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250466+ oder der Versuch ein klassisches Board etwas zu optimieren

  • Na ja, das U2+ sollte die 1541 eigentlich recht exakt nachbilden. Müßte aus meiner Sicht also eigentlich reichen, wenn es nicht um super-esoterische (mechanische) Timings geht.

    Naja... kompatibel ist oder ist nicht. ;-)

    Die stürzen z.B. schon ab, wenn man SRAM verbaut und gleichzeitig JiffyDOS als Softkernal verwendet. Sie produzieren Grafik-Glitches bei kleinsten Unstimmigkeiten, die man sonst schwer findet.

    Aber wie gesagt - Du kannst das U2+ an einem Referenzsystem vortesten, dann weißt Du ja, ob es gleich genug ist.

  • Tatsächlich habe ich mal irgendwo gelesen, daß ein Spiel bzw. dessen Kopierschutz mit einer emulierten 1541 angeblich nicht richtig funktioniert hat, weil dort das Herunterrampen der Drehzahl beim Abschalten des Motors nicht entsprechend nachgebildet war. Oder so. Kann mich weder an Details erinnern, noch wo ich das aufgeschnappt habe.


    So oder so sind Demos mit mehreren Disks, bei denen ich auf Grafikfehler achten soll, nicht unbedingt das, was ich zum Testen suche. Am besten sind selbstlaufende Tests/Demos/Spiele, die ich ein 1-2 Stunden nebenher laufen lassen kann um zu sehen, ob sie dabei abstürzen oder nicht.

  • die ich ein 1-2 Stunden nebenher laufen lassen kann um zu sehen, ob sie dabei abstürzen oder nicht.

    10 FOR N=2 TO 65535

    20 x=peek(N); Print N, x, sin(sqr(N)); POKE N,X;

    30 NEXT N

    40 GOTO 10


    Damit hat er genug zu tun und liest und schreibt sämtliche Speicherbereiche regelmäßig, ok, das Schreiben in der Zeropage, dem Stack oder auch an I/O-Adressen könnte komisch enden, d.h. da wären wohl weitere Ausnahmen sinnvoll (hab nur die beiden 6510 internen rausgenommen)...


    Kann man natürlich auch noch über Zugriffe auf den VIC erweitern, z.b. sprites aktivieren, Farben umschalten etc. aber recht viel mehr "Beschäftigung" wirst Du auch mit anderen Dingen nicht erreichen...


    Thema HCT: probier doch mal ACT an den kritischen Stellen, wäre interessant, ob das was bringt...

    (kann ich natürlich dann auch übernehmen, wenn XMAS ist...)

  • Na ja, den Speicher prüft ja auch das Diagnosemodul bzw. der Dead-Test und der Sinus ist vermutlich im wesentlichen ein Tabellenzugriff, was wohl eher nicht viel zusätzliche Testtiefe bringt.

    Ich suche halt sowas wie einen Streßtest, der möglichst viel (kritisches) Zeug gleichzeitig macht und idealerweise zumindest bei einigen Fehlern irgendwelche Zähler hochzählt oder von mir aus auch abstürzt.

    Also schon so in der Art von VSPLab oder Diagnosemodul, nur halt kombiniert und eventuell noch mit Sprites usw.


    Was weitere Experimente mit anderen IC-Typen angeht: da ist meine Geduld erstmal am Ende. Ich denke, ich werde ("aus Gründen") den HTC373 wieder gegen einen LS373 tauschen. Also offiziell, de fakto habe ich da gerade eh schon wieder einen LS373 verbaut. Durch den Zeit-/Wärmefaktor ist die Testerei halt allgemein nicht so richtig spaßig. Und ehrlich gesagt hatte ich inzwischen so viele Einzelbestellungen bei Reichelt und Co, daß ich mir alleine vom Porto was Schönes hätte kaufen könnten. Von den ganzen ICs. die ich dann doch nicht benutzen konnte/wollte, fangen wir erst gar nicht an. Glücklicherweise habe ich nie Buch über die Kosten geführt.

  • Die Zeile 20 ist zwar noch immer falsch... aber etwas mehr OnTopic wäre nett ;)


    0xdeadbeef : Du hast ja alle Dateien hochgeladen... könnte man damit ein eigenes PCB bestellen, egal ob es funktioniert oder nicht (P.S. Soll als Wandschmuck dienen)? Oder fehlt da noch etwas ?

  • 0xdeadbeef : Du hast ja alle Dateien hochgeladen... könnte man damit ein eigenes PCB bestellen, egal ob es funktioniert oder nicht? Oder fehlt da noch etwas ?

    Also die Gerberdateien im Archiv sind die, die ich für meine Bestellung benutzt habe. Bei meinen Tests habe ich keine katastrophalen Fehler gefunden. Aber ein paar Kleinigkeiten schon, die ich ja weiter vorne benannt habe. Wenn Du also noch etwas Zeit hast, könntest Du darauf warten, daß ich nochmal ein paar Sachen überarbeite. Aber wie erwähnt werde ich mir selber diese potentielle Version 1.1 erstmal nicht bestellen, weil die bisherige ja soweit tut. Und einen festen Termin kann ich für die V1.1 auch nicht nennen.


