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250466+ oder der Versuch ein klassisches Board etwas zu optimieren

  • Habe nochmal alles eingespielt und einen neuen Schaltplan hochgeladen. Das Ziel ist nach wie vor, nächstes Wochenende soweit fertig zu werden, daß ich am Montag oder so die Boards bestellen kann.

    Aus eigener Erfahrung (wenn auch mit anderen Dingen) ein gut gemeinter Rat: einfach mal ein paar Tage das Projekt beiseite legen und nicht damit befassen und danach nochmal draufschauen - vlt fällt noch etwas auf :)

    Selbst gesteckte deadlines dürfen auch gerne postponed werden ;)

  • Habe in der letzten Woche jeden Tag ein bißchen am Layout rumoptimiert, hauptsächlich "Via-Stitching" fürs Masselayer. Heute habe ich fast den ganzen Tag seit 10 Uhr morgens die Bauteilbeschreibungen im Schaltplan überarbeitet und Links zu Reichelt und Co. für die Generierung der BOM eingefügt. Mein Gehirn ist jetzt Brei.

    Nicht, daß es jetzt gerade jemanden interessiert, aber das ist das Ergebnis des heutigen Tages

    250466+.csv

  • Bin gestern leider nicht so weit gekommen wie gedacht. Im Wesentlichen habe ich das Layout immer wieder ausgedruckt (2x DINA4), zurechtgeschnitten, zusammengeklebt. Löcher reingestanzt und mit den Löchern für die Schrauben im Gehäuse und in einer echten 250466er Platine verglichen. Habe diverse Versuche gebraucht, bis ich zufrieden war. Die Öffnungen für den Modulator haben auch nicht so ganz gepaßt. Alles ein riesiges Gefrickel.


    Jetzt habe ich als letzten Schritt damit angefangen, die Footprints aller ICs zu prüfen. Bisher ist mir nur aufgefallen, daß im Schaltplan aus dem C64C Service Manual die Adreßleitungen A0 und A6 gegenüber der Standardbelegung für 4464-RAM vertauscht sind. Sollte aber wohl egal sein. Trotzdem kurios.

  • Adreßleitungen A0 und A6 gegenüber der Standardbelegung für 4464-RAM vertauscht sind. Sollte aber wohl egal sein. Trotzdem kurios.


    Üblicherweise ist das völlig egal, ich finds eher witzig, wie viel Aufwand in manchen Layouts getrieben wird, um das ja einzuhalten, anstelle einen Pin-swap zu machen und gut isses...


    Wobei natürlich die Standard-Belegungen der ICs damals schon vom Hersteller mit Bedacht so gewählt wurden, dass auch 2 lagige Layouts funktionieren konnten. Dem IC ist es aber völlig egal, in welcher Zeile und Reihe er welches Bit speichert...


    Wenn dann am IC aber A0 steht und es A6 sein soll, am Nächsten dann A5 die gleiche Aufgabe übernimmt und am EPROM A2, dann wirds kompliziert, d.h. hat die Standardreihenfolge den Vorteil, dass man weniger denken (oder manuell umbeschriften) muss...


    Die Footprints hatte ich in meinem Review auch schon verglichen, siehe PN...

  • Ist mir im Prinzip klar, mich hat vor allem gewundert, daß sie halt nur genau zwei Adreßeitungen getauscht haben. Aber OK, mag damals genau dort beim Layout geholfen haben.

    Ansonsten bin ich jetzt mit der erneuten Prüfung aller IC Pinouts durch. Jetzt kommen nochmal alle Transistoren dran, aber dann wird es langsam ernst.

  • Mehr Farben hat JCLPCB nicht afaik.

    Doch, die Tage gesehen ... es gibt jetzt auch lila.


    Edit: was antworte ich auch auf so alte Beiträge ... senile Dysfunktion ...

