Amiga mit 256kByte

Es gibt 48 Antworten in diesem Thema, welches 8.603 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (8. Juli 2021 um 12:28) ist von Crass Spektakel.

  • Beim Antworten auf einen anderen Beitrag ist mir gerade aufgefallen daß es ja einen Amiga mit nur 256kByte gab: Der Ur-Amiga aus der ersten Reihe. So einer steht sogar auf meinem Dachboden aber als ich ihn gebraucht erworben habe kam er schon mit 512kByte RAM die intern auf die alten RAM-Chips verlötet waren - sowas war anno tobak ja immer eine preiswerte Methode das RAM aufzurüsten.

    Was kann man eigentlich mit einem Amiga mit 256kByte anfangen? Ich schätze selbst mit Kickstart 1.0 war nach dem Booten der Workbench bestenfalls noch 180kByte frei.

    Hat jemand von euch jemals mit sowas gearbeitet?

  • Mit 256k kannst du eigentlich gar nichts anfangen. Die wurden ja schon mit der 256k "Erweiterung" ausgeliefert und selbst mit 512k ist es noch recht eng. Ich hatte so einen (und jetzt auch wieder), aber das erste was ich mir besorgt hatte damals, wr die Golembox mit 2MB zusätzlich. Damit konnte man schon vernünftig arbeiten.

    Für die Spiele haben die 512k gereicht, aber sonst war da nicht viel. Kickstart 1.0 ist übrigens echt schon alt, das ist ja fast noch eine Alphaversion. Mindestens 1.2, oder halt 1.3 sollte man verwenden.

  • Ich hatte so einen Amiga 1000. Mit standardmäßig 256k. Und US-Keyboard. Deutsche Tastaturaufkleber gab es, aber die fand ich blöd weil die nicht besonders gut hielten.

    Die zusätzlichen 256k Speichererweiterung wurden vorn in der Mitte hinter einer Blende eingesetzt. Die hatte ich aber gleich mitbestellt, waren aber ein Extra, was bezahlt werden musste.

    Mit den 512k konnte man aber alles machen, was damals mit Kickstart 1.0 so rauskam. Es war ein gigantischer Fortschritt gegenüber dem C64 oder dem C128, den ich davor hatte. Bis auf das BASIC. Das war eher... nicht so schön.

    Lustig war das Disketten-kopieren mit dem einen eingebauten Laufwerk. Mit 256k musste man sieben mal die Disketten hin und her tauschen, weil er immer nur eine bestimmte Datenmenge in den Speicher laden konnte die er dann auf die Zieldisk schrieb. Mit 512k waren es nur noch drei Swaps.

    Nachdem ich mir dann auch eine 2M-Rambox gekauft hatte, die rechts an den Amiga-1000 angesteckt wurde (wie der Sidecar) waren die Disk-Swaps nicht mehr erforderlich.

    (Ich muss dazu sagen, dass ich das nicht mehr exakt weiß. Ist schon eine Weile her.)

    Ich persönlich fand den Amiga-1000 aber den schönsten Rechner, den ich je hatte. Rein optisch.

  • Ich hatte auch mal einen amerikanischen A1000. Der hatte tatsächlich original 256K. In Deutschland wurden meines Wissens nur Geräte mit Speichererweiterung ausgeliefert. Außer Mindwalker und dem anderen Zeug was direkt mitgeliefert wurde, dürfte auf dem 256K-Amiga tatsächlich fast nichts laufen. Aber dafür gab es ja die praktische Klappe an der Frontseite, meiner hatte dort eine 1 MB Erweiterung drin, mehr ging nicht ohne Tricks. Schon schräg dass sich jemand die Mühe macht, intern RAMs aufzulöten wo es dafür doch einen extra Steckplatz gibt. Aber vielleicht hatten sie ja keine passende Platine zur Hand.

    Edit: Doch! Ich hab in meiner Sammlung was gefunden: Seven Cities of Gold, da steht sogar auf der Diskette "256 K" drauf ;)

    An Bord: PET 2001, VC20, C64, C128, Plus/4, Atari 800XL, Atari 1040ST, Amiga 500... sonst nix mehr ;(

  • Auf der Anleitung von Seven Cities of Gold steht auch "Requires Kickstart V1.1". Braucht übrigens den Decigel patch für Prozessoren ab 68010. Hatte ich letztens mal wieder ausprobiert.