    Ansonsten habe ich die mechanischen Tests abgeschlossen. Dazu ein paar Bilder. Provisorische Tastatur aus meinen echten 250466er. Keycaps und so.


    Die gute Nachricht ist, daß das Board in jeder Hinsicht in ein C64C-Gehäuse paßt. Bei diesem Gehäuse ist nur die Schraube rechts oben etwas daneben. Geht aber noch. Beim Gehäuse meines originalen 250466er Board waren es eher die beiden unteren Schrauben links und rechts. Ich fürchte, da gibt es (wie ja auch schon von anderen Forenmitgliedern erwähnt) gewisse Variationen und Toleranzen.


    Das einzige echte mechanische Problem ist, daß die Metalltastaturhalter von iComp nicht perfekt passen. Auf der linken Seite ist halt in einem Longboard kein Loch an der gewünschten Stelle, also sitzt der Halter etwas wacklig und wird nur vom Board selber festgehalten. Das ist aber kein Problem speziell meines Boards. Auf der rechten Seite sind aber die Widerstände R6, R8 und R12 dem Tastaturhalter im Weg, also mußte ich da ein ordentliches Stück aus dem Halter rausdremeln. Das ging ehrlich gesagt besser als erwartet, also würde ich das nicht als ernsthaftes Problem einstufen. Man könnte sicherlich auch ein 3D-Modell entsprechend modifizieren. Das wäre aber ebenfalls ein Punkt, den ich nochmal für eine V1.1 prüfen könnte. Bin mir aber noch nicht sicher, ob da genug Platz ist.


    Mit den genannten kleineren Einschränkungen betrachte ich V1.0 also insgesamt als ziemlichen überwältigenden Erfolg. Insbesondere die Joystickumschaltung und der zweite SID im Stereo- und Dual-Mono-Modus funktionieren wie erwartet. Der Lumafix funktioniert so gut und so schlecht wie andere auch, die Bildqualität ist ziemlich gut und mechanisch paßt es auch. Die TOD-Schaltung und die 9VAC-Schaltung hatte ich ja schon vorher getestet und unverändert übernommen. Aber echte Lasten zum Testen (EPROM-Programmiergerät o.ä.) habe ich halt nicht. Ich habe zwar eine echte Datasette aufgetrieben, aber habe keine Kassetten dafür, also kann ich auch diesen Teil nicht wirklich explizit testen. Aber die Schaltung ist 1:1 aus dem Original übernommen und das Diagnosemodul testet den Kassettenanschluß ja auch, nur halt ohne echte Last. Da rechne ich jetzt eigentlich nicht mit Problemen.

    Wie wirksam die ganzen Schutzdioden sind will und kann ich nicht testen, aber gerade bei den Joystickports sollte dieses Board schon deutlich toleranter gegen ESD sein also alle originalen Boards.


    Und nur um das mal erwähnt zu haben: mit dem 1.5A-5V-Wandler sollte das Board für alle normalen Lastsituationen gut gerüstet sein, aber bei exotischen Konfigurationen (LED-Keyboard, SuperCPU, Quad-Expander) kann man nicht einfach ein dickeres Netzteil benutzen, sondern müßte sich einen dickeren DC/DC-Wandler suchen und per Adapterplatine o.ä. anstelle des Recom-Wandler einbauen. Leider kann ich den Strom auf der 5V-Schiene nicht direkt messen. Weiter oben hatte ich ja geschrieben, daß ich mit einem U2+ und zwei SIDs ungefähr 610mA und ohne U2+ ungefähr 510mA aus dem 12V-Netzteil ziehe. Ich schätze, daß davon etwa 150mA für die 9V und 12V-Schiene draufgehen, also würden mit einem U2+ 470mA aus 12V gezogen, um damit die 5V-Schiene zu speisen. Als grobe Schätzung wäre das bei einem Wirkungsgrad von 90% bereits ca. 1A (470ma*12/5*0.9 = 1015mA). Es sollten also noch 500mA Luft sein auf der 5V-Schiene bzw. vermutlich ~700mA ohne U2+.
    Und naja, mit stromsparenderen Ersatz-SIDs und/oder einer stromsparenderen Ersatz-PLA kann man noch was einsparen.

  • Schon Chic... aber zuviel Arbeit!

    Ich hatte ja schon erwähnt, daß der Aufbau (ohne das Besorgen der Teile oder gar das Auslöten von CIAs usw. aus anderen Boards) schon eine Menge Arbeit ist. Ich habe letzte Woche jeden Tag sicher drei Stunden oder mehr darin versenkt. Es ist ja auch nicht nur das Löten, man muß man auch die richtigen Werte raussuchen, eventuell nochmal messen (Reichelt hat mir auch wieder falsche Teile eingepackt, als ist Vorsicht besser als Nachsicht). Man kann das nicht schönreden: das macht man nicht eben mal an einem langen Winterabend.

  • Ich liebäugel ja auch mit so einer Replica... Dann aber ein 250469, oder ein MK2.

    Mein Board ist aber weder eine Replica noch eine komplett modernisierte Version wie das MK2. Ziel war es ja, ein optimiertes 250466 zu bauen, das alle Vorzüge des Originalboards hat (alte PLA, separates Farb-RAM usw.), aber neben der vereinfachten Versorgung über 12V halt auch den Betrieb von HMOS-VIC/SID erlaubt, die CIAs besser schützt und ein paar Erweiterungen (Dual-SID, Joystickumschalter, Kernal-Umschaltung, EEPROMs onboard) mitbringt, ohne dabei Kabelsalat im Gehäuse zu haben.

  • Also heute war nicht mein Tag. Eigentlich wollte ich nur kurz mein "PiggyRom" austesten, also die Platine, um originale ROMs zu benutzen, wenn man Sockel für die EEPROMs bestückt hat. Die gute Nachricht zuerst: der Adapter funktioniert sowohl für die 64kBit-ROMs als auch für das 32kBit-ROM. Durch die Adreßjumper über den Sockeln ist das Raushebeln der EEROMs allerdings sehr frickelig. Beim Character-ROM bin ich dann irgendwie mit dem Schraubenzieher abgerutscht und habe in einem unnachahmlichen Mißgeschick die Datenleitung D0 unter dem Sockel durchtrennt. Um auch nur einen Reparaturversuch zu unternehmen, mußte ich den Sockel auslöten. OK, war ungeduldig und habe ihn durchgeknipst und nur die eine Seite ausgelötet. Das lief alles andere als gut. Irgendwie war die Lötspitze meiner Entlötstation verstopft. War ein riesiges Gefrickel, den Sockel rauszubekommen und ich war sehr ungeduldig. Das Flicken der Datenleitung war eine absolute Katastrophe. Es war vielleicht ein halber Millimeter unterbrochen, aber es ist mir ums Verrecken nicht gelungen, diesen winzigen Spalt nur mit Lötzinn zu überbrücken. Es ging einfach ums Verrecken nicht. Also mußte ich ein sehr kurzes Stück Draht drauflöten. Auch das lief wie erwartet wirklich schlecht.

    Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits völlig am Ende. Hatte nichts zu Mittag gegessen, war sauer auf mich selbst usw. Also nur ein kurzer Test, ob der Dead-Test jetzt wieder läuft. Tat er nicht. Weitere Leitungen durchgemessen: beim Auslöten des Sockels habe ich anscheinend irgendwie die Durchkontaktierung der Datenleitung für Bit3 beschädigt. Ist normal kein Thema, weil dann der Pin des Sockels die Durchkontaktierung ist. Habe alles versucht, aber auch mit eingelöteten Sockel war nichts zu machen. Also mußte ich auch hier ein Stück Leiterbahn freikratzen und mehr oder weniger mit dem Sockel verlöten. Auch das lief fast unglaublich schlecht. Irgendwie wollte das Lötzinn heute absolut nicht das das machen, was ich von ihm wollte.

    Oh, Mann. Das wäre echt nicht notwendig gewesen...


    [EDIT]

    Das PiggyROM hat jetzt auch ein eigenes Repository.

  • Also die Gerberdateien im Archiv sind die, die ich für meine Bestellung benutzt habe.

    Wo hattest Du bestellt ? Ich hatte die Gerber mal bei JLCPCB hochgeladen. Hat soweit geklappt, aber ich wurde noch nach der Board-Größe gefragt (länge x breite in mm). Was wäre denn die genaue Größe? Ich glaub ich hab ein SixtyClone vom 250466 in rot, aber ob das die gleiche Größe hat?


    Da es bei mir ja nur um die "Optik" geht... bei JLCPCB gibt es auch Alu-Platinen ? Zwar nur in wenigen Farben... aber ich glaub das muss ich mal testen... ich warte aber Deine finale Version ab (auch wenn das hier nicht aufgebaut wird... das schaffe ich nicht)


    Ein großes Danke für Deine Arbeit... tolles Projekt und lass Dich von solchen Rückschlägen nicht entmutigen.

    Und die Doku ist 1+ :thumbup:

  • Da es bei mir ja nur um die "Optik" geht... bei JLCPCB gibt es auch Alu-Platinen ? Zwar nur in wenigen Farben... aber ich glaub das muss ich mal testen... i


    Alu-PCBs sind üblicherweise nur einseitig, denn das Trägermaterial ist ja dann Alu und somit leitfähig, da durchzukontaktieren ist nicht trivial. Zudem sieht man von dem Alu so gut wie nix, an den Rändern und Bohrungen rsp. Fräsungen, ok und auf der Rückseite natürlich, aber auf der Print-Seite sieht das ziemlich "normal" aus, je nach gewählter Lötstopplackfarbe eben.


    Oder wie meinst Du das mit "Alu-PCB"?

  • Oder wie meinst Du das mit "Alu-PCB"?

    So wie ich das geschrieben hab... es geht nur um die Optik, ich werde das nicht aufbauen. Ob es funktioniert oder nicht ist egal. Mir geht es nur um das Design von 0xdeadbeef und seinem 250466 auf einer Platine.