Instandsetzung eines IBM 5150 mit Monitor 5151

Es gibt 173 Antworten in diesem Thema, welches 24.735 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. November 2021 um 19:17) ist von Schmitti.

  • Ob das der Performance gut tut?

    Kommt auf die Emulationsmethode an. Eine Variante ist es, per Timerinterrupt die Daten vom CGA-Grafikspeicherbereich (B8000-BBFFF) in den aktiven Hercules-Framebuffer (ab B0000) umzukopieren, was natürlich viel CPU-Zeit kostet. Eine andere ist es, den CRTC so umzuprogrammieren, dass er immer noch ein zum Monitor kompatibles Timing erzeugt, aber die Grafikdaten aus dem CGA-Speicherbereich holt - was aber wegen der unterschiedlichen Zahl von aktiven Zeilen pro Bild selbiges gestaucht darstellt. Und dann gabs da noch einen CRTC-Programmier-Trick, mit dem immer zwei Zeilen aus dem CGA-Speicherbereich und eine dritte aus dem RAM dahinter dargestellt wurden, so dass die Bildhöhe wieder ungefähr passt - das lässt sich dann noch mit einem Timerinterrupt kombinieren, der eine der CGA-Bildzeilen in die dritte Zeile umkopiert.

    Die Farbe-zu-Monochrom-Sache ist dabei das kleinste Problem, in den 4-Farb-CGA-Modi liegen die beiden Bits für die Farbe direkt hintereinander, so dass man auf der Hercules-Karte bei doppelter horizontaler Auflösung ein schlechtes "Dithering" kostenlos hinbekommt.

    10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    30 printint(rnd(1)*328)-217

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • CGA-Emulator hinzunimmt, mit dem manche CGA-aber-nicht-Hercules-kompatiblen Spiele dazu überredet werden können, ihre Grafik doch auf dem Hercules-Monitor darzustellen.

    Ob das der Performance gut tut?

    Unter 5fps gilt es als Dia-Show :wink:

    Beim Retro-Aktiv Treffen hier hatte der z80 Peter mal einen Schneider PC mit CGA Emulator laufen und hat Xenon2 darauf gespielt. Das war nicht 'Wow!', aber durchaus spielbar. Vermutlich würde niemand seine Playstation dafür verkaufen, aber man konnte erkennen, dass da ein Raumschiff fliegen soll.

    Einer der besseren Emulatoren wurde damals übrigens in der C't veröffentlicht...

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Die Bezeichnung der verwendeten Grafikkarte lautet:

    MONOCHROME/GRAPHICS PRINTER CARD 6040 MGP

    Ist das eine Hercules-(kompatible) Karte oder eine "einfache" Monochrom-Karte ?

    Falls es keine Hercules ist und ich mir eine besorgen würde, könnte der IBM 5151 das dann darstellen ?

  • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Gerade letztens Castle Adventure von 84 in der Dosbox installiert. Macht Laune und sollte doch auch auf dem Teil laufen?

    After a time, you may find that 'having' is not so pleasing a thing after all as 'wanting'. It is not logical, but is often true... Spock
    When you’re playing and you’re just you, powerful things happen... Joybubbles

  • Die einfachste Möglichkeit, das zu erkennen dürfte der Speicher sein. MDA hatte original ja nur 4 KByte. Hercules hatte 64 KByte.

  • MONOCHROME/GRAPHICS PRINTER CARD 6040 MGP

    Hört sich schwer nach Hercules-Clon an, die wurden gerne mit Printerport kombiniert und das Wort Graphics wäre bei MGA (die IBM übrigens selbst nicht so nannte!) absolute Irreführung!

    Wenn das diese hier ist:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Dann ist es tatsächlich eine Hercules-compatible, aber sehr frühe Karte, noch mit vielen TTLs und 6845 anstelle einem ASIC.

    Die 64 KB Speicher liegen wie beim C64 als 8x 4164 (hier baugleichem OKI 3764 ) als DRAM vor. (unten links).

    Also sollten HGC kompatible Spiele laufen, Übersicht hier:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    OT: Viele "neuere" Hercules-Clone haben einen VLSI-Chip namens TD3088A -Hersteller Tamarack- drauf, das war jedenfalls der "Beste" und liess sich auch gut übertakten, um (noch) höhere Auflösungen darstellen zu können und an heute gebräuchlicheren Bildschirmen zu laufen etc.

    Einfach mal googlen...


