Jemand hier noch mit Pascal unterwegs?

Es gibt 256 Antworten in diesem Thema, welches 36.990 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (6. November 2022 um 21:24) ist von Stephan Scheuer.

  • hi,

    Als großer Pascal Fan muss ich mich einhaken. Ich habe in den frühen 90ern wirklich viel mit Turbo Pascal aufm PC gemacht, aber angefangen hat es natürlich aufm C64.

    Da habe ich Profi Pascal genutzt (siehe Anhang), weil es den schnellsten Code generiert hatte.. zumindest nach meinem "Benchmark".

    Allerdings nutzt es ein eigenes Diskettenformat und ist schwer zu kopieren. Außerdem braucht man eine Diskette in dem blöden Format als Laufzeitumgebung.. man kann die fertigen Programme leider nicht aus dem Basic oder von einer normalen Diskette aus starten.

    Nutzt noch wer das? Manchmal kursieren glaub ich auch andere Namen dafür aber man erkennt es immer an seinem grün weißen Farbschema.

    Oxford Pascal ist das, was wie Basic funktioniert, richtig? Also man gibt sein Programm in den normalen Basic Editor ein und kann es dann vor dem Programmstart per "Run" Befehl compilieren? War das so?

    G-Pascal hatte ich damals auch, habe aber total vergessen, wie das ging und war... vllt. kann mal einer nen Screenshot machen? Ne Anleitung hatte ich mal gedruckt dafür.. ob ich die wiederfinde?

    Grüße

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  • Turbo Pascal und Borland Pascal waren die einzigen Pascal Versionen, die ich "produktiv" genutzt habe. Die haben perfomante DOS EXE-Files erzeugt.

    Habe ich eine Zeit lang sogar lieber verwendet als C.

    Leider war das ungepufferte File-I/O beim zeichenweisen Lesen von Dateien so grottenlahm, dass ich dann doch oft wieder C verwenden musste.

    Alles was irgendwelche zusätzlichen Laufzeit-Libs oder -Interpreter brauchte, empfand ich nicht als praxistauglich.

    Ich habe gerade vor ein paar Wochen ein altes in Pascal geschriebens DOS-Tool von mir geändert.

  • Alles was irgendwelche zusätzlichen Laufzeit-Libs oder -Interpreter brauchte, empfand ich nicht als praxistauglich.

    ..sehe ich genauso, aber ist das nicht gerade wieder total angesagt.. so mit .NET oder Python? ...ach und ich vergaß Java..

  • Alles was irgendwelche zusätzlichen Laufzeit-Libs oder -Interpreter brauchte, empfand ich nicht als praxistauglich.

    ..sehe ich genauso, aber ist das nicht gerade wieder total angesagt.. so mit .NET oder Python? ...ach und ich vergaß Java..

    Nicht dass ich wüsste. ;)

    Der Nachfolger war ja Delphi und das gibt es noch als schweineteure kommerzielle Lösung (1700 Euro pro Jahr), mit der anscheinend diejenigen abgezockt werden, die Bestandslösungen pflegen müssen. Also nix für zuhause. Ich glaube kaum, dass noch jemand neue Projekt damit startet.

    Danach dann Object Pascal (Delphi heute Lazarus).

    Lazarus ist nicht Delphi, sondern ein Delphi-kompatibles Free-Pascal. Das Original-Delphi heisst heute Embarcadero Delphi.

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    2 Mal editiert, zuletzt von detlef (4. Mai 2022 um 19:45)

  • ich muss hier den Thread nochmal aufwärmen. Ich bin zu meinem Erstaunen auf CSDB auf

    TURBO PASCAL 1.2 für C64

    gestoßen. Bis dahin war ich fest der Überzeugung, dass es kein Turbo Pascal für C64 gegeben hat.. allerdings endete meine erste C64 Ära 1989.. übrigens zugunsten von Turbo Pascal auf PC..

    Das d64 schein zu funktionieren.. leider ist mir die Bedienung fremd und es gelingt mir nicht, den Editor wieder zu verlassen.. aber für ein Fake funktioniert offe sichtlich zuviel. (Obwohl der Crackervorspann bisschen zu viel ist)

    Wer kennt das System und weiss was dazu? Ist der Code schnell.. gibts Bibliotheken für Grafik, sound... das würde mich interessieren.

