Entwicklung in den Anfangstagen

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 1.539 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (14. April 2021 um 16:46) ist von sparhawk.

  • Hi,

    auf Arbeit hatten wir gerade wieder eine kleine Diskussion: wie wurden damals Spiele entwickelt. Hat man das alles direkt auf dem C64 gemacht oder schon in den Anfangstagen per Cross-Compiler mit PC oder ähnlichem? Denke mal ab Mitte der 80er wird man das nicht mehr direkt gemacht haben oder?

    Hier gibt's doch sicherlich ein paar alte Hasen, die da noch dabei waren 🙂 Meine ersten Schritte waren da noch in Basic und ein mit Maschinensprache Monitor...

  • Bis 1987 habe ich noch direkt mit einem Maschinensprache-Monitor gearbeitet. Der erste Quelltext-Assembler, den ich benutzt habe, war der Seka-Assembler auf dem ST und Amiga. Auf dem C64 habe ich bis 1989 mit Turbo Ass, also auch immer noch auf dem C64 direkt. programmiert. Erst 1989 habe ich das erste Mal ein Cross-System für den C64 erlebt (PDS).

    Ich hatte mal 1988 mit einem Cross-Assembler auf dem Amiga für den C64 rumprobiert. Das war aber langsamer als der Turbo-Ass auf dem C64 nativ.

  • Ich habe auf dem C64 alles direkt mit einem Monitor in den Speicher geklopft. Wenn ich heute darüber nachdenke dann war das echt Wahnsinn. :) Als ich auf dem Amiga umgestiegen bin, habe ich dann anfangs auch noch so gearbeitet, aber eigentlich nur zum rumspielen mit SEKA. War dann aber schnell klar dass man für vernünftige Programme etwas mehr braucht und habe dann auch C gelernt.

    Ich habe jedenfalls immer direkt auf der Maschine entwicklet, auf der das dann auch laufen sollte. Einen PC hätte ich mir sowieso noch nicht leisten können, schon gar nicht als Zweitmaschine. Meistens musste ich immer den alten Krempel verkaufen um mir die neue Generation leisten zu können. Heute habe ich mehr als einen Computer, da ist das einfacher. :)

  • Meine Anfänge in Maschinensprache bzw. Softwareentwicklung gingen vom C116 + Plus/4 Monitor über den Hypra-Ass und den GEOS MegaAssembler auf dem C64 dann hauptsächlich nach Cobol und TurboPascal auf dem PC.

    Danach gab's dann Delphi, JavaScript, Java, C#, und heutzutage ist viel TypeScript für Angular auf meinem Tisch.

  • Danke für eure Antworten, gerade von peiselulli (deine/eure Demos finde ich super). Ich bin von Basic auf dem C64 erst wieder mit Basic und dann C/C++ auf dem PC "groß" geworden, um dann wieder zurück zu ASM auf dem C64 und Gameboy zu gehen. Aber ja inzwischen alles mit komfortablen IDEs und Emulatoren.

  • Aber ja inzwischen alles mit komfortablen IDEs und Emulatoren.

    Macht zwar Spass mal zwischendurch auf der echten Maschine zu arbeiten, aber man (ich) ist mittlerweile verwöhnt. Und wenn ich mir heute ansehe unter welchen Bedingungen ich damals das alles gemacht habe, dann kann ich echt nur den Kopf schütteln. Das sind schöne Erinnerungen, aber heute will ich kein Programm mehr so schreiben. :D

    So ganz kleine Dinge, wie einen Interrupthandler oder ein wenig auf dem Schirm ausgeben, scrollen, oder andere kleine Routinen, die mache ich teilweise auch noch immer so, aber nur, weil ich da halt schon ziemlich genau weiss was ich zu tun habe und wieviel Platz das in etwa brauchen wird. Für ein paar Befehle zum ausühfren um schnell mal zu testen ist das immer noch am Besten. Kein komplizierter Compiler, Assembler usw. sondern einfach schnell mal reinklopfen und schauen was passiert. :D

    Wenn ich meinen Amiga 1000 anwerfe, dann ist das ein ganz anderes Gefühl als am PC, aber zum Programmieren verwende ich dann doch lieber den Laptop mit Emulator.