Amiga mit 256kByte

Es gibt 48 Antworten in diesem Thema, welches 8.594 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (8. Juli 2021 um 12:28) ist von Crass Spektakel.

  • Das passt aber nicht dazu, dass auf den Amiga 1000 Vorläufern bzw. Entwicklungssystemen, die es lange vor Marktveröffentlichung gab, schon COMMODORE auf den Motherboards stand. Angeblich ab 1984. Und dass die Entwicklungssysteme Gehäuse hatten, die dem Amiga 1000 ähnlich waren, sich aber in Details unterschieden und den Commodore Schriftzug eingeprägt hatten. Von den Commodore-Tasten der Vorserienmodelle will ich jetzt gar nicht sprechen. Einfach mal nach Amiga Velvet suchen.

    Der 1000er ist nie von der Firma Amiga, sondern von Commodore verkauft worden. Auch wenn die ersten 1000er keinen Commodore Schriftzug vorne aufgedruckt hatten.

    Ob der erste Amiga jetzt 1000 hieß oder nicht, darüber wird man sich wohl nie einig sein. Mir ist noch nie ein Seriennummernlabel begegnet, auf dem nicht die 1000 vorkam. Entweder als "Amiga 1000" oder als "Model 1000".

    Edit: und selbst mit dem ganz alten Metallgehäuse stand schon Commodore drauf: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Edit2: die meisten Informationen zu den verschiedenen Versionen und ab wann die Commodore hießen, sind hier zu lesen: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Kongo-Otto (17. März 2021 um 13:21)

  • Soweit ich weiß, hatte Commodore damals die Firma Amiga gerettet, weil die ihren Rechner alleine nicht mehr in Serie produziert bekommen hätten. Obwohl dann natürlich Herstellung und Vertrieb über Commodore liefen, hatte man Anfangs noch darauf verzichtet, am Amiga das Commodore-Label zu verwenden. Auch den passenden Monitor 1081 gab es mit Amiga- statt Commodore-Logo. Dementgegen meldet sich allerdings bereits Kickstart 0.7 mit Commodore-Amiga in der Copyrightzeile. (beliebige Workbench 1.x booten)

    Daß man selten vom Amiga 1000 gesprochen hat, lag natürlich daran, daß es keine Notwendigkeit für dieses Unterscheidungsmerkmal gab. Daß auf den Plaketten vorne am Rechner und auch am Monitor keine Typenbezeichnung standen, hat sicher auch zum Mythos beigetragen.

    Und wenn wir vom Ursprünglichen Amiga sprechen, sind damit natürlich Serienmodelle gemeint. Prototypen und sonstige Vorserienaufbauten sind ein Thema für sich, welches natürlich ohne Commodore seinen Anfang nahm.

  • Ich persönlich fand den Amiga-1000 aber den schönsten Rechner, den ich je hatte. Rein optisch.

    Kann ich nur bestätigen. :D Ich hatte auch einen der ersten, die noch mit KS1.1 ausgeliefert wurden. Detusche Aufkleber kamen dann irgendwann, aber die wollte ich sowieso nie haben. :)

  • War es nicht so, das Commodore "Amiga" kaufte und das Team dann unter Commodore Flagge sas Ding fertig stellte ?

    Ich frage mich auch, warum man nicht beachtet was andere hier schreiben.Auf Seite eins hat doch schon jemand dazu geschrieben, LogicDeLuxe in Post 19,den verlinkten Beitrag eines Mannes der ersten Geräte gekauft hatte.Und schon da hiess das Ding Amiga 1000 auf der Verpackung.

  • Obwohl dann natürlich Herstellung und Vertrieb über Commodore liefen, hatte man Anfangs noch darauf verzichtet, am Amiga das Commodore-Label zu verwenden.

    Hier wäre interessant zu wissen, warum Commodore das gemacht hat. Das ist offenbar eine bewusste Marketingentscheidung vor dem Marktstart gewesen, da die Vorserienmodelle ja wie gesagt einen eingeprägten Commodore Schriftzug hatten. Vielleicht wollten sie einfach das Produkt in den Vordergrund stellen und nicht die Marke. Der Amiga hatte ja schon einige Zeit vor dem Erscheinen einen gewissen Ruf und Commodore war erst ein Jahr vor Veröffentlichung an Board. Vielleicht hatte man Angst, die Käufer zu verwirren.

    Oder man wollte den harten Cut zu den bisherigen Systemen. Bei den Nutzern war es ja zum großen Teil in der Zeit auch so, dass der Name Commodore mit dem C64 gleichgesetzt war (Nach dem Motto: "Hast du einen Commodore oder einen Amiga?"). Von daher wäre es nachvollziehbar, den Namen Commodore auf dem Amiga nicht in den Vordergrund zu setzen. Auf den Produktaufklebern auf der Unterseite tauchte Commodore aber immer mit auf. Ich meine, auch beim 1081.

