Yesterchips - Heimcomputer- und Spielekonsolenmuseum (64750 Haingrund)

Es gibt 671 Antworten in diesem Thema, welches 113.327 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (19. November 2025 um 05:55) ist von MIG.

  • Bitte melde dich an, um dieses Medienelement zu sehen.

    Zuhause, im kleinen Retro-Kämmerlein, mag es zur nostalgischen Gepflogenheit gehören hin und wieder ein Programm von Datasette zu laden. Im Museumsbetrieb ist dies jedoch mit ganz besonderen Herausforderungen behaftet. Das Digital Retro Park Museum stellt sich zum Teil dieser Challenge, das Yesterchips Museum (also ich) habe darauf ehrlich gesagt keine Lust. Was ich brauche sind schnelle und sichere Massenspeicherlösungen. Im ersten Teil schauen wir uns eine Kassetten-Substitutionslösung an.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Meine Erfahrungen mit Kassetten stammen zwar eher aus dem Hi-Fi-Bereich, aber das folgende ist sicher alles auch auf Datenbänder übertragbar:

    Kassetten nie liegend lagern, damit die Wickel sich nicht selbstständig lockern. Das Band bekommt sonst Luft und der Alterungsprozess wird beschleunigt. Aus dem selben Grund sollte man auch immer zurück spulen, bevor man sie wieder in die Hülle zurück packt.

    Tonköpfe verstellen sich normalerweise nicht, wenn sie einmal fachgerecht justiert sind. Problematisch sind da lediglich Autoreverse-Laufwerke mit drehbarem Tonkopf, aber die hat meines Wissens kein Rechner verwendet.

    Verstellte Tonköpfe habe ich aber schon damals desöfteren auch bei anspruchslosen Neugeräten beobachten können. Offenbar macht sich nicht jeder Hersteller die Mühe, die zugekauften Laufwerke fachgerecht zu überprüfen und ggf. selbst zu justieren.

    Häufige Probleme bei alten Geräten sind defekte Riemen. Dafür bekommt man leicht Ersatz.

    Manchmal ist es auch nötig, die Geschwindigkeit nachzujustieren.

    Und gerade mit alten Bändern ist verstärkt mit Abrieb zu rechnen, was häufige Reinigungen erforderlich macht, und wohl heutzutage das Größte Problem bei der Zuverlässigkeit ist. Das gleiche Problem kann man leider auch bei Disketten beobachten.

    Es gibt auch solche Adapterkassetten mit SD-Karte und eingebauten Spieler. Die muß man natürlich aufladen, aber dafür hat man dann kein Kabel mehr im Weg. Wie gut die in der Datasette taugen, weiß ich allerdings nicht.

    Geschwindigkeitssteigerungen sind bei Kassettenersatzlösungen durchaus möglich, aber die müssen natürlich explizit erstmal programmiert werden. Die "1st CD-Edition" von Rainbow Arts hat es am C64 vorgemacht und Nachahmer gefunden.

    Falls mal Bänder lautstark quitschen, ist die Kassette höchstwahrscheinlich vom Sticky-Shed-Syndrom befallen. Das kann man im Dörrgerät behandeln, aber da habe ich bisher keine Erfahrung mit.

  • Tonköpfe verstellen sich normalerweise nicht, wenn sie einmal fachgerecht justiert sind. Problematisch sind da lediglich Autoreverse-Laufwerke mit drehbarem Tonkopf, aber die hat meines Wissens kein Rechner verwendet.

    Verstellte Tonköpfe habe ich aber schon damals desöfteren auch bei anspruchslosen Neugeräten beobachten können. Offenbar macht sich nicht jeder Hersteller die Mühe, die zugekauften Laufwerke fachgerecht zu überprüfen und ggf. selbst zu justieren.

    Verstellte Tonköpfe gab es beim PET nicht, obwohl der die gleichen Datasetten verwendete (ich meine jetzt die ältere C2N, nicht die C1531).

    Und wenn die C64-User ihre Tonköpfe in Ruhe gelassen hätten, dann gäbe das Problem dort auch nicht.

    Aber ein C64-User muss eben an allem rumschrauben. Vielleicht gibt es ja eine Tonkopfeinstellung, bei der die Programm etwas schneller geladen werden. Bei den abenteuerlichen Theorien, die man manchmal über die Bandaufzeichnung liest, würde mich das nicht wundern. :D

    Meine Vermutung ist, dass einige wenige damit angefangen haben ihre Tonköpfe zu "optimieren" und dann später andere festgestellt haben, dass sie deren Kassetten nicht mehr laden konnte und dann ebenfalls rumschrauben mussten. Und irgendwann waren alle nur noch am schrauben. Ich find's lustig. Ein sowas von selbstgemachtes Problem einer ganzen Community. :thumbsup:

  • Meine Vermutung ist, dass einige wenige damit angefangen haben ihre Tonköpfe zu "optimieren" und dann später andere festgestellt haben, dass sie deren Kassetten nicht mehr laden konnte und dann ebenfalls rumschrauben mussten. Und irgendwann waren alle nur noch am schrauben. Ich find's lustig. Ein sowas von selbstgemachtes Problem einer ganzen Community. :thumbsup:

    Gegen ein paar Tausend Mark Aufpreis hätten die bestimmt auch von Nakamichi Laufwerke mit automatischer Tonkopfjustierung bekommen können. :D

  • Gestern war einfach mal wieder ein richtig schöner Tag im Museum :)

    Lernen die Kinder dort auch was, oder sind die nur nonstop am Daddeln? ;)

    Genau! Bloß keinen Spaß gönnen den Kleinen. ;)

    Solche Eltern habe ich zur Genüge kennengelernt.