    Die Frage nach der Kompatibilität des Monitors hatte ich weiter oben schon beantwortet: JA, Hercules und MGA sind monitorseitig kompatibel, H-Freq 18,4 KHz.

  • Turbo Pascal/C Treiber haben doch z.B. Hercules unterstützt? Also könnte man die Karte einfach in den Grafikmodus schalten und was malen. Wenn das klappt, ist es wohl eine Hercules-Karte.

    Edit: einfach was in den Speicher zu schreiben klappt wohl nicht, weil bei MDA oft die 4 KB nicht auskodiert sind, sie erscheinen also wiederholt im B0000 Addressraum. Man kann also 64 kb schreiben, schreibt aber tatsächlich immer die gleichen 4 kb.

  • Muss man halt was reinschreiben mit einer Wiederholrate von größer 4kB, z.b. eine Bitmap, dann "sieht" man auch gleich beim Auslesen, ob die links oben gekachelt wurde, oder noch vollständig vorhanden ist...

  • Hercules-Karte

    Hercules-(kompatible) Karte

    Habe extra gerade mal bei meinen alten Grafikkarten nachgeschaut (Ob noch da?) ... und nach 2-3 Jahren mal wieder ehrfürchtig mit den Fingern am Slot-Blech *angefasst* (vorher habe ich mich natürlich spannungstechnisch entladen) ... was für mega-lange & schwere Karten ... jeweils ein echtes Monstrum an ISA-8-Bit Karte ... aber sehr schön & ästhetisch. :thumbup::thumbup:

    P.S.: Halte mal Ausschau nach einem IBM 8514 Monitor ... komplett außen & innen zerlegt & gereinigt natürlich ... gehört sich so für ein sehr gutes Bild ... ;).

    *ACHTUNG!* *LEBENSGEFAHR!* innen sind 25.000 V ... :schreck!:.

  • Ja die Reinigung meines 5151 steht mir auch noch bevor .... natürlich nach vorheriger Entladung der Bildröhre und Elkos. Aber das hat noch etwas Zeit, erstmal muss ich noch ein paar schöne Hercules-Games auf die CF bekommen .... Der Link in Post#126 enthält ja eine schöne Übersicht.

  • Falls noch nicht bekannt, diese Demo sollte auf keinem IBM 5150 mit CGA Grafikkarte fehlen:

    (youtube)Bitte melde dich an, um dieses Medienelement zu sehen.)

    Lieber einen Commodore in der Hand als ein Atari auf dem Dach

  • P.S.: Halte mal Ausschau nach einem IBM 8514 Monitor ... komplett außen & innen zerlegt & gereinigt natürlich ... gehört sich so für ein sehr gutes Bild ... ;) .

    8514 (und der kleinere 8513) sind aber VGA Bildschirme, ralf02 will aber doch bei seinem originalen 5151 bleiben, der eben original zum 5150 "gehört"... Damit ist bei Hercules "HGC" Schluss, was aber für einen Monochromschirm ja schon sehr passabel ist (720x348), davon konnte man bei C= damals nur träumen...

    Nen 8513 hätte ich zur Zeit sogar überzählig, aber ich trenn mich ja so schwer von irgendwas...

  • Es gab mal eine EGA (oder VGA ?) - Wonder Karte, die konnte auch EGA und evtl. sogar VGA auf einem Monochrom Monitor anzeigen. Ist aber recht teuer gewesen, wenn ich mich recht entsinne.

  • Es gab mal eine EGA (oder VGA ?) - Wonder Karte, die konnte auch EGA und evtl. sogar VGA auf einem Monochrom Monitor anzeigen.

    Es gibt/gab auch VGA-Monochrom-Monitore :wink:

    Grundsätzlich kann man jeder VGA oder EGA-Karte "beibringen" ein zum MGA/Hercules-Standard kompatibles Signal auszugeben, denn aus Kompatibilitätsgründen haben diese Karten auch noch die Register des 6845. Im schlimmsten Fall müsste man ein Quartz dafür tauschen, wenn man mit den vorhandenen nicht auf die ca 18,4 KHz Horizontalfrequenz runter kommt resp. sich eine zu hohe Abweichung ergibt (oder ein irrwitziges Format dann).

    Die "Festfrequenz"-Monitore haben aber auch einen gewissen Spielraum, d.h. von 17.5 -19 KHz lassen sich sicherlich einfach durch Verstellung der Hfreq resp HSync damit darstellen...

