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Abo-Modell bei Software

  • Ich muss mich hier mal kurz "abreagieren":


    Da bin ich ernsthaft und überzeugt mit Kaufabsicht auf die Seite des "PDFsam" gegangen, um mich hier über den Kaufpreis der "Enhanced"-Version zu informieren, weil ich die frei verfügbare "normale" Version echt gut finde und was sehe ich ...?


    Gibt es nur als Abo! ;(


    Und noch eine Software, die ich gerne nutzen würde. Aber gerne KAUFEN und nicht nur MIETEN. Dann halt eben nicht ... :thumbdown:


    So, jetzt geht's wieder ... :D

  • Aber gerne KAUFEN und nicht nur MIETEN. Dann halt eben nicht

    Wenn es überhaupt mal richtige Miete wäre, mit Nachbesserungsanspruch und Möglichkeit der Minderung falls die nicht erfolgt...

  • Naja, alle Software Buden sind dabei, die Kunden auf Abo statt kaufen umzustellen.

    Bei vielen sieht man das an dem "365" ... Office 365, ...



    Schau, es ist teuer sich Angestellte zu halten und Büros.

    Da sind große Kosten jedes Monat.

    Wenn man verlustfrei arbeiten will, dann braucht man ständige Einnahmen.



    Am Anfang verkauft sich das Produkt ja gut.

    Aber wenn viele das bereits gekauft haben, ist eine Sättigung erreicht.


    Wenn man nichts mehr verdient an Software, dann fällt auch jeder Support und es gibt keine Weiterentwicklung mehr.

    Das will auch der Kunde nicht, denn veraltete Software läuft irgendwann nicht mehr oder bietet zu wenig.




    Dann gibt es nur noch zwei Möglichkeiten:

    • ich bringe regelmäßig Updates und hoffe dass die gekauft werden
    • oder ich "vermiete" die Software


    Bei Updates muss ich Anreize bieten, neue Features etc. etc.

    Es ist schwer zu kalkulieren wer wohl diese Updates kauft.


    Beim Abo Modell geht das viel einfacher.

    Ich kann besser kalkulieren was ich regelmäßig einnehmen werde.

    Und ich kann auch mal Fehler beheben, weil ich nicht dauernd neue Features erfinden muss.

  • Am Anfang verkauft sich das Produkt ja gut.

    Aber wenn viele das bereits gekauft haben, ist eine Sättigung erreicht.

    Dann ruht man sich gefälligst als Firma nicht auf seinen Lorbeeren aus und kassiert laufend Kohle für alte Version, sondern setzt sich auf den Hosenboden und entwickelt weiter. Und dann kann man am Upgrade verdienen. Und lässt Kunden die lieber bei der alten Version bleiben, in Ruhe.


    Miete heisst für mich, dass man nicht vor hat, in absehbarer Zeit neue Features zu entwickeln, die die Kunden ein Upgrade wert sind.


    Für fast alles, was ich private verwende, gibt es inzwischen OpenSource-Alternativen. Gewerblich ist sowieso ein anderes Thema, denn dann kann ich einfach gegenrechnen, was mir eine Software produktiv einspart.


    Ich nutze auch PDFsam (private, aber sehr intensiv). Und wenn's kein attraktives Kaufangebot gibt, dann bleibt man eben bei der kostenlosen Version.

  • Ich sehe diesen Trend eher negativ.


    Die Firma muss an der Software gar nichts mehr machen, da sie regelmäßige Einnahmen hat.


    Wenn es denn dann wenigstens eine Bezahlung nach Nutzungsdauer wäre. Aber ich muss ja sogar dann den jährlichen Beitrag zahlen, selbst wenn ich die Software nur zweimal im Jahr benötige.


    Wohin sind die Zeiten, als eine Firma ein Produkt erstellt hat und dann vom VERKAUF des Produktes ihre Einnahmen hatte?


    Na ja, Abos bringen halt mehr ein.

  • Die Firma muss an der Software gar nichts mehr machen, da sie regelmäßige Einnahmen hat.

    Das ist eben der Trend.

    Geld machen ohne viel Aufwand.


    Dasselbe macht man schon lange mit dem Patentrecht.

    Einmal was erfinden und lange daran verdienen.


    Pharma Industrie läßt auch grüßen.


    Ganz zu schweigen von der Musik Industrie mit ihren Tantiemen.




    Die Software Schmieden ziehen da halt einfach nur nach.

    Im übrigen im kommerziellen Bereich sind bei Software immer schon Lizenzgebühren erhoben worden.

    Da hast du erst die Hardware gekauft bei IBM.

    Dann zahlst du für den betrieb der Hardware monatlich was.

    Um dann eine DB2 Datenbank zu betreiben, musst du erst die Software kaufen.

    Und dann zahlst du für den Betrieb regelmäßig Lizenzkosten.

    Nebenbei werden dann auch noch Volumen abhängige Kosten schlagend (pro Menge, pro Datenbank und pro Durchsatz).

    Der Einfallsreichtum der Abzocker ist einfach nur grandios. :D


    Und doch verwenden kommerzielle Kunden diese Datenbank und keine freie am Markt.