    JLCPCB hat jetzt auch lila? Hammer..da muss ich doch gleich mal schauen...ich hatte denen mal den Vorschlag gemacht, lila ins Programm zu nehmen. Wär ja echt der Knaller :thumbsup:

  • Mir ist da noch eine kleine Merkwürdigkeit aufgefallen. Nur (?) im Schaltplan des 250466 ist der Reset-Pin am seriellen Anschluß als reiner Ausgang beschaltet. Dafür wurde extra ein NPN-Transistor (im Originalschaltplan Q3) eingeführt, den es weder in älteren noch in neueren Schaltplanversionen zu geben scheint. Dort ist der Reset-Pin des seriellen Ports direkt mit den anderen Resetleitungen verbunden.

    Nun gibt es ja zum Beispiel solche Resetschalter für den seriellen Port. Obwohl ich die schon immer sinnlos fand, würden sie an einem echten 250466er Board nicht funktionieren - und deshalb auch nicht an meinem Nachbau.

    Nun frage ich mich, wie sinnvoll dieses Feature ist. Gibt es irgendwelche Hardware (SD2IEC o.ä.), die erwartet, am seriellen Port einen Reset auslösen zu können? Kennt jemand die Hintergründe, warum die Schaltung sich nur im 250466er Board unterscheidet, dann aber für die 250469er Boards nicht übernommen wurde?

  • Nun frage ich mich, wie sinnvoll dieses Feature ist.

    IMHO: Wenig sinnvoll. Vermutlich hat Commodore die Schaltung beim 466 geändert, um ungeplante C64-Resets durch abgeschaltete Laufwerke oder ähnliches zu verhindern.


    Kennt jemand die Hintergründe, warum die Schaltung sich nur im 250466er Board unterscheidet, dann aber für die 250469er Boards nicht übernommen wurde?

    Vielleicht fand man die einseitige Reset-Kopplung immer noch unsauber? Bei der 250469 ist die Schaltung ja so aufgebaut, dass ein IEC-Reset den Rechner nicht beeinflusst und ein Userport-/Expansionsport-Reset nicht auf den IEC-Bus wirkt.

  • Ach stimmt. Habe aus Faulheit in den Schaltplan das Reloaded geschaut weil ich dachte, der sei ans 250469 angelehnt. Dabei hatte ich die Resetschaltung des 466 und 469 schon früher mal verglichen und festgestellt, daß sie an dieser Stelle fast identisch sind. Das 469 benutzt einen NPN-Transistor und das 469 einen Inverter 74LS14, um EXTRST als reines Ausgangssignal zu erzeugen.

    Also ist das seit dem 250466 ein Ausgang. Mea culpa. Bin gerade etwas nervös, daß ich noch irgendwas versaut haben könnte.

  • Ich habe heute nochmal ein paar (EMV)? Kondensatoren am Userport usw. von den Shortboards übernommen. Das sollte es jetzt aber gewesen sein, was den Schaltplan angeht. Am Layout könnte ich bis in alle Ewigkeit rumoptimieren, aber langsam muß ich mal zum Ende kommen, wenn ich im Oktober Platinen haben will. Habe nochmal alles eingespielt und einen neuen (hoffentlich finalen) Schaltplan hochgeladen. Morgen will ich die Bestellung aufgeben. Wird auch Zeit, diese ganzen Kontrollarbeiten der letzten Zeit haben keinen echten Spaß mehr gemacht.

  • Habe bei JLCPCB bestellt und $93,91 für fünf Platinen bezahlt (inklusive eines 5€-Gutscheins für Erstbesteller oder so). Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde mir die Umsatzsteuer automatisch auf das Porto draufgeschlagen. Sollte also bereits der Bruttopreis sein. Was ich gut fände, weil ich dann nicht zum Zollamt o.ä. muß. Eigentlich wurde der Endpreis als knapp unter 80€ angezeigt, durch die Paypal-typische Wechselkurs-Abzocke habe ich so 82,50€ bezahlt. Aber das ist natürlich trotzdem traumhaft günstig für fünf riesige Platinen in ENIG mit elektrischem Test usw.