    1986 war in Deutschland die 256kb Erweiterung für 2000DM schon dabei... Das waren noch Zeiten, wo Computer noch ein halbes Vermögen gekostet hatten.

    C64 / Amiga 500, 1000, 1200, 2000 / SUN IPC, SparcStation 5, Ultra 1, Ultra 10 / MiSTer FPGA / ULX3S

  • Ich habe noch meinen 1000er von 1986, deutsche Version mit Keyboardaufklebern ... die originale Commodore 256K Speichererweiterung für die Front war beim Kauf dabei ...

    Was ich noch dunkel erinnere ist, dass manche meiner Freunde sich auf ebendiese original Commodore Speichererweiterung 256K, die in die Front des 1000ers reingesteckt wurde, Huckepack nochmal 256K zusätzlich raufgelötet haben. Dabei wurden die zusätzlichen Speicherchips auf die bereits vorhandenen raufgelötet ...

    Dieser Speicher musste dann aber auf der CLI oder startup-sequence noch extra irgendwie eingebunden werden ... damit er genutzt werden konnte... dann hatte man damit 256k onboard + 2*256K Expansion in der Frontklappe ...

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  • ist mir gerade aufgefallen daß es ja einen Amiga mit nur 256kByte gab:

    von welchem Amiga sprichst denn jetzt ?? ausser dem Amiga1000 ist mir das bei keinem Amiga bekannt...

    und der A1000 kann ja einfach aufgerüstet werden...

    ansonsten wurde auch schon früher "viel gebastelt"..

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  • Lustig war das Disketten-kopieren mit dem einen eingebauten Laufwerk.

    Deswegen gehörte auch ein Zweitlaufwerk zum Pflichtzubehör jeden Amigaanwenders. Zumindest bis Festplatten bezahlbar wurden.

    Schon schräg dass sich jemand die Mühe macht, intern RAMs aufzulöten wo es dafür doch einen extra Steckplatz gibt. Aber vielleicht hatten sie ja keine passende Platine zur Hand.

    Oder man wollte den Steckplatz frei halten, damit der Kunde dort die handelsüblichen RAM-Erweiterungen einsetzen konnte, für die er gedacht ist. Die wird er nämlich auch bei 512k noch schnell genug brauchen.

  • Ich erinnere mich dunkel, dass diese 256kb Erweiterung doch aber als ROM-Ersatz angeboten wurde, weil das Kickstart noch nicht stabil fertig war? Es wurde als WORM (Write once read many) benutzt, und wurde nach Laden des OS schreibgeschützt. Es konnte also danach nicht von anderen Programmen benutzt werden. Wurde diese weitere 256kb Erweiterung dann auch schreibgeschützt?

  • Die Grundausstattung des Amiga war 256KB ChipRAM und 256KB WOM für das Kickstart. Die 256KB Erweiterung war für zusätzliches ChipRAM, das hatte nichts mit dem WOM zu tun.

    C64 / Amiga 500, 1000, 1200, 2000 / SUN IPC, SparcStation 5, Ultra 1, Ultra 10 / MiSTer FPGA / ULX3S

  • Beim Antworten auf einen anderen Beitrag ist mir gerade aufgefallen daß es ja einen Amiga mit nur 256kByte gab: Der Ur-Amiga aus der ersten Reihe.

    Das ist missverständlich ausgedrückt. Es gab verschiedene Amigas vor dem Amiga 1000, die einfach nur Amiga hießen bzw. als Ur-Version des Amiga bezeichnet werden. Ich nehme aber an, dass du den Amiga 1000 meinst. Oder hast du einen Prototypen auf dem Dachboden stehen? Alle Revisionen des Amiga 1000 haben 256kb Ram on Board.

    Ich erinnere mich dunkel, dass diese 256kb Erweiterung doch aber als ROM-Ersatz angeboten wurde, weil das Kickstart noch nicht stabil fertig war? Es wurde als WORM (Write once read many) benutzt, und wurde nach Laden des OS schreibgeschützt. Es konnte also danach nicht von anderen Programmen benutzt werden. Wurde diese weitere 256kb Erweiterung dann auch schreibgeschützt?

