Neues Netzteil, schwarzer Bildschirm

Es gibt 52 Antworten in diesem Thema, welches 8.123 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. Juli 2021 um 22:53) ist von kinzi.

  • Der Ripple ist nicht nur ein Spannungsabfall. Es gibt genauso Spitzen nach oben, also Spannungserhöhung. Zusätzlich als analogen Effekt streut ein Ripple auch andere Leitungen ein. Das sind dann Störungen, die je nach Einfluß und Streuung durchaus anderes aus dem Tritt bringen können oder zu Fehlfunktionen führen können. Im Extremfall kann auch etwas zerstört werden, wenn es zu heftig wird. Davon würde ich hier aber erstmal nicht ausgehen und ist ein Extremfall.

    Das gilt auch für neue IC's und hat nichts mit dem Alter zu tun.

    Sehr gut, dass Du ein Oszi hast. Berichte mal, ob/was es an Unterschieden gibt.

  • Ja, das mache ich auf jeden Fall. Es ist sinnvoll, das als Erstes zu tun. Vor und nach dem Übergang zum Kabel. Wenn etwas mit den Lötstellen am Kabel nicht passen sollte, wird das am Oszi ja auch deutlich. Den C64 selbst lasse ich erst mal als Ursache außen vor. Er läuft ja grundsätzlich hervorragend mit dem alten Netzteil. Meine Hobbywerkstatt befindet sich nicht am Wohnort, daher muss ich mal schauen, wann ich dazu komme.

  • Anbei mal ein paar Fotos von meinem Netzteil, dem Trafo und den Kabeln. Einmal für den C64 und einmal für den C128. Die Messungen mit dem Oszi sind erst einmal unauffällig für mich als Nichtelektriker. Jeweils neues und altes Netzteil gemessen. War aber auch nur der Billigoszi, mein Philips Oszi hat wohl nach 40 Jahren das zeitliche gesegnet (Mist)Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

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  • Kann es sein, das der Trafo 166mA liefert? Wenn ja, dürfte des bissel wenig sein. 1A sollte man da glaube verbauen. Wobei das irgendwie nicht erklären würde, warum der 128er, der wahrscheinlich mehr zieht, mit dem NT geht und der C64 nicht. Oder versorgt der 64er mehr mit den 9AC als der 128er? Nur warum eiert dann die 5V Spannung auch unter dem Soll?

    Dein 25cm Kabel hast du bestimmt schon mal auf Widerstandswert durch gemessen.

    Was für ein Meanwell hast du genau genommen?

  • Es ist ein Meanwell Netzteil RD 65A. 5/12V, 6A und der gezeigte Trafo verbaut. Der Trafo hat max 1,5A.

    Das Kabel ist an die richtigen Pole der DIN-Stecker verlötet. Kein Widerstand / Spannungsabfall im Kabel.

  • Der Trafo hat max 1,5A.

    Der Trafo ist für max. 166 mA ausgelegt, er kann max 1,5 VA(!) liefern (9 V x 166 mA = 1,5 VA):

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    Der Trafo ist um den Faktor 10 zu klein.

  • Also Faktor 10 würde ich jetzt nicht sagen, aber er ist auf jeden Fall sehr klein und vermutlich auch zu klein. :)

    Aus den 9V Wechselspannung werden bei einer 250425 die 5V und die 12V für VIC und SID gemacht. Der VIC will laut Datenblatt auf 5V maximal 200 mA und max. 50 mA auf 12V. Der SID typischerweise 70mA bzw. 25 mA.

    Du kannst den SID mal rausnehmen. Der dürfte gesockelt sein. Vielleicht bringt das was. Wenn dann ein Bild kommt, muss ein größerer Trafo für die 9V her.

  • Also Faktor 10 würde ich jetzt nicht sagen, aber er ist auf jeden Fall sehr klein und vermutlich auch zu klein.

    Stimmt, ich habe mich da von meinem Netzteil verleiten lassen, da kann der Trafo nominell 1777 mA.

    Im Original-Netzteil ist die 9 V AC-Seite mit 9 V / 1 A (= 9 VA) angegeben. Der gegenständliche Trafo ist also nur um den Faktor 6 zu klein. Mea culpa. :biggrin:

    Aus den 9V Wechselspannung werden bei einer 250425 die 5V und die 12V für VIC und SID gemacht. Der VIC will laut Datenblatt auf 5V maximal 200 mA und max. 50 mA auf 12V. Der SID typischerweise 70mA bzw. 25 mA.

