- Offizieller Beitrag
Tastnoppen auf D und K. Warum?
Vielleicht war man damals noch in der Findungsphase. Die frühen IBM XT/AT-Keyboards hatten, meine ich, noch gar keine Orientierungsnoppen und Apple dachte sich eventuell, dass sie unter den Mittelfingern ebenso viel Sinn machen, wie unter den Zeigefingern – was irgendwann (auch bei Apple) Standard wurde.
Und SCSI per D-Sub? War mir auch noch nicht bekannt.
Da Apple das jahrelang gemacht hat, war das wahrscheinlich die verbreitetste Lösung in den 80ern und frühen 90ern. Es gab ja keinen SCSI-Stecker-Standard – das überließ man den Herstellern. Apple gehörte wahrscheinlich zu den ersten Herstellern, die den SCSI-Standard flächendeckend und serienmäßig unterstützten. Ab Mac Plus (Januar 1986) und Mac HD 20SC (auch 1986) war auf Rechner-Seite DB25 und auf Peripherie-Seite Centronics Standard. Und man sieht ja, dass beim Würfel-Mac hinten bei den Ports (bzw. auf dem Mainboard) nicht sehr viel mehr Platz gewesen wäre. Das Iomega ZIP-Laufwerk hatte übrigens auch SCSI als DB25 herausgeführt. Kabel für den Mac war dabei.
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(edit: falsche ZIP-Abbildung ersetzt)
Bei uns in Europa war der Mac damals nicht so der Renner, oder? Ich kannte vor dem PowerMac jedenfalls keine Mac-Nutzer.
Ich natürlich schon, weil ich schon in der Vor-PowerMac-Zeit angefangen habe, Design zu studieren und das Rechner-Cluster mit vernetzten Macs ausgestattet war. Und Studenten, die sich das leisten konnten, begannen, sich auch einen privat zuzulegen. Ich ab dem Performa 475 (68LC040 @25 MHz) dann auch. Auch bei meinem studentischen Nebenjob in einem Industrie-Unternehmen saß ich an einem 68K-Mac (IIci, 68030 @ 25 MHz) mit 19/20"-CRT.
Insgesamt war Apple (schon mit dem Apple II) sicherlich in Europa weniger stark vertreten als in den USA. Die Geräte waren nicht ganz billig und die Kaufkraft bei uns eher niedrig. Auch original IBM wurde wahrscheinlich in D nicht so gut verkauft, wie in den USA. Bei uns setzte man eher auf Clones (bei Apple II und IBM-PC) und die gab es Anfangs beim Mac nicht (und schon gar nicht legal). In Amerika wurden Macs auch als ganz normale Firmen-Computer eingesetzt (MS Office, Datenbank, CAD, DTP, integrierte Anwendungen, Branchensoftware usw.), bei uns eher vorwiegend im Kreativ-Bereich.
Apple hatte zu 68K-Zeiten weltweit um die 10% der Stückzahlen, die die gesamte PC-Clone-Welt so hatte (inkl. deren Wachstum), um 1992/93 sogar über 12% des Gesamtmarktes. Davon konnten Amiga und ST nur von träumen – die hatten zusammen nicht so viel.