Hello, Guest the thread was called7.9k times and contains 297 replays

last post from R-Flux at the

Der MSX Thread

  • Wie bei Commodore-Sachen werden die MSX-Computer im Sammlerkreisen (ähnlich wie hier im Marktplatz) oft viel günstiger gehandelt wie auf EBAY, in den Niederlande finden/fanden viele Computer-Retrobrösen statt, da findet man jede Menge MSX-Sachen und natürlich auch Videopac G7000/Philips CDI.

    Dort zahlt man für einen NMS 8280 sicherlich nicht mehr als die von Hamlet angegeben 250 €, selbst auf EBAY sieht man dass die MSX-Computer aus der Niederlande günstiger angeboten werden, als wenn jemand einen MSX aus Deutschland anbietet.


    Aber klar, ein NMS-8280 war schon immer teurer als andere MSX-Computer, alleine eben auch wegen seiner Ausstattung mit GENLOCK und 2x 3.5-720k-Diskdrives - ich habe für meinen NMS-8280 weniger als 200 € bezahlt, da war mein NMS-8245 fast gleich teuer gewesen.


    Eigentlich wollte ich mich von meinen MSX2-Rechner trennen, doch Hamlet hat mich mit seinem Beitrag hier überzeugt, dass doch nicht zu tun, im Gegenteil, ich habe mir jetzt ein "MegaFlashROM SCC+ SD 1 slot + 512K RAM" bestellt und ein Philips VG-8020 ist auch unterwegs.

  • Dort zahlt man für einen NMS 8280 sicherlich nicht mehr

    Längst kein Geheimtipp mehr ist marktplaats.nl. Doch Schnäppchen sind dort auch selten zu finden.

    2015 habe ich noch auf Ebay-Kleinanzeigen einen für 50 Euro geschossen. Der Besitzer war Fernfahrer und hat in mir aus dem Rheinland vor dir Tür gefahren. So blieb die Front-Bezel gut erhalten. ;)

    Bei Ebay möchte ich sowas nicht mehr kaufen, auch wenn ich schon bei Yahoo Rechner aus Japan importiert habe. Da gibt es einen MSX2 noch für unter 50 Euro, Gebühren, Fracht und Zoll egalisieren den Betrag jedoch schnell. Um an seltene Rechner zu gelangen ist dies der einzige Weg.

    Hierzulande bilden MSX2 Rechner ab 100 Euro den Einstieg, einen 8235 findet man schon noch bis 150 Euro. Manchmal blinkt auch noch ein Sony HB700D um den Dreh auf. Ich gebe zu, es wird seltener.

    Dennoch kann man locker mehr Geld in Software anlegen. Klar Metal Gear geht da durch die Decke. Aber auch Space Manbow ist nicht mehr unter 500 zu finden und Mr. Ghost wechselt um 1000 die Hände. Normale MSX1 Konami Module findet man unter 25 Euro nicht mehr so leicht. Ein Wizard of Wor spielt da in der Commodore Szene doch in der gleichen Liga, oder?

    Ich beobachte auch, das 8245er beliebter sind als die 8250/80er. Vielleicht weil sie kompakter sind oder eben mehr Menschen Erinnerungen daran verknüpfen. Aber auf Erinnerungen basiert ja schließlich unser Hobby, nicht?

  • Schließlich besaß ich dann auch endlich einen MSX2+.

    Naja, eigentlich ja den Sony Hitbit HB700D auf den ich von Anfang an scharf war.

    Aber PZOs Kumpel, der mir seinen HB700D verkaufte hatte ihn schon auf 7MHz und V9958 Grafikchip umgebaut. Das schnelle DiskROM aus dem 900er war auch schon drin. Und einen HB75D bekam ich noch obendrauf. Das muß so 90 gewesen sein. Jetzt passte alles. Ich war ausgerüstet.

