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Yesterchips - Heimcomputer- und Spielekonsolenmuseum (64750 Haingrund)

  • Ja, richtig, aber die 2088XT scheint ihrer Zeit voraus zu sein. Zumindest steht 1986 auf den A2088XT Karten drauf.


    Der "Transformer"... ja... eine echte Lachnummer. Was ist auf dieser einen Diskette alles drauf? C64, DOS, BBC und Mac? Und nix davon geht gescheit ;)

  • Glaubst Du, der A2000 sei 1987 einfach so vom Himmel gefallen? ;) Der hat auch seine Entwicklungszeit gebraucht und das erste BB wurde eben parallel dazu entwickelt.

    Warum sonst sollte der A2000 denn ab Werk ISA Slots haben?

    Klar wurde A2000 und die erste PC-Karte parallel entwickelt. Aber die kam dann bestenfalls gleichzeitig mit dem A2000 1987 auf den Markt, egal ob da 1986 auf der Platine steht.

    Das A1000 Sidecar kam afair deutlich verspätet, kurz vor A500/A2000 (der A1000 war ja noch eine Weile verfügbar und es gab Bestandskunden, denen man ja mal PC-Kompatibilität versprochen hatte). Es ist als gut möglich, dass es Bridgeboards und Sidecar eine Weile lang parallel zu kaufen gab.

  • [External Media: https://youtu.be/KDb5bF8x78M]


    Mit dem Commodore Amiga wurde Videobearbeitung so einfach und so günstig wie noch nie zuvor. Brauchte man früher teure Spezialstudios, so brachte der Amiga diese Technologie in die Budget-Klasse. In diesem Video seht Ihr das Setup, wie es derzeit im Yesterchips-Museum zum Ausprobieren für Euch bereit steht.

  • Sehr schön zu sehen, wie "Desktop Video" begann. Die Amiga-User, die ich in den 80/90ern kannte, waren doch mehr aufs zocken aus. Ich war ja damals™ im Team "Desktop Publishing" und hatte mich daher für den Atari ST entschieden. Und damals "musste" man sich quasi noch entscheiden (Amiga-DTP war nicht auf Atari/Mac-Niveau und Atari-Videobearbeitung quasi nicht existent) – das ist erst später alles stärker zusammengewachsen.


    So, wie du im Museum einen Desktop Video Arbeitsplatz auf Amiga-Basis zusammengestellt hast, so will ich das für mich privat (habe ja keine Ausstellungsfläche) für DTP angehen. Im Prinzip habe ich die meisten Geräte auch zusammen – es braucht aber noch etwas "Pflege" (gerade die alten Drucker sind mit ihrer Mechanik doch recht zickig) und Software-Einrichtung, dann kann kann ich damit "herumspielen", wie in den späten (wilden) 80ern. :)

  • MIG Mit dem DigiView hätte man doch RGB-Farbfilter vor die Kamera machen müssen, damit man nachher die 3 Aufnahmen wirklich zu einem Farbbild zusammensetzen kann.


    Man könnte auch erwähnen, dass sowas (Parallelport, Mono, langsam) die absolute low-end Lösung war. Von MacroSystems gab es die YLab-Karten für Zorro 2/3, da ging das schon deutlich schneller und ohne Farbfilter.

    Einstiegssösung war die Composite Variante, ich hatte für Hi8/SVHS die YLab Y/C. Man konnte mit 2-4 Durchgängen im Interleaving Verfahren auch ganze Videoclips digitalisieren. Das hing von Auflösung, CPU-Power, Geschwindigkeit der HDD und Z2 vs Z3 ab. Mit meinen A4000/030 ging es schon ganz ok, brauchte aber als unkomprimiertes YUV schon ordentlich Plattenplatz.

    Man hat es dann halt nach meist in HAM8 IFF-ANIM5 konvertiert. Wenn man Interlace mit garantierten 50 fps wollte auch in das Clarissa SSA Format.


    Die Nobellösung war natürlich die YLab Motion mit Motion-JPEG Hardware-Kompression von CLabs und eigenem (schnellen) HDD-Controller (AFAIR war die HDD dann in einem eigenen Filesystem nur für das Echtzeitvideo-Aufzeichnung).

    Damit konnte der Amiga schon einem nicht-linearen AVID Schnittsystem (auf dem Mac) das Wasser reichen. War mir aber als Student dann doch viel zu teuer. Zumal auch noch eine 16Bit Soundkarte (Toccata) notwendig war, wenn man nicht auf Stummfilm stand.


    Daraus sind dann die Schnittcomputer Cassablanca und DraCo hervorgegangen.


    Kann mich noch an einen Test in der c't ca. 1995 erinnern, wo verschiedene PC Schnittlösungen auf schnellen 486ern und Pentiums getestet wurden und in einem separaten Kasten die Amiga-Lösungen und der Tester etwas verblüfft feststellte, dass die Amiga Lösungen trotz des "langsamen" 68040 deutlich geschmeidiger liefen, als die angeblich so hochperformanten Windows Kisten.