  • Genau! Bloß keinen Spaß gönnen den Kleinen. ;)

    Die Kinder blockieren doch die Plätze für die Großen, die was Lernen wollen!

    Z.B. wie man den Endgegner bei R-Type besiegt! :)

    Die Kinder sollen doch Ihren Spaß haben, aber für mich sieht es auf den Fotos so aus, als würden die sich nur dort

    aufhalten, weil man da kostenlos stundenlang Videospiele spielen kann.

    Daher ja meine Frage, ob die auch irgendwas dort lernen, z.B. was sind Byte/kByte/MByte oder Vergleich der Taktfrequenzen

    ihres Smartphones mit dem eines Homecomputers oder.......?

  • Daher ja meine Frage, ob die auch irgendwas dort lernen, z.B. was sind Byte/kByte/MByte oder Vergleich der Taktfrequenzen

    ihres Smartphones mit dem eines Homecomputers oder.......?

    Und durch "lernen müssen" wird dann Interesse geweckt?

    Ich habe an so ziemlich allem, was ich lernen "musste" kein Interesse mehr.

    Also wenn du den Kids das Thema nachhaltig vergraulen willst, dann halte Vorträge über Byte/kByte/MByte. Und dann einen Besuchsbericht verfassen lassen und eine Lernkontrolle. :D

  • Bitte melde dich an, um dieses Medienelement zu sehen.

    :thumbsup:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Der Like ist für Pink Floyd. :thumbup:

    "......We don't need no education. We don't need no thought control......"

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Sticky-Shed-Syndrom

    Das kenne ich!! :thumbsup: Die Übersetzung dafür lautet: klebriges Baracken Zusammentreffen.8o

    "Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben,
    eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes."
    Salvador Dali (1904-1989)
    Avatar: Copyright 2015 by Saiki

    Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.

  • Es ist schon richtig,dass die meisten Kids und Jugendlichen hauptsächlich zum Spielen kommen. Unter denen sind aber auch welche, die tatsächlich regelmäßig da sind und denen auffällt, dass es Leistungsunterschiede zwischen den Systemen gibt. Dann beginnen die Fragen.

    Ich dränge niemanden Wissen auf, soll ja Spaß machen. Und wenn ich merke, dass bei jemandem die "Klappe fällt " mache ich auch nicht weiter.

    Die Kunst ist es die einen von den anderen zu unterscheiden ;)

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Du bist ein Multitalent. Sozusagen "pädagogisch wertvoll" :thumbsup:

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Und durch "lernen müssen" wird dann Interesse geweckt?

    Habe ich "müssen" geschrieben? Kann ich mich nicht dran erinnern, werde wohl langsam alt...... ;)

    Ich zitiere dich noch mal:

    Lernen die Kinder dort auch was, oder sind die nur nonstop am Daddeln? ;)

    Klar war das keine rhetorische Frage. Das war nur so interessehalber. :D

  • Und durch "lernen müssen" wird dann Interesse geweckt?

    Habe ich "müssen" geschrieben? Kann ich mich nicht dran erinnern, werde wohl langsam alt...... ;)

    Ich zitiere dich noch mal:

    Lernen die Kinder dort auch was, oder sind die nur nonstop am Daddeln? ;)

    Klar war das keine rhetorische Frage. Das war nur so interessehalber. :D

    Korrekt, interessehalber.

    Mich interessiert, ob es Kinder gibt, die auch was lernen möchten in Bezug auf Retro-Technik.

    Ich hab´ als Kind Sachen zerlegt (Uhren, Spielzeug, Geräte) und mit 11 oder 12 Jahren hatte ich einen Elektronik-Experimentierkasten,

    mit dem ich die ersten Dinge gelernt habe.

    Wäre ja denkbar, dass ein Kind z.B. fragt "warum sind die Spielmodule so dünn und biegsam? Ach das sind Disketten? Wie funktioniert die?".

    Oder "Das Spiel ist defekt, die Figur geht nicht mehr nach rechts" und man dann zusammen mit dem Kind den Joystick öffnet,

    um mögliche Fehler aufzuzeigen.

    Hängt natürlich auch vom Alter des Kindes ab.

    Und dass ein sagen wir mal 10-jähriges Kind nicht sagt "Cool, ich will Assemblerprogrammierung auf dem C64 lernen" ist mir schon klar. ;)

    Ging mir nicht um lehrermäßigen Frontalunterricht - obwohl das vermutlich stromsparender wäre, weil kein Kind mehr erscheint. :)

  • Ich hab´ als Kind Sachen zerlegt (Uhren, Spielzeug, Geräte) und mit 11 oder 12 Jahren hatte ich einen Elektronik-Experimentierkasten,

    mit dem ich die ersten Dinge gelernt habe.
    Wäre ja denkbar, dass ein Kind z.B. fragt "warum sind die Spielmodule so dünn und biegsam?

    Du schreibst, du hast die Sachen zerlegt und erwartest von den Kids, dass sie sich mit schlauen Fragen begnügen. Das ist alles Erwachsenensicht. ;)

    Dann doch lieber daddeln.