    Im Betrieb konnte ich mir die Zeit mit dem High-End AutoCad System um die Ohren schlagen und zuhause am Rechner zeichnen und Musik machen. Mein 700er hatte kein 2+ Bios, d.h. ich konnte vom BASIC aus nicht auf die erweiterten Scrollfunktionen zugreifen, aber das nutzte doch sowieso keiner. Wir hatten einen Quasistandard, Turbo-BASIC, also das KUN BASIC das wir heute noch benutzen. Es ist unwahrscheinlich schnell und fast jedes BASIC Programm ist damit ohne Umwege schnell zum Laufen gebracht. KaiMAgazine entwickelt noch heutzutage sagenhafte Spiele damit. Schaut Euch mal Life On Mars von ihm an.

    Überhaupt bin ich BASIC treu geblieben, mich hat es nie zu höherem gerufen. Ich konnte mich eher als Anwender verstehen, dafür sind Freunde von mir in die EDV gewechselt und haben Informatik studiert. Doch nur mein Freund MiChi ist dem MSX treu geblieben und hat mit der Unterstützung von unseren schweizer Freunden begonnen mit Deoms den Rechner auszureizen.

    Bei den Eidgenossen hat sich damals nämlich noch ein kleiner eingeschworener Haufen um den MSX geschart. Und in den Niederlanden. Die Schweizer haben die Technik vorangetrieben und viel experimentiert. 1991 kam nämlich die langerwartete Fortsetzung der 1984 begonnenen Geschichte des MSX auf die Welt .

    Der A1ST TurboR von Panasonic.

  • Die MSX2+ Episode war also eher nebensächlich. das hindert Sammler natürlich nicht horrende summen für einen MSX2+ auszugeben. Lohnen tut es das mMn lediglich für den höher getakteten Prozessor der Panasonic Maschinen. Oder für die vielen Lampen an den Sony. Oder das Design der Sanyo.

    Ach, lohnen tut es sich auf jedenfall!

    Im Ernst, der Sanyo hat ein Soundproblem. Zumindest, wenn ich Audio oder andere Soundwerweiterungen über den internen Kanal anhören möchte. Und es gibt da ein Rauschen. Aber das ist alles zu handeln, es gibt Umbauten mit denen man die Sanyos (auch die 8250/80 von Philips leiden darunter - weil aus dem selben Hause) zu den am reinsten klingenden MSX Rechnern umbauen kann.

    Die Sonys leiden unter Elkoschwächen. Diese laufen aus und zerstören das Motherboard. Richtige Zeitbomben sind das. Aber auch mit wenig Aufwand zu fixen.

    Bei Panasonic wird Dich die Tastaturfolie irgendwann zum Fluchen bringen. aber es gibt Nachbauten.

    Das kostet alles Zeit und Geld. Man muß gegebenenfalls lange auf Nachbauten warten, gerade die Folien gibt es selten auf Bestellung.

    Das spiegelt auch ein wenig das Problem bei MSX. Während für den C64 10(?) Jahre die gleiche Tastaturfolie verwendet wurde und es heute wahrscheinlich noch genügend Restbestände oder Schlachtmaschinen gibt, ist dies beim MSX mit jedem Rechner neu. Eine KeyRah Platine, die es erlaubt die C64 Tastatur am PC zu betreiben müßte für MSX knapp 200 mal neu entwickelt werden. Eine verlorene Entertaste am CX5M aus dem selben Grunde sehr dadurch teuer., wenn sie überhaupt so schnell gefunden werden kann.

    Auch im Zeitalter von 3D Druck, ist eine zersprungene Bezel am 8280 mehr als ärgerlich- und das Plastik zerspringt schnell, gebt acht! Ich werde keinen 8250/80 mehr per Post versenden.

    Ich habe 100 Rechner und bemühe mich alle nacheinander in Betrieb zu halten. Jährlich bemerke ich aber verschiedene Ausfälle, jeder kostet Zeit und Nerven. Wir haben tolle Hardware Experten in der Szene, die gerne helfen. Anders wäre mein Hobby nicht denkbar.