    Das Problem dabei ist nur, dass die Karte ja mit diesen gepatchten Werten nicht bereits beim Booten loslegt, d.h. dürfte man nie den Schirm einschalten, bevor man sicher ist, dass die Karte richtig umkonfiguriert ist, denn gerade die 21 KHz von EGA sind so knapp dran, aber doch zu hoch für den Hercules-Monitor, das könnte mit einem Defekt enden...

    VGA macht in der Regel beim Booten genau das Doppelte vom normalen TV, also um die 31 KHz, bei höheren Auflösungen/Wiederholraten natürlich auch beliebig mehr heutzutage... Aber auch da ist nicht sicher, ob das dem HGC-Schirm gut tun würde...

    OT: ein ähnliches Problem existiert auch in der C= 8-Bit-Welt, die großen CBM 8xxx steuern den integrierten Monochromschirm nämlich auch mit mehr als normaler TV Frequenz an, wenn ich mich nicht irre, sogar mit einer zu HGC recht ähnlichen Parametrierung, jedenfalls auch um die 18 KHz. Das führt dazu, dass man deren Videosignal nicht ohne Weiteres an einem TV wiedergeben kann. Auch dort müssen die Einstellungen des 6845(6545) gepatcht werden, dazu haben die großen CBM glücklicherweise ein dokumentiertes und eigenes ROM (was auch die Tastaturzuordnung enthält...)

    Und ja: es gab tatsächlich VGA-Bios-Patches für solche Zwecke sowie auch umgebaute VGA-Karten, die -wie CGA- einen TV-Eingang bedienen konnten. Teils ab Werk, teils auch als "Hack".

    Möglicherweise findet sich ja im Internet noch was dazu, aber war logischerweise weit vor dem allgemeinen Start des WWW aktuell...

  • Wenn Du neben der MDA- oder MGA-Grafik auch gerne CGA-Grafik auf Deinem IBM 5151 Monitor haben möchtest, empfehle ich Dir (passend zum Forum) eine Commodore AGA-Grafikkarte. Die kann auch CGA-Grafik auf den MDA-/MGA-Monitoren darstellen. Commodore hat zu der Karte auch ein ordentliches Handbuch erstellt. Das einzige, was Dir dann fehlen könnte, wäre die Farbe auf dem Monochrom-Monitor.

  • Ich denke für den 5150 werde ich es bei der Hercules-Karte und dem 5151 belassen .... Für CGA habe ich einen Commodore PC10/20-III (mit Monitor 1084S) und in meinem Schneider Euro Tower AT habe ich VGA ....

    Hast mich angesteckt :wink:

    Hab mir gestern für 50 EUR ne "echte" Herculeskarte aus 1984 (volle Länge, TTL-Grab...) für meinen 5160 auf ebay geschossen, mal schaun welche Spiele da jetzt laufen...

    Und wie sich die CGA-Emulatoren schlagen... Ein bisschen Platz ist ja auf der originalen 10MB Platte noch ...

    Muss aber erstmal das originale Netzteil reparieren und zig Tantals auf dem Motherboard still-legen, letztes Jahr hatte es beim Einschalten mal gestunken und dann war dauerhaft Ruhe, seitdem läuft er mit nem aus dem Peacock XT "Bausatz" geborgten Netzteil rsp. wartet drauf, dass ich mal Zeit dafür habe...

    n.B.: Das mit dem veränderbaren Zeichensatz hat sich auch geklärt, das ging in sogenannten Hercules-Plus-Karten eben vom Originalhersteller Hercules. Allerdings konnte man nicht wie bei C64&Co. den originalen Zeichensatz einfach rüberkopieren & modifizieren, sondern musste den separat bereitstellen, aufs CHAR-ROM hatte man vom PC aus keinen Zugriff...

  • Damit wäre ein Hercules-Karte mal ein erstes Upgrade. Damit sind immerhin Hires-Grafiken möglich, allerdings wage ich zu bezweifeln, dass das die Auswahl an Spielen arg steigert, denn um in der fixen Auflösung von 720x348 Bewegungen darzustellen, sind doch ordentliche Datenmengen zu bewegen,

    also Prince of Persia ging sehr gut auf Hercules und Commander Keen und was weis ich noch.

    Mein Neffe hatte 1991/2 einen, wie immer in schwachmatiger Konfiguration meiner Schweter, Hyundai XT mit 10MHz, Hercules-Grafik und 20MB Filecard bekommen.

    Dann ging das Übel los passende Software zu installieren ... wo doch schon alle auf VGA unterwegs waren.

    Ärger dich nicht, wenn dir ein Vogel auf den Kopf kackt. Freue dich, dass Elefanten nicht fliegen können.