    Und wie kommt es zu dem Namen.. ich denke nicht, dass Borland 1989 auf dem Höhepunkt von TP nochmal beim C64 angefangen hat..

    Grüße

    Peter

  • Dass man mit in Pascal auf dem C64 sinnvolle Programme schreiben kann, ist eine Illusion. Bestenfalls funktionieren ein paar Standardbefehle, man kann ein paar Schleifen programmieren. Und ein paar Prozeduren.

    Das Laufzeitsystem benötigt in der Regel so viel Speicher, dass für das eigentliche Programm kaum noch Platz übrig bleibt.

    Wenn das Ganze nicht sowieso ein Fake ist, wie der Name vermuten lässt.

  • ja, keine Sorge.. ich will ja keine Anwendung damit schreiben.. unterm Strich hast Du völlig Recht.

    Nichtsdestotrotz haben die Entwickler ne Menge Aufwand für Ihre Systeme gehabt (sieh ProfiPascal).. dabei hätten die es ahnen können, was Du sagst.

    Dennoch würde es mich interssieren, was es mit dem System auf sich hat.. immerhin kann man die Beispielprogramme compilieren.. ist dann schon ein deep-fake =O compiler. Oder hat das nur jemand umbenannt und es steckt ein bekannter Kern dahinter.. die Frage bleibt:

    Wer weiß was zu dem Turbo Pascal 1.2 für C64?

  • Also dieses Pascal läuft mit dem 6510? Ich hab früher Turbo Pascal mit dem cp/m Modul programmiert, was recht gut ging.

  • Also dieses Pascal läuft mit dem 6510?

    Ja. Es finden sich davon drei Cracks (bzw. zwei Cracks und ein Import) in der CSDb: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    In einem Release wird es im Intro als "Turbo Pascal Emulator" bezeichnet. Genauer ansehen kann ich mir das im Moment nicht.

  • Dass man mit in Pascal auf dem C64 sinnvolle Programme schreiben kann, ist eine Illusion.

    Diese native IDE wurde in Pascal geschrieben: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Laut 64er-Test (Ausgabe 4789) ist damit auch das Börsenprogramm "RL-Chart" entstanden.

  • Dass man mit in Pascal auf dem C64 sinnvolle Programme schreiben kann, ist eine Illusion.

    Diese native IDE wurde in Pascal geschrieben: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Laut 64er-Test (Ausgabe 4789) ist damit auch das Börsenprogramm "RL-Chart" entstanden.

    Hm.. willst Du damit zeigen, dass man doch Sachen entwickeln kann? Das Pascal 64 (in dem Link) ist jedenfalls nicht das "Turbo Pascal" benannte System, das ich meine. Dieses zeigt folgendes Systemmenü:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    leider weiß ich nicht, wüsste ich aber gerne, wie man den Editor verlässt.. bzw. weitere Editorkommandos. Ich habe im VICE alle möglichen Tasten und Kombinationen probiert.. kein Erfolg.

    Die obere Zeile ist reserviert.. für die Cursorposition .. vllt. kann man hier die Kommandos eingeben. Aber wie dahin kommen? Siehe Screenshot.

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  • Ctrl-K X hast Du probiert?

    Turbo Pascal hat ja die Wordstar Kommandos verwendet:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • ..die Idee ist genial und naheliegend.. probier ich gleich aus.. moment...

    Hm.. das muss ganz nah dran sein, weil mit CTRL K der Cursor verschwindet.. als ob er dann auf das eigentliche Kommando wartet.. aber wenn ich dann das X (oder alles andere) nachsetze, kommt der Cursor wieder und ende.. mist

    Aber dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin... wer kennt heute schon noch die Wordstar Kommdos...

    Ich probiers irgendwann mal am echten C64.. irgendwie trau ich dem emulierten Keyboard im vice nicht ganz..

    Danke dennoch für den Tipp.

  • immerhin kann man die Beispielprogramme compilieren..