    Da erinnerst du dich aber falsch. Das WORM wurde nicht separat angeboten. Es befand sich in jedem Amiga 1000. Erst auf einer Huckepack-Platine, bei späteren Revisionen direkt On Board.

  • +256K WOM war auf dem Mainboard dabei da wurde das Kickstart reingeladen...

    +256K RAM war auch auf dem Mainboard dabei

    +256K Frontside-Expansion wurde in Deutschland ab 1986 eigentlich immer dazugelegt.

    Man hatte dann auf dem Amiga 1000 effektiv

    256K-WOM in dem das Betriebssystem lag (quasi FASTROM, CPU läuft ungebremst)

    512K-CHIP-RAM (CPU teilt sich mit den Custom-Chips den RAM Zugriff, CPU hat niedrigste Prio)

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  • Lustig war das Disketten-kopieren mit dem einen eingebauten Laufwerk.

    Deswegen gehörte auch ein Zweitlaufwerk zum Pflichtzubehör jeden Amigaanwenders. Zumindest bis Festplatten bezahlbar wurden.

    Das hatte ich dann später auch. Sogar ein 5.25"-Laufwerk für den Amiga. Da konnte ich meine alten C=64-Wabbeldisks für den Amiga nutzen. Mit 880kb. War schon toll.

    Mein Amiga war übrigens ein 'echter' Amiga. Noch kein Commodore-Amiga! Da war ich damals sehr stolz drauf.

  • Mein Amiga war übrigens ein 'echter' Amiga. Noch kein Commodore-Amiga! Da war ich damals sehr stolz drauf.

    "war" ... hast du den nicht mehr ? 😢

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  • Mein Amiga war übrigens ein 'echter' Amiga. Noch kein Commodore-Amiga! Da war ich damals sehr stolz drauf.

    "war" ... hast du den nicht mehr ? 😢

    Nein. Leider nicht.

    Ich war so blöd, den 1990 zu verkaufen. Spät, aber dennoch.

    Jetzt bedaure ich das. *seufz*

  • Hier mal was zum Mythos, der erste Amiga wäre kein Amiga 1000 gewesen oder erst im Nachhinein so bezeichnet worden: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Meiner war auch kein "Commodore", aber das lag nur daran dass sie das in den USA beim 1000er generell nicht draufgeschrieben haben. Vielleicht wollte man ja ein seriöseres Image...

    An Bord: PET 2001, VC20, C64, C128, Plus/4, Atari 800XL, Atari 1040ST, Amiga 500... sonst nix mehr ;(

  • Mein Amiga war übrigens ein 'echter' Amiga. Noch kein Commodore-Amiga! Da war ich damals sehr stolz drauf.

    "war" ... hast du den nicht mehr ? 😢

    Nein. Leider nicht.

    Ich war so blöd, den 1990 zu verkaufen. Spät, aber dennoch.

    Jetzt bedaure ich das. *seufz*

    Was meinst du mit "echter Amiga"? Ein Prototyp bzw. Development System? NTSC?

    Hier mal was zum Mythos, der erste Amiga wäre kein Amiga 1000 gewesen oder erst im Nachhinein so bezeichnet worden: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Das Gerücht ging so weit, dass behauptet wurde, die Bezeichnung 1000 kam erst 1987 mit der Veröffentlichung von Amiga 500 und 2000.

  • Nein. Das war einfach nur Amiga. Nicht Amiga-1000. Und nicht Commodore. Amiga war da ein eigenständiges Unternehmen.

    Ein Freund von uns hatte damals eine Firma gegründet. Er hatte mich da schon 'eingestellt' um für ihn ein kleines Spielchen in BASIC zu schreiben. Und er kam so an die Dinger ran.

    Sie waren aber schon PAL. Denke ich zumindest. Auch wenn das erste Kickstart / Workbench 1.0 noch nicht den vollen Bildschirm nutzen konnte. Der untere Teil war nicht nutzbar. Mit neueren Kickstarts ging das dann.

    Amiga wurde dann irgendwann von Commodore übernommen. Und danach hießen die dann Commodore Amiga. Und es kam der 500er heraus und deshalb wurde meiner dann ein 1000er.