Tiny Epromer Hilfe beim Löschen gesucht

Es gibt 23 Antworten in diesem Thema, welches 3.353 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (25. Juni 2023 um 23:15) ist von Pandemo.

  • Hallo,

    Ich habe mir den Tiny Eprommer vor einiger Zeit gekauft und wollte damit mal das ein oder andere Cartridge erstellen.

    Leider kann ich das mitgelieferte 27C256 20 N nicht schreiben, es tritt immer ein Fehler auf das ein falsches Bit gesetzt ist.

    Da dieses kein UV Eprom zu sein scheint und ich evtl nur zu blöd bin das richtige Menü zu finden frag ich einfach mal euch.

    In der Anleitung kann ich leider auch nichts darüber finden.

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

  • Leider kann ich das mitgelieferte 27C256 20 N nicht schreiben, es tritt immer ein Fehler auf das ein falsches Bit gesetzt ist.

    Das wird ein OTP Eprom sein.

    OTP = One Time Programmable - d.h. es kann nur einmal beschrieben werden. Vielleicht ist dies bereits geschehen?

    Und ob der Tiny überhaupt EEproms (z.B. W27C256) löschen kann, wage ich zu bezweifeln.

    10 GOTO Lesezeichen im Profil
    20 READ Lesezeichen im Profil
    30 PRINT Lesezeichen aus Profil
    40 POKE 198,0: WAIT 198,1

  • Verstehe dann allerdings nicht wieso das damit ausgeliefert wird

    Bei einem OTP PROM (ein "normales" EPROm ohne Fenster, wenn es wirklich ein OTP PROM ist und kein EEPROM)) hat man eben nur einen einzigen Versuch, wenn der misslingt, dann kann man das EPROM in die Tonne werfen, der Vorteil eines OTP-Eprom ist eben dass sie meist günstiger sind und nicht versehentlich mit UV-Licht gelöscht werden können (z.B. wenn man die in die Sonne legt) - zum Experimentieren taugt so ein OTP PROM aber nicht.

    Auf EBAY werden normale EPROM angeboten, mit denen aus China habe ich eigentlich gute Erfahrung gemacht und günstigt sind sie auch:

    Z.B diese hier:

  • Verstehe dann allerdings nicht wieso das damit ausgeliefert wird

    Ich verstehe eigentlich nicht warum ein (E)Eprom mit ausgelievert wird, denn jeder braucht etwas anderes. Nur wenn es zum experimentieren ist, macht das Sinn, aber dann wird man ein Typ erwarten das gelöscht werden kann, also ein Eeprom.

    Wenn der Tiny Eprommer kein Eeproms löschen kann, ist das Teil überhaupt nur halb brauchbar.

    Im

    ist die rede von 27C256 PROMS, ich denke also das das mitgelieferte Teil ein Prom ist. Also nur einmal programmierbar und wegwerfen wenn es nicht gelungen ist.

  • Wenn der Tiny Eprommer kein Eeproms löschen kann, ist das Teil überhaupt nur halb brauchbar.

    Wo steht, dass der Tiny EEPROMs brennen kann?

    Das Signetics 27C256-20N ist ein normales OTP EPROM - kein eEPROM. Selbstverständlich bekommt der Tiny das progammiert.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Reparaturtipps auf eigene Gefahr! Ihr seid alt genug, um zu wissen, was Ihr tut. :wink:
    Strom macht klein, schwarz und hässlich. :strom:

  • Kleine Orientierungshilfe bei der Bezeichnung:

    yy27xxx - EPROMS (nur löschbar, wenn mit Fenster, sonst OTP)

    yy28xxx - EEPROMS (elektronisch löschbar)

    yy29xxx - Flash EEPROMS (elektronisch löschbar, andere Technologie)

    Die yy ist meist die herstellerspezifische Bezeichnung und die xxx ist dann jeweils die Größe in kilo-Bits(!), bei 8 Bit Breite. Ein 2764 ist demnach ein 8k-EPROM mit 8192*8 = 65536 = "64kbit". Ein C dazwischen steht für CMOS und bedeutet meistens, aber natürlich nicht immer, eine Brennspannung von 12.5V oder sogar nur 5V.

    Gibt wie immer Ausnahmen, aber das ist der grobe Standard. Über 23xx, 25xx und dergleichen wird man heutzutage kaum mehr stolpern.

    Der Tiny Eprommer (64er 8/1988, S.92-101; 64er Sonderheft 84, S.12-14) kann nur 2764, 27128 und 27256 EPROMS beschreiben, mit Brennspannungen von 12.5V oder 21V.

    Der DELA Erpommer II kann zusätzlich EEPROMS immerhin löschen, aber nicht programmieren. Der Quickbyte II kann EEPROMS brennen, laut Software nur 2816 und 2864, keine größeren, wohl aber nicht löschen. :nixwiss:

    EEPROMS definitiv löschen und brennen kann ein GALEP III, ein TL866 und - den hab ich - ein EPROP+. Das sind aber alles keine C64-Brenner, sondern USB- oder Parallelportgeräte für den PC mit Windows oder DOS-Software.

  • Liebe Community, liebe Assembler Virtuosen

    Es ist zwar schon ein älterer Thread, passt aber trotzdem genau.

    Der Tiny Eprommer brennt ganz super auch Eeproms. Ich habe gerade einige Winbound W27c512 mit dem Tiny und der Adapterplatine "gebrannt". Ohne Probleme und ohne Fehler.

    Was der Tiny aber nicht kann ist, beschriebene EEproms zu löschen bzw. zu überschreiben. Der Tiny kann es, weiß es nur nicht :smile:

    Einfach weil die Software vor dem Brennen überprüft, ob das zu brennende Byte auf "ff" steht, also leer ist.

