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Vernünftige RDP Software für Linux

  • Moin zusammen,


    da ich ein großer Fan von RDP bin und meine Rechner gerne in den Keller verfrachte, wollte ich mal in die Runde fragen, ob es aktuell brauchbare Lösungen für Linux gibt.


    Ich nutze meistens Debian oder Ubuntu (Servervarianten ohne XServer außen vor, da nutze ich SSH). Den letzten Versuch unternahm ich vor ca. 4 Jahren u.a. mit

    rDesktop, NX NoMachine und viele weitere. Erkenntnisse daraus:


    1. Sehr viel Gefrickel bis es läuft

    2. Es läuft viel langsamer als MS RDP

    3. Dienste liefen nie 100% stabil. Serverreboot notwendig


    Punkte 1 stört mich nicht sonderlich, mit Frickeln habe ich kein Problem, wenn's danach anständig läuft. Tat es damals aber nie wirklich, u.a.Probleme mit der Tastaturübermittlung, sehr ungünstige

    Auflösung. Sowas kannte ich von MS RDP nicht.


    Punkt 2 habe ich damals nicht zufriedenstellend hinbekommen, am Netz lag es nicht, denn MS RDP war ausreichend performant


    Punkt 3. Ist mir sehr wichtig. Bei mir kommen die Kisten in den Keller und ich hasse nichts so sehr da wieder ran zu müssen, Monitor anklemmen, neu verkabeln...und und, um die Kiste

    wieder funktionsfähig zu kriegen.


    Es muss sich etwas in den letzten 4 Jahren getan haben, z.B. gibt es nun X2GO. Das war mir damals unbekannt.


    RDP möchte ich systemunabhängig nutzen können, also von MS auf Linux und umgekehrt sollte gehen. Nice to have. Für den Anfang würde

    mir schon eine gute Lösung für Linux zu Linux reichen. Anforderungen an Sicherheit hätte ich nicht, da lokales Netzwerk.


    Frage daher: Gibt es mittlerweile brauchbare Lösungen für Linux-Systeme. Brauchbar heißt genauso gut wie MS RDP. Auf Soundübertragung kann ich verzichten.

    Ideal wären Lösungen, die bereits in den Debian / Ubutun Reps vorhanden sind.


    Vielen Dank für Vorschläge

  • Wir setzen in meiner Firma zahlreiche Linux Terminal mit Remina ein. Als Basis habe ich - weil ich den aufwand bescheiden halten wollte - ganz kühl ein X86-Raspbian für den PC genommen. Darauf Remina. funktioniert fehlerfrei; inbklusive Videos im RDP. Wir haben lüfterlose Zotac als Basis.


    Die Raspi-Arm-Version von Remina läuft hingegen nicht stabil: Abstürze sind da an der Tagesordnung. Keine ahnung, waum. Der Raspi selber stürzt nicht ab. Videos laufen praktisch gar nicht am Raspi.

  • Bin in den letzten 5 Jahren immer wieder bei x2go gelandet, auch nachdem ich davon weg wollte und Alternativen gesucht habe. Ich greife in meinem Usecase von Windows 10 via x2go-client auf ein Ubuntu 20.04 zu. 3rd-Party-Repositories sind notwendig. Der Default-Unity-Desktop von Ubuntu bringt hier nichts, man braucht einen xorg-basierten Desktop wie Gnome zusätzlich (ich nutze Mate). Es läuft sehr stabil, seit ich unter Ubuntu 20.04 damit arbeite.


    Mein größtes Problem derzeit ist das Clipboard, das ist momentan buggy. Das heißt, wenn eine x2go-Session läuft, dann funktioniert Copy und Paste über Tastatur ggf. nicht, auch wenn es nur um zwei Windows-Applikationen geht.


    Ansonsten funktionieren Sound, Remote-Printing und Shared-Folders immer dann, wenn ich diese benutzen will, was nicht täglich passiert.


    Bestimmte Applikationen wie zum Beispiel der Editor Atom (https://github.com/atom/atom) machen Ärger, dafür muss man ein paar Hacks in Kauf nehmen. Da muss man den Editor erstmal zum Starten überreden und später macht er sich dann so breit, dass man ihn immer wieder komplett verkleinern muss, um an die Fenster dahinter zu kommen.


    EDIT: Wann immer ich kann, arbeite ich direkt an einem Linux-Desktop. Wenn das nicht geht, und ich über Windows gehen muss und einen Linux-Desktop brauche, dann nehme ich x2go.

  • @Alle: Vielen Dank für diese schnelle Hilfe.


    Remmina kannte ich in der Tat noch nicht. Es befindet sich in den offz. Reps von Debian und Ubuntu. Das gucke ich mir näher an.


    x2go scheint "nur" für den Zwecke RDP etwas überdimensioniert. Soweit ich es verstanden habe, bedient es eher Published Desktop & Published Apps, ist also mehr primär ein Anwendungsserver. Ich bräuchte "nur" ein einfaches RDP ohne Schnickschnack.

