Hello, Guest the thread was called1.5k times and contains 50 replays

last post from advotax at the

Sprint Layout: Anfängerfragen

  • Irgendwo habe ich mal gelesen das man möglichst 90° gewinkelte Leiterbahnen vermeiden und lieber vorher schon abbiegen und 2x 45° daraus machen sollte.

    Das spielt allerhöchstes bei extrem hochfrequenten Schaltungen eine Rolle. Also wo mit mehreren GHz gearbeitet wird. Bei den Schaltungen die wir hier erstellen ist das absolut egal.


    Ich lege Leiterbahnen trotzdem (wo es geht) in 45° Winkeln an. Einfach weil ich es schöner finde.

  • Danke für euer Feedback!

    Sollen auf X2 u. X3 Pinheader? Der Lochdurchmesser sieht ein wenig eng aus, da würde ich auf 0.9mm oder so gehen, klemmen vielleicht sonst. Sind die Löcher für die Widerstände ungefähr 0.7mm?

    Ja, da kommen Stiftleisten hinein. Dafür habe ich eines der Standard-Makros von Sprint Layout verwendet, deren Löcher haben standardmäßig 0.72mm Innendurchmesser. Die von mir letztes Mal gekauften Stiftleisten haben laut Datenblatt 0.64 mm-Pin-Durchmesser - dann sollten 0.72mm wohl reichen? Oder gibt es auch Stiftleisten mit dickeren Pins?


    Bei den Widerständen und Kondensatoren haben die Löcher 0.60 mm, auch das ist der Standardwert der Sprint Layout-Makros.

    Edit: Ebenso C1 u. C2. - btw. sind das die Glättungskondensatoren für PIC/Eprom? Dann sollte die möglichst dicht an deren Spannungsversorgung eingeschliffen werden, d.h. kurz davor gesetzt.

    Ich bin ziemlicher Elektrotechnik-Laie, mir steht auch nur der gezeigte Schaltplan ohne irgendeine Erklärung zur Verfügung.


    Ich habe jetzt mal sicherheitshalber die beiden Kondensatoren nach rechts versetzt.



    Genau für solche Hinweise bin ich sehr dankbar. Z.B. gehen im Schaltplan die Leitungen von X2 zuerst zu den Widerständen R3-R9 und erst dann zum EPROM, layout-technisch war es aber umgekehrt einfacher zu zeichnen. Ich wäre davon ausgegangen, dass das keinen Unterschied macht - falls aber doch, dann bitte um Info.

  • Meine Bauteile "male" ich alle selber.

    Spezielles gibts eh nicht passend in der Bibliothek.

    Mit deinen Löchern bist du aber knapp dran.

    Widerstände, ICs, kleine Kondensatoren bekommen bei mir alle 0,8mm.

    Stiflleisten in der Regel 1mm

    Potis/Trimmer 1,3mm

    1N4007 Dioden 1mm

    1N4148 wiederum nur 0,8mm

    Unter 0,8mm mach ich bei Bauteilen nichts.

    Durchkontaktierungen sind 0,6mm.

    Lieber bisl zu groß, als zu klein ;)

    Bei Bauteilen, die ich bisher nie benutzt habe schau ich vorher ins Datenblatt.

    Nicht nur wegen Lochgröße, auch Rastermaß.

    Was nutzt es wenn man die fertige Platine hat und die Bauteile nicht richtig passen.

  • Hallo Robert,


    kurze Fragen/Anregungen:

    - warum möchtest du die Widerstände stehend einbauen? Du hast doch so viel Platz

    - die Zuleitungen zu den Abblockkondensatoren solltest du nochmal überarbeiten (wie von toms01 geschrieben), siehe Bild, denn man kann Leiterbahnen auch zwischen den Pins der ICs durchführen ;). Ich habe dir mal grob eine mögliche Leiterbahnführung reingemalt. C2 könnte auch rechts neber das EPROM gelegt werden, sieht vielleicht etwas gefälliger aus

    - R1 und R2 könnten auch nach rechts verlegt werden und dann auch in der liegender Position, siehe Bild. Auch deine anderen Widerstände ließen sich einfach flach legen

  • - warum möchtest du die Widerstände stehend einbauen? Du hast doch so viel Platz

    Gutes Argument, die Widerstände könnte ich wirklich alle liegend montieren. Ich glaube, ich wollte zu Beginn alles möglichst kompakt gestalten - dass ich dann so viel Platz haben würde, damit hatte ich da noch nicht gerechnet.

