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CBM 4032 - Startschwierigkeiten und Tastatur defekt

  • Danke! Genau dieses Vorgehen habe ich auch schon gelesen. Aber das traue ich mir nicht zu. ;(

    Ich mache das so seit gut 40 Jahren. Was soll da passieren?


    Ok, wenn man erst das eine Ende unter den Gumminippel schiebt, hat man es nicht besser verdient, dass man einen geballert kriegt... :bgdev


    Wenn bei laufendem Gerät aus dem undichten Fokusanschluss nen Funke fliegt, ist das deutlich unangenehmer.:strom:

  • Asklia

    Danke! Dann ist der 1084S bald fällig. :D


    SamW

    Hehehe... Hast ja Recht. Aber es gibt leider Sachen, da bin ich ein Angsthase sondergleichen. :whistling: Daher nehme ich mir Deine Signatur zu Herzen und lasse die Pfoten davon. :D


    Ich habe erstmal beschlossen, den 4032 die nächsten 2 bis 4 Wochen stehen zu lassen um auf der sicheren Seite zu sein. Danach gibt es eine Runde neue Bauteile für CRT und Board.


    An alle: erstmal super vielen lieben Dank für Eure Hilfe bis hierher! ^^ Ich melde mich, wenn das Gerät neue Teile spendiert bekommen hat. Hoffentlich wird der Fehler dadurch behoben, bin aber sehr zuversichtlich! Bliebe dann nur noch die eine Taste, die nicht will. Aber alles zu seiner Zeit.


    Ganz liebe Grüße

    Crash64

  • Also man sollte unterscheiden zwischen "das kann im Betrieb unangenehm werden" und "da kann auch im ausgeschalteten Zustand was beißen".


    Im Betrieb liegen in einem CRT - wie im jedem Röhrengerät - durchaus sehr unangenehme Spannungen mit durchaus ungesunden Ampereleistungen an. Die viel gescholtene Beschleunigungsspannung im KV-Bereich ist da aber auch nur eine von Vielen, und gerade im Betrieb eigentlich eher sehr gut geschützt. Um da was abzubekommen musst du schon im Betrieb unter die Anodenkappe griffeln.

    Ansonsten ist da vor allem die Fokusspannung, die auch durchaus 1000V erreichen kann, und die im Bereich des Neckboards eingespeist wird - da kommt man viel, viel leichter ran. Auch am Yoke liegen schon mehrere hundert Volt. aber die Windungen sind lackisoliert und anfassen kann man eigentlich nur an den Lötstellen.


    Im ausgeschalteten Zustand bleiben Kondensatoren. Der Flyback selbst ist da völlig ungefährlich. Ist einfach nur ein Trafo. Die Röhre dagegen speichert zwischen innerer und äußerer Beschichtung (dem DAG - die graue, leitfähige Farbe auf Graphitbasis) durchaus einige Kilovolt einige Stunden.

    ABER:

    • Einziger gefährlicher Punkt ist die Anodenkappe. Da kommt man, wie im Betrieb, schon mal nicht "aus versehen" ran.
    • Ja, da sind einige KV (ganz grob ca 1000V pro Zoll, bei SW-Röhren ggü Farbröhren deutlich weniger) gespeichert, aber auch mit extrem wenig Kapazität. Ich hatte da mal eine Rechnung, das waren Joulemäßig eher ungefährlich. Das Gefährliche ist eher, dass man die Hand ruckartig wegzieht und die sich an scharfen Kanten aufschneiden kann.
    • Ein Primärkondensator eines Schaltnetzteils ist viel gefährlicher. Man kann argumentieren, die geschürte Angst vor der Anode kann einen die echten Gefahren übersehen lassen.

    Wie schon beschrieben einfach ein isoliertes Kabel an einen isolierten Schraubendreher, das andere Ende des Kabels an den Groundstrap der Röhre (beim PET diese "Feder"), also das, was mit dem DAQ in Verbindung steht tüddeln, und den Schraubendreher vorsichtig unter die Anodenkappe schieben. Ich hab das bislang nur ein mal "patsch" machen gehört, und zwar beim PET ca 10 Sekunden nach ausschalten. Ansonsten, selbst bei dicken 29-Zoll Farbröhren nie.

    Wichtig ist wirklich nur äußeren DAG mit der Anodenkappe kurzzuschließen. Dann kann man die Kappe abnehmen, und das CRT-Board ausbauen. Grade beim PET ist da wenig mehr, was beißen kann. Einfach mal schauen, welche Kondensatoren für >80V ausgelegt sind. Beim 8032-SK sind das

    C753 0,47 uF 315 V

    C754 47 uF 250 V


    Die kann man auch nochmal kurzschließen (oder messen), just in case. Mehr ist da nicht.


    Man soll ja nicht den Respekt verlieren, aber wenn man sich vorher informiert kann man viel besser an CRT arbeiten, und lernt die echten Gefahren einzuschätzen. Die Märchen von "nach Jahren Spannungen, die einen Wal killen" sind da einfach völlig kontraproduktiv. Mit Angst arbeitet man schlecht und es lenkt von den echten Gefahren ab.

  • Hi Zitruskeks


    Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

    Richtige Angst wäre übertrieben. Aber gehörigen Respekt habe ich schon. Die Gefahren der Kondensatoren kenne ich. :) Daher messe ich die Größeren auch immer durch, bevor ich da etwas anpacke. Alles über 100 V lasse ich grundsätzlich ein paar Tage liegen.

    Passende Videos habe ich mir durchaus angesehen. Es sieht einfach aus, ja. Aber irgendwie ist es trotzdem, ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Angst ist es nicht... Unbehagen. Das trifft es.


    Ich überlege es mir. Zumal ich noch einen passenden, langen Schraubendreher bräuchte. Wenn, dann mache ich es aber am Wochenende. Mein Mann arbeitet Schicht und wäre erst am WE "parat". :D Da wäre mir wohler, wenn jemand im Notfall da ist.


    Liebe Grüße

    Crash64