    ... und die Versorgung des Datasetten-Motos, und die Versorgung des User-Ports (Pin 10+11), ...

    Wenn dann ein Bild kommt, muss ein größerer Trafo für die 9V her.

    Da muss jedenfalls ein größerer her., denn:

    Der VIC will laut Datenblatt auf 5V maximal 200 mA und max. 50 mA auf 12V

    Das sind alleine für den VIC 250 mA. Da bricht die Trafospannung ordentlich ein, und was das für den Spannungsverdoppler hinter dem Trafo heißt ist auch klar ...

  • Das sind alleine für den VIC 250 mA.

    Maximal. Geht man vom gleichen Verhältnis zwischen "typ." und "max." (60-70%) wie beim SID aus, sind es eher 150-175mA. Das könnte gerade so für ein Bild reichen, wenn nichts anderes dran hängt. Allerdings muss natürlich auch noch der 8701 versorgt werden. Der will ca. 50 mA....

    Der Trafo ist ja so ausgelegt, dass - neben der Datasette - auch noch Peripherie am Userport betrieben werden kann. Die 1A bei den 9V beim Original rühren sicher nur daher, dass 2x9V-Trafos einfacher herzustellen/zu beschaffen waren als Sonderanfertigungen und auf der 5V-Seite eben 1A zur Verfügung stehen sollte. Sonst hätte man da vermutlich auch noch die paar Cents pro Stück gespart. :)

  • Ich dachte auch immer, dass das ein symmetrischer Trafo ist, aus Gründen der Einfachheit. Ist es aber offensichtlich nicht, weil auf der Wicklung der 5 V-Schiene muss er ja 1,5 A können.

    Die MacGuyver-Lösung für einen Test wäre, den 7805 zu entfernen und +5 V CAN mit den normalen +5 V vom Meanwell zu brücken, dann muss der Trafo nur die +12 V-Abteilung versorgen; das solltre sich ausgehen.

  • Ist es aber offensichtlich nicht, weil auf der Wicklung der 5 V-Schiene muss er ja 1,5 A können.

    Dann kann er auf den 9V vermutlich auch 1.5A. Auf dem Türkeil steht 33VA. Ist ja aber auch egal. Da gab es sicher 5 bis 17 verschiedene Ausführungen über die Zeit. :)

    Die MacGuyver-Lösung für einen Test wäre, den 7805 zu entfernen und +5 V CAN mit den normalen +5 V vom Meanwell zu brücken

    Das ist natürlich auch eine Idee.

  • Dann kann er auf den 9V vermutlich auch 1.5A. A

    Ich glaube nicht - ich meine, man sieht auch optisch einen Unterschied, auch in der Drahtstärke. Ist aber schon wieder länger her, dass ich ein Netzteil offen hatte.

    Da gab es sicher 5 bis 17 verschiedene Ausführungen über die Zeit.

    Das sowieso. Ich sage nur einen Satz: "Krummodore!" :biggrin:

  • Überschlagsmäßig käme es sogar hin: 9V*1.5A*2 = 27VA. Macht bei 80% Wirkungsgrad 33.75 VA primärseitig. Bei den "bricks" gibt es dann allerdings Angaben wie 18VA sekundär (5VDC@1.7A, 9VAC@1A) oder auch 46W(!) primär mit 5VDC@8.5W(!) und 9VAC@1A sekundär bei einem englischen Modell (offenbar die Spritzgussform an den Stellen geändert, bei den 9V aber nicht).

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    (Quelle: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.)

    Vielleicht ist die Angabe 1A bei den 9V nur Sicherheitszuschlag bzw. -abschlag wegen der fehlenden Lüftung, damit das Gehäuse nicht schmilzt, falls jemand Modem, Druckerinterface und EPROM-Brenner gleichzeitig betreiben hätte wollen? :freak


    Aber gut, das nützt hier alles nichts. Beim Problemfall von MicroRat ist an der Stelle so oder so zuwenig Saft in der Schatulle. :D

  • wie Schmitti es geschrieben hat... Schaltnetzteile mit 5A... sind von der Rippel-Spannung eher

    von Nachteil, gegenüber "einfachem" Brückengleichrichtigern mit Kondensator und Linear-Regler..

    mind. 80mW sind beim Meanwell "normal"...

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    PS: MicroRat .. was hast du mit der Meanwell 12V Leitung gemacht ??