  • Mein erstes Genlock hatte ich gebraucht für - AFAIR - 100 DM gekauft - und noch am A500 betrieben. Ein "Hama" YC-Genlock (eigentlich von Electronic Design). Aber das ist dann irgendwie gestorben.

    Am A4000 hatte ich dannach ein Electronic Design Neptun. Ein witziges Feature war, dass man die untersten 2 oder 3 Bit des Blaukanals für Alpha missbrauchen konnte.

    Wenn man das Feature wollte, musste man aber bei der Farb-palette entsprechend aufpassen.


    Muss mal suchen, ich glaube ich habe evtl. noch irgendwo ein selbstgeschriebenes Tool, dass bei IFF Bildern alle Blaukanäle in den Palettenfarben auf den nächsten opaquen Wert rundet.

    In DP hat man dann mit ein paar Farben seine halbtransparente Unterlegung der Untertitel dazugemalt. War sehr hacky und ich glaube auch nur mit AGA sinnvoll nutzbar.

    Und natürlich nix für HAM6 oder HAM8 (aber die hat man für so Untertitel/Logo/Abspann Sachen eh nie genutzt).


    AFAIR konnte man das Neptun per Serialport auch weitgehen in Software steuern, evtl. sogar per ARexx.


    Da steht es auch in der verlinkten Seite:

    • all functions can be controlled by software through the serial port
    • integrated ARexx port

    Hab es auch noch irgendwo im Keller. Die Y/C Ylab auch (aber momentan nicht mehr im A4000).


    BTW: wirklich sendefähiges PAL Signal haben diese "Billigdinger" aber nicht erzeugt. Im Offenen Kanal Trier gab es Amigas an "Profi-Genlocks", das waren große Rackeinschübe für um die 2000-3000 DM.

    Im OK Wittlich gab es ca. 1993 auch einen S-Video Schnittplatz mit Genlock und - AFAIR - einem A1200 als Bildgeber. Trier hatte am Schnittplatz leider nur einen einfachen Titelgenerator von Panasonic.

    Konnte nix und war sicher teurer als als A500 mit Genlock. Ich habe immer eigenen Amiga/Genlock angeschleppt. Ein Time-Base-Corrector musste aber das wackelige Signal klatt bügeln, damit das Ergebnis ("sendefähig") ins Kabelnetz eingespeist werden konnte.


    An der Uni Trier gab es für die Medienstudis einen Hi8/U-Matic Schnittplatz und einen Video-Analyzer. Da habe ich mal einigen Studis mit dem Amiga bei einem Projekt geholfen und der Operator hat das Amiga/Genlock Signal mal durch den Analyzer geschickt und mir gezeigt, wie weit ein unverarbeitetes Signal von einem Profi-Testbildgenerator von der Referenz ist.

    Was auf dem heimischen TV oder am Amiga Monitor und erste recht auf einem Sony-Studiomonitor richtig gut aussah, hätte vielleicht bei einem alten TV nach 30-40 km durch das Kabelnetz zu Color-Sync-Problemen führen können.

  • Den RGB Farbfilter muss man zwingend nur dann einsetzen, wenn man die original DigiView Kamera einsetzt, welche nur S/W kann. Dann gehört da das "Farbrad" davor, welches an einen mitgelieferten Motor montiert wird, welcher wiederrum seine Steuerbefehle via Joyport 2 erhält.

    Im Video kommt das digitalisierte Foto recht farbarm rüber, ist aber meiner kleinen Handykamera geschuldet. Die Farben sind deutlich satter "in echt".

  • Die Nobellösung war natürlich die YLab Motion mit Motion-JPEG Hardware-Kompression von CLabs

    Man kann ja in so einem Setup auch immer nur eine beispielhafte Lösung zeigen, zudem macht es Sinn, wenn die Komponenten zeitlich zusammenpassen. Der A2000 wurde ja nur bis '91 gebaut, die von dir erwähnte YLab Motion ist aber (laut Internet) von 1994. Die würde man wahrscheinlich in einem anderen Setup mit einem neueren Amiga zeigen. Zudem sollte man ja gerade sehen, wie preisgünstig der Einstieg in Desktop Video mit dem Amiga sein konnte (wobei bei dem gezeigten Aufbau in den 80ern wahrscheinlich auch schon so einiges zusammengekommen wäre).


    Interessant fände ich noch, (professionelles wie auch Home/Amateur-) Video-Material zu sehen, in dem die (gerade auch frühen) Amiga-Möglichkeiten zum Ausdruck kamen.