    Würde man die Software dahingehend ändern, diese Überprüfung abzustellen, wären auch EEproms kein Problem mehr.

    Jetzt hab ich zwar schon geschafft, die Überprüfung im Maschinencode abzustellen (cmp #$ff mit dem Accu zu umgehen), was soweit auch klappt, nur brennt er dann gar nix. Dafür bin ich zu blöd. Ich komm nicht drauf.

    Könnte es bitte vielleicht jemand versuchen einfach nur diese Überprüfung auf "ff" abzustellen und dass der Tiny trotzdem ganz normal brennt. Und ganz toll wäre, wenn es mir auch jemand erklären würde, wie der das hinbekommen hat. Schließlich möchte ich ja dabei etwas lernen.

    Und wozu das Ganze? Dann könnte man Eeproms völlig am C64 bearbeiten, ohne einen externen Programmer verwenden zu müssen.

    Wäre ganz ganz super.

    Liebe Grüße

    Pan

  • Auch EEPROMs können nicht einfach "überschrieben" werden, sondern es gibt einen speziellen Löschmodus (siehe Datasheets der Bausteine). Vermutlich kann man das dem Tiny auch beibringen, ist aber halt nicht einfach damit gemacht, das eine CMP auszuhebeln.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Auch EEPROMs können nicht einfach "überschrieben" werden, sondern es gibt einen speziellen Löschmodus (siehe Datasheets der Bausteine). Vermutlich kann man das dem Tiny auch beibringen, ist aber halt nicht einfach damit gemacht, das eine CMP auszuhebeln.

    Vielen Dank für den Hinweis. Ok. Da hab ich mir die Welt doch etwas zu einfach vorgestellt. Gut. Dafür fehlen mir schon die Assembler-Kenntnisse.

  • Auch EEPROMs können nicht einfach "überschrieben" werden, sondern es gibt einen speziellen Löschmodus (siehe Datasheets der Bausteine). Vermutlich kann man das dem Tiny auch beibringen, ist aber halt nicht einfach damit gemacht, das eine CMP auszuhebeln.

    Hallo 1570.

    Ich möchte wirklich nicht widersprechen, aber:

    Wenn ich das EEprom auf einem externen PC Programmer NICHT lösche, sondern mittels .bin File mit lauter FF beschreibe, kann ich es mit dem Tiny auf ganz normal überschreiben. Dem Tiny genügt also, dass die Bytes einfach FF lauten.

    LG, Pan

  • Es wäre wirklich toll, wenn es jemand mit Assembler Fähigkeit schaffen würde, die FF Überprüfung vor dem Brennen, zu entfernen.

    LG, Pan

  • Wenn ich das EEprom auf einem externen PC Programmer NICHT lösche, sondern mittels .bin File mit lauter FF beschreibe, kann ich es mit dem Tiny auf ganz normal überschreiben. Dem Tiny genügt also, dass die Bytes einfach FF lauten.

    Der gelöschte Zustand eines (E)EPROMS ist: Alle Bytes sind mit FF gefüllt. Wenn Du es mit dem PC Programmer mit FF beschreibst, ist es immer noch gelöscht. Ein Programmer kann Bits nur von 1 nach 0 ändern. Er kann ein Bit nicht mehr von 0 auf 1 zurücksetzen, dafür mußt Du das (E)EPROM löschen. Mit UV-Licht (bei EPROMs) oder mit einer bestimmten Löschprozedur (bei EEPROMs/Flash).

  • Wenn ich das EEprom auf einem externen PC Programmer NICHT lösche, sondern mittels .bin File mit lauter FF beschreibe, kann ich es mit dem Tiny auf ganz normal überschreiben.

    Die Software wird erkennen, wenn das EEPROM nicht leer ist und die Löschroutinen dann automatisch ausführen. Und wenn das .bin nur FFs enthält, muss nach dem Löschen auch kein einziges Bit genullt werden (bei EEPROMs gilt wie bei FlashROM, dass Null-Bits programmiert sind und Eins-Bits gelöscht).

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Bei Flash ist nicht zwangsläufig ein vorheriges Löschen erforderlich. Die von mir bisher verwendeten Flash Bausteine konnten ohne vorheriges Löschen einfach byteweise überschrieben werden. Ob das bei einem Baustein geht, steht im jeweiligen Datenblatt.

  • Da übernimmt dann ein interner Controller das blockweise Löschen und wieder Beschreiben. Ist aber hier irrelevant, die 27Cxxx machen das nicht.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Wenn ich das EEprom auf einem externen PC Programmer NICHT lösche, sondern mittels .bin File mit lauter FF beschreibe, kann ich es mit dem Tiny auf ganz normal überschreiben.

    Die Software wird erkennen, wenn das EEPROM nicht leer ist und die Löschroutinen dann automatisch ausführen. Und wenn das .bin nur FFs enthält, muss nach dem Löschen auch kein einziges Bit genullt werden (bei EEPROMs gilt wie bei FlashROM, dass Null-Bits programmiert sind und Eins-Bits gelöscht).

    Ja, du hast natürlich recht. Denn wenn ich auf einem leeren Eeprom mit dem Tiny ein .bin File mit nur FF spiele (der ja nicht löschen kann) und anschließen nochmals etwas darüberschreiben möchte, funktioniert das nicht. Dann kommt dann die Fehlermeldung, dass das Bit nicht gelöscht werden kann

    Lg, Pan

  • Bei Flash ist nicht zwangsläufig ein vorheriges Löschen erforderlich. Die von mir bisher verwendeten Flash Bausteine konnten ohne vorheriges Löschen einfach byteweise überschrieben werden. Ob das bei einem Baustein geht, steht im jeweiligen Datenblatt.

    Matula, hast du einen Bezeichnung für ein Flash Rom?