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Amiga 2000 bootet nicht - Grau, Hellgrau, kein Signal

  • Moin Moin,


    auf meinem Schreibtisch liegt ein Amiga 2000 Rev. 6.2 Mainboard, welches noch nie funktioniert hat, seit ich es im Besitz habe. Angeschlossen sind nur das Netzteil und die Power-LED. Den Akku habe ich ausgelötet und entsorgt. Das Board habe ich gereinigt und neutralisiert. Ich habe alle Verbindungen vom CPU-Sockel und vom Kick-ROM-Sockel mit einem Multimeter durchgemessen und habe bisher nichts gefunden. Das Board ist über einen VGA-Adapter an einem NEC Multisync LCD 1970NXp angeschlossen, an dem der A500+ mit demselben VGA-Adapter auch funktioniert. Ich habe bereits alle Custom Chips aus dem 2000er im 500+er erfolgreich getestet, mit Ausnahme von Agnus und Buster natürlich. Agnus aus dem A2000 und dem A500+ sind IMHO nicht kompatibel, oder? Wenn ich das Netzteil einschalte ist der Monitor (natürlich) schwarz, wechselt über dunkelgrau auf hellgrau und dann meldet der Monitor "Kein Signal". Die Power-LED leuchtet statisch hell. Wenn ich J500 testweise schliesse bleibt der hellgraue Schirm, während die Power-LED sechs mal blinkt. Dann wechselt die Farbe wieder über dunkelgrau zu hellgrau und die LED blinkt wieder sechs mal und das ganze läuft dann in einer Endlosschleife.


    Was kann ich als nächstes tun? Ich überlege mir ein Diagnostic-ROM zuzulegen. Soviel ich weiss, gibt es wohl (mindestens) zwei Versionen. Einmal das Diagnostic Amiga ROM von John Hertell und dann noch das Logica ROM von der Amiga Forever CD. Ersteres werde ich mir wohl bestellen, da ich weder einen EPROM-Brenner, noch die Amiga Forever CD besitze. Vielleicht kann mir jemand gegen Kostenerstattung ein Logica ROM brennen und schicken?


    Weiters habe ich keine Tastatur für den A2000 aber noch ein paar ungenutzte original IBM-Tataturen rumliegen. Adapter dafür gibt es ja für 30€ - 40€ zu kaufen. Originaltastaturen werden in der Bucht mit über 100€ aufgerufen. Das finde ich etwas übertrieben. Sollte jemand noch eine Amiga Tastatur (1000, 2000, 3000 o. 4000) rumliegen haben würde ich die gerne abkaufen, wenn der Preis realistisch ist.


    Was könnt ihr als Massenspeicher empfehlen? Taugt Buddaflash mit einem DOM etwas?


    Den A500+ habe ich übrigens auch wiederbeleben müssen. Ich hatte ihn auseinandergeschraubt und gereinigt, den leicht ausgelaufenen Akku ausgelötet und alles wieder zusammen geschraubt und angeschlossen - Bootloop in grünen Schirm. Den Amiga wieder zerlegt, Kontakte manuell gereinigt, Mobo mit Essigsäure neutralisiert, mit Wasser gespült und mit Isopropanol gereinigt. Bootloop in Lila Schirm. Nach Überbrückung von zwei defekten Leiterbahnen mittels Fädelstift läuft der A500+ wieder!

    Viele Grüße
    Kai

  • in paar ungenutzte original IBM-Tataturen rumliegen. Adapter dafür gibt es ja für 30€ - 40€ zu kaufen. Originaltastaturen werden in der Bucht mit über 100€ aufgerufen.


    vertick eine der original IBM Tastaturen, leg das Geld vom Adapter drauf und Du hast die A2000 Tastatur. So würde ich das machen. Zu deinem Problem kann ich dir leider nichts sagen.

  • prüfe mal die Sicherheit F5 auf dem Mainboard auf Durchgang.


    Wenn der Agnus aus dem a500 ein 8175A VBB ist musst du eine Modifikation beim a2k durchführen.

    R101 raus und mit einem Kondensator auf Masse gehen.

    Hier kann ich dir dann die genau Anleitung schicken.

    ich habe den rework eingefügt

    agnus_reworks.pdf

  • Wow, das geht ja flott mit den Antworten. Ich habe eben ein paar Fotos von dem MoBo gemacht. Das sieht eigentlich sehr gut aus, auch im Vergleich zu meinem A500+. Ein Foto vom kompletten Mobo, eins mit den leeren Sockeln in der Nähe des Akku und eins um die Stelle um das ausgelötete Akku herum. Von der Rückseite habe ich keine Fotos gemacht. Die sieht gut aus, kann ich aber wenn gewünscht auch Fotos von machen.