    Weil niemand will die Verantwortung tragen, wenn mal was schief läuft.

    Man will den Support, und man zahlt es obwohl es sehr teuer ist.


    Das gleiche mit Linux.

    Die lassen das aufsetzen und bezahlen dafür dass es betreut und gewartet wird.

  • Na ja, Abos bringen halt mehr ein.

    Oder weniger, zumindestens bei mir als Privatmensch, sobald da Abo steht

    suche ich mir eine Alternative und kaufe gar nichts mehr bei dem Laden.

    Mache ich auch so. ich schließe sicherlich kein Abo für eine privat genutzte Software ab. Allerdings fallen wir vermutlich eher wenig ins Gewicht. Es ist mittlerweile kaum mehr möglich, Software zu kaufen.


    Ich müsste mal durchrechnen, wieviel an Jahresgebühren ich bis heute für ein 1985 gekauftes C64-Programm schon hingelegt hätte. :D

  • Ich seh das ziemlich ähnlich, wobei ich hier unterscheide zwischen Software die ich wirklich täglich nutze oder Software die ich nur 1-2x im Monat brauche. Beispiel 1Password. Den nutz ich nicht nur privat sondern auch beruflich. Und zwar täglich. Hier zahl ich gern das Abo (gut, in dem Fall zahl ich das 1x im Jahr - monatlich wäre auch möglich). Da will ich auch dass die Entwickler weiterarbeiten und das Tool verbessern und weiterentwickeln - eben auch auf Grund der sich ständig wechselnden Technologien dahinter. Gibt dazu sicher noch weitere Beispiele.

    Aber bei recht "banalen" Tools, da haut's mir manchmal echt den Vogel raus. Beispiel: Tracking App für Pakete. Nutz ich nicht oft. Beim letzten Update haben die angekündigt auf ein Abo Modell umzusteigen. Denen hab ich (virtuell) den dicken Mittelfinger und ein großes "F*U*" gezeigt (nicht wirklich). App gelöscht und stattdessen die Apps der Paketdienste selber genutzt (hab ich zwar nun mehr Apps, dafür aber kostenlos). Hier wäre mir ein Modell lieber, das zwischen dem "einfachen" User und einem Power-User unterscheidet. Der Privatuser kann sich die App für kleinen Preis kaufen, hat vielleicht ein paar Funktionen weniger oder ist auf eine gewisse "Menge" (z. B. Pakete pro Monat) beschränkt, und bekommt auch nur Updates für diese Major-Version (das nächste Große Update muss er halt wieder bezahlen). Die Power-User bekommen alles freigeschalten, inkl. allen Major-Versionen und können per Abo zahlen. So wär das vollkommen ok.

    Meine Classics: Atari 800 XL + Atari 1010 + Atari 1050 + SD2SIO/SIDE2 + Ultimate1MB | ATARI 2600JR | C64 (Breadbin) + C64C (im Kickstarter Gehäuse) | C128 + C128 DCR (Blechdiesel) + SD2IEC + C1541II + C1571 | Amiga 500 mit Wicher 500i + ext. Disk/Gotek | Amiga 1200 (ACA-1221/OS3.9/CFCard/WHDLoad) | Atari 1040ST (Gotek) | Atari 1040STE 4MB (Gotek) | Schneider CPC6128 (Gotek)

  • ich schließe sicherlich kein Abo für eine privat genutzte Software ab. Allerdings fallen wir vermutlich eher wenig ins Gewicht. Es ist mittlerweile kaum mehr möglich, Software zu kaufen.

    Ich sage nur "Steam" und "Oculus".

    Nach wenigen Wochen und ingesamt rund 50 Euro (davon 30,- für BeatSaber) hatte ich nur noch Ärger.

    Mit viel Getrickse konnte ich meine Spiele dann wieder spielen (null Support von den beiden Firmen!).

    Seitdem bin ich mit Online-Spiele-Käufen durch, mich haben beide Konzerne als Kunden verloren.


    Neulich wollte ich wieder BeatSaber spielen und erhalte eine Fehlermeldung "BeatSaber ist nicht installiert".

    Klar ist es installiert, im gleichen Verzeichnis, wo es seit Monaten liegt!

    Aber in der Oculus-Software ist ja eine Schaltfläche "Neu installieren" vorhanden - die funktioniert nur nicht,

    weil meine Firewall Oculus sperrt. Würde ich die Firewall deaktivieren, würde Oculus ein Update installieren

    und danach würde gar nichts mehr funktionieren, da ich noch Windows 7 nutze.

    Ich werde demnächst eine zweite SSD besorgen, auf die nur Win10 & VR-Kram kommt,

    dann kann ich im BIOS die entspr. Platte aktivieren bzw. deaktivieren.

    Mit einer CD/DVD hätte ich BeatSaber einfach neu installiert.


    Auch für mich kommen Mietmodelle bei Software überhaupt nicht in Frage und Spiele kaufe ich nur noch

    auf echtem Datenträger, gibt ja mehr als genug alte Spiele. ;)