    Wie auch immer, Commodore hat die Firma Amiga 1984 gekauft und den Amiga ein Jahr später auf den Markt gebracht. Aussagen, dass der Amiga erst auf dem Markt war und die Firma dann von Commodore gekauft wurde, entsprechen nicht den Tatsachen.

    den verlinkten Beitrag eines Mannes der ersten Geräte gekauft hatte.Und schon da hiess das Ding Amiga 1000 auf der Verpackung.

    Na siehste. Dann wäre der Mythos ja auch entkräftet.

  • Ich vermute mal, man wollte sich bewusst vom Spielekisten-Image des C64 distanzieren, um den Amiga als eigene Marke im Profimarkt zu platzieren. Die Preisgestaltung war anfangs ja auch dementsprechend.

    An Bord: PET 2001, VC20, C64, C128, Plus/4, Atari 800XL, Atari 1040ST, Amiga 500... sonst nix mehr ;(

  • Bei mir war ein Kickstart1.1 und auch sogar schon ein Kickstart1.2.

    Kickstart1.1 ist viel hübscher ... besonders die feinen weißen Linien im Fenstertitel sind viel moderner... ok einigen wir uns auf zeitlos :rolleyes:

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  • Die Kernfrage des Threads bleibt aber: hat jemand ernsthaft mit nur 256kb gearbeitet? Soweit ich weiß, gab es eine Hand voll Spiele, die damit liefen. Der Standard war dann wohl sehr schnell 512kb.

    Die Mitnutzung des WOM war zwar auch möglich, aber das haben wohl nur zwei Spiele gemacht.

  • Die Mitnutzung des WOM war zwar auch möglich, aber das haben wohl nur zwei Spiele gemacht.

    Echt krass ... welche waren das denn ?

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  • Als einziges Spiel fällt mir Dragons Lair ein. Andere Namen habe ich vergessen.

  • War es nicht so, das Commodore "Amiga" kaufte und das Team dann unter Commodore Flagge sas Ding fertig stellte ?

    Aber sowas von. Das wurde hier im Forum sicher schon in zweistelliger Anzahl durchgekaut inkl. Verweis auf Quellen.


    Ich frage mich auch, warum man nicht beachtet was andere hier schreiben.

    Oder sich mit den verlinkten Quellen mal beschäftigt. :whistling:


    Auf Seite eins hat doch schon jemand dazu geschrieben, LogicDeLuxe in Post 19,den verlinkten Beitrag eines Mannes der ersten Geräte gekauft hatte.Und schon da hiess das Ding Amiga 1000 auf der Verpackung.

    Und das war 1985, nur um das auch noch mal anzumerken. Interessant in diesem Zusammenhang ebenfalls: Der Verfasser des verlinkten Beitrags verlinkt innerhalb dieses Beitrags auf ein anderes Posting von ihm, in dem er über das Computermagazin berichtet, das ihn mit dem Amiga bereits angefixt hat, bevor der zu kaufen war. Dort ist dann auch ein Scan als PDF-Datei herunterladbar mit den Seiten der Amiga-Vorstellung: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Zumindest in der Branche war es nun wahrlich kein Geheimnis, dass Amiga von Commodore gekauft wurde, daher wird der Amiga in dem Heft (Herausgabedatum laut Aufdruck August 1985) auch vielfach "Commodore's Amiga" genannt, aber eben auch nicht "Amiga 1000".

    Besonders lesenswert in der PDF-Datei sind übrigens "The History of Amiga" (von Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., Seite 13 in der PDF-Datei) und "Can Commodore Pull It Off?" (Seite 14).

  • Ich vermute mal, man wollte sich bewusst vom Spielekisten-Image des C64 distanzieren, um den Amiga als eigene Marke im Profimarkt zu platzieren.

    blöd vielleicht nur,.. das Amiga "VORHER" Joysticks.. statt Amiga-Rechner produziert hat ;)

    (PS: alles gut.. ich liebe meine A1000) :D

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  • Zu dem Zeitpunkt hatte aber auch die Firma Amiga entschieden und nicht die Wirtschaftsweisen von Commodore, die ja, wie wir alle wissen, immer vernünftige und richtige Entscheidungen getroffen haben. :D

  • die Firma Amiga

    ich finde das "ALTE" AMIGA LOGO aber auch recht cool.... der "ROTE" AMIGA Blitz...

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    PS: oben sieht man dann die AMIGA Firmenanschrift VOR Commodore Zeit..

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  • Das passt aber nicht dazu, dass auf den Amiga 1000 Vorläufern bzw. Entwicklungssystemen, die es lange vor Marktveröffentlichung gab, schon COMMODORE auf den Motherboards stand. Angeblich ab 1984. Und dass die Entwicklungssysteme Gehäuse hatten, die dem Amiga 1000 ähnlich waren, sich aber in Details unterschieden und den Commodore Schriftzug eingeprägt hatten. Von den Commodore-Tasten der Vorserienmodelle will ich jetzt gar nicht sprechen. Einfach mal nach Amiga Velvet suchen.

    Der 1000er ist nie von der Firma Amiga, sondern von Commodore verkauft worden. Auch wenn die ersten 1000er keinen Commodore Schriftzug vorne aufgedruckt hatten.

    Ob der erste Amiga jetzt 1000 hieß oder nicht, darüber wird man sich wohl nie einig sein. Mir ist noch nie ein Seriennummernlabel begegnet, auf dem nicht die 1000 vorkam. Entweder als "Amiga 1000" oder als "Model 1000".

    Edit: und selbst mit dem ganz alten Metallgehäuse stand schon Commodore drauf: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Edit2: die meisten Informationen zu den verschiedenen Versionen und ab wann die Commodore hießen, sind hier zu lesen: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Das mag absolut so sein. Ich habe mich nie so tief damit befasst damals.

    Ich weiß halt nur, dass da eben kein Commodore Label/Schriftzug auf dem Gerät war. Das Seriennummerlabel habe ich damals einfach nicht beachtet. Sorry.

  • Ich beharre gar nicht darauf.

    Ich bin da auch nicht wissenschaftlich rangegangen, also mit Belegen und so. Ich habe mich hier echt nur auf meine Erinnerungen gestützt. Und das auf einen Zeitraum, der schon so einige Jahre her ist. Wahrscheinlich schon zu lange.

    Wir Jungs (die wir damals waren) waren einfach nur mächtig stolz auf das Gerät. War ja auch teuer genug.

    Und darüber hinaus war ich auch zu Beginn etwas überfordert mit der Software. Bis dahin gab es ja (für mich jedenfalls) nur den C=64 bzw. den C=128. Und da war programmieren eben das BASIC. An mehr hatte ich mich nie versucht.

    BASIC zu programmieren auf dem Amiga war da schon irgendwie anders. Alleine die Fenster-Technik. Ich weiß noch, wie ich beeindruckt war, dass die Textzeilen tatsächlich pixelweise im Fenster zu verschieben waren.

    Spiele dagegen waren schon eine echte Offenbarung. Mindwalker war das erste, was ich hatte. Himmel...

  • Ursprünglich ging es ja mal um die Frage, ob man mit nur 256 K vernünftig arbeiten kann. Das habe ich tatsächlich nie ausprobiert, aber angesichts der gefühlten Handvoll Programme die mit so wenig Speicher überhaupt läuft lautet die Antwort wohl nein.

    An Bord: PET 2001, VC20, C64, C128, Plus/4, Atari 800XL, Atari 1040ST, Amiga 500... sonst nix mehr ;(

  • Ursprünglich ging es ja mal um die Frage, ob man mit nur 256 K vernünftig arbeiten kann. Das habe ich tatsächlich nie ausprobiert, aber angesichts der gefühlten Handvoll Programme die mit so wenig Speicher überhaupt läuft lautet die Antwort wohl nein.

    Kommt halt immer drauf an was man unter "arbeiten" versteht. Spiele können schon noch laufen. Ich habe damit programmiert und da war 256k sowieso zu wenig und auch 512k war dafür nicht wirklich genug. Dazu brauchte man MINDESTENS ein zweites Laufwerk, dann ging es auch mit 512k so leidlich. C programmieren konnte man IMO mit so einer Aussattung jedenfalls vergessen. Mit z.B. Seka Assembler ging es noch für kleinere Programme.

  • Seka ging auch für größere Programme :)

    C64 / Amiga 500, 1000, 1200, 2000 / SUN IPC, SparcStation 5, Ultra 1, Ultra 10 / MiSTer FPGA / ULX3S

  • Soeben drüber gestolpert - Um auf die Unsicherheit, ob es 256k Versionen im Handel gab zurückzukommen:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Anscheinend muß die Antwort für 1986 JA lauten.

    After a time, you may find that 'having' is not so pleasing a thing after all as 'wanting'. It is not logical, but is often true... Spock
    When you’re playing and you’re just you, powerful things happen... Joybubbles