    Auch darum ist es sinnvoll in der MSX Welt Rechner zu wählen, die oft produziert werden. Im 8020 kann ich eine defekte PSG schnell auslöten, ROMS sind sogar gesockelt, die Tastatur wurde bis in den 8220 verwendet. Die PSU kommt aus dem Baumarkt. Hier kann ich alles tauschen.

    Mit zunemender Produktionsdauer wurden Herstellungverfahern vereinfacht, mehr Schaltkeise und Chips integriert, Platinen geschrumpft und Tastaturen günstiger gefertigt, wie in allen Bereichen der Mikroelektronik.

    Wenn ich meinen Sony D-50 Diskman von 1985 aufschraube möcht ich lachen. Tue ich dies bei meinem 99er Sony ESP muss ich lachen. Das ist ein Unterschied!


    Auch wenn meine Hardwaregenies immer sagen kein MSX sein verloren, ich trau mir den Austausch einer MSXEngine nicht mehr zu. SMD löten machen meine Augen und meine Nerven nicht mehr mit. ;)

    Und Spass soll es doch machen.

  • Was das MSX2 Basic geleistet hat, könnt ihr in der Philips Demo sehen, die in Läden auf dem 1986 erschienenen VG8235 lief. Sie zeigt den wahren SystemSeller des Systems: Das BASIC.

    Als Diskfile findet Ihr sie im Archiv von Arnaud. Hier könnt ihr Euch das Listing des Programms einmal ansehen.

    Ich erinnere mich genau diese Demo damals in einem Laden in der Marienstraße in Stuttgart gesehen zu haben. Dort habe ich gerade meinen TAC-2 gekauft und bin über den neuen Philips gestoßen.

    Zumindest ein Laden in dem nicht geraucht wurde.

    Hier hatte ich dann auch mein MasterSystem erstanden, das ein enger Verwandter des MSX sein sollte, wie sich später herrausstellte.

  • Während für den C64 10(?) Jahre die gleiche Tastaturfolie verwendet wurde und es heute wahrscheinlich noch genügend Restbestände oder Schlachtmaschinen gibt

    Der C64 hat so etwas gar nicht.



    in Wizard of Wor spielt da in der Commodore Szene doch in der gleichen Liga, oder?

    nein, nur Kreisliga, so ein WoW-Modul bekommst Du für 20 €, auch ein Commore Soccer Modul ist günstig zu haben.

    Aber es gibt auch teure Modul wie ein MagicVoice oder eine Final Chess-Cart.

  • Eigentlich war dieses Aufrüsten ja auch der ursprüngliche Gedanke von MSX. Das Boarddesign lud ja geradezu dazu ein. Naja, im 7Mhz Modus kam die Tonausgabe ganz schön ins schwitzen, machte nix, im CD Player lief Sisters of Mercy.

    Und unsere Rechner waren alle mit mehr RAM ausgestattet als die originalen MSX2+, die mit nur 64kB auskommen mußten. Für original Software reichte das dicke aus, aber wer konnte sich schon die ganzen Konami Module leisten. Jeder hatte schon ein Konami Modul zur SCC Soundquelle umgebaut. Ein Cartridge glänzte ja durch Autostartfunktion, das musste also umgangen werden. Dies funktionierte durch das Einstecken nach dem Einschalten (und konnte so 5V zum I/O Chip senden und ihn damit rösten) oder durch einen Ein/Ausschalter. Vornehmlich diese langen silbernen Dinger.

    Dazu waren also die 256kB des Sony gedacht! SpaceManbow lief und selbst Metal Gear2 kam von Diskette. Doch zu MetalGear 2 möchte ich hier später auch noch eine eigene Anmerkung schreiben. Wegen Sternstunden und so. ;)

    Alles was aus Holland kam, kam mit den 128kB der Philipsrechner zurecht.

    Und es kam viel.

    Was erst noch Demo und Homebrews waren, erreichte schnell Japanqualität. Sunrise aus der Schweiz entwickelte Hardware, Sunrise Netherlands die Software. Wunderbare RPGs wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte. Mit OPL4 Unterstützung. Dann Henrik Gilvard adaptierte den OPL4 auf ein MSXboard als Moonblaster und Sunrise entwickelte das Trackingprogramm Moonsound.