  • Die Nobellösung war natürlich die YLab Motion mit Motion-JPEG Hardware-Kompression von CLabs

    Man kann ja in so einem Setup auch immer nur eine beispielhafte Lösung zeigen, zudem macht es Sinn, wenn die Komponenten zeitlich zusammenpassen. Der A2000 wurde ja nur bis '91 gebaut, die von dir erwähnte YLab Motion ist aber (laut Internet) von 1994. Die würde man wahrscheinlich in einem anderen Setup mit einem neueren Amiga zeigen. Zudem sollte man ja gerade sehen, wie preisgünstig der Einstieg in Desktop Video mit dem Amiga sein konnte (wobei bei dem gezeigten Aufbau in den 80ern wahrscheinlich auch schon so einiges zusammengekommen wäre).


    Interessant fände ich noch, (professionelles wie auch Home/Amateur-) Video-Material zu sehen, in dem die (gerade auch frühen) Amiga-Möglichkeiten zum Ausdruck kamen.

    Mir ist klar, dass MIG nicht alles da haben kann, was es von 1986-1996 im Amiga DesktopVideo Bereich gab. Und klar: VLab (sorry, mein Hirn hatte "VLab YC" verlustbehaftet zu "YLab" komprimiert - neuronale Netze sind einfach zu unzuverlässig ;-) ).


    ...also Vlab YC und Motion war wohl erst zu Zeiten von AGA-Amigas aktuell. Und die Desktop Video-Branche hat ja nach der C= Pleite noch eine ganze Weile am Amiga gehangen und im Extremfall (Casablanca/DraCo) eigene Amiga Clones gebaut (die aber nicht 100% kompatibel waren, weil keine AGA-Custom-Chips sondern eigene Grafiklösungen).


    Ich glaube beim Atari ST war es im MIDI/Audio-Bereich ähnlich. Da gab es doch einige Falcon-Clones - teilweise für 19" Rack.

  • BTW: C= Management hat im Desktop Video Bereich auch mal wieder grandios versagt. Statt diese erfolgreiche Niche für den Amiga zu fördern, hat man in den Lösungen von Drittanbietern Konkurrenten für die eigenen - meist nicht so tollen Video Hardware (Genlocks) und Software (AmigaVision vs. Scala MM))-Produkte gesehen.


    Bei Entwicklung des A3000 hat man die Killer-Lösung Videotoaster ignoriert: Software mit OS2.0 inkompatibel, Board passte physisch nicht rein.

    Beim A4000 gab es dann erst recht spät eine passende Variante (Toaster 4000).

    Quelle wie meist: Brian Bagnall "Commodore - The final years"

  • Sicherlich, auf den Geräten (und wohl auch Verpackungen) stand ursprünglich kein Commodore Logo – aber wirklich verheimlicht wurde der Hersteller nun auch nicht.

    Doch, doch! Der Hersteller des Amiga 1000 wurde verheimlicht. C= konnte den gar nicht herstellen. Zu komplexe Platine. Der Hersteller war Sanyo in Japan.

    Wo ich gerade den A4000 erwähne. Genauso wie beim A1000 hat Commodore den erstmal von einer anderen Firma herstellen lassen, weil Kapazitäten fehlten (AFAIR in Schottland).

    Fabrik in Hongkong hatte man verkauft, in der idiotischen Annahme, nach der Rückgabe der Stadt von GB an China, würde die KP die Firma enteignen.

    Stattdessen hat man eine Fabrikation auf den Phillipinen aufgezogen, was viel schlechter lief und dauerte (auch noch wegen eingeschränktem Flugverkehr durch Vulkanausbruch).

    Das war mit ein Grund, warum man mit dem A1200 nicht richtig in die Gänge kam und die Marktnachfrage Xmas 92 nicht bedienen konnte.

    (Der andere war natürlich mal wieder klamme Kasse und mangelnde Bauteile, weil Zulieferer Cash wollten.)

  • [External Media: https://youtu.be/1ZIRntONaT8]


    Der Kölner Hörgerätehersteller Interton kam Anfang der 1970er Jahre auf die Idee, Spielekonsolen in Lizenz zu bauen. 1978 wagte er es dann eine mikroprozessorgesteuerte Eigenentwicklung herauszubringen, die VC 4000. Bis heute ist sie die einzige ihrer Art "Made in Germany".

  • Moin!


    Sehr schön, in meiner Familie hatten wir um ca. 1981/82 diese VC4000 mit einer Handvoll Spiele :thumbsup:.

    Da wurde dann Sonntags mit der ganzen Familie dann im Wohnzimmer mit gedaddelt, habe das sehr positiv in Erinnerung.

    Im erweiterten Familienkreis hatte auch jemand das Teil und weitere Spiele, die dann ausgeliehen wurden.

    Mein Vater hatte seinerzeit das dazugehörige Schachprogramm extra gekauft und sich an dem CPU-Gegner versucht.


    Kann es sein, das _nicht_ alle im Katalog angegebenen Spiele verfügbar waren?


    MfG