    Habe wie angekündigt schwarze Platinen bestellt, aber leider kann man die recht gute Vorschau bei JLCPCB nicht als Grafik abspeichern.
    Deshalb nochmal eine Ansicht der Oberseite, wie sie von OshPark in lila anzeigt wurde:



    Ich hatte bis zuletzt an mechanischen Details wie den Löchern für den Modulator oder die Joystickports rumgebastelt. Kann gar nicht sagen, wie oft ich das Layout ausgedruckt, zurechtgeschnitten, zusammengeklebt, mit einer Lochzange gelocht usw. habe, um die Maße einigermaßen hinzukriegen. Wenn es jetzt immer noch nicht paßt, dann weiß ich auch nicht mehr. Besser kriege ich es dann halt nicht hin.


    Die letzten DipTrace-Dateien, das Gerber-Zip und eine BOM habe ich ins Archiv hochgeladen.

  • wie oft ich das Layout ausgedruckt, zurechtgeschnitten, zusammengeklebt, mit einer Lochzange gelocht usw. habe, um die Maße einigermaßen hinzukriegen

    Ich scanne die "ent"stückten Original-PCBs und bringe die Grafik dann entsprechend der Außenmaße oder bekannter Maße an Fixpunkten dann aufs richtige 1:1 Maß und lege die Grafik "unter" das Layout als eigene Ebene an. Dann kann ich problemlos die Deckungsgleichheit etc. sicherstellen.


    Hat sich fürs reverse-engineering wirklich bewährt!

  • Na ja, ich habe irgendwelche Löcher um Zehntel Millimeter hin- und hergeschoben. Das mit einem geometrisch entzerrten Foto endlicher Auflösung hinzubekomme stelle ich mir persönlich jetzt nicht so trivial vor.

    Aber egal, diese Phase meines Lebens ist jetzt erstmal angeschlossen und so schnell werde ich keine so großen Platinen mehr machen.

  • um Zehntel Millimeter hin- und hergeschoben.

    Sags doch gleich: Luxusproblem rsp. der Kampf mit dem eigenen Perfektionismus ;-)


    Die PCB-Produktion hat Toleranzen hinsichtlich der Randfräsung (und insofern auch relativen Lage sämtlicher Elemente auf der fertigen PCB) von bis zu 2 mm (China), die guten europäischen Hersteller aber auch immer noch ca. 0,3 mm, d.h. das wird schon passen!


    Andersrum würde mich interessieren, ob die C64-Gehäuse alle haargenau gleich groß ausfielen und auch die gleichen Lochabstände aufs Zehntel haben, würde mich offen gesprochen glatt wundern und dann auch nur bei 20°C und im Schatten...

  • Andersrum würde mich interessieren, ob die C64-Gehäuse alle haargenau gleich groß ausfielen und auch die gleichen Lochabstände aufs Zehntel haben, würde mich offen gesprochen glatt wundern und dann auch nur bei 20°C und im Schatten...

    Meiner Erfahrung nach ist das nicht der Fall. Zumindest habe ich beim Platinen und Gehaeuse quertauschen schon oefter erlebt das man die Platine die problemlos in ein Gehaeuse passte bei einem anderen Gehaeuse erstmal eine weile hin-und herschieben musste bis ich sie in einem Winkel hatte das sich die Schrauben alle problemlos reindrehen liessen. Auch habe ich Gehaeuseschalen gesehen die nicht ganz 100% aufeinander passten.


    Wieviel davon jetzt herstellungsbedingt ist, und um wieviel sich das Plastik ueber die Jahre verzogen hat kann ich natuerlich nicht beurteilen.

    Ich wuerde einfach mal glatt heraus behaupten: wahrscheinlich beides der Fall!

  • Ist mir schon klar, daß es überall Toleranzen gibt. Meine Referenz ist halt mein echtes 250466er Board bzw. das zugehörige Gehäuse. Die Position der Löcher im Board und im Gehäuse passen dort recht exakt, also was sollte ich machen, als zu versuchen, diese Positionen möglichst genau zu übernehmen. Beim Modulator ist das schon etwas schwieriger, weil das Teil aus Blech und nicht 100% symmetrisch ist. Aber auch da habe ich mich bemüht, die Löcher mit einem einigermaßen symmetrischen Layout so weit wie möglich deckungsgleich mit einem echten Longboard-Modulator hinzukriegen. Obwohl ich persönlich da einen kleinen C0pperdragon-Modulator einbauen werde.