    Das hatte die Welt noch nicht gehört. Die Welt war sowieso sehr beschäftigt, denn aus Spanien und Brasilien meldeten sich Gruppen, von denen wir noch nichts geahnt hatten. Nur Japan verstummte.

    Als der MSX Turbo R 1991 in Japan debutierte dachten wir noch die Schlacht gewinnen zu können, das Ruder noch einmal rumzureißen und gaben mächtig mit den Specs der neuen Maschine an. Doch aus dem PC Lager unserer ehemaligen Mitstreiter interessierte dies Niemanden mehr.

    Die Welt stand kurz vor DOOM und wir lernten japanisch.

  • Was mich etwas wundert: kann man bei einem MSX-Rechner nicht auch einfach solche Spielemodule selber anfertigen, also PCB mit Logikbausteine und dann ein EPROM drauf und evtl noch ein Modulgehäuse aus dem 3D-Drucker ? Die ROMs sind ja verfügbar, auf EBAY findet sich so etwas aber gar nicht.


    Gibt es so etwas für den C64 auch für die MSX-Rechner, also selbstgebaute MSX-Module ?

    (muss ja nicht gleich mit Logo sein, wie in den Abbildungen).


    Gerade auf EBAY auf die Schnelle gefunden:


  • Den ersten MSX tR sah ich auf einem konspirativen Treffen mit den Größen der MSX Szene.

    Das war etwas obskur.

    Es wurde beratschlagt wie man den MSX tR hier vermarkten könne. Dazu gab es Pläne einen HighEnd Rechner einzuführen. Da der tR zufrüh auf den Mark kam und ASCII sich nicht zu einem Nachfolger der müden 8bit V9958 etschließen konnte (der mystischen V9978) wurde halbherig der alte Prozessor weiter verbaut, doch mit einem neuen Herzen, einer R800 16 bit CPU. Sie bot einen ungeheuerlichen Speedboost. Verglichen zur Z80 CPU war sie 28 mal schneller. Das haben wir so ausgerechent. natürlich kommen in dieser Rechnung Äpfel, Birnen und Milchmädchen vor, ungefähr passt dies allerdings. :)

    Da Yamaha mit der V9990 aber in den Startlöchernstand, besorgten sich dsie Schweizer einfach eine GPU samt Entwicklerport. Die V9990 war nicht kompatibel zur V9958, was letztendlich vielleicht zur Entscheidung führte sie nicht im neuen tR zu nutzen. Sie mußte also zusätzlich verbaut werden -wieder kam uns die Slotarchitektur des MSX zu gute.

    Ein tR aufgebohrt mit OPL4 und einer GPU, die der des SNES gleichkam (allerdings suchen wir den MODE7 noch heute.) :), 16 bit, 256kB, IDE Controller, Festplatte. Soweit haben wir es gebracht! Die Welt sollte stillstehen, den Paukenschlag wollten wir dazu liefern mit einem High-End Betriebssystem. Geschrieben von meinem Freund MiChi.

    Doch erstmal beratschlagten wir auf besagtem konspirativen Treffen und Uwe Schröder, MSX Papst und Author aus M-Gladbach (oder war es Gelsenkirchen?) lies uns aus allen Wolken fallen.

    Das System hätte keine Zukunft, damit ließ sich kein Krieg gewinnen geschwiegen denn Tauben vom Dach oder steine im Glashaus bewerfen.

    Und dann packte der stille MiChi seine berühnmte tR Swiss Demo aus und lies diese einfach auf einem Rechner in der Ecke des Raumes laufen.

    Übernacht hatte er auf seinem von den Schweizern zur Verfügung gestellten tR eine Raytracing Demo gezaubert, die als Systemseller diente. Quasi der Amigaball des tR.

    Wir hatten später keinen Kontakt mehr zu Uwe Schröder, schade, ich hätte ihn gerne noch für das Forum interviewt...