    Habe ich mit allen drei Disketten versucht, ist aber nicht gelungen. Das Programm hängt sich immer auf. Hättest Du vielleicht einen Tip, wie das Kompilieren funktionieren kann?

    Nebenbei:: Anscheinend gibt es eine Bytecode-Interpreterschleife bei $bd9:

    Code
    .C:0bd9  C6 3C       DEC $3C
    .C:0bdb  D0 03       BNE $0BE0
    .C:0bdd  20 91 0E    JSR $0E91
    .C:0be0  A0 00       LDY #$00
    .C:0be2  B1 2B       LDA ($2B),Y        ;    hole neues Befehlsbyte
    .C:0be4  30 41       BMI $0C27          ;    verzweige, wenn Highbit gesetzt
    .C:0be6  E6 2B       INC $2B            ;    erhöhe Zeiger
    .C:0be8  D0 02       BNE $0BEC
    .C:0bea  E6 2C       INC $2C
    .C:0bec              ...

    wobei ich nicht weiß, was für eine Art von Bytecode interpretiert wird und ob es sich vielleicht sogar um 8080-Code handelt.

    Mal eine Frage an die Experten: Hat Turbo-Pascal nach 8080 kompiliert oder nach Z80?

  • Ich bin zu meinem Erstaunen auf CSDB auf TURBO PASCAL 1.2 für C64 gestoßen. Bis dahin war ich fest der Überzeugung, dass es kein Turbo Pascal für C64 gegeben hat

    Laut Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.:

    The compiler was first released as Compas Pascal for Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., and then released on 20 November 1983Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. as Turbo Pascal for CP/M (including the Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. computer when fitted with a Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., effectively converting the Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.-based Apple into a CP/M machine, the Commodore 64 with CP/M cartridge, and the later Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.), CP/M-86, and DOS machines. On its launch in the Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. market, Turbo Pascal retailed for Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.49.99, a very low price for a compiler at the time. The integrated Pascal compiler was of good quality compared to other Pascal products of the time.

    Operating system: CP/M, CP/M-86, DOS, Windows 3.x, Macintosh

    Platform: Z80, x86, 68000

    Von 6502/6510 steht da nix. Allerdings wurde Turbo Pascal für CP/M entwickelt und man konnte es auf dem C64 mittels Z80- (CP/M-) Modul nutzen.

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  • Retrofan : Dass es sich nicht um ein originales Turbo Pascal von Borland handelt, ist ja offensichtlich. Die Frage ist eher, was genau dieses „Turbo Pascal 1.2“ nun tatsächlich ist bzw. leisten kann.

  • Von 6502/6510 steht da nix. Allerdings wurde Turbo Pascal für CP/M entwickelt und man konnte es auf dem C64 mittels Z80- (CP/M-) Modul nutzen.

    ..na das ist ja soweit auch alles bekannt und klar. Dennoch habe ich hier einen funktionierenden Pascal Compiler/Editor (IDE), der sich eben so nennt Turbo Pascal, für (6502) 6510 lauffähigen Code übersetzt und aus 1989 stammt. Mit der CP/M Version hat das nix zu tun.

    Aber er ist da. Und er tut. Und er sieht NICHT aus, wie ein umgebrandeter anderer Pascal.. zumindest, die, die ich kenne.. Oxford P, Profi Pascal, g Pascal..Pascal64 oder was sonst immer ins Feld geführt wird...

    Ich sehe es wie -trb- ... wir wissen jetzt, was es NICHT ist, aber irgendwer muss es doch schonmal gesehen oder probiert haben?

    Btw. Die Demo Programme sind teils mit italienischen(?) Ausgaben.. vllt. hilft das?

  • Hm.. das muss ganz nah dran sein, weil mit CTRL K der Cursor verschwindet.. als ob er dann auf das eigentliche Kommando wartet.. aber wenn ich dann das X (oder alles andere) nachsetze, kommt der Cursor wieder und ende.. mist

    CTRL-K hat eher Text-Block-Kommandi eingeleitet (Block markieren, löschen, ausschneiden, einfügen, ...).

    Die Menüleiste wurde früher mit F10 (beim C64 vielleicht F8?) oder "/" aufgerufen. Ebenso könnte "CBM-F" (statt ALT-F) z. B. das File-Menü aufrufen.