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C128 Probleme beim Reset/Einschalten

  • Ich brauch mal Hilfe von den 128er Experten.


    Situation: 2 C128 Boards (vom flachen C128), beide haben ziemlich ähnliches Verhalten. Aber erst mal zum ersten Board, beim zweiten warte ich noch auf Ersatzteile. Das Board startet etwa 50:50, meine bisherigen Diagnosen und Vermutungen gehen Richtung Reset-Kreis.


    Wenn das Board mal läuft, dann läuft es. Ich hab schon diverse Demos stundenlang laufen lassen, keine Probleme. Ein Überhitzungsproblem scheint es also nicht zu sein. Sobald ich aber Reset betätige (oder Aus- und wieder einschalte), startet das Board meist nicht gleich (ab und zu aber ohne Probleme).

    Logiktester an U63 (Pin 8), Z80 (PIN 26) und CPU (PIN 40) zeigt korrektes Verhalten beim Reset. Aber, und das wundert mich etwas, habe ich bei einem "hängenden" Reset an U63 (PIN 9) und Z80 (PIN 25) ein "pulsieren" - statt dem Wechsel von Hi -> Lo und umgekehrt. In dem Zustand hab ich entweder ein schwarzes Bild oder einen farbigen Hintergrund (weiß, rosa, blau, ...) oder auch Zeichensalat. Ich hab daher den Verdacht, dass irgendwas im Reset-Kreis nicht richtig "schaltet".

    Was kann das sein?

    - Wackelkontakt im Einschalter oder Reset-Taster?

    - Kondensatoren? (die hab ich noch eher im Verdacht)

    - ???


    Was ich bisher auch überprüft habe:

    - VIC -> in Ordnung, sonst hätte ich kein Bild usw.

    - VDC -> funktioniert auch, ich hab sauberen 80 Zeichen Modus

    - Z80 -> funktioniert ebenfalls, CPM bootet und läuft

    - CPU -> tut auch ihren Dienst

    - RAM -> es sind/waren zwar MTs drauf, aber die defekten habe ich getauscht, der Rest ist ok -> Cross Überprüfung durch Widerstandsumschaltung: alle RAMs ok

    - MMU -> die scheint soweit auch ok zu sein

    - PLA -> ist wohl auch ok (hab ja gehört dass die PLA beim 128er extrem stabil ist und kaum ausfällt)

    - ROMs -> da war ein defektes Kernal ROM drin, ist aber getauscht. Der Rest ist ok (hab alle mal ausgelesen und mit den Binaries aus dem Netz verglichen, 1:1 Übereinstimmung)

    - Logik Chips -> soweit keine Auffälligkeiten gefunden

    - Adress- und Datenbus -> selbst beim hängenden Reset ist Aktivität da

    - Tests mit FC3 und EF3 Cartridges zeigen auch keine Auffälligkeiten

    - Spannungen: passen (4,93V und 11,8V - im Grunde fast perfekt)

    - SID -> tönt wie eh und je


    Hat jemand noch Ideen?


    Danke und Gruß

    Chris

    Meine Classics: Atari 800 XL + Atari 1010 + Atari 1050 + SD2SIO/SIDE2 + Ultimate1MB | ATARI 2600JR | C64 (Breadbin) + C64C (im Kickstarter Gehäuse) | C128 + C128 DCR (Blechdiesel) + SD2IEC + C1541II + C1571 | Amiga 500 mit Wicher 500i + ext. Disk/Gotek | Amiga 1200 (ACA-1221/OS3.9/CFCard/WHDLoad) | Atari 1040ST (Gotek) | Atari 1040STE 4MB (Gotek) | Schneider CPC6128 (Gotek)

  • "hängenden" Reset an U63 (PIN 9) und Z80 (PIN 25) ein "pulsieren"


    Dann würde ich die Kondensatoren mal überprüfen, danach die Kondensatoren vom Reset.