    Torben1991, hast Du eine Bezugsquelle für den AT-Bus 2008 Clone? Ich finde aktuell nichts.


    SchnakenUwe, ich gebe keine IBM-Tatstatur her! Niemals! ;-) Ich benötige immer ein zwei in Reserve zum Wechsel für Zuhause und im Büro, wenn die mal wieder schmutzig sind. Dann werden die wieder sauber gemacht. Die Tastenkappen kommen in eine Socke und wandern in die Waschmaschine und der Rest wird auch zerlegt und gründlich gereinigt. Ich liebe meine IBM-Tastaturen. Das sind (IMHO) die besten Tastaturen der Welt und das beste, was IBM je gebaut hat. Die Funktion der damals noch nicht vohandenen Windows-Taste habe ich einfach auf CAPS-Lock gelegt. Funktioniert unter Linux und unter Windows problemlos. Die Amiga-Tastaturen sind ja "nur" Cherry- oder (schlimmer) Matsumi-Tastaturen. Dann behalte ich lieber die IBM und benutze einen Adapter.


    Danke R4M.S für den Download-Hinweis vom DiagROM. Den Link kannte ich schon. Ich kenne nur leider niemanden mehr, der einen passenden Brenner hat. Ich habe mir jetzt bei Sordan.ie ein DiagROM v1.2.1 für 11€ aus Irland bestellt. Dauert halt bis zu vier Wochen, bis das bei mir ist.

    Dank auch an tuxer für den Tip mit F5. Die hatte ich schon ersetzt. Die war durch. Hatte ich vergessen zu erwähnen. Da war irgend so ein Kabel am DB23-Port angelötet mit einer 9-Pol-Buchse. Damit hat einer der Vorbesitzer wohl F5 durchgeschossen. Ich glaube Paula saß zuerst auch falsch herum im Sockel. Die läuft aber im A500+ noch. Kann dadurch etwas anderes kaputt gegangen sein?

    Danke für die vielen bisherigen Tips!
    Kai

  • Falls jemand mal nach dem gleichen Problem sucht. Bei mir war die Ursache ein "unbuffered" VGA-Adapter. Ich konnte es Testen indem ich das Board ohne angeschlossenen Monitor hochgefahren habe und frühestens ca. 1 Sekunde nachdem die Power-LED hell(er) wurde den "unbuffered" Adapter angeschlossen habe. Dann war der Kickrom-Schirm da. Mit einem "buffered" VGA Adapter funktioniert es jetzt direkt.


    Mit dem Board habe ich zwar noch andere Probleme, aber die bekomme ich auch noch gefixt. Sollte ich damit nicht weiterkommen, mache ich einen neuen Thread auf, damit der Thread-Titel dann besser passt.

  • Niemals im eingeschalteten Zustand irgend etwas anstecken noch abziehen. Es besteht die Gefahr durch Kurzschluss den Amiga zu zerstören.

    2x VC20, unbekannte Anzahl von C64 Brotkästen (KU-14194HB/250407/250425/250466), 2x C64G, 2x C64C transparent Dallas (KU Replika, Reloaded MK2), 1x C128, 2x A500 Rev.3, 2x A500 Rev.5, 3x A500 Rev.6, 4x A500+ Rev.8, 3x A600, 3x A1200 transparent, 2x A1200 Escom, 2x A2000 Rev.6.2, 1x A2000 Rev.4.1, 1x A4000D, 1x MISTICA FPGA16 Acryl, 1x MISTer FPGA

  • Du hast im Prinzip Recht. Da gibt es ein Risiko. Ich würde das aber nicht so verallgemeinern. Nicht, dass sich nachher niemand mehr traut im laufenden Betrieb mal die Maus gegen einen Joystick zu tauschen. ;-)


    Siehe Seite A-2 im Benutzerhandbuchs des Amiga 500:

    Quote

    Diese Vorsichtsmaßnahme gilt nicht für die beiden Anschlüsse 1 und 2 auf der Rückseite der Zentraleinheit. Sie können also die Maus und auch den Joystick jederzeit bei laufendem Rechner anschließen...

    Oder sollte das beim Amiga 2000 anders sein?

  • Problem beim Videoport ist nicht unbedingt das herstellen der Verbindungen, sondern eher das Physischen "Einstecken". Beim 23 Poligen passiert es ab und an das man durch den Metallschirm am Stecker einen Kurzen fabriziert wodurch die F5 im A2000 oder bestimmte Ferrite im A1200 kaputt gehen. Maus und Joystick haben ja meist Kunststoff Stecker.