen Abständen und natürlich nach jedem Eingriff in die Installation überprüfen. Geht aber wohlgemerkt zielführend NUR bei DREIpoliger Installation, NICHT bei klassischer Nullung!


    Ob wirklich noch 30% des bundesdeutschen Bestands mit klassischer Nullung arbeiten, das wage ich etwas zu bezweifeln, bei jeder Altbausanierung seit den 1980er (im Osten: nach Wiedervereinigung) wird, wie Sheltem auch schon anmerkte, seitens der Elektrofachbetriebe GRUNDSÄTZLICH komplett saniert, alles Andere ist Pfusch und (meist) Illegal!