    Wenn du Krokokabel hast, dann kannst du damit einen Kondensator Paralell schalten zum Testen.

  • Ich hab jetzt mal C91 und C92 durch neue ersetzt. Brachte einerseits Besserung, andererseits auch nicht. Der Reset ist gefühlt "stabiler", das Board startet jetzt besser. Allerdings stürzt das Board bei den Demos zu 99% ab (meist kurz nach dem Start, mal erst später). Mit dem Logiktester kann ich erkennen, dass der Reset dann wieder pulsiert, aber langsamer. Ist im Endeffekt so, als würde alle halbe Sekunde ein Reset ausgelöst. So kann das System natürlich nicht starten.

    Ich werde jetzt erstmal alle Kondensatoren austausche, muss dazu aber erst nachbestellen, hab nicht alle Werte da. Vielleicht hilft das etwas.

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  • Das geht doch schon in die richtige Richtung.

    Es kann auch sein, daß ein Teil den Kondensator Leersaugt (wenn ich das mal so sagen darf). Das heißt, es kann sein, daß ein Widerstand niederohmig geworden ist oder ein IC mehr Strom frisst.

  • Könnte gut sein. Nachdem ich mir mal den Schaltplan genauer angesehen habe, sind auch die beiden Dioden CR15 und CR16 mögliche Kandidaten, oder der NE556.

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  • Mein Verdacht hat sich bestätigt: der NE556 war schuld! Der hat so dermaßen ins System "zurückgeschossen" dass man echt alles hätte vermuten können. Alten rausgeschmissen, Sockel rein, neuen NE556 rein und die Demos laufen bisher stabil. Ich lass den mal über Nacht laufen, wenn der morgen noch läuft ist das Board gerettet :thumbsup: (ausser einer der verbliebenen MT-RAMs gibt zwischendrin den Geist auf - sind ja noch 5 drin). Auch die Signale mit dem Logiktester gemessen, da ist jetzt alles sauber und stabil, nix mehr mit Pulsieren :)


    Der alte NE556 ist einer der "Grauen", die scheinen öfter Probleme zu machen, wie ich so rausgegoogelt hab. Also für alle die Probleme beim Starten und/oder Resetten haben, und den grauen NE drin haben -> checkt den mal :thumbup: (U27, PIN 8 und 9 müssen sich gegenseitig verhalten beim Reset).


    Kondensatoren hab ich keine mehr gewechselt, da hab ich bisher eigentlich gute Erfahrungen gemacht. So schnell gehen die nicht kaputt (ausser es ist eine miese (billig) Charge, die mit der Zeit platzen und auslaufen).

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  • Arghhh :cursing: fast 2 Stunden lief er... nun wieder das selbe Problem... sieht nach einem der beiden 7406er aus (U63 und U30) - die sind im Resetkreis nach dem NE drin. Ich vermute eher U63, der liefert falsche Werte (ist ja ein Hex Inverter, ein HI sollte am nächsten PIN zu Lo werden, an 2 Invertern stimmt das nicht - aber nur wenn ich den NE raus nehme. U30 stimmt an allen Invertern, U63 nicht. Steck ich den NE wieder rein, liefert U63 wieder normale Hi-Lo Werte. Aber pulsierend. Very wierd... Werd den auch mal tauschen... es hätte so einfach sein können ;(

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  • Genauso wie vorher ist es nicht, es verhält sich etwas anders. Wenn ich den alten NE wieder einsteck, ist das Chaos sofort da. Mit dem neuen nicht. Das kam erst sehr viel später - wenn das Board "warm" gelaufen ist. Wie gesagt, U63 scheint schon der Problemauslöser zu sein, alle anderen 7406 verhalten sich korrekt, nur der nicht.

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  • Nö sind alle handwarm. Die hab ich dauernd im Blick.


    U63 hab ich getauscht, jetzt läuft das Ding zu 99%. Ne Demo ist 2 Stunden ungefähr gelaufen, dann hat sich wieder ein Reset eingeschlichen. Aber danach lief er weiter, im Gegensatz zu vorher. Da hing er im Reset fest. Der NE556 war aber anscheinend doch nicht schuld, ich lass die Demo jetzt mal wieder mit dem alten laufen und bisher sieht das auch gut aus.


    Ich bräuchte jetzt wahrscheinlich einen mehrkanaligen Logikanalyzer und ein Oszi mit Aufzeichnungsfunktion, damit ich sehen könnte was genau passiert, wenn sich so ein Reset einschleicht.


    Immerhin ist der Verlauf bis jetzt sehr erfolgreich :)

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  • :cursing: Jetzt ist wieder alles wie am Anfang... ich hab echt keine Lust mehr und steh kurz davor den ganzen Mist auf den Schrott zu schmeißen :cursing:

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  • Ups, dachte ich hätte die richtige Kategorie erwischt. Danke für's Verschieben :)


    Ich hab nochmal genauer hingeschaut und einen weiteren Kandidaten entdeckt: die Sockel. Wollte zum Testen die MMU tauschen, mit der anderen ging es noch, zurück zur Original MMU und es ging nichts mehr. Commodore hat ja natürlich die Superbesten Sockel der Welt verbaut 8) Glaub es ist das beste, ich besorge mir erst mal vernünftige Präzisionsockel und wechsel den Mist aus. Wäre ja gelacht wenn ich das Ding nicht zum Laufen bekomme. Während ich auf die warte, wechsel ich trotzdem die Kondensatoren und reinige den Einschalter und Resettaster.

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  • Bleib mal bitte dran, da das grundsätzliche Problem nicht neu ist. Ich hab auch ein oder zwei 128er, die nicht sauber einschalten, sondern erst per Reset-Taster überredet werden müssen. Das haben die aber schon sehr lange, und ich hab die dann in die Ecke gestellt. Beim 128DCR hab ich so ein Problem noch nie gesehen, scheint was prinzipielles zu sein in der Schaltung von C128 und 128D.

    Zuletzt repariert:
    21.2. Logitech M570 Microschalter ausgetauscht - geplante Obsoleszenz durch Billigtaster?
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!

  • Ich bleib dran, sind schließlich 2 Boards die im Grunde das selbe Problem haben (das zweite möchte ich am liebsten niemanden zeigen, da ist so viel an der Unterseite mit Lackdraht gefixt worden... junge junge, dass das überhaupt noch irgend einen Mucks von sich gibt :D )

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  • Ich bin jetzt maximal verwirrt... meine Elektronikerausbildung ist zwar schon über 20 Jahre her, aber Schaltpläne lesen kann ich eigentlich noch.


    2021-05-15 19_57_05-XnView Classic - [c128-66r.gif].png


    Ich hab auf dem Board wirklich allle gesockelten Chips rausgenommen, auch den NE556. Die beiden Dioden CR15 und CR16, die C91 und C92, sowie die Widerstände R23 und R24 sind rausgelötet. Auf PIN 8 vom Sockel des NE556 dürfte ich ja jetzt nichts mehr messen, höchstens das LO wenn ich den Resetknopf SW2 drücke - das ist auch der Fall. Soweit alles korrekt. Lasse ich den Taster aber los, habe ich mit dem Logiktester ein HI-LO-Pulsen (Spannung mit dem Multimeter liegt bei 4,5V gegen GND). Hat das schon mal einer erlebt? :gruebel Woher könnte diese "Einstrahlung" kommen?

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  • Ich hab auch ein oder zwei 128er, die nicht sauber einschalten, sondern erst per Reset-Taster überredet werden müssen

    Hast du bei denen schon versucht den Ein-/Ausschalter zu reinigen/ersetzen versucht?

    Nein. Einer hat auch keinen, weil es ein 128D ist.

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