    Ich denke dieses Treffen mit den damaligen Hard- und Softwaregrößen der MSX Welt gab der Geschichte des MSX noch einmal kräftig Aufwind. Und WiOS, das multitaskingfähige Betriebssystem des High End MSX war noch gar nicht geboren.

    IDE Harddiskinterface (das so im Prinzip heute noch in manchen CF Karten Readern zu finden ist), Moonblaster und Graphics9000 läuteten ein neues Zeitalter ein.

    Ein vom User bestimmtes. MSX hatte seinen Platz gefunden.

  • bei einem MSX-Rechner nicht auch einfach solche Spielemodule selber anfertigen

    Doch klar, zB bei ReproFactory gibt es Flashboards oder Cartridgeboards zum selbst bestücken.

    Auch RBSC bieten Boards an.

    Unsere ganzen Neuerscheinungen basieren darauf. Ein 4Mb Spiel ist damit genauso zu realisieren wie ein 16kB Game.

    Erweitern kann man dies mit SCC Chips oder RAMS um Spielstände speichern zu können. Bastler sind willkommen. ;)


    Mit Deiner neuen MFRSDSCCDings brauchst Du das aber nicht mehr. ;)


    Gehäuse gibt es entweder als 3D Druck oder produziert in Taiwan. Stückpreis für ein Cartridgegehäuse in Konamigröße sind ca. 5 Euro, ein Board bekommt man für 15 Euro, in gößeren Stückzahlen auch günstiger.

    Neue Spiele (mit Box und Anleitung) kommen heutzutage zwischen 25 und 45 Euro auf den Markt, je nach verbautem Speicher und Extras. Bitlogic hatte sogar eines mit LED hinter dem halbtransparenten Gehäuse.

    Und der MSX ist ja für Spielmodule wie geschaffen, findest Du nicht?

  • ich habe Viele MSX1 und MSX2 Geräte in meiner Sammlung und bin immer wieder auf der Suche nach weiteren, aber die sind Schweineteuer geworden und Steigen und Steigen, schlimmer wie Amiga und Oldtimer

    schlimmer als Amiga ? einen vernünftigen Amiga mit allem drum und ran, da zahlst du inzwischen 600 €. kann mir kaum vorstellen dass die MSX diese Preise erreichen?

  • schlimmer als Amiga ?


    welches sind denn die teuersten MSX2 Modelle? die Phillips?

    Nein, beweitem nicht. Der 8280 hatte einen Neupreis von rund 2250 DM, der Sony HBF900 rund 3500. Es gab Industrierechner, wie den Daisen Sangyo, die auch diesen Rahmen gesprengt haben dürften.

    Heute sieht das anders aus, vorwiegend die turboR und einige seltenen Rechner wie der Yamaha YIS 805 sprengen die 1000 Euro Grenze. Das entspricht fast Neupreis. Der 8280 wird um ca. 250 Euro gehandelt, natürlich gibt es Ausnahmen.

    Vollstes Verständnis für alle, die diesen Thread überfliegen. Da kommt ja ganz schön was zusammen. Vieles sind Geschichten, die erst lebendig werden, wenn man Schreiber und PhotoPorst in Stuttgart kannte. Bei solchen Mengen an Text lese ich immer quer. Das ist klar und so gedacht.

    Aber Deine Frage habe ich doch beantwortet.

  • deswegen weil die Disk-Drive für die MSX-Rechner sau teuer sind

    Die waren auch viel seltener, zumindest in Deutschland.

    Vielleicht zu vergleichen mit der 1551.

    Den C16 gab es günstig bei Aldi, da hat der Papa vielleicht zugeschlagen, um zu sehen ob Sohnemann interesse am Geschehen zeigt. Die 1551 war dann schon für Fortgeschrittene des Metiers und forderte meist die Zusammenlegung von Geburtstagsprämie und Weihnachtsgeld um die Eltern zu überzeugen.