    Schaltnetzteile mögen keine "offenen" Ausgänge... (o.k. die meisten Schaltnetzteile haben mittlerweile selbst

    eine interne "Mindestlast"... ansonsten haben die "Zerhacker-Schaltungen" schöne zweistellige Max-Spitzen (Leerlaufspannung) erzeugt)..

    d.h. ggff. strahlt deine 12V negativ auf die 5V Leitung..

    gepflegt werden: VC20, VIC20, C16, 116, C/plus4, C64, C64 II, SX64, C128, C= PC20-III, C= LT286-C,... :thumbup: + amigos

  • Ok, erst einmal vielen Dank für Eure Antworten. Jetzt bin ich verwirrt, aber sicher, daß ich hier grundsätzlich eine schlechte Lösung als Konstruktion gefunden habe. Ich wollte alles in einem Netzteil verarbeiten. C64/128 1541-II und pi1541 über USB.

    Die 12 V sind für den 2. DIN-Anschluss zusammen mit 5V für die 1541-II.

    Nach Euren Antworten wohl über diesen Weg (auch mit stärkerem Trafo) keine optimale Lösung, auch wegen der Riples. Meine Fähigkeiten sind als Bastler dann auch klar begrenzt.

    Ich möchte von Vorne beginnen. Kennt jemand den Selbstbau von Greisi? (Youtube). Oder gibt es eine bessere Lösung. Die fertigen Netzteile auf eBay &Co. werden ja auch eher negativ bewertet. Ich hätte schon gerne eine zuverlässige Lösung für meine alten Schätzchen.

  • Wenn du Platz im Gehäuse hast, kannst du es erstmal mit einem stärkeren 9V-Trafo versuchen. Mindestens 0.5A, besser 1A, also 4.5VA bis 9VA.

    Das Greisi-Netzteil wurde hier und anderswo schon vielfach aufgebaut und ist ein gutes Design. Meins läuft seit nunmehr Jahren zuverlässig. Kostet aber deutlich mehr als ein Trafo...

  • Die Netzteile die vom Polen in der Bucht angeboten werden, sind auch sehr gut.

    Und der Preis ist für mich auch in Ordnung. Habe selber eins (mit Floppyausgang)

    und bin mehr als zufrieden. Selbst wenn der C64 5-6 Stunden läuft,

    und das auch bei 35 Grad im Sommer, das Teil wird nichtmal Pupslau Handwarm..................

    ABER DAS IST NUR MEINE MEINUNG !!!!!

    Ich habe bereits einen Man vor Ort, die Sache wird erledigt werden, so wie immer.............

  • Jetzt bin ich verwirrt, aber sicher, daß ich hier grundsätzlich eine schlechte Lösung als Konstruktion gefunden habe. Ich wollte alles in einem Netzteil verarbeiten. C64/128 1541-II und pi1541 über USB.

    Ganz im Gegenteil. Tausche den Trafo und alles ist prima.

    Die 12 V sind für den 2. DIN-Anschluss zusammen mit 5V für die 1541-II.

    Ja, so habe ich das auch gemacht:

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    Nach Euren Antworten wohl über diesen Weg (auch mit stärkerem Trafo) keine optimale Lösung, auch wegen der Riples.

    Ripple wird bei Digitalschaltungen völlig überbewertet. Die Meanwells liefern saubere Spannungen, ich habe mehrere davon und nirgends Probleme. Wo der Ripple vielleicht Probleme macht (bei mir bisher nirgends), wäre beim SID (Tonstörungen) oder beim VIC (Bildstörungen), also in den Analogteilen der ICs.

    Ich hab auch schon Netzteile mit Billigkrachern umgebaut und nirgends ein Problem mit "Ripple" festgestellt.

    Ich möchte von Vorne beginnen.

    Warum? Problem beheben und erledigt.

  • Also, mal zur Veranschaulichung:

    C64C mit Floppy, VGA-Konverter, SD2IEC, ... an Selbstbaunetzteil ("Meanwell RD-50A", 5V/6A, 12V/2A, 54W; Trafo von Reichelt, "UI 39/10,2 209", 14VA, 2x 9V, 2x 777mA).

    Spannung am Tape-Port des C64 unter Last, 100 mV/cm, 0,1 µs/cm:

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    Spannung am Tape-Port des C64 unter Last, 10 mV/cm, 0,1 µs/cm:

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    Das ist irgendwas um die 40 MHz, geschätzt. Ich denke, das kann man gelten lassen.

    Ansonsten würde es mich sehr interessieren, wo die 40 mVpp @ 40 MHz im C64 ernsthaft Probleme machen sollen.

    (Nein, ich rede jetzt nicht von EMV!)