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250466+ oder der Versuch ein klassisches Board etwas zu optimieren

  • Wie im Thread zum Tuning-Board erwähnt, hätte ich gerne noch ein möglichst optimales "klassisches" C64-Mainboard. Also ein 250466er Board, mit dem man alle klassischen ICs benutzen kann, aber halt mit möglichst vielen Optionen, die man heutzutage früher oder später in einen C64 einbaut.

    Das C64 Reloaded ist mir schon zu weit von den klassischen Boards entfernt. Das Tuning-Board von Matthias ist auf möglichst wenige Bauteile optimiert und hat dafür an einigen Stellen Kompromisse gemacht (große PLA, kein 9VAC am Userport, POTX/POTY am zweiten Controlport nicht voll unterstützt, TOD über 555).

    Last but not least will ich für sowas gerne Zugriff auf einen vollständigen Schaltplan und das Layout haben, damit ich Details direkt dort nachsehen kann.

    Nachdem es sowas anscheinend nicht gibt und es sonst keiner machen will (was mich eigentlich lieber gewesen wäre), habe ich beschlossen, mal selber damit anzufangen. Was nicht heißt, daß ich damit jemals fertig werde ;)


    Mein Ziel sind folgende Features:


    • Basierend auf 250466er Board (NMOS-ICs, alte PLA, drei ROMs, zwei DRAM-ICs)
    • 12V-Versorgung über einfachen Hohlstecker. 9V und 5V über Recom-DC/DC-Wandler (78xx), Wegfall der Hochspannung, der Sicherung und der großen Kondensatoren.
    • Verpolungsschutz für 12V-Versorgung (PFET). Überspannungsschutz (Suppressordioden) für 9V, 12V und 5V.
    • TOD-(Time of Day)-Schaltung mit 74HCT4060/74HCT193/74HCT74 und 4.9152MHz Quarz. Durch Jumper 50/60Hz (4915200/8192/5/2=60, 4915200/8192/6/2=50) auswählbar.
    • Unterstützung für 27C512 EEPROMs und klassische ROMs (per Bestückungsoption oder Adapterplatine), ROM-Umschaltung per Jumper (wenn 27C512 bestückt).
    • Bestückungsoptionen für HMOS-VIC und SID (Jumper für Versorgungsspannung).
    • Integrierter Lumafix für VIC (invertierte Rückkopplung von AEC und Phi0 auf Luma, Chroma-Einstellung, experimentelle positive Phi0-Rückkopplung auf Chroma
    • Luma-Pullup schaltbar (zusätzlicher 500Ohm-Pullup für HMOS-VIC).
    • SID per Jumper konfigurierbar bezüglich CAP1/CAP2, 1k Pulldown, Digifix, Mono/Stereo (Pin 7 von AV-Buchse).
    • Zweiter SID mit Adreßwahl (A5,A8: 0xD420, 0xD500, 0xD520 und 0xD$00 Dual Mono) per Jumper. Umschaltung Mono/Stereo am AV/Stecker per Jumper.
    • 9V AC an Userport über H-Brücke aus 12V DC mit LC-Filter (TBD)
    • Joystickportumschalter (mit fünf 74HCT4053) und verbesserter ESD-Schutz für die Control-Ports (derzeit 1N4148. TBD: Suppresordioden, Littlefuse SP720)
    • Zusätzliche Diodenschutzschaltung für CASS Read (aus der Assy 250469)
    • Interner Reset-Jumper (INTRST,EXTRST) mit Hard-Reset-Option (EXROM)
    • Option, die Öffnungen des Modulators für Resetschalter, Kernalumschalter oder Joystickumschalter zu benutzen (TBD)
    • interner IEC-Abgriff für SD2IEC usw. (TBD)
    • Gut zugängliche Meßpunkte/Abgriffe für wichtige Frequenzen, Spannungen, Busse usw. (TBD)
    • Header für optionale Mikrocontrollerplatine für Kernelumschaltung und/oder SID-Adresse (TBD)
    • Abgriffe für Tastaturstecker und Controlports (CIA1 PA/PB) für eigene Mods (USB-Tastatur o.ä.) (TBD)
    • SRAM-Bestückungsoption. Die DIP-Lösung würde aber viel Platz brauchen und es gibt bereits Ersatzschaltungen (TBD)
    • Option: MOS 8701 durch PLL-Schaltung ersetzen. Vermutlich ist es da aber sinnvoller, da gleich einen steckbaren 8701-Ersatz mit ICS525 zu benutzen (TBD)


    Der Status Quo ist, daß ich den Schaltplan bis auch die "TBD"-Themen und die diversen Abgriffe soweit fertig habe. Einiges ist aber noch mit der heißen Nadel gestrickt und es gibt sicher noch Fehler und Optimierungspotential.

    Ich habe den Schaltplan aus dem "C64C Service Manual" übernommen und dort geändert, wo es für meine Ziele notwendig war. Die 74LS-ICs habe ich weitestgehend durch 74HCT-Versionen ersetzt. Ausnahme: SN7406N,für den es keinen entsprechenden HTC-Typen gibt (Open Collector). Die Namen und Numerierung der wichtigen ICs, Anschlüsse und Widerstandsnetzwerke habe ich beibehalten. Dort wo das originale Layout (Position/Abstände von Bauteilen) zwingend notwendig (Ports usw.) oder hilfreich für Mods (Modulator, ROM/RAM-Sockel) ist, werde ich versuchen, es weitestgehend beizubehalten. Zunächst mal werde ich mich an die Abmessungen des Longboards halten.


    Für einige der Umschaltungen (Kernal, Joystick, SID2-Adresse) wäre eine Umschaltung per Tastatur (o.ä.) praktisch, aber dafür wäre es am sinnvollsten, einen Mikrocontroller zu verbauen. Ich werde diesen Teil als Mod-Option belassen. Es müßte reichen, die entsprechenden Pins (Spannungsversorgung, Steuerleitung und CIA-Leitungen) auf einen Mod-Connector zu legen. So richtig zu Ende gedacht habe ich das aber noch nicht. Um Leitungen zu sparen, die man quer übers Board routen muß, könnte es auch sinnvoll sein, für die Auswahl Kernal und SID-Adresse Demultiplexer/Counter zu verwenden. Ist aber alles noch offen.


    Weil ich mit Eagle und KiCAD nichts anfangen kann, und seit ewigen Zeiten meine Privatprojekte mit DipTrace (https://diptrace.com/) mache, habe ich den Schaltplan mit DipTrace erzeugt und werde auch das Layout damit machen. Ich kann verstehen, daß das nicht allen gefallen wird, aber ich habe mir gerade nochmal KiCAD angeschaut und damit hätte ich dieses Projekt nie begonnen. Bei meiner Entscheidung für DipTrace gibt es also leider keine Diskussion.

    Eine kostenlose Version ist bis 500 Pins erhältlich, aber das Board wird über 1000 Pins brauchen (Status Quo: etwas unter 1500). Es ist trotzdem möglich, den Schaltplan und das Layout mit der frei verfügbaren Version zu öffnen. Man kann dann aber keine Bauteile mehr einfügen und vermutlich auch nicht speichern/exportieren.


    Den Schaltplan, das Layout usw. werde ich als unter einer "Creative Commons"-Lizenz frei zugänglich machen. Damit kann dann auch jeder eigene Optimierungen vornehmen usw. Ich werden das Board weder verkaufen noch sonst irgendwie versuchen, damit Geld einzunehmen. Ich werde aber auch keine Sammelbestellung machen oder Bausätze anbieten - falls es mal so weit kommen sollte.


    Ich habe angehängt, was ich habe und würde mich über Feedback freuen.

    250466+ schematic.pdf

    Es wäre toll, wenn sich erfahrene Forumsmitglieder die Zeit nehmen könnten, den Schaltplan auf Fehler und Unsinn abzuklopfen.

    Ich habe noch eine gezippte CAD-Datei (DXF) mit dem Umriß des Boards inklusive Bohrungen usw. angehängt. Auch da wäre es hilfreich, wenn mal jemand drüberguckt.

    C64 250466 outline.7z

  • 0xdeadbeef

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  • Ist ein bißchen blöd, daß man seine Postings nicht editieren kann. Und ich will nicht jedesmal was posten, wenn ich den Schaltplan o.ä. ändere.

    Also habe ich ein Repository aufgemacht. Ist noch nichts drin außer dem Schaltplan als PDF in der Downloadsektion:

    https://bitbucket.org/fade0ff/c64-250466/downloads/

    Also ab jetzt sollte man sich den Schaltplan dort ansehen und nicht den aus dem ersten Posting.

    Früher oder später werde ich auch die DipTrace-Dateien hochladen. Aber noch lohnt sich das nicht wirklich. Außer jemand will sie sich ansehen, um Fehler usw. zu suchen. Aber derzeit ist das Feedback ja leider eher mau.

  • Um meinen Monolog fortzusetzen: ich habe gestern mit der Plazierung begonnen und mich gefragt, ob es nicht Sinn ergeben würde, den Tastaturanschluß inklusive CIA auf die rechte Seite zu packen, wie es ab dem 250469 gemacht wurde.

    Andererseits gehe ich derzeit davon aus, daß ich Außenmaße des Longboards brauchen werde, weil ich ja doch einiges zusätzlich draufpacke. Also spricht was dagegen, den Tastaturanschluß beim Longboard rechts zu haben?

  • Feedback...


    Erstmal, find ich gut!


    Im Prinzip liest sich das in deiner Beschreibung ganz gut, allerdings würde

    ich kein Schaltregler verbauen.


    Die Dinger sind laut Datenblatt zwar 100% geeignet, allerdings hatte ich,

    und auch min. 1 anderes Forumsmitglied schon Probleme wegen diesem

    Regler.


    Bei mir war es mein Assy 250425, mit Schaltregler wollte ein SIDKick nicht

    funktionieren, Schaltregler ausgelötet, Linearregler (7805) rein, dann läuft

    das SIDKick.


    Daher bin ich von diesen Schaltreglern nun ab.


    Mfg Jood

  • Finde ich sehr cool, dass Du Dich daran traust! Werde ich mit Sicherheit verfolgen das Projekt. :thumbup:

    Trotzdem mal ne Frage: DipTrack kann doch auch nach KiCAD exportieren, würdest Du das evtl. in Betracht ziehen?

    So könnten vermutlich noch mehr Benutzer hier eigene Ideen mit umsetzen und hoffentlich auch veröffentlichen.

    Viele haben ja nun mal KiCAD , weils günstig ist ;)

  • Ui, interessiert ja doch noch jemanden ;)

    Im Prinzip liest sich das in deiner Beschreibung ganz gut, allerdings würde

    ich kein Schaltregler verbauen.

    Ich habe mich bewußt für die Recom 78x entschieden, weil man dann ja immer noch Linearregler bestücken kann. Lokal habe ich inzwischen auch Stützkondensatoren an den Ausgängen nachgerüstet. Durch den Eingangsfilter ist ja ein Kondensator an den Eingängen, ich könnte aber eventuell noch explizite Kondensatoren als Bestückungsoption nachrüsten. Es muß aber klar sein, daß 5V aus 12V mit einem Linearregler thermisch erheblich anspruchsvoller ist als mit einem DC/DC. Was ich nicht wirklich machen will, ist wahnsinnig viel Platz für Kühlkörper/-bleche verballern. Solange die Art der Probleme nicht eingegrenzt ist, kann man natürlich nur spekulieren, aber eigentlich kann ein DC/DC sich nur durch Störungen irgendwo im Kilohertz-Bereich unterscheiden. Falls die eine Problem sind, sollte ein LC-Filter o.ä. helfen.

    Nebenbei: bei einem echten C64 hängt er nur ein kleiner Teil der 5V-Versorgung am Linearregler (5V_CAN, also hauptsächlich die Frequenzerzeugung und der VIC). Der Rest kommt mehr oder weniger ungeregelt vom Netzteil. In meiner Version muß aber die gesamte 5V-Schiene von diesem einen Regler erzeugt werden.


    DipTrack kann doch auch nach KiCAD exportieren, würdest Du das evtl. in Betracht ziehen?

    Meines Wissens kann DipTrace derzeit nur ins Eagle-Format exportieren. Ich habe spaßeshalber mal versucht, diesen Export in KiCAD zu importieren, aber das hat mal so gar nicht funktioniert. Weiß aber nicht, ob das an DipTrace oder an KiCAD liegt. Vermutlich eine Kombination aus beidem. Falls es mal einen funktionierende Export-Funktion geben sollte, kann/werde ich sie auch benutzen. Aber teilweise oder gar nicht funktionierende konvertierte Versionen ergeben halt nicht viel Sinn.

    Und wie gesagt: es gibt eine kostenlose Version bis 500 Pins, mit denen man auch Designs mit mehr Pins öffnen kann. Nur kann man sie nicht mehr bearbeiten. Also zumindest kann man keine Bauteile mehr einfügen, vermutlich kann man auch nicht speichern.

  • Ich kenne DipTrace in der Praxis nicht, habe nur mal auf Deinem Link gestöbert, jeweils unter Import/Export

    https://diptrace.com/diptrace-software/schematic-capture/

    https://diptrace.com/diptrace-software/pcb-layout/


    Aber das soll jetzt kein Zwang sein, grundsätzlich finde ich es klasse, dass sich jemand überhaupt mit sowas befasst!

    :thumbup:

  • Ich pack da nochmal aus dem KungFuFlash Thread was dazu:


    Hallo da mir das mit dem schlechten Bild beim KungFuFlash dann doch bei einem meiner 64er keine Ruhe gelassen hat, hier nun die Lösung... Es ist ja eine 250466 Platine und ich hatte dort für den VIC seine 5V einen TRACO TSR 1 2450 verbaut... dieser ist nun wieder raus und dafür ein LM340T-5.0 (7805) drin... und siehe da Bild wieder 100% Topp!!!

    Also stomsparen hin und her aber hier an der Stelle ist ein normaler Linearregler genau richtig. Auch das Bild ohne Modul ist nun wieder viel ruhiger mit dem Traco waberten da auch schon mal komisch Wellen durchs Bild. So genug Off Topic von hier ... ;-)


    Ich weiß jetzt nicht, welcher DC/DC vielleicht störungsfrei ist, aber ich schließe mich Jood an, dass ein simpler (wenn auch stromfressender) Linearregler vielleicht doch die bessere Wahl ist, um später nicht auf Probleme zu stoßen.


    Soweit zum Projekt, was mich aber generell nicht sooo anspricht und ich brauche es nicht. Wobei der Kompromiss des 466ér mit seiner "alten" PLA ganz nett ist, weil es sehr gute Nachbauten gibt. Das Multi-PLA (nennt man das so?) ist zwar nicht für Ausfälle bekannt, aber es gibt dieses ja nur aus Schlachtboards - und das will keiner :)


    Die Bauform bleibt so, dass es in das Original - Gehäuse passt ?

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubsist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungendurchden Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Das Thema hab' ich gerade erst gefunden. Find' ich spitze! Für die SIDs würde ich mir noch eine Umschaltung links - beide - rechts wünschen, oder, dass es kompatibel zum SIDFX bleibt und dieser bestückt in ein C64C- Gehäuse passt. Bei der Beschriftung des Boards wäre es toll, die Bezeichnung der Leitungen an den Pins zu haben, um einfacher Fehler jagen zu können.

  • Ich weiß jetzt nicht, welcher DC/DC vielleicht störungsfrei ist, aber ich schließe mich Jood an, dass ein simpler (wenn auch stromfressender) Linearregler vielleicht doch die bessere Wahl ist, um später nicht auf Probleme zu stoßen.

    Auch Linearregler haben eine Restwelligkeit. Bei DC/DC-Wandlern kann aber die Schaltfrequenz zusätzliche hochfrequente Störungen verursachen, die sich bei den Recom-Wandlern aber ohnehin in engen Grenzen halten . Ich habe wie viele andere Recom-Wandler in meinem 250407er Board verbaut und sehe da keine Probleme. Falls es unerwarteterweise doch zu Störungen kommen sollte, kann man sie rausfiltern. Ansonsten ist ein Linearwandler gerade für die 5V-Schiene keine echte Alternative. Wie schon angesprochen zieht ein echter C64 nur die 5V für den VIC und die Frequenzerzeugung (CAN 5V) aus dem Linearwandler. Der Rest hängt an den unregelten 5V des Netzteils. Da ich die nicht habe und alle 5V-Spannungen aus 12V erzeugen muß, ist der Strombedarf der 5V-Versorgung eher in der Größenordnung von 1A (wenn man NMOS-ICs usw. verbaut). Ich werde also auch wegen Erweiterungen usw. vermutlich eher einen 1.5A DC/DC verbauen müssen. Wenn man sich den Kühlungsaufwand für 250mA anschaut, muß ich ja nicht sagen, daß der Aufwand für >1A mit einem Linearregler deutlich größer wäre. Aus meiner Sicht sind 5V aus dem Linearregler also eher keine Option. Bei der 9V-Schiene sollte es aber kein Problem sein.


    Die Bauform bleibt so, dass es in das Original - Gehäuse passt ?

    Das ist natürlich der Plan.


    Für die SIDs würde ich mir noch eine Umschaltung links - beide - rechts wünschen, oder, dass es kompatibel zum SIDFX bleibt und dieser bestückt in ein C64C- Gehäuse passt.

    Na ja, das Board soll es ja gerade erlauben, zwei SIDs gleichzeitig zu betreiben, ohne Zusatzplatinen und Kabel benutzen zu müssen. Insofern wäre es jetzt eher nicht mein Ziel, kompatibel zu irgendeinem speziellen Dual-SID-Board zu sein.
    Umschaltung links/rechts steht jetzt erstmal nicht auf meiner Liste. Per Jumper wäre das kein wohl Problem, aber die Adreßumschaltung möchte ich für ein optionales Mikrocontrollerboard zugänglich machen. Wenn das auch für links/rechts gelten sollte, müßte ich noch einen Analogschalter verbauen.


    Bei der Beschriftung des Boards wäre es toll, die Bezeichnung der Leitungen an den Pins zu haben, um einfacher Fehler jagen zu können.

    Ich habe diverse Header für so ziemlich alle interessanten Signale eingeplant und natürlich werde ich versuchen, sie - genau wie die diversen Jumper - so gut wie möglich zu beschriften. Dazu muß ich aber halt auch den Platz haben und deshalb ist das was für den letzten Entwicklungsschritt.


    Fürs Protokoll. Ich habe jetzt mal alle Bauteile grob plaziert. Mit der Betonung auf "grob" (teils eher irgendwo auf dem Board). Die Buchsen und Befestigungslöcher sollten weitestgehend bereits an der korrekten Position sein. Alles andere ist noch im Fluß. Selbst die Footprints muß ich mir alle nochmal im Detail ansehen.


    Im Augenblick habe ich beide CIAs noch links - ich denke aber wie vorher erwähnt darüber nach, ob ich den einen von beiden nicht wie bei den Shortboards auf die rechte Seite quetschen kann. Dazu müßte ich aber die "CAN" aufgeben. An dieser Stelle ringe ich noch mit mir, was da die beste Lösung ist.


    Was man eventuell einigermaßen sieht ist, daß ich die ROMs und EEPROMS als Bestückungsoption ineinander geschoben habe. Für komplette Sockel nebeneinander ist vermutlich kein Platz. Die jetzige Lösung ist ein Kompromiß: man kann das Board dann mit ROMs oder EEPROMs aufbauen, wobei die meisten Leute wohl zumindest fürs Kernal ein EEPROM nehmen werden. Wenn man später doch noch ein echtes ROM in einem EEPROM-Sockel verwenden will (oder umgekehrt), muß man dann halt doch einen Adapter verwenden.


  • Auch Linearregler haben eine Restwelligkeit. Bei DC/DC-Wandlern kann aber die Schaltfrequenz zusätzliche hochfrequente Störungen verursachen, die sich bei den Recom-Wandlern aber ohnehin in engen Grenzen halten . Ich habe wie viele andere Recom-Wandler in meinem 250407er Board verbaut und sehe da keine Probleme. Falls es unerwarteterweise doch zu Störungen kommen sollte, kann man sie rausfiltern. Ansonsten ist ein Linearwandler gerade für die 5V-Schiene keine echte Alternative. Wie schon angesprochen zieht ein echter C64 nur die 5V für den VIC und die Frequenzerzeugung (CAN 5V) aus dem Linearwandler. Der Rest hängt an den unregelten 5V des Netzteils. Da ich die nicht habe und alle 5V-Spannungen aus 12V erzeugen muß, ist der Strombedarf der 5V-Versorgung eher in der Größenordnung von 1A (wenn man NMOS-ICs usw. verbaut). Ich werde also auch wegen Erweiterungen usw. vermutlich eher einen 1.5A DC/DC verbauen müssen. Wenn man sich den Kühlungsaufwand für 250mA anschaut, muß ich ja nicht sagen, daß der Aufwand für >1A mit einem Linearregler deutlich größer wäre. Aus meiner Sicht sind 5V aus dem Linearregler also eher keine Option. Bei der 9V-Schiene sollte es aber kein Problem sein.

    klingt plausibel :thumbup: und ja, warum auf die alten Netzteile setzen. Macht keinen Sinn.


    Die hier verwende ich im Modular64 und machen zumindest dort keine Probleme.

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubsist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungendurchden Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Insofern wäre es jetzt eher nicht mein Ziel, kompatibel zu irgendeinem speziellen Dual-SID-Board zu sein.

    Das wäre jetzt auch v.a. wegen der ausufernden Höhe und Breite. Mit einem 425/466-Board und dünnen Kühlkörpern auf den Chips passt es gerade so in ein C64C-Gehäuse. Auf einer KU-Replica z.B. ist das schwierig, da hängt die Tastatur im Weg.


    Umschaltung links/rechts steht jetzt erstmal nicht auf meiner Liste. Per Jumper wäre das kein wohl Problem, aber die Adreßumschaltung möchte ich für ein optionales Mikrocontrollerboard zugänglich machen. Wenn das auch für links/rechts gelten sollte, müßte ich noch einen Analogschalter verbauen.

    Da wäre meine Idee dann, einfach einen Pinheader vorzusehen, bei dem man entweder Jumper setzt, einen externen Schalter anschließt oder sogar Potis oder komplexe Mischer, um Regelung und Panning von außen zu ermöglichen.

    Wenn man später doch noch ein echtes ROM in einem EEPROM-Sockel verwenden will (oder umgekehrt), muß man dann halt doch einen Adapter verwenden.

    Man könnte hier auch die drei ROMs zusammenlegen, richtig? Das würde bei mir noch nicht den ":org:"-Abwehrreiz auslösen. ;-)

  • Man könnte hier auch die drei ROMs zusammenlegen, richtig? Das würde bei mir noch nicht den " :org: "-Abwehrreiz auslösen.

    Also so richtig darüber nachgedacht habe ich nicht, aber auf die Schnelle vermute ich, daß das die Sache erheblich verkomplizieren würde. Ich müßte dann aus mehreren Chipselects die oberen Adreßleitungen generieren und gleichzeitig noch irgendwie die Kernalumschaltung mitreinmurkeln. Ist sicher nicht unmöglich, aber würde mich sicher wieder mehrere Logic-ICs kosten, wenn ich PAL/GAL/CPLD vermeiden will. Außerdem wäre dann eine Mischbestückung (Kernal-EEPROM, aber originales Basic-ROM und Character-ROM) sehr schwierig bis unmöglich. Unterm Strich würde das eher Platz kosten als sparen im Vergleich zu meiner jetzigen Lösung.
    Außerdem will ich die Sache nicht unnötig verkomplizieren. Es wird schon so eine größeres Unternehmen, dieses Board zu routen. Ich habe schon Stunden gebraucht, um die (erschreckend vielen) Bauteile grob zu plazieren.

  • Also ich habe eigentlich Stiftleisten/Jumper für alles und jedes vorgesehen, inklusive Reset und Hard-Reset-Option. Oder mißverstehe ich da was?

    Es ist sogar vorgesehen, daß ein optionale Mikrocontroller über die Leitung "FRCRST" (force reset) einen Reset auslösen kann.

    Ich habe den Schaltplan in Download-Bereich des Bitbucket-Archivs (siehe zweiter Beitrag) übrigens schon mehrfach auf den neuesten Stand gebracht. Inzwischen ist er auch ordentlich durchsuchbar.
    Inzwischen ist auch der Schaltplan im DipTrace-Format im Bitbucket-Archiv.