    Ähnlich war es beim MSX. Die Kiste für 300 Mark mit heimgeschleppt und dann nochmal 800 Mark für ein Laufwerk locker machen? Bei mir war das erste Diskdrive im VG8235 verbaut, die Zeit davor lebte ich mit den Ladezeiten von Tape.

    Und deshalb hast Du Recht.

    Eine HBD50 bekommst Du selten unter 100 Euro, eine Doppelseitige nicht für Geld und guten Willen. Und schon gar nicht auf 220V.


    Nebenbei: Vor drei Jahren hatte ich bei einem C16 Konvolut zugeschlagen das eine 1551 beinhaltete. Leider litt das Laufwerk auf der Reise, wohl auch aufgrund des Eigengewichtes. Laufwerksgehäuse und C16 kamen als Puzzle an. Für Fortgeschrittene versteht sich...

  • Hab mir jetzt nicht alles hier durch gelesen und hab nur einen HB-75D und einen VG8010. Bei beiden war nur das Netzteil dabei. Preise zwischen 80 bis 90€. Zubehör ist echt selten, wenn ich das so aus der Ferne überblicke.

    Dem HB-75D hab ich schon neue Kondensatoren verpaßt und das sind eine Menge. Nur einen dicken 3300µF ? hab ich nicht getauscht. Dem neuen Kondensator fehlte es an Bauhöhe, denn der ist gleichzeitig auch eine Stützstruktur für die kleine Platine mit dem RF-Out, oder was da drauf ist. Wenn ich mal wieder Lust hab, dann tausche ich den noch und drucke mir einen Abstandshalter.

    Die länglichen Kondensatoren mit durchsichtigen Gehäuse beim Netzteil, der Rechner hat ja ein internes NT, hab ich auch getauscht, weil die Gehäuse der Kondensatoren schon so leichte Haarrisse hatte. Wenn die abrauchen, riecht es wohl ordentlich.

    Am Ende lief alles wieder, nur der RF-Out wird nach ein paar Minuten immer dunkler. Schließe ich den Rechner am Video-Out an, keine Probleme. Spannungen sind okay und nachgelötet am/im RF-Teil hab ich auch schon. Den Videochip hatte ich auch schon getauscht. Keine Besserung.

    Aber wie gesagt, irgendwann setze ich mich noch mal ran.

    Beides sind MSX 1....die MSX 2 sind wirklich teuer und selten. Letztens erst ein Angebot eines MSX 2 mit Diskettenlaufwerk und Monitor für 1.500€ gesehen.

  • HB-75D und einen VG8010.

    Glückwunsch! Tolle Rechner und Designikonen.

    Das ist ja toll, das Du am 75D soviel tauschen konntest. mit ist da bisher nichts von defekten Elkos zu Ohren gekommen, aber schaden wird es sicher nicht. da das Bild vm Video Out nicht von den Symptomen betroffen ist, kannst Du ja davon ausgehen, das der Fehler im HF Modul zu finden sein wird.

    Der RGB des 75D liefert eigentlich eines der besten Bildsignale die ich auf meinen Rechnern gesehen habe. Wie ich oben schrieb, die Qualität war damals extrem gut, wurde dann leider nicht besser. ;) Deshalb läßt sich da gut reparieren und austauschen.

    Ich hatte damals eine tollen Technik Lehrer in meiner Abschlussklasse. Als mein 75P einmal aberaucht war (ich hatte mir ein Drumpad dafür gebastelt, das hatte wohl 5V an eine Adresse geleitet, die keine Spannung vertragen hat, haben wir den als Projekt zusammen in der Klasse repariert.

    Am 75D hänge ich wirklich sehr.

    Und ich mag auch den 55P. der hatte damals eine Spartastatur (die schlägt von der Qualität jede Laptoptastatur aus der Jetztzeit!) und nur 16 kB RAM. Weil er in Rot so teuer ist (und das Plastik mittlerweile zwischen den Fingern zerbröselt) habe ich mir meinen aus LEGO nachgebaut.


    Und hier noch meine 8010er. Philips, Schneider, Phonola und Radiola: