Was hat es mit dem Festplattentyp 15 auf sich?

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema, welches 1.924 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (27. Februar 2021 um 14:15) ist von Schmitti.

  • Ich habe mich immer gefragt, warum es eigentlich diese Liste mit 46 vordefinierten Festplattentypen in alten BIOSen bis etwa Anfang 90'er gibt, wo man dann doch fast immer "Custom" gebraucht hat. Und vor allem, was es mit dem Typ 15 auf sich hat, bei dem alles auf 0 festgelegt ist.

  • Da hab ich vor kurzem auch mal was drüber gelesen, konnte auf die Schnelle nur das finden: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Vielleicht finde ich noch andere Links dazu.

    Meine Classics: Atari 800 XL + Atari 1010 + Atari 1050 + SD2SIO/SIDE2 + Ultimate1MB | ATARI 2600JR | C64 (Breadbin) + C64C (im Kickstarter Gehäuse) | C128 + C128 DCR (Blechdiesel) + SD2IEC + C1541II + C1571 | Amiga 500 mit Wicher 500i + ext. Disk/Gotek | Amiga 1200 (ACA-1221/OS3.9/CFCard/WHDLoad) | Atari 1040ST (Gotek) | Atari 1040STE 4MB (Gotek) | Schneider CPC6128 (Gotek)

  • Daß das mal als Nibble gespeichert wurde, war mir nicht bekannt. Macht sicher Sinn, daß zur Kompatibilität so weiter zu führen. Die 15 war also als Nibble reserviert. Warum man den Festplattentyp dann auch als Bytetyp nicht verwendet hat, erklärt das allerdings nicht.

  • Da muss man wohl IBM fragen, was die sich damals dabei dachten.

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  • Ich habe mich immer gefragt, warum es eigentlich diese Liste mit 46 vordefinierten Festplattentypen in alten BIOSen bis etwa Anfang 90'er gibt, wo man dann doch fast immer "Custom" gebraucht hat. Und vor allem, was es mit dem Typ 15 auf sich hat, bei dem alles auf 0 festgelegt ist.

    Die "Custom-Einstellung" gab es erst später. Lange Zeit gab es nur eine mehr oder weniger lange Liste mit vordefinierten Parameterkombinationen. Daher haben die Festplattenhersteller auch die sogenannten Translationmode für Geometriedaten eingeführt, um Alternativen zu physikalischen Geometrie anbieten zu können.

  • Hmm.:|

    Da kommen ferne Erinnerungen hoch.

    Korrigiert oder ergänzt mich gerne wenn ich mich irre.

    Das müssen doch die Biose der Zeit 80286 (IBM AT) höchstens 80386 gewesen sein.

    IBM, AMD, Maxxim, Award und Phönix fallen mir da spontan als Bios-Hersteller ein und jedes Bios hatte seine Besonderheiten.

    Die Controller waren u.a. ST-506 Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    und die HDs wurden MFM oder RLL kodiert, was Einfluss auf die Kapazität und Datensicherheit hatte.

    Man konnte den Interleav der HD-Sektoren mit Herstellerprogrammen einstellen, umformatieren und so die Zugriffsgeschwindigkeit drastisch erhöhen.

    Lang ist es her.

    8-Bit enthalten circa 150g reinen Alkohol und sind bei regelmäßigem Konsum nicht unbedenklich :drunk:

  • Man konnte den Interleav der HD-Sektoren mit Herstellerprogrammen einstellen, umformatieren und so die Zugriffsgeschwindigkeit drastisch erhöhen.

    Mein erster PC war ein Okano mit AMD 486DX50. Der hatte diese Tools noch im BIOS-Setup drin. In PCem verwendet der "AMI 486 Clone" dieses BIOS. Die Typenliste ist auch noch dabei, wobei 47 frei definierbar ist.

  • Daher haben die Festplattenhersteller auch die sogenannten Translationmode für Geometriedaten eingeführt, um Alternativen zu physikalischen Geometrie anbieten zu können.

    Der Vorläufer von LBA?

    Nein nicht ganz. Das waren jeweils ein anderes Setup an Geometriedaten, dass man verwenden konnte und welches die Festplatte dann auch korrekt verstanden hatte. Die Kapazität war damit in der Regel sehr geringfügig kleiner als mit den physikalisch richtigen Parametern. Aber auch damit war der Betrieb stabil zugesichert vom Hersteller.

    Ja, das war die Zeit, vielleicht noch ganz früher 486'er.

    BIOSe von Maxxim kenne ich nicht.

    Richtig, MFM- oder RLL-Kodierung. Am Ender der Zeit gab es noch ARLL. Die Datensicherheit war aber bei den Festplatten gleich und unabhängig von der Kodierung, wenn die Festplatte für die Kodierung freigegeben ist.

    Ja, der Interleave ließ sich einstellen und musste auch eingestellt werden, wenn man die maximale Datentransferrate erreichen wollte. Auf die Zugriffsgeschwindigkeit hatte es jedoch keinen Einfluss. Die war abhängig von der Mechnik des Kopfträger, zugehörigen Motoren und der Drehzahl des Plattenstapels.

    Man konnte den Interleav der HD-Sektoren mit Herstellerprogrammen einstellen, umformatieren und so die Zugriffsgeschwindigkeit drastisch erhöhen.

    Mein erster PC war ein Okano mit AMD 486DX50. Der hatte diese Tools noch im BIOS-Setup drin. In PCem verwendet der "AMI 486 Clone" dieses BIOS. Die Typenliste ist auch noch dabei, wobei 47 frei definierbar ist.

    Wobei man aufpassen musste, dass das nur Sinn macht bei Festplatten mit ST412-Schnittstelle. Bei Festplatte mit IDE-AT-Schnittstelle war das bereits ab Werk korrekt eingestellt. Auch war schnell mal eine Festplatte mit IDE-AT-Schnittstelle geschrottet, da man das bei denen nicht machen sollte (da ab Werk bereits erledigt und nicht auf User-Änderung ausgerichtet).

  • Auch war schnell mal eine Festplatte mit IDE-AT-Schnittstelle geschrottet, da man das bei denen nicht machen sollte (da ab Werk bereits erledigt und nicht auf User-Änderung ausgerichtet).

    Ich dachte eigentlich, eine IDE-Platte würde gar nicht auf einen Lowlevel-Format-Befehl reagieren, eben aus genau dem Grund. Ich kenne auch niemanden, der das ausprobiert hätte.

  • Doch, von den ersten haben da durchaus einige darauf reagiert. Manche haben das nicht vertragen, einige schon.

    Später haben die Festplattenhersteller das Kommando geblockt, um Schäden zu vermeiden.

    Wenn viele heute vom Low-Level-Format sprechen ist damit aber bei den neueren Festplatte gar kein Low-Level-Format gemeint sondern ein Format, das darüberliegt und quasi so eine Art Leer-Überschreiben aller Daten auf der Festplatten meint. Der Begriff ist im Zusammenhang mit neueren Festplatten also falsch.

    Das Low-Level-Format kann dann wahrscheinlich nur noch der Hersteller mit spezieller Software und Kommandosequenzen durchführen.

  • Ich kann mich an Platten erinnern, die hatten ihre defect table aufgedruckt.

    Man konnte dann bei einem richtigen low level format entweder die defekten Sektoren von Hand eintragen,

    oder sie durch eine sehr lange dauernde Prüfroutine ermitteln und eintragen lassen.

    8-Bit enthalten circa 150g reinen Alkohol und sind bei regelmäßigem Konsum nicht unbedenklich :drunk:

  • Ja, bei den ST412-Festplatten, also die mit MFM-/RLL-/ARLL-Kodierung, ist das mit dem Aufkleber mit den defekten Sektoren so. Die musste man man dann zu Fuß eintragen. Praktisch jede Festplatte hat defekte Sektoren. Nur die neueren verstecken die vor dem Anwender, habe die aber auch.