  • muellerarmack Ich empfehle XRDP in Verbund mit LXDE als Oberfläche (wenn man will), läuft bei mir stabil. Greife von der Windows-Seite per MS-RDP-Client damit auf meinen

    Host (auf Basis von Promox) zu, Übertragung der Zwischenablage funktioniert auch gut .

    Fuffzehn Mann auf des toten Manns Kiste, Ho ho ho und 'ne Buddel mit Rum. :bgdev


    " Der Mensch ist die dümmste Spezies. Er verehrt einen unsichtbaren Gott und tötet eine sichtbare Natur, ohne zu begreifen daß diese Natur, die er vernichtet dieser unsichtbare Gott ist ."
    -Hubert Reeves, kanadischer Atom- und Astrophysiker. (*1932)

    " Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren ."
    -Benjamin Franklin (* 17. Januar 1706 in Boston - † 17. April 1790 in Philadelphia, Pennsylvania)

    Edited once, last by 1Byte ().

  • Kann XRDP zwei Bildschirme?

    Das hängt nicht vom RDP-Protokoll ab, sondern von Deiner Grafikkarte und dem entsprechenden Treiber des Clients .

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  • RDP möchte ich systemunabhängig nutzen können, also von MS auf Linux und umgekehrt sollte gehen.

    Asklia Du bräuchtest in dem oben genannten Fall auf alle Fälle auf beiden Seiten einen Server auf dem Du zugreifen willst Windows <--> Linux .

    Von nur RDP-Clients schreibt er nichts .

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  • Ich arbeite seit viele jahren im private cloud, und habe auch wirklich alle moglichen combinationen gepruft. VNC, RDP, XRDP, Remmina, X2Go, Nomachine 3.5, 4.0, Win7 , Win10 usw.


    Nichts lauft einwandfrei, alle losungen haben starken und schwachen. Est ist glaub ich nicht so populair.


    Ich bin auch auf x2go server auf linux mit x2go clients aut linux, windows ge-endet, alle andere losungen sind noch schlimmer.

    Als desktop nur XFCE4 ohne hintergrund (also ein fixed-color background einstellen) - alle andere sind langsam.


    Alle altere GTK2 programme (sowie XFCE4) laufen mit X2Go genau so wie vorher mit NX nomachine 3.5, rasend schnell mit sehr wenig netz traffic.


    Alle neuere GTK3.0 basierten oberflachen, - LxQT, sind immer langsam weil die immer alles als JPEG oder PNG -ahnlich ubergesetzt werden.


    Video geht nicht einfach, braucht harware unterstuzung am server sowie client.


    RDP hat auch vor und nachteile. Auf windows gibts hardware video unterstuzung, aber nicht jeden combination von hardware, server und client functionieren gut.

  • Das stellt aber einen zweiten Desktop zur Verfügung und übernimmt nicht den aktuellen, oder? Hatten bei unseren Linux Anzeige-PCs damit kein Glück.

    Asklia Wenn Du den Inhalt Deines Servers auf einen RDP-Client mit zwei Bildschirme darstellen willst, dann benötigst Du auf alle Fälle eine Grafikkarte die das ermöglicht .

    Normalerweise wird ein extra Fenster aufgemacht worin der Remote-Inhalt angezeigt wird, bei diesem Fenster kannst Du die Größe ändern, und/oder eben auf zwei Bildschirme

    gestreckt ansehen, Du kannst aber immer nur als einzige Person auf EINE Sitzung zugreifen, ein anderer angemeldeter Benutzer kann sich mit seinem RDP-Client nicht in diese Sitzung einklinken, diese Sitzung ist für den jeweiligen angemeldeten Benutzer exclusiv .


    Edit: Der aktuelle Desktop-Inhalt des Servers wird nicht übernommen, da hast Du recht .

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  • Vnc-server auf Windows wäre auch möglich.

    Das wäre die Lösung, da hier mit dem aktuellen Desktop gearbeitet wird, Nachteil ist die Schneckengeschwindigkeit bei der Darstellung auf der Client-Seite .

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    " Der Mensch ist die dümmste Spezies. Er verehrt einen unsichtbaren Gott und tötet eine sichtbare Natur, ohne zu begreifen daß diese Natur, die er vernichtet dieser unsichtbare Gott ist ."
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  • Wie schon gesagt wurde, bei MS habe ich den RDP-Server im Bauch. Muss nur angeknippst werden.


    Und die Erfahrungen von merlintwa habe ich auch vor ca. 4 Jahren gemacht. Langsam, friekelig, instabil auf Linux, wobei ich Remmina nicht probiert habe.


    VNC: Vor 4 Jahren die Vollkatastrophe.


    Anforderungen wie Video, 2xScreens habe ich nicht. Ich will nur Kisten administrieren können, auf den XServer läuft und wo ich via Konsole nicht an die zu wartenden Progs ran komme. Auch Audio, Fileshare brauche ich nicht, für letzteres gibt es dedi. bessere Lösungen.