    R1 und R2 muss ich gar nicht verschieben, die haben auch so oberhalb des PS/2-Steckers Platz.


    die Zuleitungen zu den Abblockkondensatoren solltest du nochmal überarbeiten (wie von toms01 geschrieben), siehe Bild

    Möglicherweise habe ich es immer noch nicht ganz verstanden - ich hätte angenommen, dass die Leitung zwischen dem VCC-Pin des IC und dem Kondensator möglichst kurz sein soll, und alles andere spielt grundsätzlich keine Rolle? Oder geht es hier darum, dass man das "eleganter" machen könnte?


    man kann Leiterbahnen auch zwischen den Pins der ICs durchführen ;)

    Stimmt, aber ich wollte erst mal lieber im 2.54mm-Raster bleiben. Nächstes Mal dann...


    Fazit: ich möchte mit meiner ersten Platine keinen Schönheitswettbewerb gewinnen - ich werde froh sein, wenn das dann alles überhaupt funktioniert. :D

  • Möglicherweise habe ich es immer noch nicht ganz verstanden - ich hätte angenommen, dass die Leitung zwischen dem VCC-Pin des IC und dem Kondensator möglichst kurz sein soll, und alles andere spielt grundsätzlich keine Rolle? Oder geht es hier darum, dass man das "eleganter" machen könnte?

    Eleganter und sparsamer (weniger hin und her). :) Der Kondensator soll so dicht wie möglich, weil da relativ geringe Energiemengen drin sind. Jeder Zentimeter Leiterbahn wirkt da als Widerstand, der dem Zweck (das Stützen der Spannungsversorgung) zuwiderläuft. Leider reicht es da nicht, nur einen Pin in die Nähe zu legen. Es heißt ja Stromkreis. :) Der Masseanschluss von C1 geht einmal um den PIC drumherum, obwohl der MAsseanschluss vom PIC selbst gleich gegenüber ist. Da du den PIC sicher sockelst, kannst du C1 sogar darunter verfrachten.


    Bei C2 geht der Masseanschluss einmal um die ganze Platine, wie es aussieht...


    Dürfte für den Anwendungsfall unproblematisch sein, geht aber eben auch besser. :)

    Alles Übungs- und Erfahrungssache.

  • Möglicherweise habe ich es immer noch nicht ganz verstanden - ich hätte angenommen, dass die Leitung zwischen dem VCC-Pin des IC und dem Kondensator möglichst kurz sein soll, und alles andere spielt grundsätzlich keine Rolle? Oder geht es hier darum, dass man das "eleganter" machen könnte?

    Die Abblockkondesnsatoren sollen als "Speicher" fungieren und Spannungsschwankungen im IC vermindern/verhindern, dazu ist es aber vonnöten die Kondensatoren möglichst nah an den VDD und VSS Pins des ICs zu platzieren. Die Platzierung hat also einen technischen Hintergrung.


    PS: auf meiner Skizze habe ich dir vom PIC den Ground wegoptimiert, dies natürlich falsch ...

  • Ok, ok, ok - ihr habt mich überzeugt! :-)


    Jetzt gehen C1 und C2 auf direktem Weg zu den IC-Pins VCC und GND. Dadurch konnte ich mir auch die eine Masseleitung ganz rechts sparen.


    [EDIT: jetzt kann ich mir sogar die Kabelbrücke sparen, indem ich bei C2 den rechten Pin nach oben zur blauen Leitung verbinde]


    Bei C1 und C2 habe ich dennoch ein wenig Abstand zum IC gelassen, denn der Sockel ragt ja ein wenig über die Pins hinaus.


    Und die Widerstände sind jetzt alle liegend montiert, 7.5mm sollten hoffentlich reichen.


  • Und die Widerstände sind jetzt alle liegend montiert, 7.5mm sollten hoffentlich reichen.

    Sind es normale Widerstände (Bauform 0207), dann passt das, wenn man sie direkt umbiegt. Das entspricht vier Löchern auf einer Lochrasterplatine.

    Bei C1 und C2 habe ich dennoch ein wenig Abstand zum IC gelassen, denn der Sockel ragt ja ein wenig über die Pins hinaus.

    Kaum. Ist meist nicht notwendig. Normale Keramik-Kondensatoren in Scheibenform oder auch die kleinen Vielschicht (X7R, Z5U) passen da bequem daneben. Aber kannst du so machen. Auch das kannst du mit einer Lochrasterplatine überprüfen.